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Tamedia-Abstimmungsumfrage: Initiative «Grüne Wirtschaft» wird voraussichtlich abgelehnt, auch «AHVplus» steht auf der Kippe Mittwoch, 14. September 2016 - 07:07

 
Medienmitteilung (PDF)
 

Tamedia-Abstimmungsumfrage: Initiative «Grüne Wirtschaft» wird voraussichtlich abgelehnt, auch «AHVplus» steht auf der Kippe

 
Bei der Volksinitiative «Grüne Wirtschaft» ist die Stimmung gekippt, die Gegner liegen derzeit vorn. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen zeichnet sich dafür bei der «AHVplus»-Initiative ab. Das neue Nachrichtendienstgesetz bleibt dagegen weiterhin ungefährdet. Dies zeigen die Resultate der dritten Welle der umfassenden Tamedia-Umfrage hinsichtlich der eidgenössischen Volksabstimmung vom 25. September 2016.
 

Zürich, 14. September 2016 – Rund 14‘000 Personen aus der ganzen Schweiz haben vom 8. bis am 10. September online an der dritten Welle der titelübergreifenden Tamedia-Umfrage zu den eidgenössischen Vorlagen vom 25. September 2016 teilgenommen. Während bei der letzten Welle Ende August die Befürworter der Initiative «Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)» noch knapp vorne lagen, hat sich der Wind nun gedreht. Das gegnerische Lager ist in den vergangenen zwei Wochen auf 54 Prozent gewachsen, die Pro-Seite dagegen ist auf 42 Prozent geschrumpft. Markant abgelehnt wird die Initiative insbesondere von den Anhängern der SVP und FDP (77 respektive 81 Prozent Nein). Starke Befürworter des Anliegens sind dagegen die Wähler der Grünen: Mit 96 Prozent stimmen sie fast geschlossen Ja. Auch bei den SP- und GLP-Sympathisanten findet die Forderung, die Umweltbelastung der Schweiz bis ins Jahr 2050 um zwei Drittel zu senken, eine Mehrheit. 


«AHVplus»-Initiative verliert weiter an Zustimmung

Gemäss den Resultaten aus der Tamedia-Abstimmungsumfrage besteht bei der Initiative «AHVplus: für eine starke AHV» derzeit eine Patt-Situation: 49 Prozent sind dafür, 49 Prozent dagegen. Bei der zweiten Welle waren es noch über 50 Prozent Ja-Stimmen entgegen eines 40 Prozent Nein-Anteils gewesen. Während die Unterstützung auf der linken Seite eher zugenommen hat, sind die Sympathien für das Anliegen im bürgerlichen Lager geschwunden. Die SVP-Wähler, die eine zehnprozentige Rentenerhöhung zunächst noch mehrheitlich befürwortet hatten, wollen nun zu 56 Prozent Nein stimmen. Diesen Entwicklungen zufolge könnte es zu einem engen Ergebnis kommen, wobei der Trend der drei Umfragewellen eher auf ein Scheitern der Vorlage hindeutet. 


Nachrichtendienstgesetz weiterhin im Plus

Weiterhin auf Kurs ist das neue Nachrichtendienstgesetz. Der Ja-Anteil bleibt stabil bei 58 Prozent, 39 Prozent wollen Nein stimmen. Nur noch drei Prozent der Befragten machten keine Angaben. Der Anteil jener, die «eher Ja» oder «eher Nein» stimmen wollen, ist gegenüber der letzten Umfragewelle zurückgegangen, was darauf schliesst, dass sich die Meinungen weiter gefestigt haben. In der Westschweiz ist die Zustimmung mit 61 Prozent dabei höher als in der Deutschschweiz und im Tessin (56 respektive 54 Prozent).

 

Umfassende Tamedia-Abstimmungsumfragen

Die Tamedia-Abstimmungsumfragen werden in Zusammenarbeit mit den Politikwissenschaftlern Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen durchgeführt. Sie gewichten die Umfragedaten nach demografischen, geografischen und politischen Variablen, sodass die Stichprobe der Struktur der Stimmbevölkerung entspricht. Die Resultate werden jeweils umgehend ausgewertet, damit die Tageszeitungen und Newsplattformen von Tamedia schweizweit rasch und fundiert darüber berichten können. Weitere Informationen sind untertamedia.ch/umfragen abrufbar. 

 

Die Nachabstimmungsbefragung findet am 23. September 2016 statt. 

 

Beteiligte Tamedia-Medien

Deutschschweiz: 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger, SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen

Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin Dimanche

Tessin: 20 minuti