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Credit Suisse: Brexit: Schweizer Bevölkerung optimistisch für die Schweiz Sonntag, 21. August 2016 - 10:06

Die Schweizer Bevölkerung schätzt die Effekte des Brexit auf die Schweiz positiv ein. So sieht eine Mehrheit der Stimmberechtigten wirtschaftliche Vorteile und betrachtet die Verhandlungsposition der Schweiz der EU gegenüber als gestärkt. Parteibindung und Alter spielen bei dieser Einschätzung kaum eine Rolle. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage von gfs.bern im Auftrag der Credit Suisse, die als Vorauswertung des Credit Suisse Sorgenbarometers 2016 vorliegt. 


Nur wenige Unentschlossene – Meinungen waren rasch gemacht
„Es gibt ein hohes Bewusstsein darüber, dass der Brexit wirtschaftliche und politische Folgen für die Schweiz hat“, sagt Lukas Golder, Co-Leiter des Forschungsinstituts gfs.bern. Dies zeigt die unüblich tiefe Zahl an Unentschlossenen, die keine Meinung zu den wirtschaftlichen (9 Prozent) und politischen Folgen (8 Prozent) des Brexit für die Schweiz haben. Wie die Umfrage – die sich über drei Wochen erstreckte – zudem zeigt, stieg der Optimismus mit zunehmendem Abstand zur Abstimmung insgesamt deutlich an. Dem steht eine Minderheit von gut einem Drittel gegenüber, welche die Lage anders einschätzt: 8 Prozent der Befragten sehen grosse Nachteile für die Schweizer Wirtschaft, 28 Prozent zumindest tendenzielle. In Bezug auf die Verhandlungen der Schweiz mit der EU liegen die negativen Werte auf ähnlichem Niveau: 9 Prozent sehen grosse und 29 Prozent tendenzielle Nachteile.

Parteibindungen spielen überraschenderweise kaum eine Rolle
Interessanterweise überwiegt Optimismus unabhängig davon, welcher Partei die Befragten angehören oder nahestehen: 54 Prozent der SP-Wähler, 53 Prozent der CVP-Wähler, 59 Prozent der FDP-Wähler und 63 Prozent der SVP-Wähler sehen positive wirtschaftliche Folgen für die Schweiz. Damit ist auf der rechten Seite des politischen Spektrums die Zustimmung nur leicht höher als auf der linken. Am kritischsten sind Leute ohne Parteibindung, bei welchen die Optimisten 48 Prozent ausmachen. Auch der Einfluss des Brexit für die Verhandlungsposition gegenüber der EU wird über die Parteien hinweg überraschend ähnlich beurteilt: Grosse oder tendenzielle Vorteile sehen 51 Prozent (SP), 43 Prozent (CVP), 58 Prozent (FDP), 57 Prozent (SVP) und 41 Prozent jener, die an keine Partei gebunden sind. „Es überrascht, dass die Parteibindung keine signifikanten Unterschiede zeigt, denn optimistische Stimmen wurden ja eher im politisch rechten Lager laut“, so Golder.

Jüngere sind etwas pessimistischer
Von besonderem Interesse sind die Unterschiede nach Alter, da die Folgen der Entscheidung Grossbritanniens langfristiger Natur sein werden. Doch auch hier lassen sich keine grossen Unterschiede feststellen. Jüngere sind zwar insgesamt etwas pessimistischer. Nichtsdestotrotz sehen auch in der jüngsten Gruppe (18 bis 39 Jahre) 55 Prozent der Befragten grosse Vorteile oder eher Vorteile für die Wirtschaft, und 50 Prozent hinsichtlich der Verhandlungen mit der EU. Bei den 40- bis 64-Jährigen sind es 57 Prozent, die in beiden Belangen insgesamt eine positive Einschätzung haben. Bei den Befragten, die 65 Jahre und älter sind, sind es dabei mit 52 Prozent etwas weniger, hier gab es aber auch die meisten Enthaltungen.

Voraussetzung "Brexit" aus dem CS-Sorgenbarometer 2016 

Das Credit Suisse Sorgenbarometer erhebt seit 1976 Daten zu den grössten Sorgen der Schweizer Stimmbevölkerung, zu ihrem Vertrauen in Akteure aus Politik und Wirtschaft sowie zu Identitätsfragen. Die Fragen zum Brexit wurden den Teilnehmenden im Rahmen der Erhebung für die 41. Ausgabe des Sorgenbarometers gestellt. Insgesamt wurden 1'010 Schweizer Stimmberechtigte im Juli 2016 in Einzelinterviews befragt. Das Credit Suisse Sorgenbarometer 2016 erscheint am 30. November 2016.


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