Georg Fischer: Robust trotz währungsbedingtem Gegenwind Dienstag, 21. Juli 2015 - 07:05
21.07.2015 07:00
- Umsatz in Lokalwährungen auf Vorjahresniveau (in CHF –4% auf CHF 1 802 Mio.)
- EBIT von CHF 128 Mio. (–3%)
- Höhere EBIT-Marge von 7,1% und 7,7% vor einmaligen Währungseffekten
- GF Automotive vor Produktionsstart in den USA
- GF Machining Solutions steigt ins 3D-Druckgeschäft ein
Die Resultate des ersten Halbjahres wurden durch die Aufwertung des Schweizer Frankens beeinflusst, die 7% des Umsatzes kostete. Bereinigt um Währungseffekte, Akquisitionen und Devestitionen, lag der Umsatz auf Vorjahresniveau.
Das Betriebsergebnis (EBIT) beläuft sich auf CHF 128 Mio. bzw.
sogar CHF 138 Mio. unter Ausschluss der Einmaleffekte, 5% über dem
Vorjahr. Die Einmalkosten von CHF 10 Mio. stammen aus der Aufwertung
des Schweizer Frankens in der Bilanz vom Januar 2015. Die EBIT-Marge
(ROS) stieg auf 7,1% (vor Einmalkosten 7,7%). Alle drei Divisionen
generierten erneut einen ROIC im zweistelligen Prozentbereich,
deutlich über den Kapitalkosten.
Das Konzernergebnis
erreichte CHF 80 Mio. Dies liegt unter dem Vorjahresergebnis, das
jedoch einen ausserordentlichen Ertrag durch den Verkauf einer
Landparzelle beinhaltete. Der Freie Cashflow liegt wie üblich saisonal
tief, allerdings mit CHF –24 Mio. um CHF 40 Mio. höher als im Juni
2014. Per Ende Jahr wird ein deutlich positiver Cashflow erwartet.
Die Zahl der Mitarbeitenden erhöhte sich auf 14 053 gegenüber 13 801 per Ende Juni 2014, hauptsächlich bedingt durch zwei Akquisitionen im Juli 2014.
Schweizer Franken: Getroffene Massnahmen lindern die Auswirkungen der Aufwertung
Der plötzliche Anstieg des Schweizer Frankens führte zu einer generellen Verunsicherung unserer Schweizer Kunden und folglich auf dem Heimmarkt zu einem Rückgang der Aufträge und der betreffenden Margen im ersten Quartal. Die Exportgeschäfte in die Eurozone brachten zudem geringere Margen – trotz weitergehenden, natürlichen Kursabsicherungen.
GF hat deshalb umgehend Massnahmen eingeleitet, um zumindest teilweise den Effekt der Aufwertung zu kompensieren und zur Wettbewerbsfähigkeit unserer in der Schweiz hergestellten Produkte beizutragen. Seit März 2015 arbeiten alle Mitarbeitenden in den Schweizer GF Betrieben 44 Stunden pro Woche anstelle von 40 Stunden. Dadurch konnte der Bedarf für Überzeit und Temporär-Mitarbeitende in einer Phase reduziert werden, in welcher die meisten unserer Schweizer Niederlassungen sehr gut ausgelastet sind. Die Lieferanten wurden gebeten, sich an unseren Anstrengungen zu beteiligen. Alle nicht notwendigen Ausgaben in der Schweiz wurden deutlich reduziert.
Insgesamt belief sich der negative Währungseffekt beim Umsatz auf 7%, hauptsächlich verursacht durch den Euro. Der gesamte direkte negative Einfluss auf das Betriebsergebnis beträgt CHF 22 Mio. Die getroffenen Massnahmen kompensierten davon CHF 10 Mio.
GF Piping Systems sah ihre Entwicklung durch die Währungseffekte und uneinheitliche Märkte verlangsamt. Der Umsatz sank um 5% auf CHF 702 Mio. Um Währungseffekte bereinigt, liegt er 2% unter Vorjahr. Das erste Quartal verlief relativ schleppend infolge schwieriger Wetterbedingungen vor allem in Nordamerika, Europa und der Türkei. Mit Ausnahme der Halbleiterindustrie, konnte der Bereich industrielle Anwendungen aufgrund der besseren Stimmung bei den Kunden weltweit zulegen. Die Verkäufe im Bereich Versorgung blieben in den USA besonders in der Gasversorgung stark, allerdings verlangsamte in Europa ein unerwarteter Engpass an Rohmaterialien die Installation von Kunststoffleitungen. Im Bereich Haustechnik konnten weltweit Rekordaufträge im Schiffsbau verbucht werden. Andererseits blieb die Nachfrage im Baugewerbe insgesamt gedämpft, insbesondere in China.
