UBS-Ergebnis viertes Quartal 2014 Dienstag, 10. Februar 2015 - 06:46
Quartalsbericht
UBS mit einem Reingewinn von CHF 1 Mrd. im vierten Quartal; Verdoppelung der ordentlichen Dividende
Der den Aktionären zurechenbare Reingewinn stieg 2014 um 13% auf CHF 3,6 Milliarden; verwässertes Ergebnis pro Aktie von CHF 0.94
Für das Geschäftsjahr 2014 schlägt UBS eine ordentliche Dividende von CHF 0.50 pro Aktie vor
Einmalige Zusatzdividende von CHF 0.25 pro Aktie vollständig zurückgestellt
Harte Kernkapitalquote (CET1) gemäss Basel III auf Basis einer vollständigen Umsetzung nach wie vor höchste in der Vergleichsgruppe
Zürich/Basel, 10. Februar 2015 – Für das vierte Quartal resultierte ein den Aktionären zurechenbarer Reingewinn von CHF 1 Milliarde. Damit erhöhte sich der Reingewinn der UBS Group AG für 2014 gegenüber dem Vorjahr um 13% auf CHF 3,6 Milliarden. Der Vorsteuergewinn für das Gesamtjahr belief sich auf bereinigter1 Basis auf CHF 2,9 Milliarden und auf ausgewiesener Basis auf CHF 2,6 Milliarden. Sämtliche Unternehmensbereiche von UBS erzielten 2014 deutliche Fortschritte. Wealth Management steigerte den bereinigten1Vorsteuergewinn um 4% und verzeichnete in der Region Asien-Pazifik den grössten Zuwachs an Nettoneugeldern seit 2007. Der bereinigte1 Vorsteuergewinn von Wealth Management Americas betrug über USD 1 Milliarde und erreichte damit einen neuen Rekordwert. Retail & Corporate erfüllte alle Ziele und wies einen um 4% höheren bereinigten1 Vorsteuergewinn aus. Global Asset Management gelang bei den Nettoneugeldern eine bedeutende Trendwende. Die Investment Bank zeigte eine starke Performance; die Erträge bei Corporate Client Solutions stiegen um 8%.
2014 baute UBS die risikogewichteten Aktiven (RWA) weiter ab und verbesserte ihre Leverage Ratio. Das Unternehmen wies erneut die höchste harte Kernkapitalquote (CET1) gemäss Basel III auf Basis einer vollständigen Umsetzung in seiner Vergleichsgruppe auf. Dank dieser Leistungen und des um 13% gestiegenen Reingewinns erwirtschaftete UBS attraktive Renditen für ihre Aktionäre. Daher beabsichtigt das Unternehmen, für das Geschäftsjahr 2014 eine ordentliche Dividende von CHF 0.50 pro Aktie vorzuschlagen. Dies entspricht einer Erhöhung um 100% gegenüber dem Vorjahr und einer Ausschüttungsquote von 53% des ausgewiesenen Konzernreingewinns.
In Anbetracht der Fortschritte bei der Schaffung einer Konzernholdinggesellschaft und des erfolgreichen Abschlusses des Aktienumtauschangebots im Verhältnis 1:1 hat UBS den Betrag für eine ergänzende Kapitalrückführung von CHF 0.25 pro Aktie im vierten Quartal 2014 vollständig zurückgestellt.
Die Information in dieser Medienmitteilung ist, sofern nicht anders angegeben, auf konsolidierter Basis für UBS Group AG ausgewiesen. Wichtige Finanzkennzahlen der UBS AG sind am Ende dieser Medienmitteilung aufgeführt. Die für UBS AG angegebenen Finanzinformationen unterscheiden sich nicht wesentlich von den für UBS Group AG angegebenen Informationen. Die Unterschiede sind auf den Seiten 11 und 12 des Quartalsberichts der UBS Group AG beschrieben.
Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Generalversammlung beabsichtigt UBS Group AG, diese einmalige ergänzende Kapitalrückführung nach erfolgreichem Abschluss des Squeeze-out-Verfahrens an die Aktionäre auszuzahlen. UBS Group AG beabsichtigt (abhängig von den Marktbedingungen) noch in diesem Monat eine erste Platzierung von zusätzlichen Tier-1-Kapitalinstrumenten vorzunehmen.
Group Chief Executive Officer Sergio P. Ermotti zum Ergebnis von UBS für das Gesamtjahr und das vierte Quartal 2014: «Ich bin zufrieden mit dem, was wir 2014 erreicht haben. Wir haben ein robustes Ergebnis erzielt und verfügen über eine solide Kapitalposition. Zudem haben wir unsere strategische Transformation abgeschlossen und sind für die Zukunft gut gerüstet. Es ist noch zu früh, dieses Quartal abschliessend zu beurteilen, aber wir hatten 2015 einen guten Start. Dies bestärkt uns im Hinblick auf die geplante Kapitalrückführung an unsere Aktionäre.»
