LafargeHolcim setzt Absatz- und EBITDA-Wachstum; im 3. Quartal fort Freitag, 27. Oktober 2017 - 07:00
Medienmitteilung
LafargeHolcim setzt Absatz- und EBITDA-Wachstum
im 3. Quartal fort
- Nettoverkaufsertrag steigt im 3. Quartal auf vergleichbarer Basis gegenüber Vorjahr um 4,1 Prozent auf CHF 6,9 Milliarden
- Bereinigter betrieblicher EBITDA legt im 3. Quartal auf vergleichbarer Basis um 5,9 Prozent auf CHF 1,75 Milliarden zu
- Vorzeitige Erfüllung des Synergieziels trägt bei zur Verbesserung der bereinigten betrieblichen EBITDA-Marge des Konzerns um 80 Basispunkte im 3. Quartal und um 100 Basispunkte im laufenden Jahr
- Konzerngewinn steigt um 8,1 Prozent seit Jahresbeginn, Rückgang im 3. Quartal aufgrund höherer Veräusserungsgewinne im Vorjahr
- Ausblick für 2017 und 2018 angepasst auf Basis aktueller Geschäftsdynamik
Jan Jenisch, CEO von LafargeHolcim: „In den letzten zwei Monaten habe ich zahlreiche unserer Standorte besucht und war beeindruckt von der Erfahrung und dem Enthusiasmus unserer Mitarbeitenden. LafargeHolcim ist ein erstklassiges Unternehmen, das in einer attraktiven Branche wachsende Gewinne erwirtschaftet. Auch wenn das Unternehmen solide Quartalsergebnisse vorlegen kann, spiegeln diese nicht unser volles Potenzial wider. Als Marktführer orientieren wir uns an einem höheren Standard als alle anderen Unternehmen in unserem Sektor.“
„Heute haben wir die Erwartungen zum Ausblick für den Konzern auf ein Niveau angepasst, das der aktuellen Geschäftsdynamik entspricht. Während ich mich zurzeit noch mit der Überprüfung des Geschäftsverlaufs befasse, konzentriere ich mich bereits auf Vereinfachung, Kostendisziplin und Leistungsmanagement. Wir werden Komplexität abbauen und uns auf die Optimierung der Betriebsabläufe konzentrieren, um das Potenzial von LafargeHolcim voll auszuschöpfen. Mein Ziel ist, branchenführende Margen und ein attraktives Wachstumsprofil zu erzielen. Damit sind wir gut positioniert, um für unsere Mitarbeitenden, Kunden und Aktionären eine nachhaltige Wertschöpfung zu erreichen.“
LEISTUNGSAUSWEIS DES KONZERNS
LafargeHolcim erzielte im 3. Quartal auf vergleichbarer Basis ein solides Wachstum des bereinigten betrieblichen EBITDA. Positive Beiträge leisteten Lateinamerika, Nordamerika und Europa. In den Regionen Asien, Ozeanien sowie Naher Osten, Afrika herrschten schwierige Marktbedingungen. Hier hat das Management Massnahmen ergriffen, um Schwachstellen in wichtigen Ländern anzugehen.
Auf vergleichbarer Basis stieg der Zementabsatz im 3. Quartal um 4,7 Prozent und im bisherigen Jahresverlauf um 1,8 Prozent. Auf Stufe Konzern erhöhten sich die Zementpreise im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis um 5,6 Prozent.
Im 3. Quartal wurden Synergien in Höhe von CHF 97 Millionen erzielt. Damit übertraf der Konzern bereits im Juli sein für das Jahresende definiertes Synergieziel von insgesamt CHF 1 Milliarde.
Der bereinigte betriebliche EBITDA hat sich im Quartal auf vergleichbarer Basis um 5,9 Prozent auf CHF 1 750 Millionen erhöht. Dies entspricht einer Steigerung von 9,2 Prozent seit Jahresbeginn. Preisgestaltung, Kostendisziplin und Synergien trugen zu höheren Margen bei, sodass die bereinigte betriebliche EBITDA-Marge im 3. Quartal um 80 Basispunkte und in den ersten neun Monaten um 100 Basispunkte erhöht werden konnte.
Der Konzerngewinn – Anteil Aktionäre LafargeHolcim Ltd stieg im bisherigen Jahresverlauf um 8,1 Prozent und betrug CHF 1 446 Millionen. Darin spiegelt sich der höhere bereinigte betriebliche EBITDA und ein tieferer effektiver Steuersatz in den ersten neun Monaten des Jahres 2017. Der Konzerngewinn – Anteil Aktionäre LafargeHolcim Ltd verringerte sich im Quartal auf CHF 433 Millionen, da im Vorjahreszeitraum höhere Veräusserungsgewinne erzielt wurden. Während sich der bereinigte Konzerngewinn seit Jahresbeginn um 7,9 Prozent auf CHF 1 270 Millionen verbesserte, war im 3. Quartal ein Rückgang auf CHF 589 Millionen zu verbuchen.
Der wiederkehrende Gewinn pro Aktie hat sich seit Jahresbeginn um 8,2 Prozent auf CHF 2,10 verbessert. Auf Quartalsbasis belief sich der wiederkehrende Gewinn pro Aktie auf CHF 0,98. Damit gab er gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2016 um CHF 1,13 nach. Am Ende des Quartals wurde eine Nettoverschuldung von CHF 15,5 Milliarden verzeichnet.
AUSBLICK 2017 und 2018
Der Konzern erwartet, dass die weltweite Zementnachfrage im Jahr 2017 bei 1 bis 3 Prozent liegen wird. Nach einer starken ersten Jahreshälfte und einem soliden 3. Quartal erwartet LafargeHolcim, dass sich das Wachstum auf Ebene des bereinigten betrieblichen EBITDA für den Rest des Jahres weiter verlangsamen wird.
Der Konzern geht für 2017 von folgenden Annahmen aus:
- Wachstum des bereinigten betrieblichen EBITDA von 5 bis 7 Prozent auf vergleichbarer Basis gegenüber 2016
- Wachstum des wiederkehrenden Gewinns pro Aktie
- Verhältnis Nettofinanzschulden zu bereinigtem betrieblichen EBITDA von rund 2,5x
Für 2018 hat LafargeHolcim einige der Absatz- und Preisannahmen, die Basis für die Ertragsziele waren, an die gegenwärtige Entwicklung der Geschäftsdynamik angepasst. Als Ergebnis geht der Konzern davon aus, dass das Wachstum des bereinigten betrieblichen EBITDA auf vergleichbarer Basis bei mindestens 5 Prozent liegen wird.
Die Überprüfung des Geschäfts dauert weiterhin an und beinhaltet Länderstrategien und einen Schwerpunkt auf den Themen Vereinfachung, Kostendisziplin und Leistungsmanagement. Der Konzern wird ein Strategieupdate und einen Ausblick im März 2018 zusammen mit den Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2017 veröffentlichen. Teil davon wird zudem ein Update zum Thema Portfoliomanagement sein. Bislang konnten im Rahmen des Devestitionsprogramms Unternehmenswerte im Umfang von CHF 4,4 Milliarden veräussert werden.