Das Betriebsergebnis erreichte CHF 63 Mio. – vor einmaligen Währungseffekten CHF 69 Mio. – gegenüber CHF 70 Mio. per Juni 2014. Das Ergebnis bei GF Hakan in der Türkei bewegte sich signifikant nach oben, die Integration in GF Piping Systems ist nahezu abgeschlossen. Die meisten Produktionsstätten inklusive jene in der Schweiz waren sehr gut ausgelastet. Die Margen jener Schweizer Gesellschaften, welche hauptsächlich in die Eurozone exportieren, wurden jedoch durch die Aufwertung des Schweizer Frankens beeinträchtigt.
GF Automotive verzeichnete einen Umsatzrückgang um 7% auf CHF 670 Mio. Bereinigt um die Währungseffekte und die Akquisition von Meco Eckel im Juli 2014, stiegen die Verkäufe um 2%. Nach einem gedämpften Beginn erholten sich die Aufträge im zweiten Quartal dank eines belebteren Lkw-Marktes. Ferner konnten bedeutende Aufträge von Premium-Automobilherstellern gewonnen werden, nicht zuletzt auch für Elektrofahrzeuge. GF Automotive erreichte ein Betriebsergebnis von CHF 50 Mio., 2% über Vorjahr. In lokalen Währungen stieg das Resultat um 6%. Die neu akquirierte Meco Eckel in Deutschland trug bedeutend dazu bei.
Die Expansion in China verläuft nach Plan. Bis Ende Jahr wird die
Kapazität in unserer Aluminium-Leichtmetallgiesserei in Suzhou um 50%
erhöht. GF Automotive wird ausserdem mit der Produktion von
Leichtmetall-Druckgussteilen in den USA starten, für die bereits
Aufträge von einem renommierten europäischen Premiumhersteller
vorliegen. Aus diesem Grund hat die Division ein Joint Venture mit dem
weltweit tätigen Bearbeitungsspezialisten Linamar (mit Hauptsitz im
kanadischen Guelph) unterzeichnet. Der Produktionsstart erfolgt im
Laufe des Jahres 2017.
Bei GF Machining Solutions
zahlte sich die Fokussierung auf weniger zyklische Endmärkte aus. Die
Aufträge erreichten ein Volumen von CHF 433 Mio., 5% unter Vorjahr.
Grossaufträge konnten im Bereich Luftfahrt und bei Elektronikgeräten
gewonnen werden. Die Stimmung in den Märkten in Europa und den USA hat
sich verbessert. Der Umsatz im ersten Halbjahr stieg um 2% auf CHF 430
Mio. Bereinigt um Währungseffekte und die Akquisition der Liechti AG
im Juli 2014 erreichte das organische Wachstum 3%. Der Auftragsbestand
betrug CHF 180 Mio., 7% höher als im Juni 2014. Das Betriebsergebnis
belief sich auf CHF 21 Mio., 5% über dem Vorjahr. Unter
Berücksichtigung der Einmal-Währungseffekte lag es sogar 25% darüber.
Die tieferen Margen im Export in die Eurozone wurden kompensiert durch
höhere Margen beim Export in die übrigen Märkte sowie durch die
natürliche Euro-Absicherung der Division.
Durch eine strategische Partnerschaft mit der EOS in Krailling (Deutschland), dem weltweit führenden Anbieter für 3D-Lösungen, steigt GF Machining Solutions in dieses vielversprechende Geschäftsfeld ein. GF Machining Solutions fokussiert sich diesbezüglich auf den Markt für Formenbauer, wo die Division eine führende Position einnimmt. Die beiden Unternehmen bieten durch die Kombination ihrer Technologien innovative Lösungen an. Die ersten Maschinen werden an der weltgrössten Fachmesse EMO Anfang Oktober in Mailand vorgestellt.
Ausblick
Wir stellen fest, dass sich die Stimmung in unseren relevanten Märkten verbessert hat. Kunden in den USA und in Europa, inklusive Südeuropa, sind zuversichtlicher. Der Auftragsbestand bei GF Machining Solutions ist hoch, ein gutes Vorzeichen für das zweite Halbjahr. Lkw-Hersteller haben in jüngster Zeit mehr bestellt. Wir erwarten, dass die in der Schweiz während dem ersten Quartal getroffenen Massnahmen zur Kostenreduktion ihre volle Wirkung im zweiten Halbjahr entfalten.