Finanzkennzahlen für das Gesamtjahr
- Den Aktionären der UBS Group AG zurechenbarer Reingewinn von CHF 3,6 Milliarden; verwässertes Ergebnis pro Aktie von CHF 0.94
- UBS schlägt eine ordentliche Dividende für das Geschäftsjahr 2014 von CHF 0.50 pro Aktie vor, was einer Erhöhung um 100% und einer Ausschüttungsquote von 53% entspricht;
- Einmalige Zusatzdividende von CHF 0.25 vollständig zurückgestellt
- Bereinigter1 Vorsteuergewinn von CHF 2,9 Milliarden
- Die harte Kernkapitalquote (CET1) auf Basis einer vollständigen Umsetzung lag über dem angestrebten Ziel von 13%. Somit wies UBS erneut die höchste harte Kernkapitalquote (CET1) gemäss Basel III auf Basis einer vollständigen Umsetzung in ihrer Vergleichsgruppe auf – selbst nach Bildung der Rückstellungen zwecks höherer Kapitalrückführung an die Aktionäre
- Die RWA auf Basis einer vollständigen Umsetzung beliefen sich auf CHF 216 Milliarden; das Ziel per Ende 2015 liegt bei unter CHF 215 Milliarden
- Die Leverage Ratio für systemrelevante Schweizer Banken auf Basis einer vollständigen Umsetzung erhöhte sich um 70 Basispunkte auf 4,1%; die Leverage Ratio sowie die Finanzierungs- und Liquiditätskennzahlen liegen weiterhin komfortabel über den regulatorischen Vorgaben
- Der bereinigte1 Vorsteuergewinn von Wealth Management stieg um 4% auf CHF 2,5 Milliarden, das beste Ergebnis seit 2008. Die Nettoneugelder waren mit CHF 34,4 Milliarden robust, was auf den grössten Zuwachs in der Region Asien-Pazifik seit 2007 zurückzuführen war. Die Wachstumsrate der Nettoneugelder lag folglich innerhalb der Zielbandbreite
- Der bereinigte1 Vorsteuergewinn von Wealth Management Americas betrug über USD 1,0 Milliarden und erreichte damit einen neuen Rekordwert. Die Nettoneugelder beliefen sich auf USD 10,0 Milliarden. Die Bruttomarge und das bereinigte1 Aufwand-Ertrags-Verhältnis lagen innerhalb der Zielbandbreite
- Retail & Corporate steigerte den bereinigten1 Vorsteuergewinn um 4% auf CHF 1,6 Milliarden. Das Wachstum des Nettoneugeschäftsvolumens, die Nettozinsmarge und das bereinigte1Aufwand-Ertrags-Verhältnis lagen alle innerhalb der Zielbandbreite
- Global Asset Management wies einen bereinigten1 Vorsteuergewinn von CHF 0,5 Milliarden aus. Die Nettoneugelder (ohne Berücksichtigung der Mittelflüsse bei den Geldmarktfonds) beliefen sich auf CHF 22,6 Milliarden, sodass sich die Wachstumsrate für das Nettoneugeld im Rahmen der Zielbandbreite bewegte
- Die Investment Bank verzeichnete einen bereinigten1 Vorsteuergewinn von CHF 0,3 Milliarden; der Unternehmensbereich musste sich mit branchenweiten juristischen und regulatorischen Angelegenheiten auseinandersetzen und mit begrenzten Ressourcen wirtschaften. Bei Corporate Client Solutions stiegen die Erträge um 8%.
