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SFS Group: Solides Wachstum in lokalen Währungen Freitag, 24. Juli 2015 - 06:46

 News - 24. Juli 2015

Im ersten Halbjahr 2015 erreichte die SFS Group ein solides Wachstum von 9.4% in lokalen Währungen. Als Folge der starken Aufwertung des Schweizer Frankens reduzierte sich die EBITA-Marge im Vergleich zur Vorjahresperiode auf 10.6%. Unter Ausklammerung von Währungseffekten hätte die Profitabilität jedoch signifikant gesteigert werden können. Für das zweite Halbjahr wird mit einer deutlichen Erholung der Gewinnmargen gerechnet.

Die SFS Group AG erzielte im ersten Halbjahr 2015 in lokalen Währungen ein solides Wachstum von 9.4%. Das organische Wachstum betrug 6.1%. Dazu beigetragen haben vor allem der Hochlauf von Neuprodukten und die Handelsaktivitäten im Segment Engineered Components. Erstmals konsolidierte Umsätze aus Akquisitionen tragen weitere 3.3% zum Unternehmenswachstum bei.

Diese erfreuliche Dynamik wurde durch die Aufwertung des Schweizer Frankens deutlich gebremst. Der negative Einfluss der veränderten Wechselkurse auf den in Schweizer Franken ausgewiesenen Bruttoumsatz liegt bei CHF -35.8 Mio. oder -5.5 Umsatzprozenten.

Unter Berücksichtigung dieser Effekte erhöhte sich der in Schweizer Franken ausgewiesene Bruttoumsatz um gute 3.9% auf CHF 670.4 Mio.

Einflussfaktoren auf die Umsatzentwicklung:

  in Mio. CHF Wachstum in %
Bruttoumsatz 1. Halbjahr 2014 645.2  
Organisches Wachstum 39.2 6.1
Veränderung im Konsolidierungskreis 21.8 3.3
Bruttoumsatz vor FX-Effekten 706.2 9.4
Einfluss negativer Währungseffekt -35.8 -5.5
Bruttoumsatz 1. Halbjahr 2015 670.4 3.9

Steigerung der Profitabilität unter Ausklammerung der Währungseffekte

Die Aufwertung des Schweizer Frankens hat sich deutlich auf die Ergebnisentwicklung der SFS Group ausgewirkt. Trotz gutem Mengenwachstum, anhaltend guter Auslastung und der rasch ergriffenen Massnahmen konnte ein markanter Rückgang der Ergebnisse in den Schweizerischen Unternehmen der SFS Group nicht verhindert werden.

Die Einheiten der SFS Group ausserhalb der Schweiz, die von der Währungsentwicklung nicht betroffen sind, erzielten insgesamt gute Ergebnisverbesserungen.

Unter der Annahme unveränderter Wechselkurse hätte die SFS Group die EBITA-Marge von 13.6% im Vorjahr auf 14.4% deutlich verbessern können.

Einflussfaktoren auf den Betriebsgewinn (EBITA):

  in Mio. CHF in %
EBITA 30.6.2014 88.8 13.6
Organisches Wachstum 5.4  
Veränderung im Konsolidierungskreis 2.7  
Massnahmenpaket Schweiz 3.8  
EBITA 30.6.2015 vor FX-Effekten 100.7 14.4*
Währungseffekt Schweiz -28.9  
Translationseffekt -1.4  
EBITA 30.6.2015 berichtet 70.4 10.6

* in % der Gesamtleistung vor Währungseffekt (CHF 700.3 Mio.)

Die Erhöhung der Arbeitszeiten, die Reduktion der Vergütung der obersten Kader und des Verwaltungsrats sowie weitere Massnahmen haben bisher zu Kostenreduktionen von rund CHF 3.8 Mio. geführt.

Stabile Bilanzrelationen gewahrt

in Mio. CHF 30.6.2015 31.12.2014
Nettofinanzvermögen 49.4 87.7
Eigenkapital
In % der Bilanzsumme
1'671.1
79.9
1'805.0
80.4

Nach wie vor verfügt die SFS Group über eine solide Bilanz. Trotz der Auszahlung der Dividende im 1. Halbjahr 2015, des saisonal höheren Umlaufvermögens und des Mittelabflusses aus Investitionstätigkeit kann in der Bilanz ein Nettofinanzvermögen von rund CHF 50 Mio. ausgewiesen werden.

