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Tamedia-Abstimmungsumfrage: «Service-Public-Initiative» weiterhin im Hoch Freitag, 06. Mai 2016 - 07:18

 
Medienmitteilung (PDF)
 

Tamedia-Abstimmungsumfrage: «Service-Public-Initiative» weiterhin im Hoch

 
Die Schweizer Mediengruppe Tamedia führt auf ihren Newsportalen erneut eine titelübergreifende Abstimmungsumfrage durch. In drei Umfragewellen wird die Schweizer Stimmbevölkerung zu den fünf Abstimmungsvorlagen vom 5. Juni 2016 befragt. Das Fazit aus der zweiten Umfragewelle: Hätten die Schweizerinnen und Schweizer Anfang Mai abgestimmt, wären vier der fünf Vorlagen angenommen worden. Die Initiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen» bleibt dagegen weiterhin chancenlos.
 

Zürich, 6. Mai 2016 – Am Sonntag, 5. Juni werden die Schweizer Stimmberechtigen über fünf umstrittene Vorlagen entscheiden: die drei Volksinitiativen «Pro Service public», «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen» und «Für eine faire Verkehrsfinanzierung» («Milchkuh-Initiative»), die Änderung des Asylgesetzes sowie die Änderung des Bundesgesetzes über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung. Um bereits vorab den Puls zu fühlen, was die Bürgerinnen und Bürger hierzulande von diesen Vorlagen halten, führt Tamedia schweizweit auf all ihren Newsportalen eine umfassende Abstimmungsumfrage in drei Wellen durch. Die Resultate werden umgehend ausgewertet, sodass die Tageszeitungen und Newsplattformen von Tamedia schweizweit rasch und fundiert darüber berichten können.


Gemäss der zweiten Welle der Tamedia-Abstimmungsumfrage, die vom 2. bis 4. Mai 2016 stattfand, findet die «Service-Public-Initiative» weiterhin eine klare Mehrheit: 59 Prozent der Schweizer Stimmberechtigten würden dieser derzeit sicher oder eher zustimmen. 30 Prozent wollen das Volksbegehren ablehnen, 11 Prozent legen sich noch nicht fest. Auch die «Milchkuh-Initiative» findet nach wie vor Anklang, allerdings hat die Unterstützung im Vergleich zur ersten Umfragewelle um 1 Prozent leicht abgenommen. 51 Prozent der 10'712 Befragten aus der ganzen Schweiz wollen voraussichtlich ein «Ja» in die Urne legen, 43 Prozent votieren dagegen. Die Zustimmung fällt insbesondere bei den SVP-Wählern hoch aus (79 Prozent), doch auch gut die Hälfte der FDP-Sympathisanten (53 Prozent) befürwortet das Anliegen. Die Revision des Asylgesetzes will zurzeit eine relative Mehrheit von 49 Prozent annehmen – in der ersten Umfragewelle Mitte April waren erst 43 Prozent dafür gewesen. 40 Prozent sagen «Nein» oder «eher Nein». Bei den SP-, GLP-, Grünen- und BDP-Wählern erreicht die Gesetzesvorlage Zustimmungswerte von über 70 Prozent. Beim neuen Fortpflanzungsmedizingesetz ist ebenfalls ein leichte Steigerung der «Ja»-Stimmen von 44 auf 48 Prozent gegenüber der letzten Umfrage zu verzeichnen. Diese stehen 35 Prozent «Nein»-Stimmen gegenüber, wobei die Zustimmung in der Westschweiz leicht höher ausfällt als in der Deutschschweiz und im Tessin. Immer noch chancenlos ist die Initiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen». Derzeit würden 64 Prozent der Befragten das Anliegen, wonach alle Menschen in der Schweiz monatlich ohne Gegenleistung einen fixen Betrag vom Staat erhalten sollen, verwerfen. Die Zustimmung beträgt 33 Prozent, der Anteil der Unentschlossenen ist mit 3 Prozent klein. Einzig die Sympathisanten von SP und Grünen unterstützen mit 56 respektive 69 Prozent die Idee eines Grundeinkommens mehrheitlich.


Die Tamedia-Abstimmungsumfrage wird in Zusammenarbeit mit den Politikwissenschaftlern Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen durchgeführt. Sie gewichten die Umfragedaten nach demografischen, geografischen und politischen Variablen, sodass die Stichprobe möglichst gut der Struktur der Stimmbevölkerung entspricht. Die dritte Umfragewelle findet am 19. Mai 2016 statt.


Beteiligte Tamedia-Medien

Deutschschweiz: 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger, SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen

Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin Dimanche

Tessin : 20 minuti