LEISTUNGSAUSWEIS DER REGIONEN
Asien, Ozeanien
In der Region Asien, Ozeanien sank der bereinigte betriebliche EBITDA gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf vergleichbarer Basis um 5,9 Prozent. Gleichzeitig stieg der Nettoverkaufsertrag auf vergleichbarer Basis um 13 Prozent. Indien setzte seine starke Entwicklung fort – in einer normalen Monsunsaison, die üblicherweise von einer schwachen Nachfrage geprägt ist. Die höheren Treibstoffkosten wurden durch höheren Absatz und höhere Preise mehr als ausgeglichen. Auf den Philippinen herrschten im Quartal weiterhin schwierige Marktbedingungen. Das Preisniveau ist niedriger als im Vorjahreszeitraum und einige grosse Infrastrukturprojekte der Regierung wurden verschoben. Das Management hat in der gesamten Region Asien, Ozeanien Massnahmen ergriffen und Initiativen gestartet, die auf Kosteneinsparungen, Anlagenoptimierung, Logistik und kommerzielle Transformation abzielen.

Europa
Auf vergleichbarer Basis legte der bereinigte betriebliche EBITDA in Europa gegenüber dem 3. Quartal 2016 um 5,2 Prozent zu. Starke Beiträge leisteten insbesondere Länder in Mittel- und Osteuropa, darunter auch Russland. Projektverzögerungen und ein allgemeiner Wirtschaftsabschwung liessen die Erträge in Grossbritannien auf Vergleichsbasis geringer ausfallen. In Frankreich blieben die zugrundeliegenden Trends solide, wobei die Zement- und Betonvolumen im Vergleich zur Vorjahresperiode stiegen. Zudem wurden weitere Fortschritte erzielt bei der Anpassung des industriellen Netzwerks. Die Nachfrage nach Zuschlagstoffen und Beton war in der Schweiz schwächer als in der Vorjahresperiode. Zahlreiche Grossprojekte wurden kürzlich abgeschlossen.

Lateinamerika
Lateinamerika erzielte vor dem Hintergrund einer positiven Absatzentwicklung einen starken Leistungsausweis. Der bereinigte betriebliche EBITDA stieg gegenüber dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis um 25,6 Prozent. Mexiko verbuchte weiterhin sowohl starke Margen und Erträge. Dem Unternehmen gelang es, seine Geschäftsstrategie trotz der konjunkturellen Auswirkungen der Erdbeben im September erfolgreich umzusetzen. In Ecuador verbesserte sich der bereinigte betriebliche EBITDA auf Vergleichsbasis gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In Argentinien trugen Geschäftsinitiativen dazu bei, dass auch in diesem Quartal ein Ertragswachstum verbucht werden konnte.

