Sulzer: Erhöhte Dividende von CHF 3.50 je Aktie vorgeschlagen: Umsatzrendite vor Goodwill-Wertminderung gestiegen Donnerstag, 12. Februar 2015 - 07:01
Bereinigt um Währungseffekte sowie Akquisitionen, sank der Bestellungseingang leicht, während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht zulegte. Die Umsatzrendite vor Goodwill-Wertminderung stieg auf 8,4% gegenüber 8,1% im Vorjahr.
- Der Bestellungseingang betrug CHF 3,2 Milliarden. Auf bereinigter1 Basis ist dies 0,6% weniger als 2013. Der Umsatz lag bei CHF 3,2 Milliarden, was einem Plus von 0,7% auf bereinigter1 Basis gegenüber 2013 entspricht.
- Das Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten und Goodwill-Wertminderung (EBITR) betrug CHF 282 Millionen. Auf bereinigter1 Basis ist dies ein leichtes Plus gegenüber 2013 um 1,9%. Die Goodwill-Wertminderung in der Geschäftseinheit Water von CHF 340 Millionen wurde durchgeführt, um frühere Erwartungen mit der effektiven Performance und dem Ausblick in Einklang zu bringen. Dadurch war das Betriebsergebnis mit CHF 69 Millionen negativ. Die Umsatzrendite vor Goodwill-Wertminderung stieg von 8,1% im Vorjahr auf 8,4%.
- Die Strategie wurde mit einer Roadmap für operative Verbesserungsmassnahmen bestätigt, definiert im Sulzer Full Potential-Programm.
- Jeweils bereinigt um Währungseffekte dürfte der Bestellungseingang für das Gesamtjahr 2015 leicht rückläufig sein und der Umsatz auf gleichem Niveau bleiben. Um die Transparenz weiter zu erhöhen, führt Sulzer mit dem operativen EBITA (operatives Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisation) einen neuen Performanceindikator ein. Für das operative EBITA wird ebenfalls ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Sulzer strebt eine verbesserte Umsatzrendite (gemessen mit operativem ROSA) von vier bis sechs Prozentpunkten, beginnend im Jahr 2017, an.
- Der Verwaltungsrat wird eine erhöhte ordentliche Dividende von CHF 3.50 (2013: CHF 3.20) je Aktie an der Generalversammlung vom 1. April 2015 vorschlagen.
Überblick Kennzahlen
| (in Mio. CHF) | 2014 | 2013 | Δ | Δ ber.1 | |
| Bestellungseingang | 3 160,8 | 3 249,9 | -2,7% | -0,6% | |
| Auftragsbestand per 31. Dez. | 1 699,6 | 1 672,1 | 1,6% | ||
| Umsatz | 3 212,1 | 3 263,9 | -1,6% | 0,7% | |
| Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten, Goodwill-Wertminderung und Amortisation | EBITA | 325,9 | 322,4 | 1,1% | |
| Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten und Goodwill-Wertminderung | EBITR | 282,2 | 280,8 | 0,5% | 1,9% |
| Betriebsergebnis vor Goodwill-Wertminderung | EBIT | 271,0 | 264,0 | 2,6% | 4,2% |
| Umsatzrendite bereinigt um Restrukturierungskosten, Goodwill-Wertminderung und Amortisation | ROSA | 10,1% | 9,9% | ||
| Umsatzrendite bereinigt um Restrukturierungskosten und Goodwill-Wertminderung | ROSR | 8,8% | 8,6% | ||
| Umsatzrendite bereinigt um Goodwill-Wertminderung | ROS | 8,4% | 8,1% | ||
| Rendite des Betriebsvermögens, bereinigt um Goodwill-Wertminderung | ROCE | 13,0% | 12,6% | ||
| Nettogewinn2 den Aktionären der Sulzer AG zustehend | 275,0 | 234,4 | 17,3% | ||
| Gewinn je Aktie (EPS) (in CHF) | 8.09 | 6.89 | 17,4% | ||
