Hypothekarbank Lenzburg AG steigert Ertrag und Gewinn und beantragt Sonderausschüttung für die Aktionäre Freitag, 12. Januar 2018 - 07:29
Medienmitteilung 12.01.2018
Lenzburg, 12. Januar 2018
Hypothekarbank Lenzburg AG steigert Ertrag und Gewinn und beantragt Sonderausschüttung für die Aktionäre
Die Hypothekarbank Lenzburg AG konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl den Geschäftsertrag als auch den Reingewinn steigern. Anlässlich des 150-Jahre-Jubliäums beantragt der Verwaltungsrat eine Sonderausschüttung für die Aktionäre.
Die Hypothekarbank Lenzburg AG hat im vergangenen Jahr den Geschäftsertrag um CHF 3.5 Mio. (+ 4.7 %) auf CHF 77.3 Mio. gesteigert. Sämtliche Ertragskomponenten aus dem Kerngeschäft haben zu dieser Verbesserung beigetragen. Der Erfolg aus dem Zinsdifferenzgeschäft der wichtigsten Ertragsquelle der Bank verzeichnet gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um CHF 1.3 Mio. (+ 2.5 %) auf CHF 55.2 Mio. Zudem zeigen der im Rahmen der 2016 festgelegten Strategie beschlossene Ausbau des HBL Asset Management und die gezielte Positionierung der Bank im Bereich der Digitalisierung mit der Erbringung von IT- und Service-Leistungen an Dritte erfreuliche Auswirkungen. So haben sich die Erträge im Kommissionsgeschäft um CHF 1.7 Mio. (+ 15.9 %) auf CHF 12.6 Mio. erhöht und der übrige ordentliche Ertrag, der wesentlich von den Einnahmen aus den Lizenzen für das Kernbankensystem Finstar® und Dienstleistungen geprägt ist, die wir für Partnerinstitute erbringen, hat um CHF 0.3 Mio. (+ 9.5 %) auf CHF 4 Mio. zugenommen. Weiter positiv verändert haben sich die Handelserträge um CHF 0.8 Mio. (+ 27.8 %) auf CHF 3.7 Mio.
Umsetzung der Strategie und regulatorische Anforderungen
Die
mit der Umsetzung unserer Strategie verbundenen Investitionen führten
zu einer Zunahme des Geschäftsaufwandes. Zudem hatten die stetig
umfassenderen regulatorischen Anforderungen entsprechende Auswirkungen
auf die Kosten. Während der Personalaufwand um CHF 0.5 Mio. (+ 1.6 %)
auf CHF 29.6 Mio. anstieg, nahm der Sachaufwand um CHF 1.6 Mio. (+ 13.9
%) auf CHF 13.5 Mio. zu. Darin enthalten sind höhere Informatikkosten
sowie zusätzliche Kosten für Leistungen, die wir von Dritten beansprucht
haben. Die Abschreibungen auf Bankliegenschaften betragen CHF 1.4 Mio.
und die Aufwendungen für die Weiterentwicklung der Informatiklösung
Finstar® belaufen sich auf CHF 4.9 Mio. Diese wurden vollumfänglich
abgeschrieben. Schliesslich resultiert ein um CHF 0.5 Mio. (+ 2.1 %)
gesteigerter Gewinn von CHF 22.1 Mio.
Nennwertreduktion als Jubiläumsgeschenk
Der Verwaltungsrat
beantragt an der Generalversammlung vom 17. März 2018, eine unveränderte
Dividende von CHF 110.00 pro Aktie auszurichten. Den freiwilligen
Gewinnreserven sollen CHF 14.5 Mio. (Vorjahr CHF 13.5 Mio.) zugewiesen
werden. Weiter beantragt der Verwaltungsrat, den Aktionären mit einer
steuerbefreiten Nennwertreduktion einen zusätzlichen Betrag von CHF
40.00 pro Aktie auszuzahlen. Im Jahr des 150-jährigen Bestehens der
Hypothekarbank Lenzburg AG kommen die Aktionäre damit in den Genuss
einer Ausschüttung von insgesamt CHF 150.00 pro Aktie. Auf Basis des
Jahresendkurses der Hypi-Aktie (HBLN) entspricht dies einer Rendite von
3.4 %. «Wir wollen uns mit der Sonderausschüttung bei unseren Aktionären
für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung bedanken 150 Franken im 150.
