Panalpina mit höheren Volumen während Margen unter Druck blieben Freitag, 21. April 2017 - 07:00
MEDIENMITTEILUNG
Panalpina mit höheren Volumen während Margen unter Druck blieben
Das Finanzergebnis für das erste Quartal 2017 fiel für Panalpina unter dem Vorjahresergebnis aus. Das internationale Transport- und Logistikunternehmen verzeichnete einen EBIT von CHF 16,4 Millionen (Q1 2016: CHF 24,0 Millionen) und einen Konzerngewinn von CHF 12,4 Millionen (Q1 2016: CHF 17,3 Millionen). Bei anhaltendem Druck auf die Margen wuchs Panalpina bezogen auf die Transportvolumen stärker als der Luft- und Seefrachtmarkt.

„In den ersten drei Monaten des Jahres ist es uns gelungen, stärker als die Märkte zu wachsen. In der Luftfracht legten wir bei den Volumen um 8% zu, in der Seefracht um 7%. Wie erwartet blieben die Margen unter Druck, jedoch erholen sie sich langsam, wie wir angesichts der höheren Profitabilität pro transportierter Einheit in der Luft- und Seefracht im Vergleich zum letzten Quartal 2016 sehen konnten“, sagt Stefan Karlen, CEO von Panalpina.
Die Panalpina Gruppe: Resultate für das erste Quartal 2017
(in CHF Millionen) | Q1 2017 | Q1 2016 |
Nettoumsatz | 1277,2 | 1307,2 |
Bruttogewinn | 332,7 | 364,9 |
EBITDA | 27,1 | 36,2 |
EBIT | 16,4 | 24,0 |
Konzerngewinn | 12,4 | 17,3 |
Resultat 1. Quartal 2017 – Consolidated Financial Statements (Englisch)
Resultat 1. Quartal 2017 – Investorenpräsentation (Englisch)
EBIT ging zurück
Im ersten Quartal 2017 nahm der Bruttogewinn um 9% auf CHF 332,7 Millionen ab (Q1 2016: CHF 364,9 Millionen), während die Betriebskosten im Vergleich zum Vorjahr um 7% auf CHF 305,7 Millionen reduziert wurden (Q1 2016: CHF 328,7). Panalpina erzielte einen EBIT von CHF 16,4 Millionen (Q1 2016: CHF 24,0 Millionen), was einer Abnahme von 32% gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres entsprach. Die EBIT/Bruttogewinn-Marge erreichte 4,9% (Q1 2016: 6,6%) und der Konzerngewinn belief sich auf CHF 12,4 Millionen (Q1 2016: CHF 17,3 Millionen).
Luftfracht
Panalpinas Volumen in der Luftfracht wuchsen im ersten Quartal um 8%, in einem Markt, der schätzungsweise leicht über 6% wuchs. Zum Volumenwachstum trugen vor allem die Handelsrouten von Asien nach Europa und umgekehrt bei. Der Bruttogewinn pro Tonne ging um 10% auf CHF 620 zurück (Q1 2016: CHF 688), nahm jedoch gegenüber dem Vorquartal zu. Der Bruttogewinn insgesamt blieb fast unverändert bei CHF 144,7 Millionen (Q1 2016: CHF 148,6 Millionen). Mit einem EBIT von CHF 17,1 Millionen (Q1 2016: CHF 17,8 Millionen) und einer EBIT/Bruttogewinn-Marge von 11,8% (Q1 2016: 12,0%) hielt die Luftfracht die Profitabilität auf dem Vorjahresniveau.
Seefracht
Panalpinas Seefrachtvolumen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 7% zu während der Markt um schätzungsweise 4% zunahm. Die Handelsrouten über den Atlantik und zwischen Asien und Europa trugen zu Panalpinas Wachstum bei. Der Bruttogewinn pro TEU (20-Fuss-Container) nahm jedoch um 17% auf CHF 282 ab (Q1 2016: CHF 339), was in einem Bruttogewinn von CHF 105,5 Millionen (Q1 2016: CHF 118,1 Millionen) resultierte. EBIT und EBIT/Bruttogewinn-Marge waren wie im Vorquartal negativ mit CHF -3,2 Millionen (Q1 2016: CHF 4,3 Millionen), beziehungsweise -3,0% (Q1 2016: 3,7%), beide tendierten jedoch nach oben.
Logistik
Der Rückzug des Unternehmens aus weiteren unprofitablen Anlagen zog mit sich, dass der Bruttogewinn in der Logistik um 16% auf CHF 82,5 Millionen abnahm (Q1 2016: CHF 98,2 Millionen). Dank eines starken Quartalsendes und zusätzlicher Verbesserungen der zugrunde liegendenden Profitabilität nahm der EBIT aber von CHF 1,8 Millionen auf CHF 2,4 Millionen zu, was dem höchsten jemals verzeichneten Quartalsergebnis entsprach.
Ausblick
„Wir erwarten, dass die herausfordernde Marktdynamik im weiteren Verlauf des Jahres anhalten wird. Gleichzeitig sind wir im Markt gut positioniert und vorsichtig optimistisch, dass wir das starke Volumenwachstum aufrechterhalten und somit weiter Marktanteile gewinnen können“, sagt Karlen. „In einem Marktumfeld, wo die Frachtraten derzeit hoch statt wie in der Vorahresperiode runter gehen, erwarten wir auch Fortschritte beim Ertragsmanagement zu machen. Eine unserer wichtigsten Prioritäten ist es natürlich, in der Seefracht wieder profitabel zu werden.“
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