SECO: Vertrauen kehrt langsam zurück – anziehendes Wachstum erst im 2014 Montag, 18. März 2013 - 07:49
Vertrauen kehrt langsam zurück – anziehendes Wachstum erst im 2014
Bern, 18.03.2013 - Konjunkturprognosen der Expertengruppe des Bundes – Frühjahr 2013*. Im Frühjahr 2013 spürt die Schweizer Wirtschaft den Rückenwind von den internationalen Finanzmärkten und der sich anbahnenden weltwirtschaftlichen Belebung. Angesichts einer weiterhin stabilen Inlandkonjunktur und des sich aufhellenden Ausblicks für die Exportwirtschaft stehen die Chancen für ein anziehendes Wirtschaftswachstum im Verlauf dieses und des nächsten Jahres gut. Die Expertengruppe rechnet für 2013 mit einem noch relativ moderaten BIP-Wachstum von 1,3% und für 2014 mit einer Beschleunigung auf 2,1%. Trotz der wieder erwachenden Konjunkturzuversicht sind indes die Risiken nicht verschwunden. Die dauerhafte Bewältigung der Schuldenkrise im Euroraum stellt eine schwierige Aufgabe dar. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, trotz der tiefen Wirtschaftskrise in den südlichen Euroländern und der daraus resultierenden Risiken für die politische Stabilität, den sozialen Zusammenhalt in diesen Ländern nicht zu gefährden. Darüber hinaus muss das wieder gewonnene Vertrauen der Finanzmärkte noch weiter gestärkt werden, damit die Grundlage für dauerhaftes Wachstum in der Eurozone geschaffen wird.
Internationale Konjunktur Die Weltwirtschaft sendet derzeit erste zarte Signale eines Frühlingserwachens aus. Die erfolgreiche Verhinderung einer Eskalation der Euro-Schuldenkrise durch die Europäische Zentralbank (EZB) seit Sommer 2012 liess zunächst an den Finanzmärkten die Zuversicht zurückkehren. In den letzten Wochen und Monaten haben sich nun auch die realwirtschaftlichen Stimmungsindikatoren bei Unternehmen und Konsumenten in vielen Ländern weltweit etwas aufzuhellen begonnen und weisen auf eine bevorstehende Belebung der globalen Konjunktur hin. Allerdings stellt die ungelöste Schuldenproblematik in vielen Industrieländern weiterhin eine Bremse und ein Risiko dar.
Im Euroraum dürfte die – im vierten Quartal nochmals verstärkte – Rezession in den kommenden Quartalen allmählich abklingen, vorausgesetzt die Schuldenkrise bleibt unter Kontrolle. Eine zentrale und schwierige Herausforderung besteht darin, die Budgetkonsolidierungsmassnahmen unter dem Druck einer fragilen Wirtschaftsentwicklung fortzusetzen. Die Kluft innerhalb des Währungsraums bleibt aber vorderhand gross. Während nämlich die Frühindikatoren für Deutschland oder Österreich bereits wieder eine baldige Rückkehr auf den Wachstumspfad ankündigen, ist in Italien und in Spanien, aber auch in Frankreich, noch keine konjunkturelle Wende zum Besseren in Sicht. Für die krisengeschüttelten südlichen Euro-Länder wird frühestens 2014 mit einer einsetzenden Stabilisierung gerechnet, da die fortgesetzte fiskalpolitische Konsolidierung, die steigende Arbeitslosigkeit und die rückläufige Lohneinkommen die Binnenkonjunktur in diesen Ländern voraussichtlich noch weiter dämpfen werden. Für den Euroraum insgesamt folgt aus diesen divergenten Tendenzen, dass die Wirtschaftsleistung im Jahresdurchschnitt 2013 trotz beginnender Erholung nochmals leicht schrumpfen könnte und auch 2014 nur unterdurchschnittlich (rund 1%) wachsen dürfte.