Jahr Hypothekarbank Lenzburg», sagt Verwaltungsratspräsident Gerhard
Hanhart.
Bilanz überschreitet 5-Milliarden-Franken-Marke
Die
Bilanzsumme überschritt mit einer Steigerung von CHF 100 Mio. (+ 2 %)
erstmals die Marke von CHF 5 Mia. Die Hypothekarforderungen konnten um
weitere CHF 161 Mio. (+ 4.3 %) auf CHF 3874 Mio. gesteigert werden. Wie
in den Vorjahren wurden hauptsächlich Wohnliegenschaften finanziert. Vor
dem Hintergrund unverändert tiefer Zinsen blieb die Bautätigkeit weiter
dynamisch, führt jedoch gebietsweise zu einer Zunahme des
Leerwohnungsbestandes. Wir beobachten die Entwicklung aufmerksam und
erachten eine gewisse Zurückhaltung als angezeigt. Die Forderungen
gegenüber Kunden reduzierten sich um CHF 22 Mio. auf CHF 208 Mio. Viele
Unternehmenskunden halten sich mit Investitionen trotz deutlich
verbesserten Rahmenbedingungen weiterhin zurück. Die durchschnittliche
Auslastung der offenen Kreditlimiten ist gering. Die Ausleihungen sind
mit 92 % durch Kundengelder refinanziert.
Die Entwicklung der Kundengelder war im Berichtsjahr einerseits geprägt durch die gezielte Umplatzierung von Vorsorgegeldern im Umfang von CHF 136 Mio., die bis Anfang 2017 in der Bilanz geführt und anschliessend in Vermögensverwaltungsmandate ausserhalb der Bilanz investiert wurden. Andererseits konnte während des Berichtsjahres ein organisches Wachstum der Kundengelder von CHF 98 Mio. (+ 2.7 %) erzielt werden. Per Jahresende belaufen sich die Kundengelder auf CHF 3757 Mio. (- 1.0 %). Zur Refinanzierung des langfristigen Ausleihungsgeschäfts wurden die Pfandbriefdarlehen um CHF 33 Mio. auf CHF 598 Mio. erhöht.
Eigenmittelquote deutlich über gesetzlichem Minimum
Das
ausgewiesene Eigenkapital beträgt unter Einrechnung der Reserven für
allgemeine Bankrisiken und unter Berücksichtigung der vorgesehenen
Gewinnverwendung und der Nennwertrückzahlung CHF 453 Mio. (+ CHF 11
Mio.). Dies entspricht unverändert 9 % der Bilanzsumme. Die
Gesamtkapitalquote nach Basel III von rund 19 % übertrifft das
gesetzliche Erfordernis von 12.2 % deutlich.
Anlageprozess der Hypothekarbank Lenzburg AG bewährt sich
In
Kombination mit einem positiven Börsenumfeld vermochten sämtliche vom
HBL Asset Management betreuten Anlagen überaus erfreuliche Renditen zu
erzielen. Dabei konzentriert sich das HBL Asset Management auf das
Erbringen von Dienstleistungen in den drei Bereichen der traditionellen
Vermögensverwaltung, den institutionellen Vermögensverwaltungsmandaten
und der Gestaltung neuer Produkte. Die verwalteten Vermögen konnten mehr
als verdoppelt werden. Sie betragen insgesamt über CHF 550 Mio.
Sämtliche vom HBL Asset Management betreuten Anlagen profitieren dabei
vom klar definierten Anlageprozess, den die Hypothekarbank Lenzburg AG
2016 eingeführt hat und der sich auch im letzten Jahr bewährt hat.
