Publiziert in: Marktpuls, Unternehmen
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Studie der Credit Suisse zum Finanzplatz Schweiz – Ausgabe 2016 Freitag, 17. Juni 2016 - 13:07

 
17.06.2016

Die Finanzdienstleistungsbranche steht weltweit inmitten erheblicher Veränderungen, und der Wettbewerb zwischen internationalen Finanzzentren hat sich in den letzten Jahren intensiviert. Um die Konkurrenzfähigkeit des Schweizer Finanzplatzes zu erhalten oder gar zu verbessern, sind Anstrengungen von den Banken wie auch der Politik gefordert. Wie bereits 2012 und 2014 präsentiert die Credit Suisse eine Studie zum Schweizer Finanzplatz mit dem Ziel, einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion um die Zukunft des Finanzplatzes zu leisten.


Trends, Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen
Die Studie stellt die für den Finanzplatz Schweiz relevanten Entwicklungen der letzten zwei Jahre dar, vergleicht die Positionierung internationaler Finanzplätze und geht auf wichtige Trends ein. So haben sich die in den Vorjahren identifizierten Trends zu grossen Teilen bestätigt und teilweise gar deutlich akzentuiert. So gehören unter anderem nach wie vor das anhaltende Wachstum der zu verwaltenden Vermögen in aufstrebenden asiatischen Länder und die Digitalisierung im Bankgeschäft zu den wichtigsten Trends. Nachhaltiges Investieren verzeichnete in den vergangenen Jahren ein konstantes Wachstum, wovon auch der Schweizer Finanzplatz profitiert.From these trends, several central future success factors for the Swiss financial center can be identified: 

Daraus können zukünftige zentrale Erfolgsfaktoren für den Finanzplatz Schweiz abgeleitet werden:

  • Konstruktiver Umgang mit dem Tiefzinsumfeld
  • Pragmatische Regulierung
  • Sicherstellung und Verbesserung des Marktzugangs im Ausland
  • Weitere Erhöhung der allgemeinen Standortattraktivität
  • Erfolgreiche Bewältigung der Digitalisierung
  • Stärkere Verankerung der Nachhaltigkeit in der Geschäftstätigkeit

Fokus auf den Einfluss negativer Zinsen
Im Hinblick auf das makroökonomische Umfeld kann festgehalten werden, dass die Tiefzins- gar in eine Negativzinsphase übergegangen ist, weshalb das Tief- bzw. Negativzinsumfeldund ihre Auswirkungen in der Studie vertieft betrachtet werden. Denn die Negativzinsen verändern das Verhalten von CHF-Investoren und Banken. Ein besonderes Augenmerk im Zusammenhang mit der Negativzinspolitik gilt zudem dem Immobilienmarkt und den Reduktionen bei Pensionskassenleistungen.

Schweizer «Too Big to Fail»-Regelwerk international führend
Die regulatorischen Standards für Banken wurden weltweit deutlich verschärft. Das Schweizer «Too Big to Fail»-Regelwerk ist international führend – dies gilt für die Schweizer Anforderungen sowohl im risikogewichteten Bereich als auch in Bezug auf den Vergleich zur Bilanzgrösse. Aufgrund des zusätzlich nötigen Abwicklungskapitals wird ein Bail-out durch die Steuerzahler daher noch unwahrscheinlicher. Zudem haben sich die Grossbankbilanzen deutlich verkleinert. Auch im Bereich des automatischen Informationsaustauschs implementiert die Schweiz die neuen Regeln zügig und umfassend, während hinsichtlich der Modernisierung der Finanzmarktregulierung die letzte Etappe noch ansteht.

Folgerichtig ist die Gründung einer eigenständigen Schweizer Rechtseinheit – inklusive der systemrelevanten Funktionen – bei beiden Grossbanken in Umsetzung. Für die Credit Suisse ist der Schweizer Heimmarkt von zentraler Bedeutung, wie Thomas Gottstein, CEO Swiss Universal Bank der Credit Suisse, bekräftigt: «Die durch die Studie aufgezeigten Trends bestätigen unsere Strategie. Wir möchten eine sichere, gut kapitalisierte Bank mit klarem Schweizer Fokus sein, die aber dennoch global vernetzt bleibt. Das ist von zentraler Bedeutung, um die Schweizer Wirtschaft, Firmen und Unternehmer erfolgreich zu beraten; wir wollen eine «Bank für Unternehmer» sein.»