Vergleichsweise robuster stellt sich der Konjunkturausblick für die USA dar, auch wenn der anhaltende politische Streit über die Budgetpolitik alles andere als vertrauensbildend wirkt. Die sich nun abzeichnende Budgetkonsolidierung, die sowohl Steuererhöhungen als auch Kürzungen der Staatsausgaben umfasst, dürfte das Wachstum zeitweilig zwar etwas bremsen, jedoch nicht abwürgen. Die von der privaten Investitions- und Konsumnachfrage getragene Konjunkturerholung erscheint gefestigter als in den letzten Jahren, weil sie nach langer Durststrecke endlich auch den Immobilien- und den Arbeitsmarkt erfasst hat. Die US-Wirtschaft dürfte 2013 ähnlich wie 2012 um rund 2% wachsen und 2014 weiter leicht an Fahrt gewinnen.
In vielen Schwellenländern kündigen sich nach der Abschwächung des vergangenen Jahres wieder leicht höhere Wachstumsraten an. Einem kräftigen Aufschwung dürften 2013 und 2014 jedoch vielfach die zu schwachen Nachfrageimpulse aus den Industrieländern entgegenstehen. In China konnte sich die Wachstumsdynamik Ende 2012 wieder festigen, die jüngsten Konjunkturindikatoren fielen jedoch eher gemischt aus und deuten nicht auf eine Beschleunigung.
Konjunkturprognose Schweiz Auch die Schweizer Wirtschaft spürt den Rückenwind von den internationalen Finanzmärkten und der sich anbahnenden weltwirtschaftlichen Belebung. Die jüngsten Konjunkturumfragen signalisieren jedenfalls auf breiter Front eine Stimmungsaufhellung über die letzten Monate. In der Industrie lassen die pessimistischen Einschätzungen nach, und das Konsumklima hat sich aufgehellt. Auch in den besonders unter der Eurokrise leidenden Branchen der MEM-Industrie und des Tourismus zeigen sich erste Anzeichen einer Stabilisierung.
Somit scheint die noch vor einigen Monaten virulente Gefahr, dass auch die Schweiz stärker in den konjunkturellen Abwärtssog gerät, fürs Erste gebannt. Angesichts einer weiterhin stabilen Inlandkonjunktur und des sich aufhellenden Ausblicks für die Exportwirtschaft stehen die Chancen für ein wieder anziehendes Wirtschaftswachstum im Verlauf dieses und des nächsten Jahres gut.
Zur Euphorie besteht gleichwohl kein Anlass, da die Erholung im Exportbereich nur zögernd voranschreiten dürfte. Zwar sind die aussenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr so ungünstig wie in den letzten beiden Jahren, aber immer noch herausfordernd. Dies betrifft in erster Linie die weiter schwächelnden Absatzmärkten in vielen EU-Ländern. Daneben ist der Franken gegenüber den meisten Währungen und besonders gegenüber dem Euro immer noch hoch. Immerhin wirkt die im internationalen Vergleich tiefere Inflation in der Schweiz darauf hin, dass sich die reale Überbewertung des Frankens auch bei konstanten nominellen Wechselkursen langsam zurückbildet; dies ist allerdings ein Prozess über Jahre. Die Expertengruppe prognostiziert somit für das Exportwachstum eine moderate Beschleunigung für 2013 und 2014.
Für die Inlandnachfrage stellt sich der Ausblick unverändert freundlich dar, auch wenn sich die Dynamik nach den starken letzten Jahren wohl kaum mehr weiter beschleunigen wird. Die positiven Treiber Bevölkerungswachstum und Tiefzinsen dürften weiterhin wirksam bleiben und die Bauwirtschaft und den privaten Konsum stützen. Hingegen könnte eine durchgreifende Erholung der Ausrüstungsinvestitionen noch einige Zeit auf sich warten lassen. Zwar vermelden die Firmen wieder vermehrt zunehmende Bestellungseingänge, doch dürfte die Investitionstätigkeit, insbesondere in der Industrie, vorerst noch durch die unterdurchschnittlich ausgelasteten Kapazitäten gebremst werden. Ausserdem scheint das unsichere, fragile Wirtschaftsumfeld viele Unternehmen zu einer relativ zurückhaltenden Investitionsplanung zu veranlassen.
