Swiss Life steigert den Betriebsgewinn um 26% auf CHF 993 Millionen – der Reingewinn beträgt nach Sondereffekten CHF 93 Millionen Mittwoch, 27. Februar 2013 - 07:00
Zürich, 27. Februar 2013
Swiss Life steigert den Betriebsgewinn um 26% auf CHF 993 Millionen – der Reingewinn beträgt nach Sondereffekten CHF 93 Millionen
- Swiss Life steigerte den um Sondereffekte bereinigten Betriebsgewinn für das Geschäftsjahr 2012 von CHF 788 Millionen auf CHF 993 Millionen (+ 26%) – dies dank weiteren operativen Fortschritten und einem ausgezeichneten Anlageergebnis.
- Sondereffekte, insbesondere die bereits letztes Jahr angekündigte Reduktion der immateriellen Vermögenswerte auf AWD von CHF 578 Millionen, führten zu einem ausgewiesenen Reingewinn von CHF 93 Millionen (Vorjahr: CHF 606 Millionen).
- Zur positiven operativen Ergebnisentwicklung beigetragen haben die Markteinheiten Schweiz, Deutschland, Frankreich und Investment Management. Unter den Erwartungen blieben AWD und Swiss Life International.
- Mit einer Anlageperformance von 8,5% (Vorjahr: 7,5%) wurde ein Anlageergebnis von CHF 5,7 Milliarden und eine Nettoanlagerendite von 4,8% (Vorjahr: 3,8%) erzielt, was eine weitere substanzielle Stärkung der versicherungstechnischen Rückstellungen ermöglichte.
- Trotz anspruchsvollen Marktbedingungen konnte Swiss Life ihre Prämieneinnahmen mit CHF 17,0 Milliarden auf Vorjahresniveau halten und ihre Neugeschäftsmarge von 1,2% auf 1,4% verbessern.
- Das Eigenkapital stieg um 12% auf CHF 10,3 Milliarden; die Gruppensolvabilität kam von 213% im Vorjahr auf 242% per Ende 2012 zu stehen.
- Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine Ausschüttung von CHF 4.50 je Aktie vor.
«2012 ist es Swiss Life gelungen, ihre Schlagkraft weiter zu erhöhen», sagt Bruno Pfister, CEO der Swiss Life-Gruppe. «Dazu beigetragen haben ein hervorragendes Anlageergebnis und weitere operative Fortschritte. Auch wenn der Reingewinn durch die Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten des AWD markant geschmälert wurde, so zeigen unsere Schlüsselzahlen für das vergangene Jahr, dass wir über eine starke Ausgangsbasis verfügen, um unsere Marktstellung in den kommenden Jahren weiter auszubauen.»
Wachstum in den strategisch wichtigen Geschäftsfeldern
Swiss Life ist es erneut gelungen, in den strategisch wichtigen Geschäftsfeldern zu wachsen. So konnte das Prämienvolumen mit CHF 17,0 Milliarden trotz schwierigen Marktbedingungen auf Vorjahresniveau gehalten werden. Erfreulich entwickelte sich das Geschäft im Heimmarkt Schweiz, wo ein Wachstum um 2% auf CHF 8,3 Milliarden resultierte (Vorjahr: CHF 8,1 Milliarden). Dazu beigetragen haben sowohl das Firmenkunden- (+ 2%) als auch das Privatkundengeschäft (+ 1%). Ein währungsbereinigt stabiles Prämieneinkommen erzielte Swiss Life in Frankreich (CHF 4,3 Milliarden), was angesichts des Rückgangs des Gesamtmarktes um 4% ein starkes Zeichen ist. Auch in Deutschland konnte Swiss Life ihre Stellung halten (CHF 1,7 Milliarden); hier konnten die periodischen Prämien um 2% gesteigert werden, während die Einmaleinlagen rückläufig waren. Das Segment Versicherungsgeschäft International, dessen Prämieneinnahmen zum Grossteil aus dem globalen Geschäft mit vermögenden Privatkunden stammen, weist mit CHF 2,9 Milliarden einen Rückgang um währungsbereinigt 4% aus (Vorjahr: CHF 3 Milliarden).
Die Aktivitäten von Investment Management werden seit Beginn des Jahres unter der Submarke «Swiss Life Asset Managers» gebündelt. Das von Swiss Life Asset Managers verwaltete Vermögen belief sich auf CHF 148 Milliarden (Vorjahr: CHF 134 Milliarden). Teil davon sind die verwalteten Vermögen für Drittkunden, bei denen Swiss Life dank zusätzlichen Mandaten und positiver Marktentwicklung einen Zuwachs um 24% auf über CHF 20 Milliarden ausweisen kann. Allein der Nettoneugeldzufluss betrug mehr als CHF 2 Milliarden. Die versicherungstechnischen Rückstellungen für Kundenverpflichtungen nahmen gegenüber dem Vorjahr um CHF 10 Milliarden auf CHF 138 Milliarden zu (+ 8%). AWD verzeichnete einen Umsatzrückgang um 13% auf EUR 489 Millionen. Insbesondere in Deutschland blieb AWD hinter den Erwartungen zurück. «Im Rahmen unseres Unternehmensprogramms „Swiss Life 2015“ reagieren wir auf die Entwicklungen in Deutschland und organisieren uns neu; wir werden unseren Versicherungsbetrieb und all unsere Vertriebskanäle, also Swiss Life, Swiss Life Select, tecis, HORBACH und Proventus, künftig unter einem Dach führen», sagt Bruno Pfister. «Diese Neuausrichtung verläuft nach Plan und ermöglicht es uns, Synergien zu heben und uns im umkämpften, aber vielversprechenden deutschen Markt neu zu positionieren.»
