Tamedia-Nachabstimmungsumfrage zur Atomausstiegsinitiative: Mitte-Wähler haben ihre Meinung gegen Ende hin geändert Dienstag, 29. November 2016 - 07:17
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| Tamedia-Nachabstimmungsumfrage zur Atomausstiegsinitiative: Mitte-Wähler haben ihre Meinung gegen Ende hin geändert |
| Die Schweizer Mediengruppe Tamedia hat auf ihren Newsportalen eine titelübergreifende Nachbefragung zur eidgenössischen Abstimmung vom 27. November 2016 durchgeführt. Fazit: Die Atomausstiegsinitiative der Grünen fand nur in wenigen Bevölkerungsgruppen eine Mehrheit. Dass es bei einem Ja zu Stromausfällen gekommen wäre, halten jedoch die meisten Bürgerinnen und Bürger für unwahrscheinlich. |
Zürich, 29. November 2016 – Die Schweizer Stimmbevölkerung hat die Initiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» (Atomausstiegsinitiative) am vergangenen Sonntag mit 54,2 Prozent Nein-Stimmen unerwartet klar verworfen. In den Vorbefragungen war die Tamedia-Abstimmungsumfrage von deutlich höheren Zustimmungswerten ausgegangen. Nun zeigt die Nachabstimmungsumfrage der Mediengruppe die Gründe für das Nein: Nur die Wähler von Grünen, SP und GLP stimmten mehrheitlich für die Initiative. Die Mitte-Wähler haben ihre Meinung im Laufe der Zeit geändert: Wollten sie gemäss ersten Befragungen mehrheitlich für die Initiative stimmen, legten am Ende nur drei von zehn BDP- und knapp vier von zehn CVP-Sympathisanten ein Ja in die Urne.
Auf der Seite der Gegner vermochten Energieministerin Doris Leuthard sowie die SVP besonders zu überzeugen, wie die Tamedia-Umfrage weiter zeigt. Leuthards Partei, die CVP, die bei der Gegenkampagne den Lead inne hatte, wurde in der Kategorie der wichtigsten Akteure hingegen kaum genannt. Als schlagkräftigstes Argument entpuppte sich im Nein-Lager der drohende Import von schmutzigem Kohle- und Atomstrom. Die Aussage, die Stromversorgung sei bei einem Ja zur Initiative gefährdet, verlor gegen Ende des Abstimmungskampfs hingegen an Zuspruch.
An der Online-Nachabstimmungsumfrage von Tamedia haben vom 25. bis am 27. November 2016 12'329 Personen teilgenommen. Der Stichprobefehler beträgt 2.2 Prozentpunkte. Die Tamedia-Abstimmungsumfragen werden in Zusammenarbeit mit den Politikwissenschaftlern Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen durchgeführt. Sie gewichten die Umfragedaten nach demografischen, geografischen und politischen Variablen, sodass die Stichprobe der Struktur der Stimmbevölkerung entspricht. Die Resultate werden jeweils umgehend ausgewertet, damit die Tageszeitungen und Newsplattformen von Tamedia schweizweit rasch und fundiert darüber berichten können.
Weitere Informationen sind unter tamedia.ch/umfragen abrufbar.
Deutschschweiz: 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger, SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin Dimanche Tessin: 20 minuti |
| Kontakt Christoph Zimmer, Leiter Unternehmenskommunikation Tamedia +41 44 248 41 35, christoph.zimmer@tamedia.ch Tamedia ist die führende private Schweizer Mediengruppe. Die Digitalplattformen, Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften von Tamedia bieten Überblick, Einordnung und Selektion. Das 1893 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 3'400 Mitarbeitende in der Schweiz, Dänemark, Luxemburg, Deutschland und Österreich und ist seit 2000 an der Schweizer Börse kotiert. |