Insgesamt geht die Expertengruppe von einer graduellen Beschleunigung der schweizerischen Konjunktur bis Ende 2014 aus. Für 2013 wird mit einem noch relativ moderaten BIP-Wachstum von 1,3% (gleiche Prognose wie im Dezember 2012) gerechnet, welches sich mit anziehender Exportnachfrage 2014 auf 2,1% (bisher 2,0%) beschleunigen dürfte. Gemäss dieser Prognose wird die Schweizer Wirtschaft ihre – im internationalen Vergleich milde – Konjunkturabkühlung des Jahres 2012 (1% BIP-Wachstum) überwinden, jedoch keinen kräftigen Aufschwung (Wachstumsraten deutlich über 2%) erreichen. Hierfür ist die Auslandnachfrage schlicht zu schwach.
Die schwächere Konjunktur führte im vergangenen Jahr zu einer leichten Verschlechterung am Arbeitsmarkt. Das Beschäftigungswachstum blieb zwar positiv, schwächte sich aber zum Jahresende hin ab. Die Arbeitslosigkeit nimmt seit anfangs 2012 langsam zu; Ende Februar 2013 betrug die (saisonbereinigte) Arbeitslosenquote 3,1%. Trotz der aufgehellten Konjunkturperspektiven zeichnet sich für den Arbeitsmarkt vorerst noch keine positive Wende ab. In der Industrie könnte der Beschäftigungsabbau, der im zweiten Halbjahr 2012 einsetzte, vorerst noch anhalten, ehe nach mehreren schwierigen Jahren wieder eine Erholung einsetzt. Zudem dürften die Umstruktierungen im Bankensektor den Arbeitsmarkt noch weiter belasten. Insgesamt rechnet die Expertengruppe für die Arbeitslosigkeit noch bis Ende dieses Jahres mit einer Zunahme und anschliessend einer Stabilisierung, was im Jahresdurchschnitt Arbeitslosenquoten von jeweils 3,3% für 2013 und 2014 entspricht (unveränderte Prognose wie bisher).
Konjunkturrisiken Trotz der wieder erwachenden Konjunkturzuversicht sind die bekannten Risiken, an erster Stelle die internationale Verschuldungsproblematik, nicht verschwunden. So bildet der weiter schwelende Budgetstreit in USA einen Unsicherheitsfaktor: Sollte es wider Erwarten doch zu massiveren kurzfristigen Einschnitten kommen, könnte dies spürbar negative Effekte auf das BIP-Wachstum der USA haben und auf die Weltwirtschaft ausstrahlen.
Das grösste Bedrohungspotenzial geht aber nach wie vor von der Euro-Schuldenkrise aus, die zwar eingedämmt, aber noch nicht bewältigt ist. Die krisengeschüttelten südlichen Euroländer haben zwar Fortschritte bei der Strukturanpassung – Fiskalkonsolidierung und verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft – erzielt. Diese Erfolge haben jedoch schwerwiegende Nebenwirkungen in Form schwerer Wirtschaftskrisen und steigende Arbeitslosigkeit, ohne Aussicht auf rasche Besserung. In den betroffenen Ländern wachsen die sozialen Spannungen und der politische Widerstand gegenüber den Wirtschaftsreformen. Die schwierige politische Gratwanderung, die Reformen möglichst konsequent umzusetzen und zugleich den Rückhalt in der Bevölkerung nicht zu verlieren, birgt latente Risiken. Falls dies nicht gelingt, könnte die Verunsicherung an den Finanzmärkten – etwa durch steigende Zinsaufschläge – zurückkehren und die zarten Konjunkturhoffnungen im gesamten Euroraum wieder knicken; ähnlich wie es im vergangenen Jahr festzustellen war. Eine dramatische Eskalation der Eurokrise (etwa das Auseinanderbrechen des Währungsraums) wird jedoch als unwahrscheinlich angesehen. Dagegen spricht vor allem der erkennbare grosse politische Wille in Europa, den Zusammenhalt der Währungsunion für die Zukunft zu sichern.