Finanzkennzahlen für das vierte Quartal
- Den Aktionären der UBS Group AG zurechenbarer Reingewinn von CHF 963 Millionen; verwässertes Ergebnis pro Aktie von CHF 0.26
- Bereinigter1 Vorsteuergewinn von CHF 648 Millionen
- Wealth Management: bereinigter1 Vorsteuergewinn von CHF 694 Millionen; Nettoneugelder von CHF 3,0 Milliarden infolge kräftiger Nettoneugeldzuflüsse von Kunden in der Region Asien-Pazifik, von Ultra-High-Net-Worth-Kunden weltweit sowie inländischen Kunden in Europa; bereinigtes1 Aufwand-Ertrags-Verhältnis erneut innerhalb der Zielbandbreite
- Wealth Management Americas: bereinigter1 Vorsteuergewinn von USD 233 Millionen; neuer Quartals-Rekordwert beim Geschäftsertrag; Anstieg der Nettoneugelder auf USD 5,5 Milliarden; annualisierte Wachstumsrate für Nettoneugeld, Bruttomarge und bereinigtes1 Aufwand-Ertrags-Verhältnis alle innerhalb der Zielbandbreite
- Retail & Corporate: bereinigter1 Vorsteuergewinn von CHF 356 Millionen; Nettozinsmarge und bereinigtes1 Aufwand-Ertrags-Verhältnis erneut beide innerhalb der Zielbandbreite
- Global Asset Management: bereinigter1 Vorsteuergewinn von CHF 124 Millionen; höherer Geschäftsertrag, in erster Linie infolge höherer performanceabhängiger Erträge bei traditionellen Anlagen und im globalen Immobiliengeschäft
- Investment Bank: bereinigter1 Vorsteuergewinn von CHF 426 Millionen; höhere Erträge sowohl im Advisory-Geschäft als auch bei Equity Capital Markets; die bereinigte1 annualisierte Rendite auf dem zugeteilten Eigenkapital lag unter dem Ziel für das Gesamtjahr, aber über dem für das Quartal gesteckte Ziel; das bereinigte1 Aufwand-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich und lag innerhalb der Zielbandbreite
Jährliche Ziele für die Geschäftsperformance
UBS hat mehrere externe Performance-Ziele und Leistungskennzahlen des Konzerns und der Unternehmensbereiche für 2015 und darüber hinaus aktualisiert. Die nachstehende vollständige Liste ersetzt sämtliche bisherigen Ziele. Die Ziele basieren auf konstanten Wechselkursen.
Konzern
- Bereinigte1 Rendite auf Eigenkapital abzüglich Goodwill und anderer immaterieller Vermögenswerte: um 10% für 2015 und >15% ab 2016
- CET1-Quote gemäss Basel III auf Basis einer vollständigen Umsetzung: 13% und 10% post-stress
- RWA gemäss Basel III: <CHF 215 Milliarden bis 31.12.2015
- RWA gemäss Basel III: <CHF 200 Milliarden bis 31.12.2017
- Leverage Ratio Denominator für Schweizer SRB von CHF 900 Milliarden bis 20162
- Bereinigtes1 Aufwand-Ertrags-Verhältnis: 60%–70%
Wealth Management
- Wachstum der Nettoneugelder: 3%–5%
- Bereinigtes1 Aufwand-Ertrags-Verhältnis: 55%–65%
Wealth Management Americas
- Wachstum der Nettoneugelder: 2%–4%
- Bereinigtes1 Aufwand-Ertrags-Verhältnis: 75%–85%
Wealth Management und Wealth Management Americas
Mittelfristig kombiniertes Wachstum des bereinigten1 Gewinns vor Steuern von 10%–15% pro Jahr
Retail & Corporate
- Wachstum des Nettoneugeschäftsvolumens (für das Retailgeschäft): 1%–4%
- Nettozinsmarge: 140–180 Basispunkte
- Bereinigtes1 Aufwand-Ertrags-Verhältnis: 50%–60%
Global Asset Management
- Wachstum der Nettoneugelder: 3%–5% ohne Geldmarkt
- Bereinigtes1 Aufwand-Ertrags-Verhältnis: 60%–70%
- Bereinigter1 jährlicher Gewinn vor Steuern: mittelfristig CHF 1 Milliarde
Investment Bank
- Bereinigte1 jährliche Rendite auf zugeteiltem Eigenkapital vor Steuern: >15%
- Bereinigtes1 Aufwand-Ertrags-Verhältnis: 70%–80%
- Limite für RWA gemäss Basel III von CHF 70 Milliarden
- Limite für finanzierte Vermögenswerte von CHF 200 Milliarden
Corporate Center – Core Functions
CHF 1,0 Milliarden jährliche Nettokosteneinsparungen bis Ende 20153,4
Corporate Center – Non-core und Legacy Portfolio
- RWA gemäss Basel III: ~CHF 40 Milliarden bis 31.12.2015
- RWA gemäss Basel III: ~CHF 25 Milliarden bis 31.12.2017
- CHF 0,4 Milliarden jährliche Nettokosteneinsparungen bis Ende 20153
- CHF 0,7 Milliarden zusätzliche jährliche Nettokosteneinsparungen nach 20155,6
Viertes Quartal: Übersicht Konzern und Unternehmensbereiche
Für das vierte Quartal 2014 weist UBS einen den Aktionären zurechenbaren Reingewinn von CHF 963 Millionen aus, mit einem verwässerten Ergebnis pro Aktie von CHF 0.26. Darin enthalten ist ein Steuerertrag von netto CHF 493 Millionen. Alle Unternehmensbereiche waren profitabel. Auf dieser Grundlage erzielte das Unternehmen ein bereinigtes1 Konzernergebnis vor Steuern von CHF 648 Millionen. Die Leistung von UBS ist ein erneuter Beleg für ihre fundamentale Ertragskraft und die Fähigkeit, in einem anspruchsvollen Umfeld Resultate zu liefern.
