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Tamedia-Nachbefragung: Junge und Frauen sagten Nein zur Rentenreform Dienstag, 26. September 2017 - 06:58
Die Reform der Altersvorsorge 2020 ist auch am Widerstand der jüngeren
Stimmbürger und der Frauen gescheitert. Zudem gab es einen Stadt-Land-Graben,
wie die Tamedia-Nachbefragung zeigt.
Zürich, 26. September 2017 - Die Schweizer Mediengruppe Tamedia hat auf
ihren Newsportalen eine titelübergreifende Nachbefragung zur eidgenössischen
Abstimmung vom 24. September durchgeführt. 10'050 Personen aus der ganzen
Schweiz haben vom 22. bis 24. September online an der Umfrage teilgenommen. Der
Fehlerbereich liegt bei 1.7 Prozentpunkten.
SVP-Wähler stimmten fast geschlossen Nein
Die Tamedia-Nachbefragung zeigt im Detail, wie das Nein zur Reform der
Altersvorsorge 2020 zustande gekommen ist. Offensichtlich hat die Kampagne der
bürgerlichen Gegner gewirkt: 84 Prozent der SVP-Wähler und 61 Prozent der
FDP-Wähler legten ein Nein in die Urne.
Bei der CVP-Basis folgten 2 von 5 Wählern ihrer Partei nicht und stimmten
Nein. Bei SP und Grünen lehnten gut 25 Prozent der Wähler die Rentenreform ab.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Vorlage über die Zusatzfinanzierung der
AHV.
Frauen und Junge lehnten die Reform ab
Den Befürwortern der Rentenreform gelang es nicht, die Frauen zu überzeugen.
Nur 42 Prozent stimmten der Reformvorlage zu. Würden nur Männer abstimmen,
hätten dagegen beide Vorlagen das Volksmehr geschafft - die Reform der
Altersvorsorge mit 51 Prozent Ja nur knapp. Die Differenz bei den Geschlechtern
muss als Opposition der Frauen gegen die Erhöhung des Rentenalters
interpretiert werden.
Auch bei den jüngeren Stimmbürgern fielen die Vorlagen durch: Nur 43 Prozent
der 18- bis 34-Jährigen stimmten der Reform und der Mehrwertsteuervorlage zu.
Deutlich stärker war die Unterstützung bei den über 50-Jährigen und bei den
Rentnern. Letztere nahmen die Rentenreform mit 53 Prozent Ja an.
Städter und Akademiker für die Reform
Die Umfrage zeigt zudem einen klaren Stadt-Land-Graben. Städter haben die
Erhöhung der Mehrwertsteuer und die Reform der Altersvorsorge angenommen (55%
bzw. 53% Ja). Auf dem Land lag der Ja-Stimmen-Anteil markant tiefer (47% bzw.
43% Ja).
Gut kam die Reform der Altersvorsorge bei Personen mit einem Uni-Abschluss an:
63 Prozent der Akademiker sagten Ja. Stimmbürger, die eine Lehre oder ein
Handelsdiplom als höchsten Abschluss haben, waren skeptischer: 60 Prozent
stimmten Nein.
Ernährungssicherheit: Klares Ja von links bis rechts
Das wuchtige Ja zum Bundesbeschluss über die Ernährungssicherheit lässt sich
leicht erklären: Es fand bei den Wählern aller Parteien eine deutliche
Mehrheit. Mit 73 Prozent Ja war der Support bei den SVP-Wählern noch am
geringsten.
Umfassende Tamedia-Abstimmungsumfragen
Die Stimmbevölkerung lehnte die Rentenreform am Sonntag mit einem Nein-Anteil
von 53 Prozent ab, die Mehrwehrtsteuer-Vorlage mit gut 50 Prozent. Letztere
scheiterte jedoch bereits am Ständemehr. Der Bundesbeschluss über die
Ernährungssicherheit wurde mit 79 Prozent Ja klar angenommen. Die Resultate
liegen auf der Linie der letzten Tamedia-Umfrage im Vorfeld der Abstimmung. Die
dritte Welle hatte für die Rentenreform ein kombiniertes Nein (Nein und eher
Nein) von 49 Prozent, bei der Mehrwehrtsteuer-Vorlage ein kombiniertes Nein von
46 Prozent ergeben. 3 Prozent waren unentschlossen. Bei der
Ernährungssicherheit ergab die dritte Welle einen Ja-Anteil von 67 Prozent.
Die Tamedia-Abstimmungsumfragen werden in Zusammenarbeit mit den
Politikwissenschaftlern Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen durchgeführt.
Sie gewichten die Umfragedaten nach demografischen, geografischen und
politischen Variablen, sodass die Stichprobe der Struktur der Stimmbevölkerung
entspricht. Die Resultate werden jeweils umgehend ausgewertet, damit die
Tageszeitungen und Newsplattformen von Tamedia schweizweit rasch und fundiert
darüber berichten können. Weitere Informationen sind unter tamedia.ch/umfragen
(http://tamedia.ch/umfragen) abrufbar.
Beteiligte Tamedia Medien
Deutschschweiz: 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger,
SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen
Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin
Dimanche
Tessin: 20 minuti
Kontakt
Christoph Zimmer, Leiter Kommunikation & Public Affairs Tamedia
+41 44 248 41 35, mailto:christoph.zimmer@tamedia.ch
Über Tamedia
Tamedia ist die führende private Schweizer Mediengruppe. Die
Digitalplattformen, Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften von Tamedia
bieten Überblick, Einordnung und Selektion. Das 1893 gegründete Unternehmen
beschäftigt rund 3'400 Mitarbeitende in der Schweiz, Dänemark, Deutschland,
Frankreich, Israel, Luxemburg, Österreich und Serbien und ist seit 2000 an der
Schweizer Börse kotiert.
Weitere Informationen zu Tamedia für Medienschaffende:
www.tamedia.ch/de/gruppe/newsroom (http://www.tamedia.ch/de/gruppe/newsroom)
Im Newsroom unter Bilddatenbank stehen frei verfügbare aktuelle Bilder rund um
Tamedia zum Herunterladen zur Verfügung, unter anderem Aufnahmen der Gebäude
mit dem seit Januar 2017 eingesetzten Logo. www.tamedia.ch
(http://www.tamedia.ch)
* Medienmitteilung (PDF): http://e1.marco.ch/publish/tamedia/33_7318/20170926_MIT-Tamedia-Nachabstimmungsbefragung-DE.pdf
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