* Die Expertengruppe des Bundes für die Konjunkturprognosen publiziert viermal pro Jahr eine Prognose der konjunkturellen Entwicklung in der Schweiz. Die aktuelle Prognose von März 2013 wird in dieser Medienmitteilung kommentiert. Die aktuelle Ausgabe der "Konjunkturtendenzen", eine vierteljährliche Publikation des SECO, integriert diese Prognosen und vertieft weitere Aspekte der gegenwärtigen konjunkturellen Entwicklung. Diese Publikation erscheint in gedruckter Form als Beilage der Februar-, April-, Juli-, und Oktobernummern der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft" (www.dievolkswirtschaft.ch). Ausserdem ist sie kostenlos auf dem Internet im PDF-Format verfügbar (http://www.seco.admin.ch/themen/00374/00375/00381/index.html?lang=de).
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Regain de confiance dans la conjoncture – croissance plus soutenue seulement en 2014
Berne, 18.03.2013 - Prévisions conjoncturelles du Groupe d’experts de la Confédération pour le printemps 2013*. Au printemps 2013, l’économie suisse est poussée par les vents favorables des marchés financiers internationaux et par le regain de dynamisme, qui se profile, de l’économie mondiale. La stabilité de la conjoncture intérieure et les perspectives qui s’éclaircissent pour l’industrie d’exportation laissent présager une reprise conjoncturelle progressive dans le courant de cette année et en 2014. Le groupe d’experts de la Confédération table sur une croissance encore relativement modérée du PIB en 2013, de 1,3 %, et sur une accélération à 2,1 % pour 2014. En dépit de ce regain de confiance dans la conjoncture, les risques n’ont diminué que partiellement. Plusieurs défis restent à relever dans la maîtrise durable de la crise de l’endettement dans la zone euro. En particulier, la crise économique profonde qui affecte les pays du Sud de l’Europe engendre des risques pour la stabilité politique et la cohésion sociale dans ces pays. Le retour de la confiance sur les marchés financiers doit encore se confirmer afin de créer la base pour une reprise conjoncturelle plus franche dans la zone euro.Conjoncture internationale Le dynamisme de l’économie mondiale commence à se redresser. L’endiguement réussi de la crise de la dette européenne par les mesures annoncées par la Banque centrale européenne (BCE) depuis l’été 2012 a permis, dans un premier temps, le retour de la confiance sur les marchés financiers. Au cours des derniers mois et semaines, les indicateurs du climat des affaires et de confiance auprès des entreprises et des consommateurs se sont, eux aussi, quelque peu éclaircis. La conjoncture mondiale pourrait actuellement se redresser. Cela étant, les problèmes de la gestion de la dette publique notamment, et la mise en œuvre conséquente des mesures afin de stabiliser la situation, ne sont pas encore résolus dans bon nombre de pays industrialisés.
Dans la zone euro, à la suite des mauvais chiffres publiés pour le dernier trimestre 2012 (recul plus prononcé du PIB qu’attendu), la récession devrait s’atténuer au cours des trimestres à venir, à condition que la crise de la dette demeure sous contrôle. L’un des principaux défis consiste à maintenir les mesures de consolidation budgétaire en dépit d’une évolution économique fragile. Pour le moment, les disparités au sein de la zone euro demeurent très prononcées. Tandis que les indicateurs avancés annoncent pour l’Allemagne et l’Autriche un retour prochain sur le chemin de la croissance, en Italie et en Espagne, mais également en France, rien ne laisse pour le moment présager une amélioration franche de la situation. Pour les pays du Sud de l’Europe secoués par la crise, un début de stabilisation est escompté au plus tôt en 2014. La poursuite de la consolidation budgétaire, la montée du chômage et les salaires décroissants vont probablement continuer à freiner la demande intérieure dans ces pays. Pour l’ensemble de la zone euro, il s’ensuit que l’activité économique en 2013 pourrait une nouvelle fois enregistrer un léger recul et la croissance rester faible et en dessous des moyennes historiques en 2014 (env. 1 % de croissance attendue).
Les perspectives conjoncturelles pour les Etats-Unis, en revanche, sont plus robustes, même si le clivage politique autour des questions budgétaires ne contribue pas à rétablir la confiance. Si la consolidation budgétaire qui se profile à présent, qui inclut à la fois des hausses d’impôts et des réductions des dépenses publiques, risque provisoirement de freiner quelque peu la croissance, elle ne devrait toutefois pas l’étouffer. Le redressement conjoncturel porté par les investissements et la consommation privée semble plus solide que ces dernières années. Après une longue « traversée du désert », la reprise semble s’étendre également aux marchés de l’immobilier et du travail. En 2013, l’économie américaine devrait croître d’environ 2 %, comme en 2012, avant de croître plus vigoureusement en 2014.