Naher Osten, Afrika
Der bereinigte betriebliche EBITDA in der Region Naher Osten, Afrika gab auf vergleichbarer Basis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,1 Prozent nach. Nigeria, das die Rezession langsam überwindet, konnte im Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum wachsende Erträge verbuchen. Dabei wurden die höheren Kosten dank der günstigen Preise mehr als ausgeglichen. In Algerien verschlechterten sich die Wirtschaftsbedingungen im 3. Quartal. Dies hatte zur Folge, dass der Absatz im 3. Quartal deutlich schwächer ausfiel als im Vorjahreszeitraum.

Nordamerika
In Nordamerika stieg der bereinigte betriebliche EBITDA im 3. Quartal auf vergleichbarer Basis um 7,6 Prozent. Trotz ungünstiger Wetterverhältnisse wurde in den USA gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein deutliches Ertragswachstum verzeichnet. Die Nachfrage nach Zuschlagstoffen in den USA wurde auch durch eine verhaltene Investitionsbereitschaft sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor beeinflusst. Unterstützt wird das Ertragswachstum von kontinuierlichen Kostensenkungsinitiativen und der Erweiterung wichtiger Standorte wie St. Genevieve und Ravena. In Kanada erhöhte sich der Absatz von Zement, Zuschlagstoffen und Transportbeton und trieb das Ertragswachstum voran.

WEITERE FINANZKENNZAHLEN
Die Merger-, Restrukturierungskosten und andere Einmaleffekte beliefen sich auf CHF 165 in den ersten neun Monaten 2017 und beinhalteten Einmalkosten im Zusammenhang mit Fusionen und Restrukturierungsmassnahmen in Höhe von CHF 301 Millionen. Diese Kosten wurden teilweise durch Einmaleffekte in Höhe von CHF 136 Millionen ausgeglichen, die in der Auflösung von Rückstellungen im zweiten Quartal 2017 begründet lagen.
Der Beitrag von Joint Ventures zum Konzerngewinn erhöhte sich gegenüber den ersten neun Monaten 2016 um CHF 35 Millionen. Im 3. Quartal belief sich die Steigerung auf 13 Millionen. Der Ergebnisbeitrag von assoziierten Unternehmen erhöhte sich – bedingt durch einen höheren Beitrag von Huaxin Cement (China) – seit Jahresbeginn um CHF 51 Millionen. Das Unternehmen profitierte von höheren Marktpreisen und von der Integration der Lafarge-Anlagen, die es am 1. Januar 2017 erworben hatte.
Die Nettofinanzaufwendungen in Höhe von CHF 583 Millionen fielen im Vergleich mit den ersten neun Monaten 2016 um CHF 24 Millionen geringer aus. Darin spiegeln sich finanzielle Synergieeffekte aus der Fusion sowie die niedrigeren Nettofinanzschulden im Jahr 2017. Die niedrigeren Nettofinanzschulden wurden durch einmalige Ausgaben im Zusammenhang mit laufenden Verfahren ausgeglichen.
Der effektive Steuersatz lag in den neun Monaten 2017 bei 27,2 Prozent. Dieser beruht auf dem für das Gesamtjahr erwarteten Steuersatz von rund 28 Prozent und den Effekten der Veräusserung des Vietnam-Geschäfts im ersten Quartal 2017.
Der Investitionsaufwand betrug in den ersten neun Monaten des Jahres CHF 760 Millionen, wobei der Anteil von Erweiterungsinvestitionen bei CHF 291 Millionen lag.
Der betriebliche Free Cashflow lag in den ersten neun Monaten 2017 bei CHF 241 Millionen, verglichen mit CHF 317 Millionen im Vergleichszeitraum 2016.
Im November 2016 kündigte der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu CHF 1 Milliarde im Zeitraum 2017 bis 2018 an. Zwischen dem 1. Juni 2017 und dem 30. September 2017 wurden 5,2 Millionen Aktien im Wert von CHF 297 Millionen zurückgekauft.
Die Erlöse nach Steuern der in den ersten neun Monaten abgeschlossenen Transaktionen führten zu einer Reduzierung der Nettofinanzschulden um rund CHF 1,1 Milliarden. Dies aufgrund des Abschlusses der Devestition in Vietnam im ersten Quartal, des Abschluss der Devestition in Chile im 3. Quartal und der Überweisung des Barerlöses aus angekündigten Transaktionen in China. Hiervon ausgenommen ist ein Betrag von CHF 110 Millionen, der wie bereits ausgewiesen 2018 eingehen wird.
Die Nettoverschuldung betrug CHF 15,5 Milliarden per Quartalsende.
ÜBERLEITUNG ZUM KONZERNABSCHLUSS

In diesem Bericht werden einige nicht GAAP-konforme Finanzkennzahlen verwendet, um die operative Leistung von LafargeHolcim besser zu beschreiben. Definitionen zu diesen Nicht-GAAP-Kennzahlen finden Sie auf unserer Website.
WEITERE INFORMATIONEN
Die Analystenpräsentation zu den Ergebnissen sowie der Zwischenbericht für das dritte Quartal sind unter www.lafargeholcim.com abrufbar.
Die Finanzberichte nach IFRS finden Sie auf der Website von LafargeHolcim.
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