Roche mit starkem Verkaufswachstum im ersten Quartal 2015 Mittwoch, 22. April 2015 - 07:02
Medienmitteilung
Basel, 22 April 2015
Roche mit starkem Verkaufswachstum im ersten Quartal 2015
- Konzernverkäufe steigen um 5% zu konstanten Wechselkursen1, 3% in Schweizer Franken
- Verkäufe der Division Pharma wachsen um 4%, Hauptwachstumsträger sind das Onkologieportfolio (Medikamente für HER2-positiven Brustkrebs, Avastin, MabThera/Rituxan) und die Immunologie (Actemra/RoActemra, Xolair)
- FDA gewährt Anti-PDL1 für Krebs-Immuntherapie in einer zweiten Indikation den Status eines Therapiedurchbruchs
- Starke Nachfrage nach Esbriet zur Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose
- Verkäufe der Division Diagnostics erhöhen sich um 6% dank guter Entwicklung in allen Geschäftsbereichen
- Strategische Partnerschaft mit Foundation Medicine; Transaktion im April abgeschlossen
- Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt
| In Millionen CHF | In % der Verkäufe | Veränderung in % | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | CER | CHF | |
| Verkäufe | 11,833 | 11,496 | 100 | 100 | +5 | +3 |
| Division Pharma | 9,322 | 9,040 | 79 | 79 | +4 | +3 |
| - US | 4,392 | 3,873 | 37 | 34 | +6 | +13 |
| - Europe | 2,178 | 2,425 | 18 | 21 | +1 | -10 |
| - Japan | 763 | 845 | 6 | 7 | -2 | -10 |
| - International* | 1,989 | 1,897 | 18 | 17 | +9 | +5 |
| Division Diagnostics | 2,511 | 2,456 | 21 | 21 | +6 | +2 |
* Asien–Pazifik, EEMEA (Osteuropa, Nahost und Afrika), Lateinamerika, Kanada, andere.
Severin Schwan, CEO von Roche, zum Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2015: „Wir sind mit starken Verkaufszuwächsen und einer guten Aufnahme neuer Produkte ins neue Jahr gestartet. Ich freue mich besonders über die weiterhin starke Nachfrage nach Perjeta gegen Brustkrebs sowie nach Esbriet, das erst kürzlich in den Vereinigten Staaten zur Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose zugelassen wurde. Im ersten Quartal gewährte die FDA unserem Wirkstoff Anti-PDL1 für die Krebs-Immuntherapie zum zweiten Mal den Status eines Therapiedurchbruchs: nach Blasenkrebs nun auch gegen eine bestimmte Art von Lungenkrebs. Die Division Diagnostics erweiterte die Testmenüs der vor Kurzem erfolgreich lancierten Plattformen cobas 6800 und cobas 8800. Insgesamt sind wir auf gutem Weg, unsere Ziele für das Gesamtjahr 2015 zu erreichen.“
Konzernergebnisse
Im ersten Quartal 2015 erzielten beide Divisionen der Roche-Gruppe starke Verkaufszuwächse. In der Division Pharma wurde das Wachstum insbesondere durch die Nachfrage nach Arzneimitteln für die Onkologie und die Immunologie getragen, in der Division Diagnostics durch Produkte für die Immundiagnostik.