Dans bon nombre de pays émergents, les taux de croissance seront de nouveau un peu plus élevés en 2013 après le fléchissement de l’an dernier. Il ne faut dans l’ensemble toutefois pas s’attendre à un redressement conjoncturel très soutenu sur l’horizon 2013-2014, en raison notamment de la demande trop faible émanant des pays industrialisés. En Chine, la dynamique de croissance s’est stabilisée à la fin de l’année 2012. Toutefois les derniers indicateurs conjoncturels ont été plutôt hétérogènes et n’annonçaient toujours pas une accélération claire de l’activité.
Prévisions conjoncturelles pour la Suisse L’économie suisse elle aussi sera poussée par les vents favorables des marchés financiers internationaux et du dynamisme plus soutenu de l’économie mondiale qui devrait se profiler en 2013 et 2014. Les dernières enquêtes conjoncturelles indiquent une amélioration notable du climat des affaires et de confiance dans de nombreux domaines. Dans l’industrie, les évaluations pessimistes se font moins nombreuses et le climat de confiance auprès des consommateurs s’est également amélioré. Même les branches qui ont été particulièrement touchées par la crise dans la zone euro, telles que le tourisme et l’industrie des machines, des équipements électriques et des métaux, donnent de premiers signes d’une inversion de tendance.
Il semblerait donc que le risque, dont la probabilité étaient encore très élevée il y a encore quelques mois, que la Suisse soit elle aussi entraînée dans la spirale conjoncturelle descendante, soit écarté pour le moment. La stabilité de la conjoncture intérieure et les perspectives qui s’éclaircissent pour l’industrie d’exportation laissent présager une reprise conjoncturelle dans le courant de cette année et en 2014.
L’heure n’est toutefois pas à l’euphorie, puisque le redressement dans l’économie d’exportation ne sera probablement que très progressif. Si les conditions pour le commerce extérieur ne sont plus aussi défavorables qu’elles ont pu l’être au cours des deux dernières années, elles n’en demeurent pas moins difficiles. Bon nombre de marchés de destination dans l’UE, tout d’abord, sont toujours à la peine. Par ailleurs, le cours de change du franc suisse reste très élevé par rapport à la plupart des devises et en particulier face à l’euro. S’il est vrai que l’inflation, qui est comparativement faible en Suisse, contribue à ce que la surévaluation réelle du franc se résorbe, même si les taux de change nominaux restent constants, il s’agit d’un processus s’inscrivant sur plusieurs d’années. Pour toutes ces raisons, le groupe d’experts de la Confédération table sur une accélération qui ne sera que modérée de la croissance des exportations en 2013 et en 2014.
Au chapitre de la demande intérieure, les perspectives demeurent réjouissantes, même s’il ne faut vraisemblablement pas s’attendre à une accélération de la dynamique, vu les bons résultats déjà obtenus durant les dernières années. Les moteurs que représentent la croissance de la population et la faible niveau des taux d’intérêt devraient continuer à déployer leurs effets favorables et à soutenir l’industrie de la construction et la consommation privée. Une augmentation claire des investissements en biens d’équipement, par contre, risque de se faire attendre encore quelque temps. Les entreprises affichent certes une augmentation des entrées de commandes, mais il est probable que l’exploitation inférieure à la moyenne des capacités de production freine encore les activités d’investissement, en particulier dans l’industrie. De plus, la fragilité et l’incertitude liée à l’évolution du contexte économique international semblent inciter bon nombre d’entreprises à faire preuve de prudence dans la planification des investissements.
