Aberdeen: Kommentare von Martin Gilbert, Richard Dunbar und James Athey zur US-Wahl Mittwoch, 09. November 2016 - 11:46
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Kommentare von Martin Gilbert, Richard Dunbar und James Athey zur US-Wahl |
Martin Gilbert, CEO von Aberdeen Asset Management, Senior Investment Strategist Richard Dunbar und James Athey, Investment Manager Fixed Income, kommentieren den Ausgang der US Präsidentschaftswahlen.
Martin Gilbert, CEO von Aberdeen Asset Management, kommentiert: „Die Abstürze in einigen Märkten sind verständlich. Ein Sieg von Clinton war von vielen Investoren bereits eingepreist, und was nun eine Präsidentschaft von Trump bedeuten wird, ist noch immer unklar - und die Märkte hassen Unsicherheit. Trumps Sieg ist ein weiteres Beispiel für eine Wahl gegen den Status Quo. Wie beim Referendum in Großbritannien haben viele Menschen gegen das Establishment gestimmt, da sie glauben, dass sie jahrelang ignoriert wurden. Das aktuelle niedrige Wachstum und das nicht integrative Wachstumsumfeld haben dieses Gefühl noch bestärkt. In den kommenden Wahlen und Referenden in Europa werden wir wahrscheinlich weitere Abstimmungen gegen das Establishment erleben. Daher bleibt das politische Risiko auf absehbare Zeit ein fester Bestandteil der Investment-Landschaft.
Wenn wir auf die Märkte blicken, ist es jetzt Zeit, einen kühlen Kopf zu bewahren. Oft ist das beste Vorgehen, nicht in Panik zu geraten und abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Die Märkte werden sich rechtzeitig wieder beruhigen. Trump wird nicht vor Januar Präsident werden, und bis dahin wird deutlicher, wie die Präsidentschaft von Trump aussehen wird. Seine Dankesrede war integrativ und wird hoffentlich dabei helfen, die Ängste der Investoren zu zerstreuen.“
Richard Dunbar, Senior Investment Strategist bei Aberdeen Asset Management, kommentiert: „Die Märkte sind eingeknickt und das wird sich auch fortsetzen. Die meisten Investoren hatten einen Sieg Clintons einkalkuliert und sind jetzt dabei, sich zu neu zu kalibrieren - entlang ziemlich vorhersehbarer Muster. Es gibt eine natürliche Flucht hin zu Qualität, mit Anstiegen bei Assets wie dem Japanischen Yen und Gold. Währenddessen gibt es einen Ausverkauf bei Assets, die eng mit einigen von Trumps politischen Leitlinien wie der Anti-Globalisierung und dem Protektionismus zusammenhängen, mit dem mexikanischen Peso an der Spitze.
Ein grosser Teil dieses Ausverkaufs ist allerdings irrational. Jetzt ist es an der Zeit, einen kühlen Kopf zu bewahren. Die USA bleiben ein Land, von dem in den vergangenen 50 Jahren praktisch alle wichtigen Technologien hervorgebracht wurden; wo Regeln sakrosankt sind; mit einer relativ vorteilhaften Demografie; und einer sowohl breiten als auch tiefen Kapitalbasis. Nichts davon hat sich als Ergebnis der Ereignisse über Nacht geändert.“
James Athey, Investment Manager Fixed Income bei Aberdeen Asset Management, kommentiert : „Die ersten Reaktionen der Märkte auf die Wahrscheinlichkeit eines Siegs von Trump war - voraussagbar genug - die von Schocks und Angst. Entsprechend sind die Preise von traditionell Risiko behafteteren Assets abgestürzt und jene von vermeintlich sichere Häfen gestiegen. Dennoch hat die gestiegene Aussicht auf Steuersenkungen und eine grundsätzlich auf Wirtschaftswachstum ausgelegte Politik, die auch vom Kehraus durch die Republikaner im Kongress unterstützt und begünstigt werden wird, dazu geführt, dass sich diese ersten Reaktionen wieder umkehren. Interessanterweise unterstellen die Märkte bereits einen Anstieg der Inflation in den USA. Das ist möglicherweise eines der aufschlussreichsten Signale dafür, dass der Markt einen Weg hin zu einem besseren wirtschaftlichen Ergebnis sieht, sobald sich der Staub gelegt hat.“
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Lesen Sie unten die englischen Originalkommentare.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Markus Baumgartner b-public AG Telefon +41 44 533 34 07 Mobile +41 79 707 89 21 mba@b-public.ch
Englische Originalkommentare:
Martin Gilbert, chief executive of Aberdeen Asset Management, comments: “The falls in some markets are understandable. A Clinton victory had been priced in by many investors and what a Trump presidency will look like is still unclear – markets hate uncertainty. Trump’s victory is another example of a vote against the status quo. As with the UK referendum, many people voted against the establishment as they believed they have been ignored for many years and the recent low growth, non-inclusive growth environment has only accentuated this feeling. In the upcoming elections and referendums taking place across Europe we are likely to witness further votes against the establishment. So political risk will remain a firm part of the investment landscape for the foreseeable future. This is a time for a calm head when looking at markets. Often the best course of action is not to panic and wait to see how things develop. Markets in time will settle down, Trump will not become President until January and between now and then it will become clearer what a Trump presidency will look like. His acceptance speech was inclusive and will hopefully help allay some investor fears.”
Richard Dunbar, Senior Investment Strategist, comments: "Markets are buckling and will continue to. Most investors had calculated that Clinton would win, and markets are now recalibrating – along fairly predictable lines. There's a natural flight to quality, with assets such the Japanese yen and gold climbing. Meanwhile those assets most associated with some of Trump's more anti-globalisation and protectionist policies are selling off, with the Mexican peso in the lead. A lot of this selling will be irrational, though. Now is the time for cool heads. The US remains the country from which virtually all disruptive technology over the last 50 years has emerged; where the rule of law is sacrosanct; with relatively favourable demographics; and broad and deep pools of capital. None of these things has changed as a result of events overnight."
James Athey, Fixed Income Investment Manager, comments: “The market’s initial response to the probability of a Trump win was, predictably enough, one of shock and fear as the prices of traditionally risky assets tumbled and perceived safe havens rose. However the increased prospect of tax cuts and a generally pro-growth set of policies from him, aided and abetted by the Republican clean sweep of congress, has seen some of this initial reaction begin to reverse. Interestingly markets are already assuming US inflation will rise. That’s potentially the most telling signal that the market can see a way to a better economic outcome once the dust has settled.” |
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