Wealth Management verzeichnete einen bereinigten1 Vorsteuergewinn von CHF 694 Millionen und damit das beste Ergebnis in einem vierten Quartal seit 2008. Die Erträge aus dem Zinsengeschäft und die wiederkehrenden Erträge nahmen zu, gestützt auf die Initiativen im Kredit- und Hypothekenbereich sowie zur Erhöhung der Anzahl Mandate. Die Zunahme der verwalteten Vermögen trug ebenfalls zu dem Anstieg bei. Diese Entwicklung wurde durch einen Rückgang der transaktionsabhängigen Einkünfte nach einem äusserst soliden dritten Quartal neutralisiert. Die Bruttomarge sank auf 82 Basispunkte und lag damit ausserhalb der Zielbandbreite. Von Kunden in der Region Asien-Pazifik, von Ultra-High-Net-Worth-Kunden weltweit sowie inländischen Kunden in Europa flossen weiterhin kräftig Nettoneugelder zu. Dies wurde durch erwartete Abflüsse im grenzüberschreitenden Geschäft in Europa teilweise ausgeglichen. Insgesamt beliefen sich die Nettoneugelder auf CHF 3,0 Milliarden. Während die annualisierte Wachstumsrate für das Nettoneugeld im Berichtsquartal ausserhalb der Zielbandbreite blieb, lag sie für das Gesamtjahr innerhalb derselben. Das bereinigte1 Aufwand-Ertrags-Verhältnis blieb im Berichtsquartal innerhalb der Zielbandbreite.
Wealth Management Americas erzielte einen bereinigten1 Vorsteuergewinn von USD 233 Millionen. Der Geschäftsertrag erreichte einen neuen Quartalsrekord, gleichzeitig nahm jedoch auch der Geschäftsaufwand zu. Der Geschäftsertrag profitierte von einem Anstieg der transaktionsabhängigen Einkünfte und des Erfolgs aus dem Zinsengeschäft. Letzterer belegt den anhaltenden Erfolg der Initiativen in den Bereichen Banking und Kreditvergabe. Die Nettoneugelder erhöhten sich auf USD 5,5 Milliarden. Höhere Zuflüsse aufgrund der gestiegenen Zahl von Finanzberatern führten zu einer annualisierten Wachstumsrate der Nettoneugelder von 2,2%. Dieser Wert liegt innerhalb der Zielbandbreite. Die Bruttomarge auf den verwalteten Vermögen sowie das bereinigte1 Aufwand-Ertrags-Verhältnis verblieben ebenfalls innerhalb der Zielbandbreiten.
Retail & Corporate verbuchte einen bereinigten1 Vorsteuergewinn von CHF 356 Millionen. Der Geschäftsertrag war nach einem äusserst robusten dritten Quartal rückläufig. Die Wertberichtigungen für Kreditrisiken nahmen zu, während die wiederkehrenden Erträge sowie der Erfolg aus dem Zinsengeschäft zurückgingen. Dies wurde durch höhere transaktionsabhängige Einkünfte teilweise kompensiert. Die annualisierte Wachstumsrate des Nettoneugeschäftsvolumens für das Retail-Geschäft verringerte sich und kam unterhalb der Zielbandbreite zu liegen. Bei den Netto-Neukundenvermögen wurde ein Zufluss verzeichnet, während die Netto-Neuausleihungen leicht im negativen Bereich lagen. Dies entspricht der Strategie des Unternehmensbereichs, selektiv zu wachsen. Die Nettozinsmarge sowie das bereinigte1 Aufwand-Ertrags-Verhältnis lagen beide erneut innerhalb der Zielbandbreiten.
Der bereinigte1 Vorsteuergewinn von Global Asset Management betrug CHF 124 Millionen. Der höhere Geschäftsertrag reflektierte in erster Linie höhere Performance Fees bei traditionellen Anlagen und im globalen Immobiliengeschäft. Der Geschäftsaufwand nahm zu, hauptsächlich aufgrund der höheren Rückstellungen für Rechtsfälle, regulatorische und ähnliche Angelegenheiten. Die Nettoneugeldabflüsse beliefen sich ohne Berücksichtigung der Geldmarktfonds auf CHF 5,8 Milliarden, grösstenteils bei traditionellen Anlagen. Die Bruttomarge sowie das bereinigte1 Aufwand-Ertrags-Verhältnis lagen beide ausserhalb der Zielbandbreiten. Die annualisierte Wachstumsrate für das Nettoneugeld war zwar für das Berichtsquartal negativ, bewegte sich jedoch für das Gesamtjahr im Rahmen der Zielbandbreite.
