Glarner Kantonalbank: Jahresabschluss per 31.12.2016 Mittwoch, 08. Februar 2017 - 07:00
Glarus, 8. Februar 2017
Medieninformation der Glarner Kantonalbank
Jahresabschluss per 31.12.2016
- Geschäftserfolg steigt um 12%
- Reingewinn liegt bei 17,5 Millionen Franken
- Verwaltungsrat beantragt höhere Dividende
- Ersatzwahl für zurücktretenden Verwaltungsrat Theo Prinz
Die Glarner Kantonalbank (GLKB) ist mit dem Ergebnis per 31.12.2016 sehr zufrieden. Der Geschäftserfolg nimmt um 12% auf 20,0 Millionen Franken zu. Der Reingewinn beträgt 17,5 Millionen Franken. Die Hypothekarforderungen erhöhen sich um 268 Millionen Franken und die Kundeneinlagen steigen um 120 Millionen Franken. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung, die Dividende gegenüber dem Vorjahr um 10 Rappen auf neu 80 Rappen pro Aktie zu erhöhen. Verwaltungsrat Theo Prinz tritt an der Generalversammlung im April nicht zur Wiederwahl an. An seiner Stelle schlägt der Verwaltungsrat Prof. Dr. Markus Heusler für die Ersatzwahl vor.
Ertragswachstum von 8% gegenüber Vorjahr
Die Glarner Kantonalbank verbessert die Erträge um 4,4 Millionen auf 65,2 Millionen Franken. Höheren Erträgen aus dem Zinsengeschäft (+1,8 Millionen Franken) und einem deutlich besseren Handelserfolg (+1,8 Millionen Franken) stehen tiefere Erträge aus dem Kommissionsgeschäft (-0,7 Millionen Franken) gegenüber. Eine deutliche Zunahme zeigt sich beim übrigen ordentlichen Erfolg, der sich aus Erträgen für Software-Lizenzen sowie aus einer positiven Wertentwicklung auf langfristig gehaltenen Wertschriftenpositionen zusammensetzt.
Kontrolliertes Kostenwachstum trotz starker Geschäftsvolumenausweitung
Der Ausbau der Aktivitäten im Bereich der digitalen Angebote sowie die weiterhin erfreuliche Entwicklung des Geschäftsvolumens führen zu einem Personalaufbau. Damit einhergehend steigt der Personalaufwand um 1,1 Millionen Franken. Der Sachaufwand steigt unter Ausklammerung der gegenüber Vorjahr deutlich höheren Abgeltung für die Staatsgarantie mit 0,4 Millionen Franken nur moderat.
Höhere Abgeltung der Staatsgarantie aufgrund von Marktzinsveränderungen
Das vor allem auf Marktzinsen abgestützte Entschädigungsmodell für die Abgeltung der Staatsgarantie führt beim Refinanzierungsvorteil aufgrund von stark divergierenden Zinskurven im 4. Quartal zu einer deutlichen Erhöhung der Abgeltung auf 3,0 Millionen Franken (+1,4 Millionen Franken), was nahezu der maximal möglichen Abgeltung entspricht. Dank der anhaltend starken Kapitalisierung der Glarner Kantonalbank beträgt die Abgeltung für das Haftungsrisiko weiterhin Null.
Im Berichtsjahr ist die Glarner Kantonalbank erstmals vollumfänglich gewinn- und kapitalsteuerpflichtig. Die Steuerablieferung an Bund, Kanton und Gemeinden erhöht sich dadurch substanziell auf 3,3 Millionen Franken gegenüber 0.9 Millionen Franken im Vorjahr.
Geschäftserfolg legt weiter zu
Die Investitionen in zukunftsgerichtete Technologien und Dienstleistungen führen zu höheren Abschreibungen (+0,6 Millionen Franken). Dank einer positiven Entwicklung können die Rückstellungen für übrige Geschäftsrisiken um 0,9 Millionen Franken reduziert werden. Der Geschäftserfolg erhöht sich um 2,2 Millionen Franken oder 12% auf 20,0 Millionen Franken.
Kundenausleihungen mit knapp 4,6 Milliarden Franken bei neuer Höchstmarke
Die Kundenausleihungen wachsen um 309 Millionen Franken oder 7% auf einen neuen Rekordwert. Alle Geschäftsfelder und Produktlinien tragen zu diesem Wachstum bei. Hauptwachstumstreiber bleibt das Hypothekargeschäft mit einem Plus von 268 Millionen Franken.
Weitere Zunahme bei den Kundeneinlagen
Erfreulich ist das anhaltende Wachstum bei den Kundengeldern. Die Kundeneinlagen in Form von Spar- und Anlagegeldern sowie Festgeldanlagen steigen um 120 Millionen Franken. Bei den Kassenobligationen ist ein Rückgang von 51 Millionen Franken zu verzeichnen.
Starkes Fundament
Die Bilanzsumme steigt um 290 Millionen auf 5,2 Milliarden Franken (+ 6%). Per 31.12.2016 weist sie einen Eigenmitteldeckungsgrad von 226% aus, was deutlich über der gesetzlichen Vorgabe von 165% liegt. Die Leverage Ratio befindet sich mit 8.6% ebenfalls auf einem sehr guten Niveau. Die Glarner Kantonalbank ist damit ein sicherer Wert für ihre Kundinnen und Kunden.
