Bobst: Ergebnisse des ersten Halbjahres 2015 - Stabile Volumen und Umsetzung von Massnahmen zur Verbesserung des Ergebnisses mildern den negativen Effekt des schwachen Euros Donnerstag, 30. Juli 2015 - 07:20
Ergebnisse des ersten Halbjahres 2015 - Stabile Volumen und Umsetzung von Massnahmen zur Verbesserung des Ergebnisses mildern den negativen Effekt des schwachen Euros
- Der schwache Euro hatte eine signifikant negative Auswirkung auf die Umsätze, die um CHF 35.8 Millionen unter denen des Vorjahres lagen, und auf das Betriebsergebnis (EBIT), das CHF 9.8 Millionen niedriger war als im ersten Halbjahr 2014.
- Das Konzernergebnis verbesserte sich auf CHF 10.4 Millionen gegenüber CHF 3.9 Millionen im Jahre 2014.
- Anhaltend starker Barmittelzufluss aus Geschäftstätigkeit in Höhe von CHF 48.9 Millionen.
- Übernahme von Nuova Gidue Ende Mai abgeschlossen.
- Die Auftragseingänge stiegen um 11%, und der Auftragsbestand ist um 16% höher als im Vorjahr.
Die BOBST Group verzeichnete ein gutes erstes Halbjahr 2015 trotz des schwachen Euros. Die Umsätze beliefen sich in diesem Halbjahr auf CHF 524.7 Millionen im Vergleich zu CHF 560.5 Millionen in der gleichen Vorjahresperiode. Die Umsätze blieben - um negative Währungseffekte bereinigt - stabil. Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel aufgrund des Effekts des schwachen Euros um CHF 9.8 Millionen auf CHF 10.3 Millionen. Das Konzernergebnis verbesserte sich auf CHF 10.4 Millionen gegenüber CHF 3.9 Millionen im Vorjahr. Die Auftragseingänge stiegen um 11%, und der Auftragsbestand ist um 16% höher als in der gleichen Zeitspanne des Vorjahres.
In der ersten Jahreshälfte 2015 belief sich der Konzernumsatz auf CHF 524.7 Millionen, was einen Rückgang um CHF 35.8 Millionen oder -6.4% im Vergleich zur gleichen Periode 2014 bedeutet. Diese Entwicklung stand hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Beschluss der Schweizerischen Nationalbank, den Euro-Mindestkurs von CHF 1.20 nicht länger aufrechtzuerhalten.
Die nachteilige Wechselkursentwicklung infolge der Umrechnung von Fremdwährungen für Konsolidierungszwecke schlug sich in Summe mit CHF -23.7 Millionen oder -4.2% in den Büchern nieder. Die Auswirkungen der Fremdwährungen auf die Transaktionen unserer schweizerischen Unternehmen verringerte den Umsatz um CHF -13.7 Millionen oder -2.5%. Volumen- und Preisveränderungen hatten einen negativen Einfluss in Höhe von CHF -2.9 Millionen oder -0.5%. Eine Verbesserung um CHF 4.5 Millionen oder +0.8% rührte aus einer Änderung des Konsolidierungskreises aufgrund der Übernahme von Nuova Gidue Srl her, die Ende Mai abgeschlossen wurde.
| Umsätze pro Geschäftsbereich (BU) | 30. Juni 2015 | 30. Juni 2015 | Δ% |
|---|---|---|---|
| (In Millionen CHF) | (In Millionen CHF) | ||
| BU Sheet-fed | 235.8 | 232.2 | +1.5 |
| BU Web-fed | 108.2 | 147.9 | -26.8 |
| BU Services | 180.2 | 180.2 | 0.0 |
| Übrige | 0.5 | 0.2 | +89.2 |
| Total | 524.7 | 560.5 | -6.4 |
Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug CHF 10.3 Millionen gegenüber CHF 20.1 Millionen in der gleichen Periode 2014. Der Rückgang des Betriebsergebnisses (EBIT) war auf den nachteiligen Wechselkurseffekt zurückzuführen. Die nach dem 15. Januar 2015 eingeführten zusätzlichen Effizienzmassnahmen lieferten die erwarteten Resultate und milderten die Auswirkung des schwachen Euros signifikant ab. Eine sehr hohe Auslastung in allen Werken hatte ebenfalls einen positiven Effekt auf das Betriebsergebnis (EBIT) im ersten Halbjahr 2015.