| Free Cash Flow2 | 98,0 | 218,7 | -55,2% | ||
| Nettoliquidität2 | 773,5 | -36,2 | |||
| Mitarbeitende per 31. Dez. (Anzahl Vollzeitstellen) | 15 494 | 15 382 | 0,7% |
Ergebnisse 2014
Der Bestellungseingang betrug CHF 3,2 Milliarden (2013: CHF 3,2 Milliarden). Bereinigt um Währungseffekte und Akquisitionen war dies 0,6% weniger als 2013. Das Servicegeschäft entwickelte sich kräftig und wies ein bereinigtes1 Wachstum von 4,8% für die Division Rotating Equipment Services aus. Der Rückgang beim Bestellungseingang kam hauptsächlich aus den Märkten Energie, Wasser und der allgemeinen Industrie. Die Division Pumps Equipment wies einen bereinigten1 Rückgang des Bestellungseingangs um 1,2% aus. Chemtech gelang es nicht, die Zahlen vom Vorjahr zu erreichen. Deren Bestellungseingang sank auf bereinigter1 Basis um 3,2%. Dies ist in erster Linie auf eine geringere Anzahl von Grossprojekten in den Geschäftseinheiten Stoffaustausch- und Prozesstechnologie zurückzuführen. Die Region Nord-, Mittel- und Südamerika verbuchte einen hohen Bestellungseingang. Verglichen mit 2013 schwächte sich die Region Asien-Pazifik 2014 ab, wohingegen die Aktivitäten in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) vergleichsweise stabil blieben.
Die Belastung durch Währungseffekte lag bei CHF 89,9 Millionen. Die Abwertung des brasilianischen Reals, des russischen Rubels und des US-Dollars wirkten sich ungünstig aus. Dagegen beeinflusste die Aufwertung des britischen Pfunds den nominalen Bestellungseingang positiv. Die Auswirkungen durch Akquisitionen und Veräusserungen steuerten 2014 CHF 19,3 Millionen bei. Wesentlichen Anteil hatten die Akquisition von Grayson in der Division Rotating Equipment Services (CHF 11,2 Millionen), die Akquisition von ASCOM und ProLabNL in der Division Chemtech (CHF 18,6 Millionen) sowie die Veräusserung von Innotec in der Division Chemtech (CHF –12,4 Millionen).
Der Umsatz lag bei CHF 3,2 Milliarden (2013: CHF 3,3 Milliarden), was einem Plus von 0,7% gegenüber 2013 entspricht. Auf bereinigter1 Basis blieb der Umsatz stabil. Durch die Goodwill-Wertminderung in der Geschäftseinheit Water von CHF 340 Millionen war das Betriebsergebnis mit CHF 69 Millionen negativ. Die Goodwill-Wertminderung war den angepassten Prognosen zum künftigen Wachstum und den Profitabilitätsannahmen zuzuschreiben, die der erwarteten Marktentwicklung angeglichen wurden. Die Umsatzrendite vor Goodwill-Wertminderung stieg auf 8,4% (2013: 8,1%). Die Rendite des Betriebsvermögens vor Goodwill-Wertminderung (ROCE) betrug 13,0% (2013: 12,6%).
Der Free Cash Flow (FCF) von CHF 98,0 Millionen lag im Berichtsjahr 55% unter dem Vorjahr (CHF 218,7 Millionen). Hauptgrund für diesen Rückgang war das gestiegene Netto-Umlaufvermögen.
Aufgrund des Nettogewinns durch die Veräusserung von Sulzer Metco, die im Juni 2014 erfolgreich abgeschlossen wurde, stieg der Nettogewinn um 17,7% auf CHF 278,1 Millionen (2013: CHF 236,2 Millionen). Die Einnahmen durch den Verkauf erhöhten die Cash-Positionen um CHF 870,4 Millionen (nach Steuern). Hieraus ergibt sich ein Gewinn je Aktie (EPS) von CHF 8.09 (2013: CHF 6.89). Dies entspricht einer Steigerung von 17,4% gegenüber dem Vorjahr.