Positionierung in Bezug auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit zentral
In einem von äusserst niedrigen Zinsen und verschärfter Regulierung geprägten Umfeld gilt es für die Schweizer Banken, neue Geschäftsfelder zu suchen. Insbesondere die weiter voranschreitendeDigitalisierung eröffnet Möglichkeiten. Die Digitalisierung im Finanzwesen wird das Bankgeschäft verändern: Vom Zahlungsverkehr über digitale Handels- und Beratungsplattformen bis hin zu virtuellen Währungen und der Anwendung im Compliance-Bereich (RegTech). Künftig zu erwarten sind eine Rationalisierung der Prozesse im Bankensektor sowie eine Konsolidierung bzw. Veränderung der Vertriebswege. Auch wird sich die Kunden-Bank-Beziehung durch die Stärkung der Position des Kunden nachhaltig verändern. Es bedarf fortgesetzter konzertierter Anstrengungen, um die Schweiz im Bereich der Digitalisierung international verstärkt auf die Landkarte zu bringen, denn noch sind die FinTech-Initiativen hierzulande vergleichsweise fragmentiert.

Die Nachhaltigkeit und die daraus resultierenden Geschäftsmöglichkeiten im Finanzbereich, welches ein zunehmend wichtiger werdendes Thema darstellt, wird in der aktuellen Studie zum ersten Mal vertieft analysiert. Die Schweiz ist gut aufgestellt, um von den entsprechenden Trends zu profitieren und sollte diese nutzen, um ihre international anerkannte Stellung in der nachhaltigen Finanzwirtschaft weiter zu stärken. Im Unterschied zu anderen Finanzplätzen kommt in der Schweiz den Privatanlegern im Bereich Nachhaltigkeit eine vergleichsweise grosse Bedeutung zu. Die Erhöhung des Anteils institutioneller Anleger stellt denn auch eine bedeutende Wachstumsmöglichkeit dar. Die Schweiz kann dabei auf besondere Stärken, namentlich auf dem Gebiet der Mikrofinanz und in anderen Bereichen des sogenannten Impact Investing, aufbauen. Mit Swiss Sustainable Finance steht nun auch in diesem Bereich eine entsprechende Plattform zur Verfügung.

Nach einem kurzen Blick auf ausgewählte internationale Finanzzentren runden konkrete Handlungsempfehlungen, gegliedert nach Empfehlungen an Regierung, Parlament und Aufsichtsbehörden einerseits sowie Banken und Wirtschaft andererseits, die Publikation ab.

Die diesjährige Ausgabe der Studie «Finanzplatz Schweiz» ist im Internet in Deutsch, Französisch und Englisch verfügbar unter: Studie der Credit Suisse zum Finanzplatz Schweiz  (Schweizer Wirtschaft)

Credit Suisse AG
Die Credit Suisse AG ist einer der weltweit führenden Finanzdienstleister und gehört zur Unternehmensgruppe der Credit Suisse (nachfolgend «die Credit Suisse»). Als integrierte Bank kann die Credit Suisse ihren Kunden ihre Expertise aus Private Banking, Investment Banking und Asset Management aus einer Hand anbieten. Die Credit Suisse bietet Unternehmen, institutionellen Kunden und vermögenden Privatkunden weltweit sowie Retailkunden in der Schweiz fachspezifische Beratung, umfassende Lösungen und innovative Produkte. Die Credit Suisse mit Hauptsitz in Zürich ist in über 50 Ländern tätig und beschäftigt etwa 47‘760 Mitarbeitende. Die Namenaktien (CSGN) der Credit Suisse Group AG, der Muttergesellschaft der Credit Suisse, sind in der Schweiz sowie, in Form von American Depositary Shares (CS), in New York kotiert. Weitere Informationen über die Credit Suisse finden Sie unter www.credit-suisse.com.

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