Aufgrund der Anwendung der stark veränderten Wechselkurse hat sich das ausgewiesene Eigenkapital um rund CHF 100 Mio. reduziert. Da sich die Bilanzsumme währungsbedingt ebenfalls reduziert hat, liegt die Eigenkapitalquote unverändert bei rund 80%.

Engineered Components: Dynamisches Umsatzwachstum fortgeführt

Kennzahlen Engineered Components

in Mio. CHF (ungeprüft) 2015
1. Halbjahr
± Vj. 2014
1. Halbjahr
2013
1. Halbjahr
Umsatz mit Dritten
Wachstum vergleichbar
358.0 13.5%
13.9%
315.5 331.8
Gesamtleistung 362.2 10.0% 329.4 333.9
EBITDA
In % der Gesamtleistung
81.2
22.4
-2.2% 83.1
25.2
83.9
25.1
EBITA
In % der Gesamtleistung
55.6
15.4
-8.2% 60.6
18.4
61.4
18.4
Betriebliche Nettoaktiven 1'243.0 6.6% 1'166.0 1'252.6
Mitarbeitende (FTE) 5'806 25.0% 4'644 n/a

Das Segment Engineered Components erreichte ein starkes Umsatzwachstum von 13.5%. Unter Ausklammerung von Währungseinflüssen und Veränderungen im Konsolidierungs-kreis resultierte ein organisches Wachstum von 13.9%. Neben einer anhaltend guten Nachfrage in der Automobil- und Telekommunikationsindustrie hat die Realisierung von Neuprojekten zur hohen Umsatzdynamik beigetragen. Zudem wuchsen die nicht zum Kerngeschäft gehörenden Handelsaktivitäten gegenüber dem Vorjahr überraschend stark.

Mit einer EBITA-Marge von 15.4% erzielte das Segment eine attraktive Profitabilität. Im Vergleich zur Vorjahresperiode resultierte jedoch ein deutlicher Rückgang um 300 Basispunkte. Dies ist die direkte Folge der Aufwertung des Schweizer Frankens. Die Divisionen Automotive und Industrial beliefern ihre europäischen Kunden mehrheitlich aus den drei Produktionswerken in der Schweiz. Die Preisstellung erfolgt fast ausschliesslich in Euro, während die Kosten hauptsächlich in Schweizer Franken anfallen.

Fastening Systems: Leichtes Wachstum trotz anspruchsvoller Märkte

Kennzahlen Fastening Systems

in Mio. CHF
(ungeprüft)
2015
1. Halbjahr
± Vj 2014
1. Halbjahr
2013
1. Halbjahr
Umsatz mit Dritten
Wachstum vergleichbar
157.9 -5.8%
2.5%
167.5 161.3
Gesamtleistung 164.9 -6.7% 176.6 165.5
EBITDA
In % der Gesamtleistung
16.6
10.0
-25.3% 22.2
12.6
15.4
9.3
EBITA
In % der Gesamtleistung
9.0
5.4
-35.9% 14.0
7.9
7.4
4.5
Betriebliche Nettoaktiven 296.4 -9.5% 327.4 337.0
Mitarbeitende (FTE) 1'756 6.6% 1'648 n/a

Die Märkte zeigten ein uneinheitliches Bild. Während die Nachfrage in Nordamerika, Mittel- und Nordeuropa weiterhin solid war, konnte in den südlichen Ländern Europas keine substanzielle Erholung festgestellt werden. Im Vergleich zu einer starken Vorjahresperiode nahmen die Umsätze unter Ausklammerung von Währungseffekten um 2.5% zu. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisteten die Produktinnovationen, welche im letzten Jahr präsentiert wurden und nun erstmals zum Umsatz beitragen.