2014 war der Umsatzanteil des Servicegeschäfts mit 45% erneut hoch (2013: 44%). Darüber hinaus bietet Sulzer (z. B. durch Chemtechs Akquisition von ASCOM und ProLabNL) Technologien an, die den Kunden helfen, ihre Investitions- und Betriebskosten signifikant zu senken. Dies stärkt die Position von Sulzer im Öl- und Gasmarkt weiter. Der Umsatzanteil in den aufstrebenden Märkten von 42% (2013: 42%) untermauert die umfassende globale Präsenz sowohl im Equipment- als auch im Servicegeschäft.
Volatilität im Öl- und Gasmarkt
Mit einem Umsatzanteil von 54% (2013: 51%) ist Sulzers Präsenz im Öl- und Gasmarkt gewachsen. Zusätzlich zur vermehrten Kapitaldisziplin der Öl- und Gaskunden wird die jüngste Entwicklung des Ölpreises kurzfristig keine günstigen Investitionsentscheidungen auslösen. Nichtsdestotrotz dürften die absoluten Investitionszahlen hoch bleiben. „Die Volatilität des Ölpreises begrenzt die Prognosefähigkeit für den Umsatz. Wir erwarten kurzfristig Gegenwind im Öl- und Gasmarkt, glauben aber, dass sich der Markt gegen Ende der Halbjahresperiode wieder erholen wird”, sagt CEO Klaus Stahlmann.
Auswirkungen des stärkeren Schweizer Frankens
Mit einer starken globalen Präsenz und über 150 Service- und Produktionsstandorten weltweit, produziert Sulzer mehrheitlich in der Region für die Region. Abgesehen vom Währungseffekt halten sich die Auswirkungen durch Währungsschwankungen in Grenzen.
Marktorientierung der Divisionen
Im letzten Jahr bereitete Sulzer die neue marktorientierte Struktur für seine grösste Division vor. Seit Anfang 2015 ist Pumps Equipment auf die Marktsegmente Öl und Gas, Energie und Wasser ausgerichtet. Sulzer verspricht sich von dieser neuen operativen Struktur einen direkten Nutzen für alle Geschäftseinheiten und seine Kunden weltweit. Sie wird nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch die Qualität und die Lieferzeiten weiter optimieren. Des Weiteren wird das Unternehmen seine Produktionsstandorte in diesem Jahr global steuern und sowohl in organisches als auch in externes Wachstum investieren.
CEO Klaus Stahlmann betont: „Wir müssen im Markt als ein Unternehmen auftreten und – sofern dies angemessen ist – einheitliche Kanäle zu unseren Märkten einrichten. Unsere Kunden wünschen sich eine Anlaufstelle, die Produkte und Dienstleistungen aus einer Hand anbietet. Wir nutzen divisionsübergreifende Synergien und sind in der Lage, unseren Kunden Dienstleistungen aller Art für rotierende Maschinen anzubieten.“
Die Division Chemtech ist bereits marktorientiert ausgerichtet. Sie bietet ihren Kunden weiterhin herausragende Lösungen für statische Anlagen wie Trenn- und Mischlösungen an, darunter auch die Installation und Wartung von Trennkolonnen.