Es gibt jedoch eine Anzahl von Unsicherheitsfaktoren in unseren Märkten wie das verlangsamte Wachstum in China und die andauernden Schwierigkeiten in der Eurozone – dazu zählt auch die markante Verschlechterung des Marktumfeldes in Russland und den angrenzenden Staaten. Basierend auf den Einschätzungen des wirtschaftlichen Klimas und den bereits getroffenen Massnahmen, erwarten wir im zweiten Halbjahr ein ähnliches Ergebnis wie in den ersten sechs Monaten. Das Jahresresultat 2015 dürfte daher im Bereich des Vorjahres liegen und in Übereinstimmung mit unseren strategischen Zielen ausfallen.
Anerkennung des Engagements unserer Mitarbeitenden
Unseren herzlichen Dank sprechen wir allen Mitarbeitenden, besonders jenen in der Schweiz, aus. Diese haben rasch eine Erhöhung der Arbeitszeit akzeptiert, um so die Auswirkungen der Aufwertung des Schweizer Frankens auf unsere in der Schweiz hergestellten Produkte zu lindern. Obschon limitiert in ihrer zeitlichen Dauer, brachte diese Massnahme eine zusätzliche Belastung auch im Privatleben mit sich. Verwaltungsrat und Konzernleitung anerkennen und würdigen dieses Engagement.
GF umfasst die drei Divisionen GF Piping Systems, GF Automotive und
GF Machining Solutions. Das 1802 gegründete Industrieunternehmen hat
seinen Hauptsitz in der Schweiz und betreibt in 31 Ländern 126
Gesellschaften, davon 47 Produktionsstätten. Die rund 14 100
Mitarbeitenden haben im Jahr 2014 einen Umsatz von CHF 3,80 Mia.
erwirtschaftet. GF ist der bevorzugte Partner seiner Kunden für den
sicheren Transport von Flüssigkeiten und Gasen, leichte
Gusskomponenten in Fahrzeugen und für die
Hochpräzisions-Fertigungstechnologie.
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Georg Fischer AG, 8201 Schaffhausen/Schweiz
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Resilient in the face of currency headwinds
Jul 21, 2015 7:00 AM
- Like-for-like sales in local currencies on previous year’s level (–4% in CHF at CHF 1 802 million)
- EBIT at CHF 128 million (–3%)
- Operational margin improved to 7.1% and 7.7% before currency related one-offs
- GF Automotive to start production in the US
- GF Machining Solutions to enter the 3D printing business
First half-year figures were affected by the Swiss franc appreciation which shaved 7% off the top line. Adjusted for currency effects, acquisitions and divestments, sales were on previous year’s level.
The operating result (EBIT) stood at CHF 128 million and excluding one-offs at CHF 138 million, 5% above previous year. The one-offs consist of the EBIT impact of the Swiss franc appreciation on the balance sheet in January 2015 (CHF 10 million). The return on sales (ROS) increased to 7.1% and 7.7% before currency related one-offs. All three divisions continued to generate double-digit ROICs, well above their cost of capital, thus each clearly generating value.
Net profit reached CHF 80 million, below previous year in which land parcel sales brought additional income. Free cash flow stood at a seasonally low of CHF –24 million, but CHF 40 million above June 2014. A substantially positive free cash flow is expected for the full year.
Headcount increased to 14 053 against 13 801 as of the end of June 2014, mainly on account of the two acquisitions done in July 2014.
Measures taken to mitigate the impact of the Swiss franc appreciation
The sudden rise of the Swiss franc has led to a general mood of uncertainty at our Swiss customers and consequently a drop of our domestic orders and related margins in the first quarter. Moreover, the margins generated by our exports to the Eurozone have been negatively affected despite a good overall natural hedging.
We have taken immediate measures to compensate at least partly the Swiss franc effect and to contribute to the competitiveness of our Swiss made products. As of March 2015, all employees at GF companies in Switzerland have been working 44 hours/week instead of 40 hours. This reduces the need for overtime and temporary staff during a period in which most of our Swiss plants are well loaded. All suppliers have also been asked to participate in our efforts and all non-essential expenses in Switzerland have been sharply reduced.
