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Volkswagen Konzern erzielt per September Operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 10,2 (9,4) Milliarden EUR Mittwoch, 28. Oktober 2015 - 09:30

Wolfsburg, 28.10.2015

Volkswagen Konzern erzielt per September Operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 10,2 (9,4) Milliarden EUR

• Umsatzerlöse mit 160,3 (147,7) Milliarden EUR deutlich über Vorjahr
• Belastende Sondereinflüsse aus Dieselthematik 6,7 Milliarden EUR, sowie im
  LKW-Bereich 0,2 Milliarden EUR
• Operatives Ergebnis nach Sondereinflüssen 3,3 (9,4) Milliarden EUR
• Ergebnisprognose für das Gesamtjahr angepasst
• At-Equity-Ergebnis der chinesischen Joint Ventures stabil
• Verkauf der Suzuki Anteile bringt mehr als 3 Milliarden EUR zusätzliche Liquidität
• Netto-Liquidität im Automobilbereich wächst auf 27,8 Milliarden EUR
• Vorstandsvorsitzender Müller: „Wir werden alles daran setzen,
  verlorengegangenes Vertrauen wiederzugewinnen“

Der Volkswagen Konzern hat in den ersten neun Monaten des Jahres ein Operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 10,2 (9,4) Milliarden EUR erzielt. Der Umsatz stieg um 8,5 Prozent auf 160,3 Milliarden EUR. Die operative Rendite vor Sondereinflüssen lag bei 6,4 Prozent. Im 3. Quartal beliefen sich die Ergebnisbelastungen für anstehende Maßnahmen aus der Dieselthematik auf 6,7 Milliarden Euro. Das Operative Ergebnis nach Sondereinflüssen erreichte damit 3,3 (9,4) Milliarden EUR. Nach Steuern lag der Gewinn bei 4,0 (8,7) Milliarden EUR. Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr wurde wie angekündigt entsprechend angepasst.

„Die Zahlen zeigen einerseits die starke Substanz des Volkswagen Konzerns, andererseits treten erste Auswirkungen der derzeitigen Situation klar zu Tage. Wir werden alles daran setzen, verlorengegangenes Vertrauen wiederzugewinnen“, sagte Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft, am Mittwoch in Wolfsburg.

Im Operativen Ergebnis sowie im Umsatz des Konzerns ist das Geschäft der chinesischen Joint Ventures nicht enthalten, es wird At Equity im Finanzergebnis bilanziert. Bis Ende September lag das anteilige Operative Ergebnis der chinesischen Joint Ventures stabil bei 3,8 (3,9) Milliarden EUR.

„Der Volkswagen Konzern verfügt über eine sehr solide und robuste Liquiditätsausstattung. Dies wird uns helfen, die angespannte Situation durch die finanziellen Belastungen der Dieselthematik zu managen“, sagte Finanzvorstand Frank Witter.

Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile steigt

Dank des robusten Geschäftsmodells lag der Netto-Cash-flow des Konzernbereichs Automobile mit 11,8 (5,5) Milliarden EUR deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Netto-Liquidität im Automobilbereich belief sich Ende September auf 27,8 (Ende Dezember 2014: 17,6) Milliarden EUR. Die Sachinvestitionen im Automobilbereich nahmen auf 7,3 (6,5) Milliarden EUR zu. Die Sachinvestitionsquote im Automobilbereich lag bei 5,3 (5,0) Prozent.

Marken und Geschäftsfelder

Die Marke Volkswagen steigerte das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen aus der Dieselthematik auf 2,2 (1,7) Milliarden EUR. Positive Effekte aus Wechselkursen, Umsatz- und Kostenoptimierungen sowie dem Effizienzprogramm konnten negative Effekte aus den Märkten in Südamerika und Russland mehr als ausgleichen.

Audi steigerte das Operative Ergebnis infolge des Absatzwachstums und positiver Mix- und Währungsentwicklung auf 4,0 (3,8) Milliarden EUR. Ergebnisbelastungen ergaben sich aus hohen Vorleistungen für neue Produkte und Technologien sowie dem Ausbau des internationalen Produktionsnetzwerks.