Die BU Sheet-fed und die BU Services verbesserten ihre Betriebsergebnisse (EBIT) trotz des nachteiligen Wechselkurseffekts. Die BU Web-fed konnte den negativen Euro-Effekt nicht ausgleichen, da die Umsätze in der ersten Hälfte von 2015 beträchtlich niedriger als im Vorjahr waren. Dies war hauptsächlich auf einen niedrigeren Auftragsbestand zu Beginn dieses Jahres im Vergleich zu 2014 zurückzuführen.
| EBIT pro BU | 30. Juni 2015 | 30. Juni 2015 | Δ |
|---|---|---|---|
| (In Millionen CHF) | (In Millionen CHF) | (In Millionen CHF) | |
| BU Sheet-fed | -8.8 | -9.4 | +0.6 |
| BU Web-fed | -2.2 | +11.7 | -13.9 |
| BU Services | +20.8 | +17.8 | +3.0 |
| Übrige | +0.5 | 0.0 | +0.5 |
| Total | +10.3 | +20.1 | -9.8 |
Das Konzernergebnis betrug CHF 10.4 Millionen gegenüber CHF 3.9 Millionen in 2014. Diese Verbesserung wurde dank der positiven Auswirkung vorgenommener Währungsabsicherungen (siehe Finanzergebnis) und durch eine einmalige Steuergutschrift realisiert. Das gestiegene Konzernergebnis sowie die andauernden Massnahmen zur Optimierung des Nettoumlaufvermögens führten erneut zu einem signifikanten Barmittelzufluss aus Geschäftstätigkeit, der eine Höhe von CHF 48.9 Millionen im Vergleich zu CHF 49.3 Millionen in den ersten sechs Monaten des Vorjahres erreichte. Die Nettoverschuldung nahm von CHF 17.7 Millionen Ende 2014 auf CHF 26.4 Millionen zu. Die Schwäche des Euros gegenüber dem Schweizer Franken hatte negative Auswirkungen auf die Nettoverschuldung, da fast alle Fremdmittel in Schweizer Franken zu Buche stehen und ein großer Teil der Barmittel auf Euro lautet.
Festzinsanleihen in Höhe von CHF 190.0 Millionen, die am 22. Juni 2015 fällig waren, wurden zurückgezahlt. Das konsolidierte Eigenkapital erreichte 24.8% der Bilanzsumme gegenüber 27.9% Ende 2014. Der Eigenkapitalrückgang erklärt sich hauptsächlich durch die Auswirkung eines weiteren Rückgangs der Zinssätze auf die Bilanzierung von Leistungen an Arbeitnehmer (IAS 19R) und durch die Währungsumrechnungsdifferenzen, die ihre Ursache in der Schwäche des Euro finden.
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND AUSBLICK PRO GESCHÄFTSBEREICH (BU)
Business Unit Sheet-fed
Die Geschäftstätigkeit im ersten Halbjahr 2015 folgte dem gleichen Trend wie im letzten Jahr, mit starken Ergebnissen im Wellpappenmarkt, die die schwächeren Aktivitäten im Faltschachtelsektor ausglichen. Der gesamte Auftragseingang war im ersten Halbjahr 2015 besser als in der gleichen Vorjahresperiode.
Die Nachfrage wird weiterhin durch reife Märkte gestützt, insbesondere die grossen europäischen Länder. Die Auftragseingänge lagen in Nordamerika leicht unter den Erwartungen, während Zentralamerika deutlich über den Erwartungen lag. Insgesamt verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahr die Auftragseingänge in Wachstumsmärkten leicht, insbesondere in Afrika und im Mittleren Osten. Südamerika blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück, und China verzeichnete ein schleppendes Semester – obwohl besser als im Vorjahr.