Deutliche operative Verbesserungen
Im Geschäftsjahr 2012 hat Swiss Life den um Sondereffekte bereinigten Betriebsgewinn von CHF 788 Millionen um 26% auf CHF 993 Millionen gesteigert; der bereinigte Reingewinn lag mit CHF 681 Millionen um 22% höher als im Vorjahr (CHF 557 Millionen). Hauptsächlich aufgrund von Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten von AWD (CHF 578 Millionen) und zusätzlichen Rückstellungen für Rechtsfälle sowie Kosten für Restrukturierungen im Rahmen des neuen Unternehmensprogramms «Swiss Life 2015» resultierte ein ausgewiesener Reingewinn von CHF 93 Millionen. Das Investment Management von Swiss Life hat 2012 auf dem Versicherungsportfolio Nettokapitalerträge von CHF 5,7 Milliarden erzielt – CHF 1,5 Milliarden mehr als im Vorjahr. Dies bedeutet eine Nettoanlagerendite von 4,8% (Vorjahr: 3,8%) respektive eine Anlagerendite von 8,5% (Vorjahr: 7,5%). «Dieses Ergebnis ist auch im internationalen Konkurrenzvergleich bemerkenswert», so Bruno Pfister. «Es erlaubt uns, die Versicherungsrückstellungen markant zu stärken.»
In der Schweiz konnte Swiss Life dank Effizienzsteigerungen und einem sehr guten Anlageergebnis ein gegenüber dem Vorjahr um CHF 158 Millionen höheres Segmentergebnis von CHF 634 Millionen ausweisen. In Frankreich hat Swiss Life dank guter Entwicklung der Finanzprodukte und einer Verbesserung der technischen Marge einen Gewinnanstieg von CHF 33 Millionen auf CHF 157 Millionen verzeichnet. In Deutschland erreichte Swiss Life dank einer erfolgreichen Anlagepolitik einen Gewinnanstieg von CHF 11 Millionen auf CHF 69 Millionen. Im Segment Versicherungsgeschäft International resultierte ein gegenüber dem Vorjahr um CHF 24 Millionen tieferes Resultat. Dieser Rückgang ist auf Restrukturierungskosten (CHF 7 Millionen) und eine Abschreibung auf den Kundenstamm (CHF 17 Millionen) zurückzuführen, die sich durch die Konzentration auf zwei, statt drei Standorte im Geschäft mit vermögenden internationalen Privatkunden ergeben hat. Investment Management trug mit einem um CHF 8 Millionen verbesserten Segmentsergebnis von CHF 138 Millionen zum Resultat bei. Mit CHF -591 Millionen schlug das Segment AWD zu Buche. Hauptsächlich wegen der Abschreibung auf immateriellen Vermögenswerten von CHF 578 Millionen sowie Rückstellungen für Rechtsfälle von CHF 36 Millionen kam der um Sondereffekte bereinigte Ergebnisbeitrag von AWD auf CHF 49 Millionen zu stehen.
Anstieg der Neugeschäftsmarge und höhere Kapitalbasis
Weitere Fortschritte erzielte Swiss Life im Margenmanagement: 2012 vermochte die Gruppe die Neugeschäftsmarge von 1,2% auf 1,4% zu steigern. Der Wert des Neugeschäfts verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von CHF 150 Millionen auf CHF 158 Millionen. Im Jahr 2012 resultierte für die Gruppe eine Eigenkapitalrendite von 0,9%. Bereinigt um Sondereffekte und um die nicht realisierten Gewinne und Verluste auf festverzinslichen Anlagen im Eigenkapital lag die Eigenkapitalrendite bei 8,6%. Swiss Life verfügt über eine solide Kapitalbasis: Das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital stieg 2012 von CHF 9,1 Milliarden auf CHF 10,3 Milliarden. Die Solvabilitätsquote der Gruppe stieg von 213% auf 242%; beim Swiss Solvency Test befindet sich Swiss Life basierend auf ihrem internen Modell, das von der FINMA noch geprüft wird, im grünen Bereich.
Ausschüttung von CHF 4.50 je Aktie – neue Berichterstattung auf 1. Quartal 2013
Der Verwaltungsrat wird den Aktionären anlässlich der Generalversammlung vom 23. April 2013 eine Ausschüttung aus der Reserve für Kapitaleinlagen von CHF 4.50 je Aktie vorschlagen – dies entspricht der Auszahlung im Vorjahr.
Die Umstellung der Berichterstattung auf die neue Struktur, die mit dem Unternehmensprogramm «Swiss Life 2015» eingeführt wurde, erfolgt auf das 1. Quartal 2013, über das Swiss Life am 23. Mai 2013 berichten wird. Erstmals umfassend kommuniziert werden die Resultate in der Logik von «Swiss Life 2015» anlässlich der Bekanntgabe der Semesterzahlen am 14. August 2013.
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