Die Investment Bank verzeichnete einen bereinigten1 Vorsteuergewinn von CHF 426 Millionen. Auf ausgewiesener Basis war der Geschäftsertrag gegenüber dem Vorquartal praktisch unverändert. Bei Corporate Client Solutions stiegen die Erträge im Advisory-Geschäft infolge einer verstärkten Teilnahme an M&A-Transaktionen. Equity Capital Markets profitierte von höheren Erträgen aus privaten Transaktionen. Diese Entwicklung wurde neutralisiert durch einen Rückgang bei Debt Capital Markets, verursacht durch geringe Aktivität und höhere Aufwendungen für das Risikomanagement. Im Bereich Investor Client Services erzielte das Equities-Geschäft eine starke Performance. Zu verdanken war dies der erhöhten Kundenaktivität, die zu einem besseren Resultat in den Geschäftsfeldern Cash und Derivatives führte. Die Kosten gingen zurück, bedingt durch eine deutliche Abnahme der Rückstellungen für Rechtsfälle, regulatorische und ähnliche Angelegenheiten, welche durch die Belastung für die jährliche britische Bankensteuer teilweise neutralisiert wurde. Während die bereinigte1 annualisierte Rendite auf dem zugeteilten Eigenkapital den Zielwert für das Jahr nicht erreichte, betrug sie im Berichtsquartal 22,7% und übertraf damit die angestrebte Zielbandbreite. Das bereinigte1Aufwand-Ertrags-Verhältnis bewegte sich innerhalb des Zielbands. Die Investment Bank erhielt in den vergangenen Monaten eine Reihe von Auszeichnungen. Beispielsweise wurde UBS von derInternational Financing Review zum «Equity Derivatives House of the Year» gekürt. Eine andere Publikation, The Banker, ernannte UBS zur «Most Innovative Bank for M&A».
Corporate Center – Core Functions wies einen Verlust vor Steuern von CHF 387 Millionen aus. Der Geschäftsertrag war negativ. Grund dafür waren in erster Linie die höheren einbehaltenen zentralen Finanzierungskosten, teilweise bedingt durch die Neuemission von Schuldtiteln während des gesamten Jahres, sowie höhere einbehaltene Kosten. Im Corporate Center – Non-Core und Legacy Portfolio entstand ein Verlust vor Steuern in Höhe von CHF 725 Millionen. Der Abbau der Bilanzpositionen ging schneller voran als geplant. Die risikogewichteten Aktiven gemäss Basel III auf Basis einer vollständigen Umsetzung wurden um CHF 6 Milliarden auf CHF 36 Milliarden verringert. Die Bilanzaktiven sanken um CHF 5 Milliarden. Im vierten Quartal entstanden im Non-Core-Zinsportfolio Verluste aus Auflösungs- und Novationsaktivitäten. Im Legacy Portfolio resultierte ein Verlust aus der Kündigung von bestimmten Credit-Default-Swap-Kontrakten sowie aufgrund von Rückstellungen für die jährliche britische Bankensteuer.
Ergebnis der berichtspflichtigen Segmente und Corporate Center

Ausblick – Zu Beginn des ersten Quartals 2015 bleiben viele der bereits früher erwähnten Herausforderungen grundsätzlicher und geopolitischer Natur unverändert bestehen. Die durchzogenen Perspektiven für das globale Wachstum, das Fehlen nachhaltiger und glaubwürdiger Fortschritte bei den ungelösten Problemen in Europa, offene Fragen im Zusammenhang mit der amerikanischen Fiskal- und Geldpolitik, die zunehmende geopolitische Instabilität und die erhöhte Unsicherheit betreffend möglicher Auswirkungen von niedrigeren und potenziell volatilen Energie- und anderen Rohstoffpreisen würden Ergebnisverbesserungen unter den herrschenden Marktbedingungen unwahrscheinlich machen. Vor Kurzem ergaben sich für die Finanzmärkte und in der Schweiz ansässige Finanzdienstleister zusätzliche Herausforderungen: Die Schweizerische Nationalbank hob den Euro-Mindestkurs zum Franken auf, und die Europäische Zentralbank will ihre Bilanz durch quantitative Lockerung ausweiten. Die Stärke des Schweizer Frankens gegenüber anderen Währungen, insbesondere dem US-Dollar und dem Euro, sowie die Negativzinsen in der Eurozone und der Schweiz werden die Profitabilität von UBS und – sofern diese Situation andauert – einige ihrer Performanceziele unter Druck setzen. Ungeachtet der bisherigen und neuen Herausforderungen wird UBS die Umsetzung ihrer Strategie weiterführen, um so den langfristigen Erfolg des Unternehmens sicherzustellen und für die Aktionäre nachhaltige Renditen zu erwirtschaften.