Die erste bei einem unserer Kunden installierte digitale Druckmaschine hat mit der Produktion begonnen. Die zweite Maschine wird bei einem weiteren Kunden aufgestellt, und die Produktion mit dieser Maschine wird bis Ende Juli 2015 starten.
Der Beschluss der Schweizerischen Nationalbank, den Wechselkurs von CHF 1.20 zum Euro nicht länger aufrechtzuerhalten, wirkte sich negativ auf den Gesamtumsatz aus; dennoch lagen die Umsätze im ersten Semester 2015 über denen des Vorjahrs. Aufgrund des vorliegenden Auftragsbestands und des üblicherweise positiven Volumenungleichgewichts in der zweiten Jahreshälfte sieht die BU Sheet-fed im vollen Geschäftsjahr einen höheren Umsatz als in 2014 voraus.
Business Unit Web-fed
Während die Geschäftstätigkeit auf dem Markt für flexible Materialien im Einklang mit dem Vorjahr blieb, war der Umsatz des ersten Halbjahrs 2015 signifikant niedriger als 2014, und zwar wegen der Auswirkung des EUR/CHF-Wechselkurses und eines Auftragsbestands zu Jahresbeginn, der unter dem in 2014 lag. Eine positive Dynamik in der Industrie dürfte sicherstellen, dass die BU Web-fed ihre geplanten Volumen in lokalen Währungen zum Jahresende erreichen wird. Da der grösste Teil des Web-fed-Geschäfts (80 %) in Euro abgewickelt wird, wirkt sich eine Abschwächung dieser Währung im Verhältnis zum Schweizer Franken beträchtlich auf den Umsatz aus, wenn diese umgerechnet werden. Die Tatsache dass der Hauptkostenblock der BU auch auf dem Euro basiert, wird, wenn man ihr besondere Aufmerksamkeit schenkt, diesen Effekt ausgleichen und die BU dabei unterstützen, ihre Finanzziele zu erreichen.
Volumen in reifen Ländern blieben im Einklang mit 2014. In den BRIC-Ländern blieben China, Russland und Brasilien auf einem niedrigen Aktivitätsniveau. Die Ausnahme war Indien, das eine gute Aktivität aufwies.
Die Flexo-Produktlinie verzeichnete im ersten Halbjahr einen starken Anstieg der Bestellungen, was hauptsächlich auf die Nachfrage nach Maschinen aus der 20SIX-Produktpalette zurückzuführen ist. Was die Tiefdruck-Produktlinie betrifft, hat die neue RS 3.0, die im Oktober letzten Jahres erstmals vorgeführt wurde, schon Verkaufszahlen erreicht, für die das Vormodell ein ganzes Jahr brauchte.
Eine weitere Veränderung in der BU war die Übernahme von 65 % des italienischen Herstellers Nuova Gidue Srl. Dieses Unternehmen produziert im Narrow- und Mid-web-Bereich hochautomatisierte Inline-Flexo- und -Offset-Druckmaschinen für die Selbstklebeetikettenindustrie und bietet Kleinauflagenlösungen für die Verpackungsindustrie an. Mit den innovativen Technologien von Nuova Gidue verfügt BOBST nunmehr über das breiteste Portfolio an Druck- und Weiterverarbeitungslösungen und bekräftigt seine Wachstumsstrategie in der Etikettenindustrie.
Die Übernahme versetzt BOBST in die einzigartige Lage, Etikettenlösungen für kleine und große Volumen in allen Drucktechnologien und mit Weiterverarbeitung liefern zu können. Darüber hinaus können sowohl in der Markt- als auch der Technologie-Entwicklung Synergien erwartet werden.
Business Unit Services
Die Umsätze der BU Services im ersten halben Jahr entsprachen den Umsätzen im gleichen Zeitraum 2014. Während sich die Kursentwicklung des US-Dollars auf die Volumen der BU Services positiv auswirkte, litten die in Euro fakturierten Dienstleistungen allerdings unter negativen Einflüssen.