Das Sulzer Full Potential-Programm und Prognose für mittelfristige Verbesserung der Rentabilität3
Sulzer hat ein strategisches Programm eingeführt, das die Transformation in ein fokussiertes, marktorientiertes und global operierendes Unternehmen flankiert und beschleunigt. CEO Klaus Stahlmann erklärt: „Durch das Sulzer Full Potential-Programm verfügen wir über einen integrierten Ansatz für die drei Säulen: Strategie, Geschäftsmodell und operative Leistungssteigerung. Des Weiteren haben wir Massnahmen initiiert, mit denen wir die Komplexität verringern, Synergien maximieren und unsere Effizienz steigern können. Wir wollen eine Organisation schaffen, die in der Lage ist, sich schnell an sich verändernde Marktbedingungen anzupassen und unser Ziel zu unterstützen, profitabel zu wachsen.“
„Operational Excellence“ - operative Leistungssteigerung - ist zentral, um die Rentabilität des Unternehmens zu verbessern. Beispiele aus der Initiative sind:
- Verwaltung: Prozessharmonisierung sowie Einführung von gemeinsamen Dienstleistungen. Die IT-Infrastruktur wird weiter verbessert und die Standardisierung von Applikationen wird gestärkt.
- Vertrieb: Optimierung von Vertriebskanälen im Wassermarkt, z.B. Wechsel auf ein Vertriebsmodell in bestimmten Ländern, Intensivierung des Cross-Selling im Bereich Servicelösungen für rotierende Maschinen und Verbesserung der Vertriebseffektivität.
- Produktion: Sulzer wird seine weltweite Präsenz optimieren, die Standortproduktivität erhöhen und die Produktkomplexität reduzieren.
- Beschaffung: Der fragmentierte Lieferantenstamm wird vereinfacht und ein Wechsel zu Best-Cost-Regionen ist geplant.
- Service: Service-Niederlassungen mit niedriger Performance wurden identifiziert und für die weitere Optimierung priorisiert. Sulzer möchte ein Wachstum des Ersatzteilgeschäfts durch die Optimierung der Ersatzteilproduktion und –beschaffung realisieren. Preisberechnung und –methode werden vereinheitlicht.
- Komplexität: Die Komplexität auf allen Organisationsebenen wird weiter reduziert, Prozesse werden standardisiert und die Produktkomplexität reduziert.
Sulzer strebt eine verbesserte Umsatzrendite (gemessen mit operativem ROSA) von vier bis sechs Prozentpunkten, beginnend im Jahr 2017, an.4
Ausblick für 2015
Aufgrund der gegenwärtigen Entwicklung des Ölpreises, regionaler Konflikte und geopolitischer Entwicklungen werden die Märkte derzeit immer volatiler. Langfristig könnte der niedrige Ölpreis unser Geschäft negativ beeinflussen. Doch mit einem Anteil des Servicegeschäfts von 45%, unserem Engagement in anderen Märkten und Regionen sowie einem kundensegmentübergreifenden Ansatz ist unser Geschäftsmix ausgeglichen. Die Aktivitäten im Energiemarkt dürften stabil bleiben, derweil in der allgemeinen Industrie mit einer leichten Belebung zu rechnen ist. Der Wassermarkt wird voraussichtlich leicht zulegen.
Bereinigt um Währungseffekte wird für das Gesamtjahr ein leicht rückläufiger Bestellungseingang erwartet. Der um Währungseffekte bereinigte Umsatz und das operative EBITA (operatives Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisation) dürften auf dem gleichen Niveau bleiben.
Einzelheiten zu den Jahresresultaten
Pumps Equipment: Stabiler Umsatz
Mit CHF 1,7 Milliarden sank der Bestellungseingang im Vorjahresvergleich leicht um 1,2% (auf bereinigter1 Basis). Während die Division im Energiemarkt ein leichtes Wachstum verbuchte und die Nachfrage im Öl- und Gasmarkt sowie der allgemeinen Industrie auf gleichem Niveau blieb, schlug die gesunkene Nachfrage im Wassermarkt negativ zu Buche. Insbesondere die Nachfrage im Bereich Engineered Water war stark rückläufig. Grund hierfür war die schwierige Marktlage in Südafrika, Spanien und Brasilien. Der Umsatz belief sich auf CHF 1,8 Milliarden. Auf bereinigter1 Basis waren das 0,6% weniger als im Vorjahr. Unter Ausschluss der Goodwill-Wertminderung von CHF 340 Millionen im Wassersegment belief sich das Betriebsergebnis vor Restrukturierungen auf CHF 141 Millionen. Die Umsatzrendite vor Restrukturierungen und Goodwill-Wertminderung betrug 8,0%.
