Zurich steigert den zugrunde liegenden Betriebsgewinn im ersten Quartal um 14 Prozent Donnerstag, 11. Mai 2017 - 06:46
- Starke Leistung in allen Geschäftsbereichen ohne Berücksichtigung von Ogden1, mit einem Betriebsgewinn von USD 1,2 Milliarden in den ersten drei Monaten, ein Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
- Der Schaden-Kosten-Satz in der Schaden- und Unfallversicherung (P&C), ohne Ogden, verbesserte sich gegenüber dem Gesamtjahr 2016 um 1 Prozentpunkt auf 97,2 Prozent, was auf Initiativen zur Stärkung des Underwriting und zur Senkung der absoluten Kosten zurückzuführen ist
- Der starke Wachstumstrend im Lebensversicherungsgeschäft hält weiter an. Der Wert des Neugeschäfts und das Jahresprämienäquivalent (APE) sind um 18 bzw. 12 Prozent gestiegen
- Farmers hat weiterhin wachsende Gebühreneinnahmen geliefert
- Solides Anlageergebnis dank des disziplinierte Ansatzes, der es der Gruppe ermöglicht, von einem günstigeren Makroumfeld zu profitieren
- Die Gruppe ist nach wie vor sehr stark kapitalisiert, wobei sich die Schweizer Solvenz-Testquote (SST) auf 227 Prozent2 und die geschätzte Quote des Zurich Economic Capital Model (Z-ECM) auf 129 Prozent3 belief
Ausgewählte Kennzahlen der Gruppe per 31. März 2017 (ungeprüft)
| In Millionen USD für die per 31.März abgeschlossenen drei Monate, sofern nicht anders ausgewiesen | 2017 | 2016 | Veränderung5in USD |
| Betriebsgewinn (BOP) ex-Ogden1 | 1'218 | 1'067 | 14 % |
| Betriebsgewinn | 928 | 1'067 | (13 %) |
| Den Aktionären zurechenbarer Reingewinn nach Steuern (NIAS) | 607 | 875 | (31 %) |
«Das ist ein guter Start ins neue Jahr mit einer starken Leistungen aller Geschäftsbereiche», sagte der Chief Financial Officer der Gruppe, George Quinn. «Die versicherungstechnische Leistung verbessert sich und wir konnten die Kosten in absoluten Zahlen weiter senken. Zudem fielen die Anlageergebnisse dank der sich verbessernden Wirtschaftslage höher als erwartet aus und könnten sich dank unserer vorsichtigen Positionierung im Vorjahr positiv auf das restliche Jahr auswirken. Der Umsatz beim Neugeschäft und die Kundenbindung in den Bereichen Schaden-, Unfall-und Lebensversicherung sind gestiegen, während die Farmers Exchanges4 nach wie vor wachsen. Die Gruppe bleibt sehr stark kapitalisiert und die Solvabilität liegt über unserem Zielbereich. Der starke Auftakt in diesem Jahr bietet eine solide Ausgangsbasis, um unsere finanziellen Ziele für die Periode 2017 - 2019 zu erreichen.»
Im Februar 2017 änderte die britische Regierung die sogenannte Ogden1-Rate. Das ist der Diskontsatz, der zur Berechnung von Personenschäden- und Unfallforderungen herangezogen wird. Dieser Entscheid hatte ausserordentliche finanzielle Folgen für den gesamten britischen Schaden- und Unfallversicherungsmarkt. Für Zurich beliefen sich die Auswirkungen auf den Betriebsgewinn im ersten Quartal auf USD 289 Millionen. Da die Änderung der britischen gesetzlichen Rahmenbedingungen eine einmalige und branchenweite Neuerung darstellt, fokussiert dieser Kommentar auf operative Ergebnisse ‘ex-Ogden’1, um die Leistung von Zurich genauer widerzuspiegeln.
