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Solides Jahresergebnis für die Bank Linth Dienstag, 12. März 2013 - 07:29

 

Medienmitteilung

SolidesJahresergebnisfürdieBankLinth

Auf einen Blick

  • Grosser Zuspruch: Mehr Ausleihungen, mehr Kundengelder
  • Tieferes Ergebnis: Engere Zinsmarge und höhere Kosten
  • Schliessung des Schaltergeschäfts an fünf Standorten

Uznach, 12. März 2013 - Das Jahresergebnis 2012 der Bank Linth LLB AG zeigt sich im erwarteten Rahmen. Positiv ist der grosse Kundenzuspruch: Die Ausleihungen an Kunden nehmen um rund 158 Mio. Franken zu (+3.5 %), die Kundengelder ebenfalls um 184 Mio. (+5.4 %). Allerdings konnte das Wachstum die weiter sinkende Zinsmarge nicht wettmachen. Die Investitionen in die neuen Standorte liessen den Geschäftsaufwand zunehmen. Dieser Kostenanstieg führt zu einem Jahresergebnis von 15.5 Mio. Franken, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 14.7 Prozent entspricht. Diese Entwicklung und ein deutlich verändertes Kundenverhalten haben zur Folge, dass die Bank Linth ihre Kassenschalter in Hombrechtikon, Gommiswald, Kempraten, Weesen und Erlenbach aufgibt.

Das vergangene Geschäftsjahr war für den Bankensektor von anspruchsvollen Rahmenbedingungen mit sinkenden Margen und erhöhten regulatorischen Anforderungen gekennzeichnet. Die Bank Linth erfreut sich in diesem Umfeld eines ungebrochenen Vertrauens, wie das ansprechende Wachstum des Kundengeschäfts zeigt. Mit der soliden Geschäftsaufstellung und der stabilen Eigentümerstruktur verfügt sie über eine gute Ausgangslage für die Zukunft. Georges Knobel, Verwaltungsratspräsident, erläutert: «Unsere traditionelle Verankerung in der Region ist unsere zentrale Stärke. Wir sind zwar gut im Markt positioniert, müssen uns uns aber – wie alle Banken – an das veränderte Umfeld anpassen.»

Gesundes Wachstum in der Bilanz Die Bilanzsumme der Bank Linth nimmt weiter zu. Es resultierte ein Zuwachs von 199.6 Mio. (+3.9 %) auf neu 5'299 Mio. Die Kundenausleihungen legten um 158 Mio. (+3.5 %) auf 4'711 Mio. zu. Der Anteil Hypotheken stieg dabei um sehr gute 5.4 %. Auch die Kundengelder stiegen erfreulich um 184 Mio. auf 3'604 Mio. (+5.4 %). Der Netto-Neugeld-Zufluss (Net New Money) beträgt 119 Mio.

In bester Verfassung präsentiert sich das Eigenkapital der Bank. Es nahm per Ende 2012 um 13.6 Millionen auf 387 Millionen Franken zu. Der Eigenmitteldeckungsgrad – eine wichtige Kennzahl für die Sicherheit der Banken – stieg von 162.4 % auf 167.3 %. Die geforderten Eigenmittelvorschriften übertrifft die Bank Linth damit klar.

Stabiler Zinsertrag und höhere Kosten Die Bank Linth erwirtschaftete im Jahr 2012 einen gegenüber Vorjahr praktisch unveränderten Bruttoertrag von 84.7 Mio. Franken (-0.6 %). Der Rückgang im Zinsengeschäft – dem bedeutendsten Ertragspfeiler der Bank Linth – hielt sich im anhaltend tiefen Zinsumfeld mit einem Minus von 1.3 % ebenfalls in Grenzen. Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft legte gegen den Trend von rückläufigen Börsenumsätzen um 4 % zu. Trotz der guten Marktentwicklung zeigten sich viele Anleger noch abwartend. Im Handelsgeschäft führten tiefere Devisenerträge zu einem Rückgang um 10.1 %.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um 5.7 % auf 62.5 Millionen Franken, was den weiteren Aufbau der im Jahr 2011 eröffneten Geschäftsstellen in Erlenbach und Winterthur widerspiegelt. Bei den Personalkosten, die sich um 1.5 % erhöhten, schlugen die damit verbundenen Neueinstellungen erstmals während eines gesamten Geschäftsjahres zu Buche. Beim Sachaufwand trugen gezielte Marketingaktivitäten in den neuen Marktgebieten zum Anstieg um 12.3 % bei. Gleichzeitig belasten Kosten für die Erneuerung der bestehenden Standorte in Altendorf, Pfäffion SZ und Rapperswil den Sachaufwand.

