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18. Baloise Kunst-Preis an der Art Basel 2016 vergeben Dienstag, 14. Juni 2016 - 14:15

Medieninformation

18. Baloise Kunst-Preis an der Art Basel 2016 vergeben

Basel, 14. Juni 2016. Der mit CHF 30'000 dotierte Preis wird im Sektor Statements von einer mit internationalen Fachleuten besetzten Jury vergeben. Die Jury hat sich für die kanadische Künstlerin Sara Cwynar und Mary Reid Kelley aus den USA entschieden. Zusätzlich erwirbt die Baloise Arbeiten der Preis­trägerinnen und schenkt diese Kunstwerke zwei bedeutenden europäischen Museen, dem MMK, Museum für Moderne Kunst, Frankfurt a.M., und dem MUDAM, Luxemburg.

Der Jury gehören dieses Jahr an: Marie-Noëlle Farcy, Kuratorin/Leiterin der Sammlung, MUDAM, Luxemburg; Sabine Schaschl, Direktorin, Museum Haus Konstruktiv, Zürich; Peter Gorschlüter, Stellvertretender Direktor MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt a.M.; Dr. Yilmaz Dziewior, Direktor Museum Ludwig, Köln und Martin Schwander, künstlerischer Berater der Baloise, Vorsitzender der Jury.

Mit ihrer Arbeit Soft Film gelingt es Sara Cwynar grundsätzliche Aspekte der Fotografie, ihrer Produktion und Verbreitung in digitalen und analogen Systemen unterhaltsam und dennoch komplex zu verhandeln. In ihrem Video-Essay, der grösstenteils im 16-Millimeterformat entstand, verbindet sie performative Elemente mit einer Reflektion über die Konstruktion des fotografischen Bildes. Cwynar sammelt, ordnet und archiviert ihre auf Ebay gekauften ausrangierten Objekte sowie in einem Second-Hand-Geschäft erworbene Fotografien nach Farbe, Material und inhaltlicher Bedeutung. Gesellschaftliche Themen, wie die Zirkulation und der Wert von Objekten, spielen dabei ebenso eine Rolle wie feministische Themen und die Bedeutung von persönlichen und historischen Begebenheiten. Dabei stellt sie wesentliche Fragen, was das fotografische Bild individuell und gesellschaftlich für uns heute bedeutet. Ihre Ästhetik variiert zwischen bewusster Zurschaustellung eines Do-it-yourself-Charakters und der verführerischen Kraft von professioneller Produktwerbung.

Sara Cwynar, *1985 in Vancouver, lebt in Brooklyn, New York.

Statements-Stand N16, Galerie Foxy Production Inc., New York.

Mary Reid Kelley erhält den Baloise Kunst-Preis für ihren Film This Is Offal, der sich unerbittlich und exzentrisch mit dem heiklen Thema des weiblichen Suizids befasst. Der Film steht in der Tradition des Absurden und spielt in einer Leichenhalle, wo die Tote auf einem Tisch aufgebahrt ist. Entscheidend ist der vom Geist der Verstorbenen geführte Dialog mit ihren Organen und Körperteilen: der Leber, dem Herzen und dem Hirn und schliesslich einem abgetrennten Fuss und einer abgetrennten Hand. Der rhythmisch skandierte, mit Wortspielen gespickte Dialog untersucht die Unausweichlichkeit des Todes, den Wert des Lebens und die Rolle der Organe im menschlichen Körper und in der Gesellschaft. Die Arbeit besticht durch die innovative Technologie und vor allem durch die abgründige und aberwitzige Darstellung eines gesellschaftlich brisanten Themas.

Mary Reid Kelley, *1979 in Greenville, South Carolina, lebt in Saratoga Springs, New York.

Statements-Stand N8, Galerie Arratia Beer, Berlin.

Weitere Informationen zu den Kunst-Aktivitäten und zu sämtlichen Preisträgern finden Sie auf www.baloiseartprize.com sowie www.baloise.com/kunst.

Kontakt

Baloise Group External Communications, Tel.: +41 58 285 74 71, isabelle.guggenheim@baloise.com.