Im November 2016 hat sich Zurich vier Ziele für die Periode 2017 bis 2019 gesetzt:
- eine Eigenkapitalrendite basierend auf dem Betriebsgewinn nach Steuern (BOPAT ROE) von über 12 Prozent und ansteigend über den Zeitraum,
- Nettokosteneinsparungen in Höhe von USD 1,5 Milliarden bis 2019, gegenüber der Kostenbasis von 2015, wovon 2016 bereits USD 300 Millionen erreicht wurden
- Cash-Zuflüsse im Verlauf der drei Jahre von USD 9,5 Milliarden
- eine angestrebte Z-ECM-Quote von 100 bis 120 Prozent
Zurich konzentriert sich auf das Erreichen dieser Ziele, wobei die ergriffenen Massnahmen sich bereits in der Leistung der Kerngeschäftsbereiche widerspiegeln.
Im Bereich Schaden- und Unfallversicherung (P&C) spiegelt sich der Fokus auf technische Exzellenz im Underwriting in einer Verbesserung der auf das Unfalljahr bezogenen Schadenquote, die 1,6 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahreszeitraum ausfällt. Die Kosten konnten in absoluten Zahlen ebenfalls gesenkt werden und dürften im verbleibenden Geschäftsjahr weiter sinken, während Neugeschäft und Kundentreue in den ersten drei Monaten 2017 zugenommen haben. Die Reserven im Bereich Schaden- und Unfallversicherung bleiben hoch, trotz einer Auflösung von Reserven von 2,2 Prozent (‘ex-Ogden’1) für das Quartal, die in den vergangenen Jahren zurückgestellt wurden (PYD).
Klammert man die Folgen der Änderungen des Ogden1-Reservesatzes in Grossbritannien aus, stieg der Betriebsgewinn für den Bereich Schaden- und Unfallversicherung in den ersten drei Monaten um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, auf USD 630 Millionen. Der Anstieg ist auf robuste Leistungen in den Regionen Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) und Nordamerika sowie auf starke Anlageergebnisse zurückzuführen. In der Folge verbesserte sich der Schaden-Kosten-Satz (Combined Ratio) ex-Ogden1 von 98,1 Prozent im Vorjahr auf 97,2 Prozent. Die Bruttoprämien und Policengebühren fielen mit USD 8,9 Milliarden um 2 Prozent niedriger aus, was die getroffenen Massnahmen widerspiegelt, die zur Reduktion der Risiken und zur Stärkung der Qualität des Portfolios insgesamt ergriffen wurden.
Im Bereich Lebensversicherung machten nicht traditionelle Produkte, d.h. Risiko- und fondsgebundene Versicherungen, zusammen mit der betrieblichen Vorsorge 89 Prozent des Jahresprämienäquivalents (APE) für das Quartal aus. Dies entspricht der langfristigen Strategie, das Portfolio widerstandsfähiger gegen Zinsänderungen zu machen.
Der Wert des Neugeschäfts stieg um 21 Prozent in Lokalwährungen und verzeichnete in allen Regionen Wachstum, besonders in der Region EMEA. Der Betriebsgewinn im Bereich Lebensversicherung stieg um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf USD 312 Millionen.
Der Betriebsgewinn von Farmers stieg um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf USD 396 Millionen. Der Betriebsgewinn von Farmers Management Services blieb nahezu unverändert bei USD 348 Millionen. Die höheren Gebühreneinnahmen aus den Farmers Exchanges4, welche sich im Eigentum ihrer Versicherungsnehmer befinden, wurden grösstenteils durch ungünstige Marktschwankungen der Vermögenswerte, welche die Verbindlichkeiten zur Erbringung von Sozialleistungen für Mitarbeitende decken, aufgehoben. Katastrophenschäden belasteten im ersten Quartal die Erträge von Farmers Re durch das hohe Schaden-Niveau infolge der extremen Wetterbedingungen in Texas. Trotzdem erzielte der Geschäftsbereich einen Betriebsgewinn von USD 3 Millionen im Vergleich zu einem Verlust von USD 4 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Farmers New World Life, das im Anschluss an die im Jahr 2016 bei Zurich vorgenommenen Umstrukturierungen neu als Teil von Farmers ausgewiesen wird, erzielte einen Betriebsgewinn von USD 45 Millionen, im Vergleich zu den USD 47 Millionen in den ersten drei Monaten des Vorjahres.
Das Segment Non-Core-Businesses, das sich aus auslaufenden Portfolios zusammensetzt, die zur proaktiven Risikosenkung und Freisetzung von Kapital verwaltet werden, erwirtschaftete einen Betriebsgewinn von USD 35 Millionen, ohne Berücksichtigung von Ogden1, im Vergleich zu USD 20 Millionen im Vorjahresquartal.
