Bank Linth mit starkem ersten Halbjahr 2015 Dienstag, 18. August 2015 - 07:00
Medienmitteilung
Uznach, 18. August 2015
Bank Linth mit starkem ersten Halbjahr 2015
Die Bank Linth blickt auf ein sehr gutes erstes Halbjahr 2015 zurück. Unter dem Strich resultierte mit CHF 11.5 Mio. ein Semesterergebnis, das bis auf wenige Franken dem des Vorjahres entspricht. Die Bank schätzt das Ergebnis im momentanen Umfeld als stark ein. Die Umsetzung der konsequenten Risikopolitik mit höheren Zinsabsicherungskosten hat ein noch besseres Resultat verhindert.
«Operativ hatten wir ein ausgezeichnetes Halbjahr. Trotz hoher Zinsabsicherungskosten dürfen wir unter dem Strich ein gutes Ergebnis präsentieren», kommentiert David Sarasin, Vorsitzender der Geschäftsleitung, das Resultat der ersten sechs Monate im 2015.
Erstmals wurden für den Abschluss die neuen Rechnungslegungsvorschriften für Banken (RVB) angewendet. So werden zum Beispiel die ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen neu direkt im Zinsergebnis berücksichtigt.
Details zur Bilanz
Gegenüber dem 31. Dezember 2014 erhöhte sich die Bilanzsumme um CHF 291.7 Mio. beziehungsweise 5.0 Prozent auf CHF 6‘156.6 Mio. Die Kundenausleihungen, bestehend aus Forderungen gegenüber Kunden und Hypothekarforderungen, konnten um CHF 89.6 Mio. beziehungsweise 1.7 Prozent auf CHF 5‘302.3 Mio. gesteigert werden. Die Hypothekarforderungen konnten um CHF 75.0 Mio. beziehungsweise 1.5 Prozent erhöht werden. Das Wachstum hat sich gegenüber dem Vorjahressemester etwas verlangsamt. Dies ist auf veränderte Marktbedingungen zurückzuführen. Weiterhin hat die Bank Linth hohe Ansprüche an die Kreditfähigkeit der Kunden.
Die Kundengelder wuchsen gegenüber Ende 2014 um CHF 138.8 Mio. beziehungsweise 3.5 Prozent auf CHF 4‘079.1 Mio. Das Netto-Neugeld (Net New Money) beträgt im ersten Halbjahr CHF 51.5 Mio.
Das Eigenkapital, inklusive der Reserven für allgemeine Bankrisiken, betrug per 30. Juni 2015 CHF 428.1 Mio. und hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 2.6 Prozent erhöht. Die Bank Linth verfügt somit über eine sehr solide Eigenmittelausstattung.
Details zur Erfolgsrechnung
Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft nahm im ersten Semester 2015 gegenüber dem Vorjahressemester um CHF 2.4 Mio. beziehungsweise 7.7 Prozent ab. Hauptgrund dafür ist das historisch tiefe Zinsniveau, das zu erhöhten Kosten im Zusammenhang mit der Risikoabsicherung gegen steigende Zinsen führte. Hinzu kamen Umschichtungen von auslaufenden hochverzinslichen in neue tiefverzinsliche Ausleihungen. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft stellt mit einem Anteil von rund 70 Prozent des Geschäftsertrags weiterhin die wichtigste Ertragssäule dar.
Bei der Position Veränderung von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft ergab sich für das erste Semester 2015 eine Nettoneubildung von CHF 0.3 Mio. Im Vorjahressemester konnten netto CHF 1.7 Mio. nicht mehr benötigte ausfallrisikobedingte Wertberichtigungen aufgelöst werden.
Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte um 3.6 Prozent auf CHF 9.2 Mio. erhöht werden. Die Unsicherheit an den Finanzmärkten hat zu grundsätzlicher Zurückhaltung im Anlagegeschäft geführt. Umso erfreulicher ist es, dass dank des vorhandenen Vertrauens in die Bank und deren Anlageangebot die erwähnte Zunahme erzielt werden konnte.
Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft, welcher vor allem aus dem Devisengeschäft mit Kunden resultiert, stieg um CHF 0.8 Mio. beziehungsweise 33.9 Prozent gegenüber dem Vorjahressemester an.
Insgesamt lag der Geschäftsertrag mit CHF 42.8 Mio. um CHF 2.6 Mio. beziehungsweise 5.6 Prozent unter demjenigen der Vorjahresperiode. Dies ist hauptsächlich bedingt durch die oben erwähnte Auflösung von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen im Vorjahr.
Der Personalaufwand in Höhe von CHF 15.8 Mio. entspricht im Wesentlichen dem des Vorjahressemesters.
Die Zunahme des Sachaufwands um 12.2 Prozent auf CHF 13.4 Mio. resultiert ausschliesslich aus der bereits kommunizierten Zahlung an das US-Justizdepartement. Die Bank Linth hatte Mitte Juni 2015 eine abschliessende aussergerichtliche Lösung in der US-Steuerthematik erzielen können. Die Zahlung an das US-Justizdepartement im Zusammenhang mit dieser Einigung belief sich auf CHF 3.8 Mio. Davon waren CHF 2.0 Mio. durch in den Vorjahren zweckkonform gebildete Rückstellungen abgedeckt. Der Restbetrag in Höhe von CHF 1.8 Mio. wurde unter dem Sachaufwand verbucht und durch Auflösung von CHF 2.0 Mio. sowie weiteren nicht mehr benötigten Rückstellungen für Rechts- und Prozessrisiken (von CHF 0.4 Mio.) sowie von Reserven für allgemeine Bankrisiken (CHF 1.4 Mio.) verrechnet.
Der Geschäftsaufwand erhöhte sich entsprechend im ersten Semester 2015 gegenüber der Vorjahresperiode um 6.1 Prozent auf CHF 29.2 Mio.
Der ausgewiesene Halbjahresgewinn von CHF 11.5 Mio. entspricht dem des Vorjahressemesters. Somit kann trotz negativer Vorzeichen nach dem Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank im Januar, Unsicherheiten an den Finanzmärkten sowie der abschliessenden Beilegung des US-Steuerthemas auch dieses Resultat als sehr gut bezeichnet werden.
Ausblick
Für die Einschätzung des gesamten Geschäftsjahres bleibt die Entwicklung des Zinsniveaus und der Finanzmärkte ein Unsicherheitsfaktor. Bei unveränderten Marktbedingungen und ohne weitere unerwartete Ereignisse geht die Bank Linth von einem Ergebnis in Vorjahreshöhe aus.
Weitere Informationen
Den Halbjahresbericht per 30. Juni 2015 finden Sie ab sofort unter www.banklinth.ch/berichte

