Adval Tech verbessert Betriebsgewinn und baut ihre Marktposition in der globalen Automobilindustrie weiter aus Dienstag, 26. April 2016 - 07:00
Medienmitteilung zum Jahresabschluss 2015 und Ausblick 2016 der Adval Tech Gruppe
Adval Tech verbessert Betriebsgewinn und baut ihre Marktposition in der globalen Automobilindustrie weiter aus
Niederwangen, 26. April 2016, 7.00 Uhr – Dank einer stärkeren zweiten Jahreshälfte und zügig umgesetzter Massnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung ist es Adval Tech gelungen, den Betriebsgewinn im Vorjahresvergleich zu verbessern und ein positives Unternehmensergebnis zu erzielen. Die Gruppe hat ihre Marktposition in der globalen Automobilindustrie weiter ausgebaut. Im November 2015 eröffnete sie ein eigenes Werk zur Herstellung von Kunststoffkomponenten für die Automobilindustrie in Mexiko, und Mitte April 2016 schloss sie die Übernahme der Fischer IMF, einem Autozulieferer im Bereich Metallkomponenten in Deutschland, ab. Um den Kundenbedürfnissen im Geschäftsjahr 2016 noch besser Rechnung tragen zu können, legt Adval Tech unter anderem hohe Priorität auf das Hochfahren des Werkes in Mexiko und auf die vollständige Integration der Fischer IMF.
Mit der Eröffnung eines eigenen Werkes zur Herstellung von Kunststoffkomponenten für die Automobilindustrie in Mexiko im November 2015 und mit der Übernahme der Fischer IMF, die Mitte April 2016 abgeschlossen wurde, hat die Adval Tech Gruppe ihre Marktposition in der globalen Automobilindustrie gestärkt. Adval Tech konzentriert sich im Bereich Komponenten auf den Automobilmarkt und auf verwandte Anwendungen in anderen Branchen. Im Formenbau ist das Unternehmen hauptsächlich in den Märkten Consumer and Personal Care, Packaging, Medical und Automotive tätig.
Gesamtleistung und Ergebnis 2015
Die Gesamtleistung der Adval Tech Gruppe lag im Berichtsjahr mit 224,3 Mio. CHF um 22,7 Mio. CHF unter dem entsprechenden Vorjahreswert (247,0 Mio. CHF). Der Rückgang um 9,2% ist zu rund zwei Drittel auf die Währungsentwicklung, vor allem im Zusammenhang mit der Aufhebung des Euro-Franken-Mindestkurses im Januar 2015, zurückzuführen. Zu konstanten Wechselkursen verringerte sich die Gesamtleistung lediglich um 2%. Rund 68% (2014: 66%) der Gesamtleistung im Jahr 2015 erzielte das Segment Components, rund 32% (2014: 34%) das Segment Molds.
Trotz des Rückgangs der Gesamtleistung verbesserte Adval Tech den EBITDA um 4,7% auf 24,4 Mio. CHF (Vorjahr: 23,3 Mio. CHF) und steigerte die EBITDA-Marge von 9,4% auf 10,9%. Währungsbereinigt lag die EBITDA-Marge gar bei 11,9%. Den EBIT verbesserte Adval Tech im Berichtsjahr auf 9,8 Mio. CHF (2014: 8,9 Mio. CHF), was einer EBIT-Marge von 4,4% (2014: 3,6%) entspricht. Währungsbereinigt lag die EBIT-Marge bei 5,6%. Dank gezielter und zügig umgesetzter Massnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung, die ihre Wirkung primär in der zweiten Jahreshälfte entfalteten, konnte Adval Tech die negativen Auswirkungen der deutlichen Aufwertung des Schweizer Frankens weitgehend kompensieren. Insgesamt schliesst die Adval Tech Gruppe das Geschäftsjahr 2015 mit einem Unternehmensergebnis von 0,6 Mio. CHF ab (2014: 1,9 Mio. CHF, erstes Semester 2015: -2,8 Mio. CHF).
Segment Components
Das Segment Components (Metall und Kunststoff) erzielte 2015 mit 153,1 Mio. CHF eine um 6,9% tiefere Gesamtleistung als im Vorjahr (164,4 Mio. CHF). Zu konstanten Wechselkursen war ein Rückgang um nur 3,6% zu verzeichnen. Dank der erfolgreich umgesetzten Kostensenkungsprogramme, einer effizienten Kostenkontrolle sowie der Akquisition zweier Projekte im ergänzenden Anlagengeschäft erreichte das Segment Components einen EBITDA von 12,3 Mio. CHF (2014: 10,2 Mio. CHF). Währungsbereinigt liegt dieser um 3,2 Mio. CHF über dem Vorjahreswert. Die EBITDA-Marge verbesserte sich um 1,8 Prozentpunkte auf 8,0% (2014: 6,2%).