Group Functions & Operations verzeichnete in den ersten drei Monaten Nettobetriebskosten von USD 156 Millionen, was einem Anstieg von USD 2 Millionen gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Geringere Holding- und Finanzierungskosten wurden durch niedrigere Leistungsverrechnungen an die Geschäftseinheiten mehr als aufgehoben.
Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen der Gruppe, das Nettokapitalerträge, realisierte Nettogewinne und -verluste aus Kapitalanlagen sowie Abschreibungen umfasst, trug in den ersten drei Monaten 2017 mit USD 1,5 Milliarden zum Gesamtertrag der Gruppe bei. Dies entspricht einer Nettorendite von 0,8 Prozent (nicht annualisiert), verglichen mit den 0,9 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Die Gruppe verfügt weiterhin über eine sehr starke Kapitalbasis. Per 1. Januar 2017 lag die Solvabilität der Gruppe gemäss Schweizer Solvenztest (SST)2 bei 227 Prozent. Dies entspricht einem Anstieg um 38 Prozentpunkte im Jahresverlauf aufgrund der Finanzmarktbedingungen und Definitionsänderungen seitens der FINMA. Zum Ende der ersten drei Monate 2017 lag die geschätzte Quote des Z-ECM bei ungefähr 129 Prozent3, neun Prozentpunkte über dem Zielbereich.
Das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital ging im Verlauf des Quartals um USD 1,3 Milliarden auf USD 29,3 Milliarden zurück, was die Dividendenzahlung für 2016 in Höhe von CHF 17 je Aktie widerspiegelt.
1 Ogden ist der Diskontsatz zur Berechnung von Personenschaden- und Unfallforderungen in Grossbritannien. Eine im Februar vorgenommene Änderung des Satzes hatte Auswirkungen auf die Profitabilität im 1. Quartal. In den ergänzenden Informationen finden sich Dreimonatszahlen inclusive Ogden.
2 Per 1. Januar 2017. Die Quote des Schweizer Solvenztests (SST) wird auf der Grundlage des internen Modells der Gruppe berechnet, welches der Prüfung und Genehmigung durch die für die Gruppe zuständige Aufsichtsbehörde, die Schweizer Finanzmarktaufsicht (FINMA), unterliegt. Bei der FINMA wird nur die Verhältniszahl für das gesamte Jahr eingereicht, die von dieser genehmigt werden muss.
3 Entspricht einer Mittelpunkt-Schätzung per 31. März 2017 mit Fehlertoleranz von +/- 5 Prozentpunkten für das Zurich Economic Capital Model (Z-ECM)
4 Zurich Insurance Group hat keine Beteiligung an den Farmers Exchanges. Farmers Group, Inc., eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Gruppe, erbringt für die Farmers Exchanges administrative und Managementdienstleistungen als deren Bevollmächtigte und erhält für ihre Dienstleistungen Gebühren.
5 Zahlen in Klammern stellen eine negative Abweichung dar.
Weitere Informationen
Ergänzende Finanzinformationen stehen ab 06:45 Uhr MESZ auf unserer Website www.zurich.com zur Verfügung.
Ab 08.00 Uhr MESZ findet eine Telefonkonferenz für Journalisten mit Group Chief Financial Officer George Quinn in englischer Sprache statt. Um 13.00 Uhr MESZ findet zudem eine telefonische Fragerunde für Analysten und Investoren statt. Journalisten haben die Möglichkeit, die Fragerunde per Telefon mitzuverfolgen. Eine Aufzeichnung der Fragerunde wird für die Medien ab 17.00 Uhr MESZ zur Verfügung stehen. Bitte wählen Sie sich ca. 10 Minuten vor Beginn ein, um sich zu registrieren.