Höhere Dividende beantragt
Das ausgezeichnete Jahresergebnis und die starke Kapitalausstattung ermöglicht es der Glarner Kantonalbank, den Aktionären eine attraktive Dividende auszuschütten. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Dividende von 80 Rappen pro Aktie (8% auf dem Nominalkapital), was einer Ausschüttungsquote von 9,2 Millionen Franken oder 52 Prozent des Reingewinns entspricht. Die Generalversammlung stimmt am Freitag, 28. April 2017 über die Gewinnverwendung ab.
Bevölkerung profitiert
Mit der Abgeltung für die Staatsgarantie, der Steuer-Ablieferung und der beantragten Dividendenausschüttung fliessen bei positivem Entscheid der Generalversammlung rund 12,7 Millionen Franken an die öffentliche Hand (gegenüber 8.0 Millionen Franken im Vorjahr), davon 11,5 Millionen Franken an den Kanton Glarus und die drei Glarner Gemeinden. Zusätzlich werden 2,9 Millionen Franken an die Publikumsaktionäre ausgeschüttet. Die Dividendenrendite beträgt auf Basis des Jahresendkurses der GLKB-Aktie (23,00 Franken per Ende 2016) 3,5 Prozent. Die GLKB-Aktie hat sich 2016 mit einem Plus von beinahe 20 Prozent sehr positiv entwickelt.
Theo Prinz tritt aus dem Verwaltungsrat zurück
Verwaltungsratsmitglied Theo Prinz stellt sich an der Generalversammlung 2017 nicht zur Wiederwahl zur Verfügung. Der ehemalige CEO der Thurgauer Kantonalbank amtet seit 2008 als Verwaltungsrat der Glarner Kantonalbank. Als Vorsitzender des Risikoausschusses war er in den letzten neun Jahren massgeblich an der Neuausrichtung der Bank beteiligt. Er gestaltete eine für die Grösse und strategische Ausrichtung der Glarner Kantonalbank angemessene Risikopolitik und gilt als Architekt des in den letzten Jahren neu ausgerichteten Kreditportfolios. In seiner Amtszeit hat Theo Prinz den Risikoausschuss sehr umsichtig geführt und seine jahrelange, praxiserprobte Erfahrung nutzbringend für die GLKB eingesetzt. «Das Verwaltungsratsmandat bei der Glarner Kantonalbank habe ich in den letzten neun Jahren mit viel Herzblut ausgeübt. Ich bin stolz, einen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung der GLKB beigetragen zu haben und bin überzeugt, dass die Bank eine weiterhin prosperierende Zukunft vor sich hat. Ich freue mich nun, mehr Zeit für meine Familie und meine Hobbys zu haben», sagt Theo Prinz zur bevorstehenden Zeit ohne wesentliche Mandatsverpflichtungen. Der Verwaltungsrat dankt Theo Prinz für seinen sehr engagierten Einsatz für die Glarner Kantonalbank und wünscht ihm in seiner neu gewonnenen Freizeit viel Freude und Erfüllung im Kreise seiner Familie.
Verwaltungsrat schlägt Markus Heusler für Ersatzwahl vor
Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 28. April 2017 Prof. Dr. Markus Heusler zur Wahl für den zurücktretenden Theo Prinz vor. Der 58-jährige gebürtige Basler baute seit 2004 als Mitglied der Geschäftsleitung der RSN Risk Solution Network AG deren Kerngeschäft auf und entwickelte die Firma seit 2012 als Geschäftsführer zum marktführenden Schweizer Anbieter von Kreditrisikomodellen. Davor war er bei einer Beratungsfirma engagiert, wo er unter anderem Projekte für das Risikomanagement von Banken und Versicherungen im In- und Ausland betreute sowie das Kreditportfoliomodell für die grösste deutsche Bankengruppe mitentwickelte. Markus Heusler ist diplomierter ETH-Physiker, Doktor der Theoretischen Physik und seit 2002 Titularprofessor an der Universität Zürich. In seiner wissenschaftlichen Laufbahn, welche ihn von Zürich über München nach Chicago führte, avancierte er zu einem international anerkannten Experten für Relativitätstheorie. Seine Habilitationsschrift wurde von der Cambridge University Press veröffentlicht und weltweit als Textbuch aufgelegt. Nach seiner Wahl in den Verwaltungsrat der GLKB ist geplant, dass Markus Heusler den Vorsitz des Risikoausschusses übernimmt; ein Themengebiet, in welchem er über vertieftes Wissen verfügt. «Ich freue mich sehr auf das Verwaltungsratsmandat bei der Glarner Kantonalbank, die ich mit meiner Erfahrung gerne tatkräftig unterstützen werde. Die Entwicklung der GLKB beobachte ich seit Jahren mit grossem Interesse und bin beeindruckt über die Innovationskraft und Unternehmenskultur dieser Bank», sagt Markus Heusler zu seiner Nomination als Verwaltungsrat der Glarner Kantonalbank. Der Verwaltungsrat ist überzeugt, in Markus Heusler einen kompetenten Nachfolger für Theo Prinz und eine ideale Ergänzung des Verwaltungsratsgremiums gefunden zu haben.