Die starke Aufwertung des Schweizer Frankens hat erheblichen Einfluss auf die Profitabilität im Segment Fastening Systems. Die EBITA-Marge lag im ersten Halbjahr 2015 bei 5.4% (Vorjahresperiode 7.9%). Bei Ausklammerung der negativen Währungseffekte, welche in der Schweiz und bei der Umrechnung der ausländischen Ergebnisse zu verzeichnen waren, wäre eine EBITA-Marge von 8.1% erzielt worden.

Distribution & Logistics: Technologieführerschaft im Bereich C-Teile Logistik

Kennzahlen Distribution & Logistics

in Mio. CHF
(ungeprüft)
2015
1. Halbjahr
± Vj. 2014
1. Halbjahr
2013
1. Halbjahr
Umsatz mit Dritten
Wachstum vergleichbar
154.5 -4.7%
-5.5%
162.2 169.0
Gesamtleistung 157.2 -5.1% 165.7 172.1
EBITDA
In % der Gesamtleistung
11.7
7.4
-35.2% 18.0
10.9
16.2
9.4
EBITA
In % der Gesamtleistung
7.8
5.0
-45.0% 14.2
8.6
11.8
6.9
Betriebliche Nettoaktiven 164.3 2.8% 159.8 182.8
Mitarbeitende (FTE) 642 3.7% 619 n/a

SFS unimarket, die im Markt Schweiz tätig ist, reagierte rasch auf die veränderte Währungssituation und passte die Preisstellung gegenüber den Kunden an. Trotz dieser Massnahme änderten die Kunden ihr Bestellverhalten und bauten die Lagerbestände ab. Der starke Rückgang des Schweizerischen Wirtschaftswachstums wurde so nicht erwartet und wirkte sich auch bei SFS unimarket aus. Auf vergleichbarer Basis resultierte ein Umsatzrückgang von 5.5%. Die Währungsrabatte reduzierten den Umsatz um weitere 4.2%, während die Akquisition der Firma Thomas Minder Holding AG mit 5.0% zur Umsatzerhöhung von Distribution & Logistics beitrug.

Die Währungseffekte belasteten die EBITA-Marge, welche von 8.6% im Vorjahr auf 5.0% zurückging. Unter Ausklammerung dieses Effektes wäre die EBITA-Marge stabil geblieben.

Neben den konsequenten Weiterentwicklungen der innovativen Logistiklösungen turnLOG®® wurden ergänzende Systeme entwickelt und die Einbindung mobiler Endgeräte ermöglicht. Mit der neuen Generation M2M (machine to machine) konnte SFS unimarket die Technologieführerschaft auf diesem Gebiet festigen.

Ausblick für zweites Halbjahr 2015: Deutliche Erholung der Profitabilität erwartet

Die SFS Group bewegt sich in einem verstärkt volatilen Marktumfeld. Als Folge der Aufwertung des Schweizer Frankens hat sich SFS in der Schweiz noch stärker auf die Entwicklung und Herstellung von innovativen Produkten fokussiert. Dabei gelangen zunehmend know-how intensive sowie technologisch anspruchsvolle und kapitalintensive Prozesse zur Anwendung.

Es wird erwartet, dass sich die Betriebsgewinnmarge im zweiten Halbjahr deutlich erholen wird. Das in der Schweiz ergriffene Massnahmenpaket wird im weiteren Jahresverlauf eine verstärkte Wirkung erzielen. Ausserdem werden sich die Einmaleffekte, die das Ergebnis im ersten Semester mit rund CHF 7 Mio. belastet haben, nicht wiederholen.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2015 erwartet die SFS Group einen Jahresumsatz in der Grössenordnung des Vorjahres und einen Rückgang der EBITA-Marge um 100 - 200 Basispunkte. Diese Schätzungen basieren auf der Annahme konstanter Wechselkurse (analog zum ersten Halbjahr) und vergleichbarer konjunktureller Rahmenbedingungen.

Der Verwaltungsrat und die Konzernleitung bedanken sich bei allen Mitarbeitenden, besonders in der Schweiz, für ihre Loyalität und ihr Engagement in einer währungsbedingt herausfordernden Situation.

Den Halbjahresbericht 2015 und weitere Unterlagen finden Sie unter Investoren im Bereich Finanzpublikationen.