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Tamedia-Abstimmungsumfrage: Nachrichtendienstgesetz bleibt ungefährdet, Initiativen «AHVplus» und «Grüne Wirtschaft» verlieren an Zustimmung Freitag, 26. August 2016 - 07:06

 
Medienmitteilung (PDF)
 
Tamedia-Abstimmungsumfrage: Nachrichtendienstgesetz bleibt ungefährdet, Initiativen «AHVplus» und «Grüne Wirtschaft» verlieren an Zustimmung
 
Die «AHVplus»-Initianten haben an Boden verloren. Dies offenbart die zweite Welle der titelübergreifenden Tamedia-Umfrage zu den Abstimmungsvorlagen vom 25. September 2016. Jedoch wollen immer noch 54 Prozent der Stimmbürgerinnen und -bürger der Volksinitiative zustimmen. Auch bei der Initiative «Grüne Wirtschaft» holen die Gegner kräftig auf. Das Nachrichtendienstgesetz scheint dagegen nach wie vor ungefährdet.
 

Zürich, 26. August 2016 – Am 22. und 23. August 2016 führte Tamedia auf ihren Newsportalen die zweite Welle ihrer Online-Umfrage zur Volksabstimmung vom 25. September 2016 durch. Knapp 16’000 Personen aus der ganzen Schweiz nahmen daran teil. Die Resultate daraus zeigen, dass die beiden Volksinitiativen an Zustimmung verloren haben: 47 Prozent der Stimmbürgerinnen und -bürger wollen der Initiative «Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)» derzeit sicher oder eher zustimmen. Dies ist zwar eine relative Mehrheit – die Gegner haben ihr Lager gegenüber der ersten Welle der Tamedia-Umfrage aber von 33 auf 43 Prozent vergrössert. Nur die Wähler von SP, Grünen und GLP wollen grossmehrheitlich für das Anliegen votieren, die Umweltbelastung in der Schweiz bis im Jahr 2050 um zwei Drittel zu senken. Jeder zehnte der Befragten legte sich noch nicht fest. 


In der Romandie dürfen die Initianten im Moment noch auf eine knappe Mehrheit (52 Prozent) zählen, während die Initiative in der Deutschschweiz und im Tessin aktuell verworfen würde (48 bzw. 46 Prozent). Die Gegner geben an, eine Bevormundung des Konsumenten und Einbussen bei der Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz zu befürchten. Immerhin gut jeder Fünfte ist der Meinung, die Initiative gehe in die richtige Richtung, sei aber zu extrem. Auch wird oft darauf verwiesen, dass die Schweiz punkto Ressourceneffizienz bereits heute vorbildlich sei.


«AHVplus»-Initiative vor allem bei den Älteren hoch im Kurs

Auf 54 Prozent Ja-Stimmen kann aktuell die Initiative «AHVplus: für eine starke AHV» zählen. Auch hier haben die Befürworter jedoch an Boden verloren, während die Gegnerschaft auf 40 Prozent angewachsen ist. Die Verschiebung zeigt sich insbesondere bei den SVP-Wählern: Wollten in der ersten Umfragewelle noch 62 Prozent von ihnen ein Ja in die Urne legen, ist es nun noch jeder zweite. Auch im Lager von BDP, SP und Grünen steht eine Mehrheit dem Gewerkschafts-Anliegen positiv gegenüber, das eine Erhöhung aller AHV-Renten um 10 Prozent zum Ziel hat. Darüber hinaus zeigt sich gemäss der Tamedia-Umfrage: Je älter ein Stimmbürger, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass er für die Initiative stimmt. So befürworten diese mehr als 65 Prozent der über 50-Jährigen, aber nur 35 Prozent der 18- bis 34-Jährigen. In der Romandie und im Tessin ist die Zustimmung zudem wesentlich höher als in der Deutschschweiz.


Ein klares Ja zeichnet sich derweil beim Bundesgesetz über den Nachrichtendienst ab. Die Zustimmung hat weiter zugenommen und liegt jetzt bei 59 Prozent. 37 Prozent lehnen das Gesetz ab, das präventives Abhören von Telefonen und das Eindringen in Computer unter bestimmten Bedingungen erlauben will. Lediglich vier Prozent machten noch keine Angaben. 

 

Umfassende Tamedia-Abstimmungsumfragen

Die Tamedia-Abstimmungsumfragen werden in Zusammenarbeit mit den Politikwissenschaftlern Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen durchgeführt. Sie gewichten die Umfragedaten nach demografischen, geografischen und politischen Variablen, sodass die Stichprobe der Struktur der Stimmbevölkerung entspricht. Die Resultate werden jeweils umgehend ausgewertet, damit die Tageszeitungen und Newsplattformen von Tamedia schweizweit rasch und fundiert darüber berichten können. Weitere Informationen sind untertamedia.ch/umfragen abrufbar. 

 

Die dritte Umfragewelle findet am 8. September 2016 statt. Die Nachabstimmungsbefragung wird am 23. September 2016 durchgeführt. 

 

Beteiligte Tamedia-Medien

Deutschschweiz: 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger, SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen

Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin Dimanche

Tessin: 20 minuti