Für das Gesamtjahr 2015 und bereinigt um Währungseffekte erwartet Pumps Equipment einen leichten Rückgang der Bestellungen im Öl- und Gasmarkt aufgrund der Auswirkungen gesunkener Ölpreise. Die Nachfrage im Energiemarkt sowie in der allgemeinen Industrie dürfte stabil bleiben, während der Wassermarkt voraussichtlich leicht wachsen wird. Zudem werden die Aktivitäten in Europa, dem Nahen Osten und in Afrika sowie in der Region Asien-Pazifik voraussichtlich auf dem gleichen Niveau bleiben. Gegenüber dem Vorjahr erwartet die Division einen Rückgang der Bestellungen aus Nord-, Mittel- und Südamerika.
Kennzahlen Pumps Equipment
| in Mio. CHF | 2014 | 2013 | Δ | Δ ber.1 |
| Bestellungseingang | 1 725,5 | 1 801,5 | -4,2% | -1,2% |
| Auftragsbestand per 31. Dez. | 1 209,4 | 1 190,8 | 1,6% | |
| Umsatz | 1 754,9 | 1 821,6 | -3,7% | -0,6 % |
| Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten und Goodwill-Wertminderung (EBITR) | 140,9 | 153,6 | -8,3% | -6,5% |
| Umsatzrendite bereinigt um Restrukturierungskosten und Goodwill-Wertminderung (ROSR) | 8,0% | 8,4% | ||
| Mitarbeitende per 31. Dez. (Anzahl Vollzeitstellen) | 7 365 | 7 389 | -0,3% |
Rotating Equipment Services: Solides Wachstum des Bestellungseingangs
Der Bestellungseingang von Rotating Equipment Services belief sich auf CHF 725 Millionen. Auf bereinigter1 Basis entspricht dies einem soliden Wachstum von 4,8% gegenüber dem Vorjahr. Dieses Ergebnis ist teilweise auf die positiven Auswirkungen der Integration des Servicegeschäfts zurückzuführen. Die Aktivitäten in Nord-, Mittel- und Südamerika bewegten sich auf hohem Niveau. Einen substanziellen Beitrag leistete in dieser Region auch die Akquisition von Grayson Armature. Im Vorjahresvergleich sank die Nachfrage in Europa, dem Nahen Osten und Afrika geringfügig. Die Nachfrage in der Region Asien-Pazifik gab leicht nach. Der Umsatz betrug CHF 725 Millionen. Auf bereinigter1 Basis waren dies 3,4% mehr als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Restrukturierungen lag bei CHF 72 Millionen und stieg damit im Vorjahresvergleich beträchtlich um 11,8% auf bereinigter1Basis. Die 2013 in Australien zur Performanceverbesserung eingeleiteten Massnahmen brachten positive Ergebnisse. In Grossbritannien, wo 2015 mehrere Standorte konsolidiert werden sollen, wurden umfangreiche zusätzliche Restrukturierungsmassnahmen lanciert. Die Umsatzrendite vor Restrukturierungen belief sich auf 10,0%. Damit war sie etwas höher als 2013.
Für das Gesamtjahr 2015 und bereinigt um Währungseffekte erwartet Rotating Equipment Services einen stabilen Bestellungseingang in der Öl- und Gasindustrie sowie einen leichten Zuwachs im Energiemarkt und in der allgemeinen Industrie. Die Aktivitäten in Nord-, Mittel- und Südamerika sowie in der Region Asien-Pazifik dürften zulegen. Dagegen dürften die Aktivitäten in Europa, dem Nahen Osten und Afrika auf dem gleichen Niveau bleiben.
