Presseaussendung der Polizei Wien: Weihnachten / Neujahr - erhöhte Sicherheitsvorkehrungen Samstag, 26. Dezember 2015 - 15:54
In den Tagen vor Weihnachten ist von einem befreundeten Dienst eine
Warnung an zahlreiche europäischen Hauptstädte ergangen, wonach es an
Orten, wo Menschenansammlungen stattfinden, in der Zeit zwischen
Weihnachten und Neujahr zu einem Attentat mit Sprengstoff bzw. zu einem
Schussattentat kommen könnte.
Dabei wurden auch mehrere mögliche
Namen allfälliger Attentäter genannt, deren Überprüfung und darauf
aufbauende Ermittlungen aber bisher keine konkreten weiterführenden
Ergebnisse gebracht haben.
Insgesamt handelte es sich somit aber um
einen ein Hinweis, der von der Intensität auf eine höhere als die
allgemein bekannte abstrakte Gefahrenlage hindeutete.
Daher ist es
eine Selbstverständlichkeit, dass die Wiener Polizei, sowie alle anderen
Polizeien in Europa, erhöhte polizeiliche Maßnahmen getroffen haben,
die neben intensiven Ermittlungen durch die für den Verfassungsschutz
zuständigen Organisationeinheiten im Wesentlichen folgende Punkte
betreffen:
Erhöhte polizeiliche Beobachtungen und Überwachungen an
Orten, wo Menschenansammlungen stattfinden, insbesondere bei
Veranstaltungen und Verkehrsknotenpunkten; intensivere
Personenkontrollen; Vorsorge für rasche Einsatzbereitschaft von Kräften
im Anlassfall; erhöhte Bedachtnahme auf Behältnisse, in denen
Sprengstoff transportiert werden könnte, wie leere Koffer, Taschen oder
Rahmen von Fahrrädern; intensive Kommunikation mit den entsprechenden
Partnern wie den Wiener Linien oder der ÖBB, sowie Veranstaltern von
Weihnachts- oder Silvesterveranstaltungen, diesbezügliche
Sicherheitsbesprechungen werden weiter fortgesetzt; allfällige
Adaptierung von diesbezüglichen Sicherheitskonzepten; die erfolgte
allgemeine Information via Medien, in der die Bevölkerung um Verständnis
für erhöhte polizeiliche Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollen ersucht
wurde.
Die laufenden Erhebungen werden in enger Kooperation mit dem BVT (Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung) fortgesetzt.
Presseaussendung
vom 26.12.2015, 11:23 Uhr
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