Auf den europäischen und nordamerikanischen Märkten nahmen die Geschäftsvolumen zu, hauptsächlich durch weitere Kontraktgeschäfte wie Wartungsprogramme und Verträge über Remote-Fehlerbehebung und Fernüberwachung. BOBST hat derzeit mehr als 3 000 Maschinen unter Wartungsverträgen und mehr als 1 200 Maschinen, auf die aus der Ferne zugegriffen werden kann. Die BRIC-Regionen vermelden Stagnation im Dienstleistungsgeschäft.
Die BU rechnet in der zweiten Hälfte 2015 mit einer normalen Geschäftsentwicklung, sofern in der Weltkonjunktur oder bei den Wechselkursen keine größeren Änderungen eintreten.
Die BU Services verfolgt weiter ihr Ziel, in der Verpackungsbranche bei Services zum Benchmark zu werden. Deshalb wird der Schwerpunkt im Rest des Jahres 2015 darauf liegen, die Service-Techniker „zu schulen und zu binden“ sowie zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, um weiter das Ersatzteilmanagement zu optimieren und an der Kundenzufriedenheit zu arbeiten.
AUSBLICK AUF DIE ZWEITE JAHRESHÄLFTE 2015
Der Konzern geht von anhaltend guter Nachfrage in Europa und Nordamerika aus. Asien dürfte sich nach ruhigem Jahresbeginn verbessern, und Südamerika wird wegen des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds schwach bleiben. Die Marktbedingungen bleiben allerdings volatil. Zu aktuellen Wechselkursen und sofern keine unvorhergesehenen Umstände eintreten, ist der Konzern zuversichtlich, in 2015 einen Gesamtumsatz von CHF 1.25 bis 1.30 Milliarden zu realisieren. Für das volle Jahr 2015 rechnet der Konzern mit einer Marge des Betriebsergebnisses (EBIT) von mehr als 5% und einer Marge des Konzernergebnisses von mehr als 3%.
Wie schon im März 2015 mitgeteilt, wird es bedingt durch den Beschluss der Schweizerischen Nationalbank den Mindestkurs von EUR/CHF 1.20 nicht mehr aufrechtzuerhalten mehr Zeit brauchen, um die mittel- bis langfristigen Finanzziele von mindestens 8% Betriebsergebnis (EBIT) und mindestens 15% Rendite aus eingesetztem Kapital (ROCE) zu verwirklichen. Der Konzern verfolgt weiterhin seine Strategie, Innovationen zu entwickeln, seine Präsenz in Wachstumsmärkten auszubauen, die Qualität seiner Serviceleistungen zu erhöhen und seine Betriebsabläufe weiter zu verbessern, um für die mit dem Unternehmen verbundenen Interessengruppen Mehrwert zu schaffen.
Half-year report as at 30 June 2015
Über Bobst Group
Bobst Group ist ein weltweit führender Anbieter von Ausrüstungen und Dienstleistungen für das Bedrucken, Stanzen, Falten, Kleben sowie weiterer Prozesse zur Herstellung von Verpackungen. Im Jahr 2013, beschäftigte die Gruppe mehr als 4 800 Personen mit einem Umsatz von CHF 1.3 Milliarden.
HeutigeTelefonkonferenz
Eine Telefonkonferenz für Finanzanalysten und die Medien findet heute um 15:30 Uhr MEZ statt. Die Tonbandaufnahme steht bereits kurz nach der Telefonkonferenz und bis zum Geschäftsschluss am Freitag, 31. Juli 2015, zur Verfügung. Um auf diesen Dienst zuzugreifen, wählen Sie bitte:
- Internationale Nummer: +44 (0) 20 8196 1998 gefolgt vom Zugangscode 6347175
Ab Freitag, 31. Juli 2015, 09:00 Uhr MEZ, wird die Aufzeichnung unterinvestors.bobst.com/publications
Kontakt
Investoren und Medien
Giuseppe Santoro
Tel. +41 21 621 2560
E-mail: investors(at)bobst.com
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