Kennzahlen Rotating Equipment Services
| in Mio. CHF | 2014 | 2013 | Δ | Δ ber.1 |
| Bestellungseingang | 725,2 | 699,3 | 3,7% | 4,8% |
| Auftragsbestand per 31. Dez. | 212,2 | 190,7 | 11,3 % | |
| Umsatz | 724,6 | 705,6 | 2,7% | 3,4% |
| Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten (EBITR) | 72,3 | 65,4 | 10,6% | 11,8% |
| Umsatzrendite bereinigt um Restrukturierungskosten (ROSR) | 10,0% | 9,3% | ||
| Mitarbeitende per 31. Dez. (Anzahl Vollzeitstellen) | 3 709 | 3 642 | 1,8% |
Chemtech: Zweistellige Umsatzrendite
2014 lag der Bestellungseingang bei CHF 718 Millionen. Auf bereinigter1 Basis ist dies ein leichtes Minus von 3,2% gegenüber 2013. Verglichen mit der hohen Basis von 2013 war der Bestellungseingang durch eine geringere Anzahl an Grossprojekten im Geschäft mit Stoffaustausch- und Prozesstechnologien geprägt. Die niedrige Nachfrage im Bereich Prozesstechnologie – insbesondere für Projekte im Polymersegment – wurde teilweise durch einen guten Bestellungseingang bei der Installation und Wartung von Trennkolonnen wettgemacht. Die Aktivitäten im Öl- und Gasmarkt waren gut. Die Nachfrage in der allgemeinen Industrie war stabil. Der Umsatz lag bei CHF 742 Millionen. Auf bereinigter1 Basis ist dies ein leichtes Plus von 1,6% gegenüber 2013. Das Betriebsergebnis vor Restrukturierungen belief sich auf CHF 78 Millionen und verbuchte damit gegenüber dem Vorjahr ein moderates Minus von 3,2%. Hauptursache dafür war das gesunkene Volumen im Bereich Prozesstechnologie. Massnahmen wie organisatorische Veränderungen und Kurzarbeit sowie Initiativen zur Steigerung von Bestellungen und Umsatz des Geschäftsbereichs, wurden bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 eingeleitet und werden bis in das laufende Jahr hinein fortgesetzt. Die Umsatzrendite vor Restrukturierungen blieb mit 10,6% auf einem zweistelligen Niveau, war aber gegenüber 2013 leicht rückläufig.
Für das Gesamtjahr 2015 und bereinigt um Währungseffekte erwartet Chemtech einen leichten Rückgang der Bestellungen im Öl- und Gasmarkt. Grund sind die Auswirkungen gesunkener Ölpreise. Dagegen dürfte die Nachfrage in der allgemeinen Industrie leicht steigen. Die Aktivitäten in Europa dürften sich auf dem gleichen Niveau halten, während sich die Nachfrage aus der Region Asien-Pazifik leicht verringern dürfte. Die Region Nord-, Mittel- und Südamerika dürfte weiterhin auf hohem Niveau bleiben. Das neue Währungsumfeld wird sich auf bestimmte Teile der Geschäftsbereiche von Chemtech auswirken.
Kennzahlen Chemtech
| in Mio. CHF | 2014 | 2013 | Δ | Δ ber.1 |
| Bestellungseingang | 718,4 | 749,9 | -4,2% | -3,2% |
| Auftragsbestand per 31. Dez. | 282,0 | 290,5 | -2,9% | |
| Umsatz | 741,5 | 743,7 | -0,3% | 1,6% |
| Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten (EBITR) | 78,4 | 81,4 | -3,6% | –3,2% |
| Umsatzrendite bereinigt um Restrukturierungskosten (ROSR) | 10,6% | 10,9% | ||
| Mitarbeitende per 31. Dez. (Anzahl Vollzeitstellen) | 4 287 | 4 167 | 2,9% |
Vorschläge vom Verwaltungsrat an der Generalversammlung
Erhöhte Dividende von CHF 3.50 vorgeschlagen
Der Verwaltungsrat schlägt an der Generalversammlung vom 1. April 2015 eine erhöhte ordentliche Dividende von CHF 3.50 (2013: CHF 3.20) je Aktie vor. Künftig wird das Ziel eine ordentliche Dividendenausschüttung im Bereich von 40-70% (bisher 1/3) des Nettogewinns sein.