Das Operative Ergebnis von ŠKODA stieg vor allem wegen Mixeffekten, optimierten Materialkosten und Wechselkursverbesserungen auf 734 (651) Millionen EUR.

Die Marke SEAT steigerte das Operative Ergebnis auf 12 (-82) Millionen EUR. Vor allem das höhere Volumen sowie positive Effekte aus Wechselkursen und Kostenoptimierungen trugen dazu bei.

Bentley erzielte infolge des rückläufigen Fahrzeugabsatzes und gestiegener Vorleistungen ein Operatives Ergebnis von 57 (125) Millionen EUR. Wechselkurseffekte und Kostenreduzierungen konnten die Entwicklung nicht kompensieren.

Porsche verbesserte das Operative Ergebnis volumen- und wechselkursbedingt auf 2,5 (1,9) Milliarden EUR. Porsche wächst homogen auf den wichtigen Weltmärkten. Mixveränderungen, gestiegene Strukturkosten und höhere Entwicklungskosten belasteten das Ergebnis.

Volkswagen Nutzfahrzeuge setzte die Erneuerung der Produktpalette fort und erreichte ein Operatives Ergebnis von 313 (378) Millionen EUR.

Scania erzielte ein Operatives Ergebnis von 748 (700) Millionen EUR, vor allem das Servicegeschäft und positive Wechselkurseffekte führten zu dem Anstieg. MAN erreichte ein Operatives Ergebnis vor Restrukturierungsaufwendungen von 271 (304) Millionen EUR. Die negative Entwicklung des Nutzfahrzeuggeschäfts in Südamerika belastete das Ergebnis. Aus estrukturierungsmaßnahmen resultierten Sondereinflüsse in Höhe von -170 Millionen EUR.

Die Volkswagen Finanzdienstleistungen erzielten ein Operatives Ergebnis in Höhe von
1,4 (1,2) Milliarden EUR. Volumen- und Wechselkurseffekte wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus.

Ergebnisprognose angepasst

Der Volkswagen Konzern erwartet, dass die Auslieferungen an Kunden in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld im Jahr 2015 auf dem Niveau des Vorjahres liegen werden.

In Abhängigkeit von den konjunkturellen Rahmenbedingungen wird damit gerechnet, dass die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns und seiner Bereiche im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahreswert um bis zu 4 Prozent steigen werden. Im Bereich Nutzfahrzeuge/Power Engineering wird jedoch die wirtschaftliche Entwicklung in Lateinamerika und in Osteuropa kontinuierlich zu beobachten sein.

Aufgrund von Belastungen im Zusammenhang mit den Unregelmäßigkeiten bei der verwendeten Software für bestimmte Dieselmotoren rechnen wir damit, dass das Operative Ergebnis des Konzerns und des Bereichs Pkw im Jahr 2015 deutlich unter dem Vorjahr liegen wird. Vor Sondereinflüssen erwarten wir für das Operative Ergebnis des Konzerns eine operative Rendite zwischen 5,5 und 6,5 %; im Bereich Pkw zwischen 6,0 und 7,0 %.

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Wolfsburg, 2015-10-28

Volkswagen Group generates operating profit before special items of EUR 10.2 billion (EUR 9.4 billion) by the end of September

• Sharp year-on-year rise in sales revenue to EUR 160.3 billion (EUR 147.7 billion)
• Negative special items relating to diesel issue of EUR 6.7 billion and in trucks 
  business of EUR 0.2 billion
• Operating profit after special items at EUR 3.3 billion (EUR 9.4 billion)
• Full-year earnings forecast adjusted
• Equity-accounted profit of the Chinese joint ventures stable
• Additional liquidity in excess of EUR 3 billion from sale of Suzuki shares
• Net liquidity in Automotive Division increases to EUR 27.8 billion
• CEO Müller: “We will do everything in our power to win back the trust we have lost”

The Volkswagen Group generated an operating profit before special items of EUR 10.2 billion (EUR 9.4 billion) in the first nine months of the year. Sales revenue grew by 8.5 percent to EUR 160.3 billion. The operating return on sales before special items amounted to 6.4 percent. Earnings were impacted by charges of EUR 6.7 billion in the third quarter for forthcoming measures relating to the diesel issue. As a result, operating profit after special items amounted to EUR 3.3 billion (EUR 9.4 billion). Profit after tax was EUR 4.0 billion (EUR 8.7 billion). As already announced, the full-year earnings forecast was adjusted accordingly.