1 Siehe Abschnitt «Bereinigte Ergebnisse» am Ende dieser Medienmitteilung für weitere Informationen zu den bereinigten Ergebnissen.
2 Auf Grundlage der zur Zeit der Ankündigung des Ziels (06.05.2014) geltenden Regeln.
3 Gemessen an der Ausstiegsrate per Ende 2015 gegenüber dem bereinigten Geschäftsaufwand für das Geschäftsjahr 2013, nach Ausklammerung von Veränderungen bei den Rückstellungen für Rechtsfälle, regulatorische und ähnliche Angelegenheiten.
4 Gemessen ohne Berücksichtigung von Wechselkurseinflüssen und nach Veränderungen bei den vorübergehend geltenden regulatorischen Anforderungen.
5 Basiert nicht auf konstanten Wechselkursen.
6 Reduktion des jährlichen bereinigten Geschäftsaufwands gegenüber dem Geschäftsjahr 2013.
Der Quartalsbericht für das vierte Quartal 2014, der Aktionärsbrief und die Präsentationen von UBS können ab Dienstag, 10. Februar 2015, 06.45 Uhr MEZ, unter www.ubs.com/investorsabgerufen werden.
Die Präsentation von UBS zum Ergebnis des vierten Quartals 2014 findet am Dienstag, 10. Februar 2015, zweimal statt: einmal für Analysten, einmal für Medienvertreter. Das Ergebnis wird präsentiert von Sergio P. Ermotti, Group Chief Executive Officer, Tom Naratil, Group Chief Financial Officer und Group Chief Operating Officer, Caroline Stewart, Global Head of Investor Relations, und Hubertus Kuelps, Group Head of Communications & Branding.
Präsentation für Analysten
- 09.00 Uhr (MEZ)
- 08.00 Uhr (GMT)
- 03.00 Uhr (US EST)
Audio-Webcast
Die Präsentation für Analysten kann per Audio-Webcast und anhand der Slide-Show live unterwww.ubs.com/quartalsbericht mitverfolgt werden.
Präsentation für Medienvertreter
- 11.00 Uhr (MEZ)
- 10.00 Uhr (GMT)
- 05.00 Uhr (US EST)
Audio-Webcast
Die Präsentation für Medienvertreter kann per Audio-Webcast und anhand der Slide-Show live unter http://www.ubs.com/global/de/about_ubs/media.html mitverfolgt werden.
Aufnahme des Webcast
Ein Audio-Playback der Ergebnispräsentation wird im späteren Tagesverlauf aufwww.ubs.com/investors unter «Investor Relations» bereitgestellt.
UBS Group AG
Kontakt für Investoren
Schweiz: +41-44-234 41 00
Kontakt für die Medien
Schweiz: +41-44-234 85 00
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Americas: +1-212-882 58 57
APAC: +852-297-1 82 00
www.ubs.com
Hinweis betreffend zukunftsgerichteter Aussagen – 4. Quartal 2014
Dieses Dokument enthält «zukunftsgerichtete Aussagen», unter anderem Prognosen des Managements zur finanziellen Performance von UBS sowie Aussagen über erwartete Auswirkungen von Transaktionen und strategischen Initiativen in Bezug auf das Geschäft und die künftige Entwicklung von UBS. Während diese zukunftsgerichteten Aussagen die Einschätzung und Erwartungen von UBS zu den vorgenannten Themen widerspiegeln, können Risiken, Unsicherheiten und andere wichtige Faktoren die tatsächlich eintretenden Entwicklungen und Ergebnisse beeinflussen und dazu führen, dass diese wesentlich von den Erwartungen von UBS abweichen. Hierzu gehören u.a.: (i) der Grad des Erfolgs bei der Umsetzung der strategischen Pläne von UBS, einschliesslich der Effizienzinitiativen sowie der geplanten weiteren Verringerung der risikogewichteten Aktiven (RWA) und des Leverage Ratio Denominator (LRD) nach Basel III; (ii) die Entwicklung der Märkte, auf denen UBS tätig ist oder von denen UBS abhängt, inklusive Schwankungen an den Wertpapiermärkten, der Liquidität, Risikoprämien, Wechselkurse und Zinsen, sowie Auswirkungen des Wirtschaftsumfelds und von Marktentwicklungen auf die finanzielle Position bzw. die Bonität von Kunden und Gegenparteien von UBS; (iii) Änderungen der Verfügbarkeit von Kapital und Finanzierung, inklusive Änderungen der Risikoprämien und Ratings von UBS, oder aufgrund von Anforderungen an Bail-in-Schuldtitel oder das verlustabsorbierende Kapital; (iv) Änderungen oder die Umsetzung der Finanzgesetzgebung und Regulierung in der Schweiz, den USA, in Grossbritannien und auf anderen Finanzplätzen, die möglicherweise zu strengeren Kapital- (einschliesslich der Leverage