Der um 14.7 % auf 15.5 Mio. Franken reduzierte Jahresgewinn vermag in absoluten Zahlen nicht zu befriedigen. «Dieses Jahresergebnis liegt zwar im Rahmen der Erwartungen, dennoch gilt es, das Verhältnis von Kosten und Ertrag zu verbessern», kommentiert David Sarasin, Vorsitzender der Geschäftsleitung, das Resultat des vergangenen Geschäftsjahres.

Tiefere Dividendenausschüttung und neue Verwaltungsräte an der GV An der Generalversammlung vom 11. April 2013 in Rapperswil-Jona wird der Verwaltungsrat eine Dividende von CHF 8 pro Namenaktie beantragen (Vorjahr CHF 12). Damit bleibt die Ausschüttungsquote innerhalb des langjährigen Durchschnitts und trägt den künftigen Anforderungen an das Eigenkapital Rechnung.

Auf die letzte Generalversammlung schieden drei Verwaltungsräte aus dem Gremium aus. Damals wurde mit der Wahl von Christoph Reich lediglich eine Position nachbesetzt. Mit Ralph Peter Siegl und Heinz Knecht werden der Generalversammlung zwei im Einzugsgebiet der Bank bestens verankerte Persönlichkeiten zur Wahl als Mitglieder des Verwaltungsrates nominiert.

Ausblick 2013 Der Marktausblick präsentiert sich ähnlich wie im Vorjahr. Nach wie vor ist mit tiefen Zinsen, Margendruck und durchzogenen Konjunkturaussichten zu rechnen. Die Anforderungen an die Banken nehmen weiter zu, sei es in Bezug auf die Eigenmittelvorschriften oder andere Bereiche der Geschäftstätigkeit. Insgesamt rechnet die Bank Linth für 2013 mit einem Jahresgewinn auf Vorjahreshöhe.

Die Bank Linth muss sich aber auf veränderte Gegebenheiten einstellen und hat Massnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung lanciert. Zudem gilt es, klare Prioritäten zu setzen. Nicht nur das Umfeld, sondern auch das Kundenverhalten hat sich über die letzten Jahre verändert. Die Geschäftsstellen werden heute vor allem für Beratungsdienstleistungen in Anspruch genommen, während das klassische Schaltergeschäft deutlich rückläufig ist. Immer mehr Kunden setzen auf elektronische Kanäle. Vor diesem Hintergrund wurde das Geschäftsstellennetz einer Überprüfung unterzogen. In Hombrechtikon, Gommiswald, Kempraten, Weesen und Erlenbach wird die Bank Linth im Laufe des Jahres 2013 die Schalterstandorte aufheben und die Kundinnen und Kunden von den angrenzenden Geschäftsstellen aus betreuen. Den Kunden in Erlenbach werden weiterhin Beratungsdiensleistungen vor Ort angeboten. An allen Standorten bleiben Bancomaten bestehen.

David Sarasin hält fest: «Wir verfügen damit auch künftig über ein sehr dichtes Geschäftsstellennetz. Und wir werden gezielt weiter investieren, zum Beispiel in unser Mobile Banking, in die Ausgestaltung unserer Geschäftsstellen, in die Qualität unserer Dienstleistungen und zu gegebener Zeit auch in weitere regionale Expansion. Wir sind gewappnet, die kommenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern und zugleich weiteres gesundes Wachstum zu erzielen.»