“The figures show the core strength of the Volkswagen Group on the one hand, while on the other the initial impact of the current situation is becoming clear. We will do everything in our power to win back the trust we have lost”, said Matthias Müller, Chairman of the Board of Management of Volkswagen Aktiengesellschaft, in Wolfsburg on Wednesday.

The Group’s operating profit and sales revenue exclude the activities of the Chinese joint ventures, which are accounted for in the financial result using the equity method. The share of operating profit attributable to the Chinese joint ventures to the end of September remained level at EUR 3.8 billion (EUR 3.9 billion).

“The Volkswagen Group has very solid and robust liquidity resources. This will help us manage the challenging situation caused by the financial impact of the diesel issue”, said Chief Financial Officer Frank Witter.

Net liquidity rises in the Automotive Division

The Automotive Division’s net cash flow increased considerably year-on-year to EUR 11.8 billion (EUR 5.5 billion) thanks to the Group’s robust business model. Net liquidity in the Automotive Division amounted to EUR 27.8 billion at the end of September (end of December 2014: EUR 17.6 billion). The Automotive Division’s investments in property, plant and equipment, investment property and intangible assets, excluding capitalized development costs (capex) increased to EUR 7.3 billion (EUR 6.5 billion). The ratio of capex to sales revenue in the Automotive Division amounted to 5.3 percent (5.0 percent).

Brands and Business Fields

The Volkswagen brand’s operating profit before special items relating to the diesel issue rose to EUR 2.2 billion (EUR 1.7 billion). Positive effects from exchange rates, optimized sales revenue and costs, and the efficiency program more than offset the negative effects of the markets in South America and Russia.

Audi lifted operating profit to EUR 4.0 billion (EUR 3.8 billion) due to sales growth, positive changes in the mix and favorable exchange rate movements. Earnings were negatively impacted by high upfront investments in new products and technologies, as well as the expansion of the international production network.

Operating profit at ŠKODA increased to EUR 734 million (EUR 651 million), mainly due to mix effects, optimized material costs and more favorable exchange rates.

The SEAT brand’s operating profit rose to EUR 12 million (previous year: operating loss of EUR 82 million). This was mainly due to higher volumes, positive exchange rate effects and optimized costs.

Bentley generated an operating profit of EUR 57 million (EUR 125 million) due to lower vehicle sales and higher upfront expenditures. Exchange rate effects and lower costs were unable to offset this trend.

Operating profit at Porsche improved to EUR 2.5 billion (EUR 1.9 billion) due to volume and exchange rate effects. Porsche’s growth is uniform in the key global markets. Changes to the mix, increased structural costs and higher development costs had a negative impact on earnings.

Volkswagen Commercial Vehicles continued to renew its product range and posted an operating profit of EUR 313 million (EUR 378 million).

Scania generated an operating profit of EUR 748 million (EUR 700 million); this increase was primarily due to the service business and positive exchange rate effects. MAN’s operating profit before restructuring expenses amounted to EUR 271 million (EUR 304 million). The negative trends in the commercial vehicles market in South America weighed on earnings. Restructuring measures resulted in special items of EUR –170 million.

Operating profit at Volkswagen Financial Services amounted to EUR 1.4 billion (EUR 1.2 billion) on the back of positive volume and exchange rate effects.

Earnings forecast adjusted

The Volkswagen Group expects deliveries to customers in 2015 to remain on a level with the previous year in a persistently challenging market environment.

Depending on economic conditions, 2015 sales revenue for the Volkswagen Group and its business areas is expected to increase by up to four percent above the prior-year figure. However, economic trends in Latin America and Eastern Europe will need to be continuously monitored in the Commercial Vehicles/Power Engineering Business Area.

Because of charges related to the irregularities in the software used for certain diesel engines, we expect 2015 operating profit for both the Group and the Passenger Cars Business Area to be down significantly year-on-year. We expect an operating return on sales before special items of between 5.5 and 6.0 percent for the Group’s operating profit; this will amount to between 6.0 and 7.0 percent in the Passenger Cars Business Area.

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