Ratio), Liquiditäts- und Finanzierungsanforderungen, zusätzlichen Steueranforderungen, Abgaben, Beschränkungen der erlaubten Tätigkeiten, Vergütungsbeschränkungen oder anderen Massnahmen führen; (v) Unsicherheit darüber, wann und in welchem Umfang die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) einer Reduktion der zusätzlichen RWA aufgrund der zwischen UBS und der FINMA vereinbarten Ausweitung der operationellen Risikokapital-Analyse zustimmen oder eine begrenzte Reduzierung der Kapitalanforderungen aufgrund der Massnahmen zur Verringerung des Abwicklungsrisikos gutheissen wird; (vi) der Grad des Erfolgs bei der Umsetzung der angekündigten Gründung einer neuen Schweizer Tochterbank und einer US-Zwischenholdinggesellschaft, der Abschluss des Squeeze-out-Verfahrens zur Etablierunng einer UBS-Konzernholdinggesellschaft, Änderungen am operativen Modell von UBS Limited und andere Veränderungen, die UBS an ihrer rechtlichen Struktur oder ihrem operativen Modell möglicherweise vornehmen wird, inklusive der möglichen Auswirkungen solcher Veränderungen oder der möglichen Notwendigkeit weiterer Anpassungen der Rechtsstruktur oder des Buchungsmodells als Reaktion auf rechtliche und regulatorische Anforderungen, darunter Kapitalanforderungen, Abwicklungsanforderungen sowie Vorstösse in der Schweiz und anderen Ländern betreffend obligatorischer Strukturreformen für Banken; (vii) die Änderung der Wettbewerbsposition von UBS, einschliesslich der Frage, ob Unterschiede bei regulatorischen Kapital- und sonstigen Anforderungen auf wichtigen Finanzplätzen sich nachteilig auf die Konkurrenzfähigkeit von UBS in bestimmten Geschäftsfeldern auswirken; (viii) die Haftung von UBS oder mögliche Einschränkungen oder Strafen, welche die Aufsichtsbehörden UBS infolge von Rechtsstreitigkeiten, vertraglichen Forderungen und regulatorischen Untersuchungen auferlegen; (ix) die Folgen von steuerlichen oder regulatorischen Entwicklungen für das grenzüberscheitende Geschäft von UBS und dementsprechende mögliche Änderungen von Weisungen und Grundsätzen von UBS; (x) die Fähigkeit von UBS, Mitarbeiter für sich zu gewinnen und an sich zu binden, die für die Ertragsgenerierung sowie die Führung, Unterstützung und Kontrolle ihrer Geschäftsbereiche erforderlich ist und die möglicherweise durch Wettbewerbsfaktoren, u.a. die Vergütungspolitik, beeinflusst wird; (xi) Änderungen der Rechnungslegungsstandards oder -grundsätze und Bilanzierungsbestimmungen oder deren Auslegungen, die den Ausweis von Gewinnen oder Verlusten, die Bewertung des Goodwill und andere Aspekte beeinflussen; (xii) Grenzen der Effizienz der UBS-internen Prozesse für Risikomanagement, -kontrolle, -messung und -prognose sowie von Finanzmodellen im Allgemeinen; (xiii) die Fähigkeit von UBS, bei technologischen Entwicklungen mit der Konkurrenz Schritt halten zu können, namentlich im Handelsgeschäft; (xiv) operatives Versagen wie Betrug, unautorisierte Handelsgeschäfte und Systemausfälle; und (xv) die Folgen, die diese oder andere Faktoren oder nicht absehbare Ereignisse für die Reputation der Bank haben können, sowie deren Folgewirkungen auf unser Geschäft und unsere Performance. Die Reihenfolge der oben genannten Faktoren stellt keinen Hinweis auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit oder das mögliche Ausmass ihrer Konsequenzen dar. Unsere geschäftlichen und finanziellen Ergebnisse können auch von anderen, in bisherigen und zukünftigen Berichten und Pflichtmeldungen – u.a. an die US Securities and Exchange Commission (SEC) – identifizierten Faktoren nachteilig beeinflusst werden. Weitere Informationen zu diesen Faktoren finden sich in Dokumenten von UBS und Pflichtmeldungen, u.a. dem auf Formular 20-F erstellten Jahresbericht für das am 31. Dezember 2013 zu Ende gegangene Geschäftsjahr, die UBS bei der SEC eingereicht hat. UBS ist nicht verpflichtet (und lehnt ausdrücklich jede Verpflichtung ab), ihre zukunftsgerichteten Aussagen aufgrund von neuen Informationen, künftigen Ereignissen oder aus anderen Gründen anzupassen.
