Im ersten Halbjahr 2015 wuchs das Geschäft mit Hypothekarkrediten, dem wichtigsten Ertragspfeiler der Zuger Kantonalbank, weiter. Die Forderungen aus dem Hypothekargeschäft legten um 3,7 % auf 11,2 Milliarden Franken zu. (1. Vorjahressemester: 2,0 % auf 10,5 Milliarden Franken). Damit bleibt die Zuger Kantonalbank in der Wirtschaftsregion Zug führend bei Immobilienfinanzierungen. Stabiles Zinsergebnis Die Einlagen von Kunden nahmen in den ersten sechs Monaten 2015 um 3,1 % auf 9,4 Milliarden Franken zu. Ungeachtet der deutlich tieferen Zinsen steigerte die Zuger Kantonalbank die Margen im Hypothekargeschäft leicht. In Kombination mit Volumensteigerungen erzielte die Bank trotz rekordtiefer Zinsen ein stabiles Zinsergebnis auf Vorjahresniveau: 77,0 Millionen Franken (1. Vorjahressemester: 77,1 Millionen Franken). Der Anteil der Festhypotheken stieg per Mitte Jahr auf 96,9 %. (Vorjahr: 95,7 %). Ertrag aus Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft leicht tiefer Im Wealth Management wuchs die Zuger Kantonalbank im ersten Halbjahr 2015 weiter. Mit eigenen Strategiefonds hat die Bank das Angebot für die Kunden ausgebaut. E-Banking ist seit Juni auch in Englisch zugänglich und mit der im April 2015 eingeführten Mobile Banking App können Kunden über eine gesicherte Smartphone-Verbindung Bankgeschäfte erledigen. In den ersten sechs Monaten 2015 wuchsen die betreuten Depotvermögen um 248 Millionen Franken (2,5 %) auf 10,0 Milliarden Franken. Die gestiegenen Courtagen konnten die rückläufigen Kommissionserträge nicht ausgleichen – ein zu erwartender Effekt aufgrund des Verkaufs der Aktien der Swisscanto Holding AG (3,48 %-Beteiligung). Insgesamt erreichte der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit 17,2 Millionen Franken einen um 3,8 % tieferen Wert als im Vorjahr. Der Handelserfolg hingegen profitierte von höheren Erträgen beim Devisenertrag aufgrund gestiegener Zinsdifferenzen zwischen Fremdwährungen und dem Schweizer Franken (Negativzinsen) und stieg um 27,0 % auf 7,2 Millionen Franken. Gutes Kosten-Ertrags-Verhältnis Der Geschäftsaufwand lag für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres bei 50,7 Millionen Franken (-1,6 %). Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich auf 49,0 % (50,3 % in der Vergleichsperiode des Vorjahres) und ist im Branchenvergleich weiterhin sehr gut. Komfortable Eigenmittelausstattung Die Qualität des Kreditportefeuilles ist unverändert gut: Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste lagen mit 0,5 Millionen Franken wiederum auf sehr tiefem Niveau (Vorjahreswert: 0,2 Millionen Franken). Der einmalige Veräusserungsgewinn von 11,0 Millionen Franken durch den Verkauf der Swisscanto-Beteiligung wurde vollständig den Reserven für allgemeine Bankrisiken zugewiesen. Das verfügbare regulatorische Kapital (ehemals BIZ Tier 1 Ratio) beträgt 16,3 % (16,6 % per 31.12.2014). Pascal Niquille, Präsident der Geschäftsleitung, ist überzeugt: «Mit dieser sehr soliden Eigenkapitalausstattung übertrifft die Zuger Kantonalbank die regulatorischen Anforderungen und sichert sich die unternehmerische Handlungsfreiheit.» Ausblick 2015 Die Zuger Kantonalbank erwartet weiterhin ein tiefes Zinsniveau, rechnet jedoch mit häufigeren, kurzfristigen Ausschlägen. Der Immobilienmarkt in der Wirtschaftsregion ist nach wie vor gesund und bewegt sich auf stabil hohem Niveau. Die Finanzmärkte bleiben volatil. Trotz politischer Unsicherheiten schreitet aber die Erholung der Wirtschaft in den USA – und verzögert auch in Europa – voran und dürfte zu einer Wachstumsbeschleunigung führen. Mit dieser Ausgangslage geht die Zuger Kantonalbank davon aus, im laufenden Geschäftsjahr die kontinuierliche Entwicklung der Vorjahre fortzusetzen.
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