Zürich, 28. April 2017 – Die Schweizer Mediengruppe Tamedia hat auf ihren Newsportalen eine titelübergreifende Umfrage zur eidgenössischen Abstimmung vom 21. Mai durchgeführt. 12'260 Personen aus der ganzen Schweiz haben am 24. und 25. April online an der zweiten Befragungswelle der Abstimmungsumfrage teilgenommen. Der Fehlerbereich liegt bei 1,3 Prozentpunkten. 55 Prozent wollen Ja stimmen Das Ja-Lager hat im Kampf um das revidierte Energiegesetz die besseren Karten: 55 Prozent wollen die Vorlage derzeit sicher oder eher annehmen, 42 Prozent sicher oder eher ablehnen. 3 Prozent der Stimmbürger haben sich noch nicht entschieden. Die Zustimmung zur Vorlage ist ausserordentlich stabil: Im Vergleich zur ersten Befragungswelle gibt es keine statistisch signifikanten Veränderungen.
Am grössten ist der Widerstand weiterhin bei den SVP-Wählern. Gut drei von vier lehnen das Gesetz ab. Bei den FDP-Anhängern ist eine knappe Mehrheit gegen das Gesetz (52%). Die Wähler der übrigen Parteien wollen die Vorlage mehrheitlich annehmen. Bei der CVP von Energieministerin Doris Leuthard tendieren derzeit 72 Prozent der Wähler zu einem Ja. Am grössten ist die Zustimmung bei Wählern der Grünen (93%), der Grünliberalen (90%) und der SP (87%). Klimaargument überzeugt die Befürworter Aus Sicht der Befürworter ist das überzeugendste Argument für die Vorlage, dass erneuerbare Energien das Klima schonten. Fast zwei Drittel der befragten Befürworter nannten dieses. Dagegen lehnen 37 Prozent der Gegner das Gesetz primär deshalb ab, weil sie sich um die Sicherheit der Energieversorgung sorgen. Für weitere 23 Prozent der Gegner ist das Hauptargument, dass die Stromnutzung durch das Gesetz deutlich teurer werde.
Nach wie vor gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Sprachregionen: In der Westschweiz ist die Zustimmung mit 62 Prozent deutlich grösser als in der Deutschschweiz (53%).
Umfassende Tamedia-Abstimmungsumfragen Die Tamedia-Abstimmungsumfragen werden in Zusammenarbeit mit den Politikwissenschaftlern Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen durchgeführt. Sie gewichten die Umfragedaten nach demografischen, geografischen und politischen Variablen, sodass die Stichprobe der Struktur der Stimmbevölkerung entspricht. Die Resultate werden jeweils umgehend ausgewertet, damit die Tageszeitungen und Newsplattformen von Tamedia schweizweit rasch und fundiert darüber berichten können. Weitere Informationen sind unter tamedia.ch/umfragen abrufbar.
Die zweite Welle der Abstimmungsumfrage findet am 4. und 5. Mai 2017 statt.
Beteiligte Tamedia Medien Deutschschweiz: 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger, SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin Dimanche Tessin: 20 minuti |