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Zurich Insurance Group (Zurich) ist eine führende Mehrspartenversicherung, die Dienstleistungen für Kunden in globalen und lokalen Märkten erbringt. Mit rund 54‘000 Mitarbeitenden bietet Zurich eine umfassende Palette von Produkten und Dienstleistungen im Sach- und Unfall- sowie im Lebensversicherungsbereich. Zu ihren Kunden gehören Einzelpersonen, kleine, mittlere und grosse Unternehmen sowie multinationale Konzerne in mehr als 210 Ländern und Gebieten. Die Gruppe hat ihren Hauptsitz in Zürich, Schweiz, wo sie 1872 gegründet wurde. Die Holdinggesellschaft, die Zurich Insurance Group AG (ZURN), ist an der SIX Swiss Exchange kotiert und verfügt über ein Level I American Depositary Receipt Programm (ZURVY), das ausserbörslich an der OTCQX gehandelt wird. Weitere Informationen über Zurich sind verfügbar unter www.zurich.com.
Disclaimer and Cautionary Statement
Diese Publikation enthält gewisse zukunftsgerichtete Aussagen, die unter anderem Voraussagen von zukunftsgerichteten Ereignissen, Trends, Massnahmen oder Zielen der Zurich Insurance Group AG oder Zurich Insurance Group (die «Gruppe») beschreiben. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten Meinungen zur angestrebten Gewinnentwicklung, zur Eigenkapitalrendite, zu Ausgaben, zu Preisbedingungen, zur Dividendenpolitik, zu Underwriting und Schadenquote sowie Aussagen bezüglich des Verständnisses der Gruppe in Bezug auf die allgemeine Wirtschaftslage, die Finanz- und Versicherungsmärkte und die zu erwartenden Entwicklungen. Solche zukunftsgerichteten Aussagen sind mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis zu nehmen, da sie naturgemäss bekannte und unbekannte Risiken beinhalten, Unsicherheiten bergen und von anderen Faktoren beeinträchtigt werden können. Dies könnte dazu führen, dass die Ergebnisse sowie die Pläne und Ziele von Zurich Insurance Group AG oder der Gruppe deutlich (von früheren Ergebnissen oder) von denjenigen abweichen, die explizit oder implizit in diesen zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben werden. Faktoren wie (i) die allgemeine Wirtschaftslage und Wettbewerbsfaktoren, insbesondere an Zurichs Schlüsselmärkten, (ii) die Risiken des globalen Wirtschaftsabschwungs und des Abschwungs in der Finanzindustrie im Besonderen, (iii) die Performance der Finanzmärkte, (iv) Zinshöhe und Wechselkurse, (v) Häufigkeit, Schwere und Entwicklung von Versicherungsschäden, (vi) Sterblichkeit und Erkrankungshäufigkeit, (vii) Policenerneuerungen und Stornoraten sowie (viii) veränderte gesetzliche und regulatorische Bedingungen und veränderte Richtlinien der Aufsichtsbehörden können das Ergebnis von Zurich Insurance Group AG und der Gruppe und auch die Erreichung der Ziele unmittelbar beeinflussen. Zurich Insurance Group AG ist nicht verpflichtet, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder zu revidieren, um neuen Informationen, künftigen Ereignissen oder Umständen etc. Rechnung zu tragen.
Sämtliche Verweise auf «Farmers Exchanges» beziehen sich auf Farmers Insurance Exchange, Fire Insurance Exchange, Truck Insurance Exchange sowie deren Tochtergesellschaften und verbundene Unternehmen. Die drei Exchanges sind genossenschaftlich organisierte Versicherungen mit Sitz in Kalifornien. Sie gehören ihren Versicherungsnehmern und stehen unter der übergeordneten Leitung ihrer Boards of Governors. Farmers Group, Inc. und ihre Tochtergesellschaften sind Bevollmächtigte der Farmers Exchanges und erbringen in dieser Funktion bestimmte nichtschadenabwicklungsbezogene administrative und Managementdienstleistungen für die Farmers Exchanges. Weder Farmers Group, Inc. noch ihre Muttergesellschaften Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG und Zurich Insurance Group AG sind an den Farmers Exchanges beteiligt. Finanzinformationen zu den Farmers Exchanges sind Eigentum der Farmers Exchanges, werden aber zur Verfügung gestellt, sodass ein besseres Verständnis für die Leistung der Farmers Group, Inc. und der Farmers Reinsurance Company vermittelt werden kann.
Zurich weist darauf hin, dass die Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht aussagekräftig ist bezüglich zukünftiger Ergebnisse. Zwischenergebnisse sind kein Indikator für die Gesamtjahresperformance.
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