Wichtiger Hinweis
Dieses Dokument mit den darin enthaltenen Informationen ist kein Angebotsprospekt und stellt keine Werbung und kein Angebot für den Kauf oder Verkauf von Wertschriften dar. Es dient reinen Informationszwecken und enthält nicht alle Informationen, die für Anleger wesentlich sind.
Diese Medienmitteilung ist kein Angebot zum Kauf von Wertpapieren in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die in dieser Medienmitteilung beschriebenen Wertpapiere sind und werden nicht unter den Vorschriften des U.S. Securities Act von 1933 in derzeit gültiger Fassung registriert und dürfen in den Vereinigten Staaten von Amerika nur mit vorheriger Registrierung oder ohne vorherige Registrierung nur aufgrund einer Ausnahmeregelung zum Kauf angeboten oder verkauft werden.
Bereinigte Ergebnisse
Sofern nicht anders angegeben, sind in den «bereinigten» Zahlen des vierten Quartals 2014 für den Konzern und die Unternehmensbereiche folgende Positionen, soweit anwendbar, nicht enthalten: Gewinn von CHF 70 Millionen aus der Bewertung des eigenen Kreditrisikos, Gewinn aus der Veräusserung von Immobilien in Höhe von CHF 20 Millionen, Nettorestrukturierungskosten von CHF 208 Millionen und eine Gutschrift von CHF 8 Millionen im Zusammenhang mit Änderungen in Vorsorgeplänen für Pensionierte in den USA. Für das dritte Quartal 2014 waren folgende Posten ausgeklammert: Gewinn von CHF 61 Millionen aus der Bewertung des eigenen Kreditrisikos, Verlust von CHF 48 Millionen im Zusammenhang mit der Wertberichtigung auf einem als zur Veräusserung verfügbaren finanziellen Vermögenswert, Nettorestrukturierungskosten von CHF 176 Millionen und eine Gutschrift von CHF 33 Millionen im Zusammenhang mit Änderungen in einem Vorsorgeplan für Pensionierte in den USA. Für das Gesamtjahr 2014 waren folgende Posten ausgeklammert: Gewinn von CHF 292 Millionen aus der Bewertung des eigenen Kreditrisikos, Gewinn aus der Veräusserung von Immobilien in Höhe von CHF 44 Millionen, Verlust von CHF 48 Millionen im Zusammenhang mit der Wertberichtigung auf einem als zur Veräusserung verfügbaren finanziellen Vermögenswert, Gewinn von CHF 43 Millionen aus dem Teilverkauf eines als zur Veräusserung verfügbaren finanziellen Vermögenswerts, Nettorestrukturierungskosten von CHF 677 Millionen und eine Gutschrift von CHF 41 Millionen im Zusammenhang mit Änderungen in Vorsorgeplänen für Pensionierte in den USA. Für das Gesamtjahr 2013 waren folgende Posten ausgeklammert: Verlust von CHF 283 Millionen aus der Bewertung des eigenen Kreditrisikos, Gewinn aus der Veräusserung von Immobilien in Höhe von CHF 288 Millionen, Nettoverluste von CHF 167 Millionen im Zusammenhang mit einem öffentlichen Tenderverfahren zum Schuldenrückkauf, Gewinn von CHF 34 Millionen aus der Veräusserung des kanadischen Inlandgeschäfts von Global Asset Management, Nettogewinn von CHF 31 Millionen aus dem Verkauf des verbleibenden Eigenhandelsgeschäfts und Nettorestrukturierungskosten von CHF 772 Millionen. Bei den bereinigten Ergebnissen handelt es sich um Finanzkennzahlen ausserhalb der Rechnungslegungsstandards (Non-GAAP financial measures) gemäss Definition der SEC. Siehe Abschnitt «Group performance» des Finanzberichts für das vierte Quartal 2014 für weitere Informationen zu den bereinigten Ergebnissen.
Rundungsdifferenzen
Die Summe der in diesem Dokument ausgewiesenen Zahlen stimmt möglicherweise nicht genau mit den in den Tabellen und im Text dargestellten Gesamtbeträgen überein. Prozentangaben und Veränderungen von Prozentangaben werden mittels der gerundeten Zahlen, die in den Tabellen und im Text dargestellt sind, berechnet und können von einem Wert, der auf nicht gerundeten Zahlen basiert, abweichen.
Tabellen
Fehlende Angaben innerhalb eines Tabellenfelds bedeuten generell, dass das Feld entweder nicht anwendbar oder ohne Bedeutung ist oder dass per relevantem Datum oder für die relevante Periode keine Informationen verfügbar sind. Nullwerte zeigen generell an, dass die entsprechende Zahl exakt oder gerundet Null ist.
Sprachversionen
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