Globalement, le groupe d’experts de la Confédération s’attend à une accélération qui ne sera que très progressive de la conjoncture suisse jusqu’à la fin de l’année 2014. Pour 2013, il table encore sur une croissance modérée du PIB de 1,3 % (même prévision qu’en décembre 2012). Celle-ci devrait se renforcer en 2014 grâce à une reprise plus marquée des exportations et atteindre 2,1 % (dernière prévision de décembre 2012 : 2,0 %). Selon cette prévision, l’économie suisse devrait progressivement surmonter le fléchissement de la conjoncture accusé en 2012 (croissance du PIB de 1 %). Ce fléchissement a été peu marqué en comparaison internationale. Toutefois, il faudra attendre plus longtemps pour rejoindre des taux d’expansion plus dynamiques (clairement supérieurs à 2 % de croissance du PIB). La demande étrangère est tout bonnement trop faible pour cela.
L’affaiblissement conjoncturel de l’an dernier a entraîné une faible détérioration sur le marché du travail. Si la croissance de l’emploi est demeurée positive, elle s’est affaiblie en fin d’année 2012. Depuis le début de 2012, le chômage augmente lentement; fin février 2013, le taux de chômage (corrigé des variations saisonnières) s’élevait à 3,1 %. Malgré l’amélioration des perspectives conjoncturelles, rien n’indique pour le moment un inversement de tendance sur le marché du travail. Dans l’industrie, le tassement de l’emploi qui s’est engagé au 2e trimestre 2012 devrait se maintenir encore pendant plusieurs trimestres. Les restructurations du secteur bancaire devraient en outre continuer à peser sur le marché du travail. Dans l’ensemble, le groupe d’experts de la Confédération s’attend à ce que le chômage continue à augmenter, sur une base mensuelle, jusqu’à la fin de l’année 2013 avant de se stabiliser ensuite et commencer à redescendre légèrement en cours d’année 2014. En moyenne annuelle, le taux de chômage devrait ainsi atteindre 3,3 % pour 2013 et rester à ce même niveau en moyenne annuelle 2014 (prévisions inchangées).
Risques conjoncturels En dépit du regain de confiance dans la conjoncture, les risques, à commencer par le problème de l’endettement international, notamment dans le secteur public, n’ont pas disparu. Le conflit budgétaire qui perdure aux Etats-Unis représente un facteur d’incertitude. Si, contre toute attente, il devait y avoir des coupures budgétaires supplémentaires et massives, elles risqueraient d’avoir un impact négatif non négligeable sur la croissance du PIB des Etats-Unis en 2013 et 2014 et, par ricochet, sur l’économie mondiale.
Le plus grand risque est liée cependant et toujours à la gestion de la crise de la dette publique européenne. Les pays du sud de la zone euro qui ont été sévèrement touchés par la crise ont certes fait des progrès en matière d’ajustement structurel (consolidation budgétaire et amélioration de la compétitivité de l’industrie d’exportation), mais ces résultats s’accompagnent de dommages collatéraux graves qui prennent la forme de crises économiques majeures et de chômage massif, sans perspective d’une amélioration à court terme. Dans les pays concernés, les tensions sociales et l’opposition politique aux réformes économiques s’accentuent. L’exercice de haute voltige politique qui consiste à appliquer les réformes de manière aussi conséquente que possible d’une part et maintenir une stabilité sociale d’autre part est délicat et difficile. Un échec ou un retard dans cet exercice pourrait impliquer un retour à la méfiance et à l’insécurité sur les marchés financiers (avec pour conséquence des augmentations des taux d’intérêt sur les marchés des capitaux). Une escalade dramatique de la crise dans la zone euro (p. ex. le démantèlement de l’espace monétaire) est toutefois très peu probable. En effet, l’Europe a maintenant confirmé à plusieurs reprises sa grande volonté politique de maintenir l’Union monétaire.
*Le Groupe d’experts de la Confédération publie chaque trimestre ses prévisions pour l’évolution conjoncturelle de la Suisse. Les dernières prévisions datent de mars 2013 et sont commentées dans le présent communiqué. La publication trimestrielle du SECO «Tendances conjoncturelles» intègre ces nouvelles prévisions et approfondit certains aspects de l’évolution conjoncturelle récente. Cette publication est disponible en annexe des numéros de février, d’avril, de juillet et d’octobre de La Vie économique (www.lavieeconomique.ch). Elle peut également être consultée gratuitement sur l’internet au format PDF (http://www.seco.admin.ch/themen/00374/00375/00381/index.html?lang=fr).