In der Division Pharma verzeichnete das Portfolio zur Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs (Herceptin, Perjeta, Kadcyla) ein sehr starkes Verkaufsplus von 23%, da die Kombination Perjeta und Herceptin immer häufiger eingesetzt wird. Bei Avastin (+6%), das für die Behandlung von sieben verschiedenen Krebsarten zur Verfügung steht, legten die Verkäufe abermals zu, aufgrund des zunehmenden Einsatzes in den kürzlich zugelassenen Indikationen Eierstock- und Gebärmutterhalskrebs sowie bei Brust- und Lungenkrebs. MabThera/Rituxan (+5%), ein Medikament gegen Blutkrebs und rheumatoide Arthritis, trug ebenfalls zum Verkaufswachstum bei. Die Umsätze von Actemra/RoActemra (+27%), das zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis verwendet wird, profitierten von einer stärkeren Nachfrage für die Therapie früher Formen dieser Erkrankung und als Monotherapie. Die neue subkutane Darreichungsform trug hierzu ebenfalls bei. Xolair (+28%) setzte nach der 2014 erfolgten Zulassung in der zusätzlichen Indikation chronische idiopathische Urtikaria das deutliche Wachstum fort. Die Verkäufe neuer Produkte entwickelten sich sehr gut, insbesondere das vor Kurzem neu in das Portfolio aufgenommene Medikament Esbriet zur Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose und Gazyva/Gazyvaro gegen chronische lymphatische Leukämie. Die Verkäufe des Chemotherapeutikums Xeloda und des antiviralen Medikaments Valcyte wurden durch Generika-Konkurrenz belastet. Die Verkäufe von Pegasys gegen Hepatitis fielen im ersten Quartal aufgrund zunehmender Konkurrenz durch eine neuere Generation von Behandlungen tiefer aus.
Die Verkäufe der Division Diagnostics stiegen im ersten Quartal um 6%. Hauptwachstumsträger war der Geschäftsbereich Professional Diagnostics (+6%), und hier insbesondere das Immundiagnostikgeschäft. Molecular Diagnostics steigerte die Verkäufe um 10%; Tissue Diagnostics erzielte ein Verkaufsplus von 14% und bei Diabetes Care wuchsen die Verkäufe um 1%.
Der Kurs des Schweizer Frankens stieg gegenüber verschiedenen Währungen, insbesondere dem Euro, nachdem die Schweizerische Nationalbank im Januar ihren Entscheid zur Entkopplung des Schweizer Frankens vom Euro bekannt gegeben hatte. Der Effekt des schwächeren Euro wurde jedoch durch den stärkeren US-Dollar mehr als ausgeglichen. Der Japanische Yen gab gegenüber dem Franken weiter nach, ebenso wie eine Reihe lateinamerikanischer sowie anderer europäischer Währungen. Insgesamt belasteten Währungseffekte die in Schweizer Franken berichteten Verkaufszuwächse im ersten Quartal um 2 Prozentpunkte.
Produktzulassungen und positive Daten aus der Pipeline
Im ersten Quartal wurden mehrere wichtige Meilensteine in der Produkteentwicklung erreicht, darunter sehr positive Ergebnisse der Phase-III-Studie GADOLIN zu Gazyva/Gazyvaro beim refraktären indolenten Non-Hodgkin-Lymphom. Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt vorzeitig und wies nach, dass mit Gazyva/Gazyvaro behandelte Patienten signifikant länger ohne Fortschreiten ihrer Erkrankung lebten. Im Bereich der Krebs-Immuntherapie gewährte die FDA dem Prüfmedikament Anti-PDL1 in einer zweiten Indikation den Status eines Therapiedurchbruchs, und zwar für die Behandlung von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Im Vorjahr war dieser Status dem Wirkstoff bereits für die Therapie von Blasenkrebs zuerkannt worden. Zudem erteilte die FDA im ersten Quartal dem Augenheilmittel Lucentis die Zulassung in einer neuen Indikation, der Behandlung der diabetischen Retinopathie bei Patienten mit diabetischem Makulaödem. Ein beschleunigtes Prüfverfahren sicherte die FDA Cobimetinib in Kombination mit Zelboraf zur Behandlung des BRAF-Mutation-positiven fortgeschrittenen Melanoms zu. In der EU wurde Avastin in Kombination mit Chemotherapie bei fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs zugelassen.
Neue Produkte der Division Diagnostics stärken wichtige Wachstumsbereiche
In der Division Diagnostics wurden im ersten Quartal zwei neue Tests in Ländern, welche die CE-Kennzeichnung anerkennen, eingeführt: der cobas DPX Test, ein Real-Time-Duplex-Test zum Nachweis von Parvovirus B19 und von Hepatitis-A-Viren im menschlichen Plasma, und der cobas HBV quantitative Nukleinsäuretest. Beide Neueinführungen sind für den Einsatz auf den 2014 eingeführten Systemen cobas 6800 und cobas 8800 vorgesehen und wurden in den Märkten gut aufgenommen.