Adval Tech produziert seit Januar 2015 in Ungarn für Audi Luftleitteile und Luftführungen mit einem innovativen Werkzeugkonzept. Die Kunststoffkomponenten für das Modell Q7 liefert Adval Tech seit Anfang 2015 an das Audi-Werk in Bratislava aus, jene für das Modell A4 werden seit Mitte 2015 an den Audi-Standort in Ingolstadt geliefert. Aufgrund der guten Erfahrungen in der Zusammenarbeit und angesichts des innovativen Werkzeugkonzepts mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Komponenten nominierte Audi die Adval Tech Gruppe auch als Zulieferer für Luftleitteile und Luftführungen am neuen Audi-Standort in Mexiko. Nach Abschluss der Tests und der finalen Abnahme der Werkzeuge und der Produktionsanlagen bei den jeweiligen Lieferanten verlagerte Adval Tech diese an den neuen Produktionsstandort in Querétaro, Mexiko. Dieses Werk baute Adval Tech in der Nähe des neuen Audi-Produktionsstandorts von Grund auf neu.
Ein weiteres Projekt im Bereich der Kunststoffkomponenten, das Adval Tech im Berichtsjahr gewinnen konnte, ist die Produktion von Luftleitsystemen für den VW Touareg. Die Serienproduktion soll 2017 in Ungarn starten und rund acht Jahre dauern.
Im Bereich Metallkomponenten wurde Adval Tech von einem First-Tier-Kunden (direkter Zulieferer der Automobilhersteller) für eine zweite Produktionslinie eines Lenksystems nominiert, und für die Plattform 35up von BMW (3er, 5er, 7er, X3, X5, X6, X7) hat das Segment Components im Berichtsjahr die Serienproduktion einer Baugruppe für die elektrische Verstellung der Lenksäule gestartet.
Segment Molds
Das Segment Molds (Formenbau), das unter dem Namen FOBOHA in den Absatzmärkten auftritt, konnte in der zweiten Jahreshälfte 2015 einige der verschobenen Projekte aus dem ersten Semester erfolgreich realisieren und 2015 eine Gesamtleistung von 74,4 Mio. CHF (Vorjahr: 86,1 Mio. CHF) erzielen. Zu konstanten Wechselkursen erreichte das Segment Molds eine Gesamtleistung auf Vorjahresniveau. Der EBITDA lag mit 9,7 Mio. CHF um 1,3 Mio. CHF unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 11,0 Mio. CHF. Die EBITDA-Marge hingegen verbesserte sich auf 13,0% (2014: 12,7%).
Trotz der deutlichen Aufwertung des Schweizer Frankens konnte FOBOHA Schweiz im strategischen Bereich der Nahrungsmittelverpackungen und Flaschenverschlüsse einen Neuauftrag gewinnen. Zudem entwickelte FOBOHA Schweiz die Pilotform für einen der weltweit führenden Konsumgüterkonzerne – FOBOHA Suzhou (China) stellte anschliessend die entsprechenden Produktionsformen her.
Der Aufbau eines globalen Key-Account-Management-Teams, das vom Standort Haslach (Deutschland) geführt wird und weltweit intensiv die internationalen Kunden betreut, hat sich bestens bewährt. Auch 2015 verfolgte Adval Tech FOBOHA mehrere Innovationsprojekte. Dazu gehört beispielsweise die technologische Entwicklung von Spritzblaswerkzeugen auf der Basis der Würfeltechnologie.
Ausblick
Mit dem Aufbau des neuen Werkes für Kunststoffkomponenten in Mexiko und der Übernahme der Fischer IMF (Deutschland) im Bereich Metallkomponenten hat die Adval Tech Gruppe zwei weitere wichtige Meilensteine in der Umsetzung ihrer Fokussierungsstrategie erreicht und die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum im Automobilmarkt geschaffen.
Um den Kundenbedürfnissen noch besser Rechnung tragen zu können, legt Adval Tech im Jahr 2016 hohe Priorität auf die vollständige Integration der Fischer IMF, das Hochfahren des Werkes in Mexiko und die erfolgreiche Abwicklung von neu akquirierten Aufträgen.
Die wichtigsten Kennzahlen | 2015 | 2014 | Veränderung | |
absolut | in % | |||
Gesamtleistung (Mio. CHF) | 224,3 | 247,0 | -22,7 | -9,2 |
- Segment Components (Mio. CHF) | 153,1 | 164,4 | -11,3 | -6,9 |
- Segment Molds (Mio. CHF) | 74,4 | 86,1 | -11,7 | -13,6 |
Nettoumsatz (Mio. CHF) | 215,2 | 239,6 | -24,4 | -10,2 |
Betriebsergebnis EBITDA (Mio. CHF) | 24,4 | 23,3 | 1,1 | 4,7 |
- Segment Components (Mio. CHF) | 12,3 | 10,2 | 2,1 | 20,6 |
- Segment Molds (Mio. CHF) | 9,7 | 11,0 | -1,3 | -11,8 |
Betriebsergebnis EBIT (Mio. CHF) | 9,8 | 8,9 | 0,9 | 10,1 |
Unternehmensergebnis (Mio. CHF) | 0,6 | 1,9 | -1,3 | -68,4 |
Free Cashflow (Mio. CHF) | 5,0 | 2,8 | 2,2 | 78,6 |
Mitarbeitende per 31.12. | 1’482 | 1’603 | -121 | -7,5 |
- Segment Components | 1’096 | 1’227 | -131 | -10,7 |
- Segment Molds | 371 | 361 | 10 | 2,8 |