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Economic confidence slowly returns – more vigorous growth not before 2014
Bern, 18.03.2013 - Economic forecasts from the Federal Government’s Expert Group – Spring 2012/2013*. At the start of 2013 the Swiss economy is feeling the tailwind from the international financial markets and the signs of a pickup in the global economy. In view of the continuing stability in the domestic economy and brightening outlook for exports, the opportunities for increasing economic growth during the course of this and the next year are good. The Expert Group forecasts a still relatively moderate 1.3% rise in GDP for 2013, accelerating to 2.1% for 2014. However, despite the revival of confidence in the economy the risks are still present. In particular, a long-term resolution of the debt crisis in the Euro zone is a difficult task. The main challenge is, despite the deep economic crisis in the single currency countries of Southern Europe and the resultant risks to political stability, to maintain the social cohesion in these countries. The confidence which has returned to the financial markets needs to be boosted further still in order to create the basis for long-term growth in the Euro zone.International economy The global economy is currently giving the first tentative indications of a ‘spring awakening’. The success of the European Central Bank (ECB) in stemming the Euro debt crisis since summer 2012 initially allowed the financial markets to regain some confidence. Over recent weeks and months the business and private consumer sentiment indicators of the real economy have begun to paint a slightly brighter picture in many countries worldwide and point to an imminent recovery in the global economy. Nevertheless, the unresolved problem of debt in many industrialised countries is continuing to hold back recovery and still poses a risk.
The very weak final quarter 2012 (stronger decline in GDP) in the Euro zone is likely to have marked the low point in the economy and the recession gradually abated over the next few quarters providing the debt crisis remains under control. One of the central and most demanding challenges in this context is in continuing the budgetary consolidation measures against the background of the pressure posed by fragile economic development. For the time being however a deep gap still exists within the single currency region. Whilst the early indicators for Germany or Austria are already pointing to an early return to growth, there is still no sign of an economic recovery in Italy, Spain or even France. The situation in the crisis-hit Euro zone countries of Southern Europe is not expected to stabilize before 2014 as the on-going fiscal policy consolidation, rising unemployment and falling wages will continue to hold back economic activity in these countries. As a result of these diverging trends average economic output in the Euro zone could shrink slightly further during 2013 despite the start of a recovery and is likely to only achieve below average growth in 2014 (approx. 1%).
The economic outlook for the USA is more robust by comparison, even though the on-going political dispute about budgetary policy is not having a confidence building impact. The signs of budgetary consolidation - encompassing both tax increases as well as cutbacks in state spending - now emerging are likely to put a slight, temporary brake on growth. However, they are not expected to choke off economic growth. The economic recovery, driven by private investment and consumer demand, appears to be more solid than in recent years because at long last it has also extended to the real estate and labour market. The US economy in 2013 is likely to grow at around 2%, the same as in 2012 and gather impetus in 2014.
Following the slowdown last year, there are signs of a return to slightly higher growth rates in many emerging countries. However, the lack of a boost to demand from the industrialised countries is likely to be an obstacle to any strong upturn in 2013 and 2014. The pace of the growth dynamic in China strengthened once again at the end of 2012, although the latest economic indicators paint a rather mixed picture and do not suggest any acceleration.
Economic forecast for Switzerland The Swiss economy is also feeling the tailwind from the international financial markets and the signs of a pickup in the global economy. In any event, the latest economic surveys indicate a more positive mood on a broad front over recent months. In industry, the forecasts are less pessimistic and the consumer climate has brightened. The first signs of a reversal in trend are also being seen particularly in those sectors affected by the Euro crisis, i.e. the MEM industry and tourism.
Therefore, the very potent risk for Switzerland also being caught up in the economic down-turn, as it was seen just a few months ago, seems nowadays to have been faded. In view of the continuing stability in the domestic economy and a brighter outlook for exports, the opportunities for a further increase in economic growth during the course of this and next year look good.