Stärkung des Portfolios durch strategische Übernahmen
Roche vereinbarte eine strategische Partnerschaft mit Foundation Medicine auf dem Gebiet der molekularen Information und der Genomanalyse in der Onkologie. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, die personalisierte Medizin weiter voranzubringen, indem die molekulare Charakterisierung von Tumoren zu ihrer umfassenden Beurteilung genutzt wird. Die Transaktion wurde Anfang April abgeschlossen. Roche tätigte auch eine Reihe strategischer Übernahmen. Mit Ariosa Diagnostics wird das Produktportfolio um nichtinvasive Pränataltests und zellfreie DNA-Tests ergänzt; die Übernahme von Signature Diagnostics dient der Verstärkung der translationalen Forschung für Sequenzierungsmethoden der nächsten Generation; mit CAPP Medical wurde eine Technologie zur Isolierung von im Blut zirkulierender Tumor-DNA für die Sequenzierung erworben. Mit der Übernahme von Trophos erweiterte Roche ihr Engagement bei neuromuskulären Erkrankungen.
Ausblick für 2015
Für 2015 rechnet die Roche-Gruppe unverändert mit einem Verkaufszuwachs im tiefen bis mittleren einstelligen Bereich, zu konstanten Wechselkursen. Zudem wird ein Wachstum des Kerngewinns je Titel2 zu konstanten Wechselkursen angestrebt, das über dem Verkaufswachstum liegt. Roche strebt an, dass die Dividende auch für das Jahr 2015 in Schweizer Franken erhöht werden kann.
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Über Roche
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist eines der führenden Unternehmen im forschungsorientierten Gesundheitswesen. Es vereint die Stärken der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics und entwickelt als weltweit grösstes Biotech-Unternehmen differenzierte Medikamente für die Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde und Neurowissenschaften. Roche ist auch der weltweit bedeutendste Anbieter von Produkten der In-vitro-Diagnostik und gewebebasierten Krebstests und ein Pionier im Diabetesmanagement. Medikamente und Diagnostika, welche die Gesundheit, die Lebensqualität und die Überlebenschancen von Patienten entscheidend verbessern, sind Ziel der Personalisierten Medizin, eines zentralen strategischen Ansatzes von Roche. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1896 hat Roche über einen Zeitraum von mehr als hundert Jahren wichtige Beiträge zur Gesundheit in der Welt geleistet. Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation stehen 24 von Roche entwickelte Medikamente, darunter lebensrettende Antibiotika, Malariamittel und Chemotherapeutika.
Die Roche-Gruppe beschäftigte 2014 weltweit über 88 500 Mitarbeitende, investierte 8,9 Milliarden Schweizer Franken in Forschung und Entwicklung und erzielte einen Umsatz von 47,5 Milliarden Schweizer Franken. Genentech in den USA gehört vollständig zur Roche-Gruppe. Roche ist Mehrheitsaktionär von Chugai Pharmaceutical, Japan. Weitere Informationen finden Sie unter www.roche.com.
Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.
1Soweit nicht anders angegeben, sind
alle Wachstumsraten zu konstanten Wechselkursen (CER = Constant Exchange
Rates) berechnet (Durchschnittskurse Gesamtjahr 2014).
2Hierbei sind 428 Millionen Franken aus der Rückveräusserung der Franchiserechte an Filgrastim 2014 nicht berücksichtigt.
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Produktionsunterbrechungen; (8) Verlust oder Nichtgewährung von Schutz
durch Immaterialgüterrechte; (9) rechtliche Auseinandersetzungen und
behördliche Verfahren; (10) Abgang wichtiger Manager oder anderer
Mitarbeitender sowie (11) negative Publizität und Medienberichte. Die
Aussage betreffend das Wachstum des Gewinns pro Titel ist keine
Gewinnprognose und darf nicht dahingehend interpretiert werden, dass der
Gewinn von Roche oder der Gewinn pro Titel für eine gegenwärtige oder
spätere Periode die in der Vergangenheit veröffentlichten Zahlen für den
Gewinn oder den Gewinn pro Titel erreichen oder übertreffen wird.