Overall the negative currency effect on the top line stood at 7%, mainly due to the euro, and the total direct negative impact on the operating result at CHF 22 million. The measures taken did however compensate CHF 10 million thereof.
GF Piping Systems saw its momentum slowed down by currency headwinds and uneven markets. The division had sales of CHF 702 million, down 5%. Adjusted for currency effects, sales stood 2% below previous year. The first quarter was rather slow due to severe weather conditions, especially in North America, Europe and Turkey. Except for the semi-conductor field, the industrial applications gained in strength worldwide as customer sentiment improved. Sales to utility customers remained strong in the US, especially in the gas distribution, but in Europe, unexpected raw material shortages slowed down the rate of plastic pipe installations. In building technology, record orders were booked in the shipbuilding sector worldwide, but the construction business remained overall subdued, especially in China.
The operating result amounted to CHF 63 million, CHF 69 million before one-off currency effects against CHF 70 million per June 2014. Results at GF Hakan in Turkey went up significantly and its integration into GF Piping Systems is nearly completed. Most plants worldwide have been well loaded including in Switzerland. Margins at Swiss companies which mainly export to the Eurozone, were however affected by the Swiss franc appreciation.
GF Automotive saw its top line decrease by 7% to CHF 670 million. Adjusted for currency effects and the acquisition of Meco Eckel in July 2014, sales increased by 2%. After a slow start, orders picked up during the second quarter on the back of a stronger truck market. In addition, substantial contracts have been obtained from premium automobile manufacturers, including for electric cars. GF Automotive reached an operating result of CHF 50 million, 2% over previous year. In local currencies the result is up 6%. The newly acquired Meco Eckel in Germany contributed significantly to this increase.
Expansion plans in China are well under way for a 50% capacity increase at our high-pressure die casting aluminum plant in Suzhou until the year-end. GF Automotive will also enter the US market for high-pressure light metal die casting components, based on orders already obtained from a well-known European premium car manufacturer. For this purpose the division has entered into a joint-venture agreement with the globally active machining specialist Linamar, headquarter in Guelph, Canada. Production is planned to start during 2017.
At GF Machining Solutions, the focus on less cyclical end-markets paid off. Orders stood at CHF 433 million, 5% below previous year. Large orders were booked at aerospace and electronic device customers and market sentiment improved in Europe and the US. First half sales amounted to CHF 430 million, an increase of 2%. Adjusted for currency effects and the acquisition of Liechti AG in July 2014, organic growth reached 3%. The backlog stood at CHF 180 million, 7% above June 2014. The operational result reached CHF 21 million, 5% over previous year and even 25% before one-off currency effects. Lower margins for exports to the Eurozone have been compensated by higher margins generated by exports to the rest of the world and by the natural euro hedge achieved by the division.
GF Machining Solutions enters the promising 3D printing machine business through a strategic partnership with the world leading player in the field, EOS GmbH, based in Krailling, Germany.
The focus will be on offering mould makers innovative solutions based on both companies’ technologies. The first machines will be shown at the upcoming EMO exhibition to take place in Milan early October.
Outlook
We see an improving sentiment in our relevant markets. Customers in the US and in Europe (including in the South) are in a more positive mood. The backlog at GF Machining Solutions is high, a good sign for the second half. Truck manufacturers have been increasing their purchases lately and the cost reduction measures taken in Switzerland during the first quarter are expected to pay out in full in the second half-year.
There are however a number of uncertainties in our markets including a slackening growth rate in China and the on-going troubles in the Eurozone, not to mention the sharp market decline in and around Russia. Based on today’s evaluation of the economic environment and the measures already taken, we expect, in the second half-year, a similar result as in the first six months and therefore 2015 figures in previous year’s range, in line with our strategic goals.
Honoring the dedication of our employees
Our heartfelt gratitude goes to all our employees and in particular to all Swiss based employees who readily accepted to increase their working time in order to reduce the impact of the Swiss currency appreciation on our Swiss-made products. Although limited in its duration, this measure places an additional burden on their private lives. The Board of Directors and the Executive Committee recognize to its full extent this exemplary dedication.
GF comprises three divisions GF Piping Systems, GF Automotive, and
GF Machining Solutions. Founded in 1802, the Corporation is
headquartered in Switzerland and is present in 31 countries, with
126 companies, 47 of them production facilities. Its approximately
14 100 employees generated sales of CHF 3.80 billion in 2014. GF is
the preferred partner of its customers for the safe transport of
liquids and gases, lightweight casting components in vehicles, and
high-precision manufacturing technologies.
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