Gerhard Roiss als neues Mitglied des Verwaltungsrates vorgeschlagen
Nach zehn Jahren im Verwaltungsrat hat sich Luciano Respini entschieden, an der Generalversammlung 2015 nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung zu stehen. Peter Löscher bedankt sich im Namen des Sulzer-Verwaltungsrates herzlich bei ihm, dankt ihm für seine wertvollen Beiträge während der Amtszeit und wünscht ihm alles Gute.
Der Verwaltungsrat von Sulzer schlägt vor, Gerhard Roiss neu als Mitglied in den Verwaltungsrat zu wählen. Gerhard Roiss (62), Österreicher, verfügt über langjährige Managementerfahrung im internationalen Umfeld in der Öl- und Gasindustrie. Derzeit ist er CEO und Vorstandsvorsitzender der OMV AG, des grössten börsenkotierten Industrieunternehmens Österreichs mit einem Umsatz von mehr als EUR 40 Milliarden. Zuvor war er während mehr als zwei Jahrzehnten in verschiedenen Führungspositionen für die OMV AG tätig; unter anderem leitete er den Geschäftsbereich Refining and Marketing, den Bereich Exploration and Production sowie den Bereich Chemicals and Plastics. Gerhard Roiss ist Doktor der Ökonomie. Er ist, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Petrol Ofisi A.S., Istanbul, Türkei, und Vorsitzender des Aufsichtsrates der OMV Petrom S.A., Bukarest, Rumänien.
Ausserdem schlägt der Verwaltungsrat an der Generalversammlung vor, Peter Löscher, Matthias Bichsel, Thomas Glanzmann, Jill Lee, Marco Musetti, und Klaus Sturany für je eine Amtszeit von einem Jahr wiederzuwählen.
1 Bereinigt um Währungseffekte und Akquisitionen.
2 Beinhaltet fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten.
3 Weitere Informationen zum Sulzer Full Potential-Programm sind im CEO-Teil der Capital Market Day-Präsentation zu finden (s. Link unten).
4 Weitere Informationen zum operativen EBITA finden Sie im Anhang des CFO-Parts der Präsentation zu den Jahresresultaten (s. Link unten).
Präsentation der Jahresresultate und Capital Market Day
Sulzer hält heute eine Präsentation der Jahresresultate um 9.00 Uhr MEZ im Renaissance Zürich Tower Hotel, Schweiz.
Der Capital Market Day findet heute um 13.00 Uhr MEZ im Renaissance Zürich Tower Hotel, Schweiz, statt.
Die Präsentation kann auch via Webcast (Audio-Präsentation) oder Konferenzschaltung verfolgt werden. Um auf den Webcast zuzugreifen oder sich in die Konferenzschaltung einzuwählen, benutzen Sie folgende Links bzw. Telefonnummern:
Präsentation der Jahresresultate (9.00 Uhr) | Capital Market Day (13 Uhr) | |
Webcast | ||
Dial-in code | 3265837 | 1576926 |
Swiss toll | +41(0)22 567 5431 | +41(0)44 580 7214 |
Swiss toll free | 0800 345 603 | 0800 345 602 |
UK toll | +44(0)20 3427 1904 | +44(0)20 3427 1918 |
UK toll free | 0800 279 4841 | 0800 279 5004 |
USA toll | +1646 254 3364 | +1646 254 3365 |
USA toll free | 1877 280 2342 | 1877 280 1254 |
Wichtige Termine 2015
1. April | Generalversammlung 2015 |
16. April | Bestellungseingang 1. Quartal 2015 |
28. Juli | Halbjahresbericht 2015 |
15. Oktober | Bestellungseingang Jan. – Sept. 2015 |