Nevertheless, this is no cause for euphoria as the recovery in exports is likely to only be hesitant. Although the framework conditions for exports are no longer as unfavourable as they have been over the last two years, they do remain challenging. This is mainly the case in the continuing weak sales markets in many EU countries; alongside should be mentioned the continued high value of the Swiss franc against most currencies and in particular against the Euro. However, Switzerland’s low inflation by international comparison suggests that the real overvaluation of the Swiss franc, even at consistent, nominal exchange rates, is slowly reducing; although this is a process that will take years. The Expert Group therefore forecasts a moderate pick-up in the growth of exports for 2013 and 2014.
The outlook for domestic demand remains positive, even though, following the recent strong years; it is very unlikely that we will see a further strengthening in the dynamics. The positive drivers, population growth and low interest rates, are likely to continue having an impact and providing support for the construction industry and private consumption. By contrast, we may have to wait some time yet before seeing a significant recovery in investment in equipment. Although companies are reporting a return to continually increasing order intakes, the lower than average capacity utilisation levels are likely for the time being to hold back investment activity, particularly in industry. The uncertainty in the fragile economic environment also seems to induce many companies to take a relatively cautious approach to their investment planning.
The Expert Group generally anticipates a gradual acceleration in the Swiss economy up to the end of 2014. For 2013 it expects continuing, relatively moderate growth in GDP of 1.3% (same forecast as in December 2012), which should pick up to 2.1% in 2014 (previously 2.0%) with increasing demand for exports. According to this forecast the Swiss economy will get over its economic slowdown in 2012 (1% growth in GDP) – a mild one by international comparison - but is not expected to achieve any strong upturn (growth rates markedly above 2%). Export demand is quite simply too weak for this to happen.
The weaker economy led to a slight deterioration on the labour market last year. Although growth in employment remained positive it slowed at the end of the year. Unemployment has been rising slowly since the beginning of 2012; at the end of February 2013 the unemployment rate was 3.1% (seasonally adjusted). Despite the brighter economic prospects there are as yet still no signs of any positive turnaround. The decline in the level of employment in industry, which started in the second half 2012, could continue for the time being before seeing the beginning of a recovery after several difficult years. The restructuring in the banking sector is also likely to have a continuing detrimental impact on the labour market. In the general assessment of the Expert Group the unemployment rate is expected to continue rising up to the end of this year, followed by a period of stabilisation, giving average annual unemployment rates of 3.3% respectively for 2013 and 2014 (no change over previous forecast).
Economic risks Despite the return of confidence to the economy, the known risks, primarily the international debt problem, have not disappeared. For example, the budgetary dispute in the USA represents an uncertainty factor: if, contrary to expectations, this were to result in more significant, short-term cutbacks, this could have a markedly negative impact on growth in US GDP and spread to the global economy.
The greatest potential threat however remains from the Euro debt crisis which may have been stemmed but has still not been resolved. The Euro zone’s crisis-hit countries of Southern Europe have made some significant progress in structural adjustments - fiscal consolidation and improvement in the competitiveness of their export industries. However these successes do have serious side effects in the form of major economic crises and rising unemployment, with no prospects of a rapid improvement. The counties affected are experiencing growing social tensions and political resistance to the economic reforms. The difficult political balancing act of implementing the reforms as consistently as possible whilst simultaneously not completely losing the support of the population does entail hidden risks. These risks consist of the return to uncertainty in the financial markets - for example through rising interest rates. This could nip in the bud the fragile economic hopes throughout the Euro zone, as we saw last year.
However, a dramatic escalation of the Euro crisis (for example the break up of the currency region) is seen as unlikely. The main reason for this is the identifiable, significant political will in Europe to secure the future cohesion of the currency union.
*The Federal Government’s Expert Group on Economic Forecasts publishes forecasts for the Swiss economy on a quarterly basis. This media release comments on the current forecast of March 2013. The current edition of "Economic Trends", a quarterly publication from the SECO, integrates these forecasts and goes into more detail on other aspects of the current economic development. This publication appears in printed form as an appendix to the February, April, July and October issues of the magazine "Die Volkswirtschaft" (www.dievolkswirtschaft.ch). It is also available free of charge on the Internet: (http://www.seco.admin.ch/themen/00374/00375/00381/index.html?lang=de).
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