«Euro-Finance-Tech Award» für Pionierprojekt
Die
Hypothekarbank Lenzburg AG stösst mit der eigenen Kernbankenplattform
Finstar® weiter in die Schweizer Bankenlandschaft vor und erbringt für
zwei weitere Banken zusätzliche Service-Leistungen. Auf das Jahresende
2017 migrierte die Scobag Privatbank AG, Basel, erfolgreich auf die
Kernbankenlösung Finstar®. Im vergangenen Mai wurde Finstar® mit einer
offenen Programmierschnittstelle (engl. Open API oder Application
Programming Interface) ergänzt und ist diesbezüglich die erste offene
Bankenplattform in der Schweiz. Das Pionierprojekt wurde zusammen mit
der deutschen Firma NDGIT realisiert und löste in der Schweiz und in
Deutschland ein grosses Echo aus. Im November erhielten die
Hypothekarbank Lenzburg AG und NDGIT für dieses Projekt den
«Euro-Finance-Tech-Award 2017» in Frankfurt.
Im Laufe des Jahres wurde Finstar® um verschiedene Funktionen erweitert. Die Börsenaufträge werden neu über das Handelssystem GLOX abgewickelt. In Kooperation mit dem FinTech Unternehmen Edge Laboratories AG wurde eine Lösung im Bereich des Risikomanagements für Anlagekunden realisiert. Mit FinSign präsentiert die Bank eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für sicheres und komfortables Online-Banking. Diese Authentifizierung wird auch für die neue E-Banking-Lösung eingesetzt, welche 2018 lanciert werden soll. Ein innovatives Konzept wird mit Beratungsräumen in Coworking-Spaces, beispielsweise AarauDigital, verfolgt.
Digitalisierungsexpertin für den Verwaltungsrat
Mit der
Medienmitteilung vom 24. November 2017 konnte die Hypothekarbank
Lenzburg AG die Nomination von Frau Prof. Dr. sc. ETH Doris Agotai zu
Handen der Generalversammlung vom 17. März 2018 bekannt geben. Die
gezielte Positionierung im Bereich der Digitalisierung im Banking ist
Teil der Strategie der Hypothekarbank Lenzburg AG. Mit Frau Agotai
konnte eine ausgewiesene Fachperson gewonnen werden, welche das Gremium
in diesen Themen auf strategischer Ebene optimal ergänzen wird.
Unter Vorbehalt der Zustimmung der Generalversammlung vom 17. März 2018 wird sich der Verwaltungsrat der Hypothekarbank Lenzburg AG aus folgenden Personen zusammensetzen:
- Gerhard Hanhart, Präsident
- Prof. Dr. sc. ETH Doris Agotai
- René Brülhart
- Kaspar Hemmeler
- Marco Killer
- Josef Lingg
- Ursula McCreight-Ernst
- Christoph Schwarz
- Therese Suter
- Dr. Thomas Wietlisbach
Publikation des detaillierten Geschäftsberichtes 2017 gemäss Unternehmenskalender.
Fakten zur Hypothekarbank Lenzburg AG:
- Seit 1868 im Herzen des Kantons Aargau
- Selbstständige, börsenkotierte Aktiengesellschaft
- Mitarbeitende (Vollzeitstellen) 241, Lernende 12
- Bilanzsumme (Stand 31.12.2017) CHF 5'040 Mio.
- Jahresgewinn 2017: CHF 22.1 Mio.
- Aktienkapital: CHF 21.6 Mio., eingeteilt in 72'000 Aktien zu CHF 300.- Nennwert, gehandelt an der Schweizer Börse (SIX) unter HBLN
- Jahresendkurs der Hypi-Aktie: CHF 4'440 (Jahreshöchst CHF 4'650 / Jahrestiefst CHF 4'225)
- Antrag zur Gewinnverwendung 2017: Dividendenausschüttung CHF 110.- pro Aktie sowie Nennwertrückzahlung von CHF 40.00 pro Aktie
Weitere Informationen:
Marianne Wildi
Vorsitzende der Geschäftsleitung
Hypothekarbank Lenzburg AG
Bahnhofstrasse 2
5600 Lenzburg
Telefon: +41 62 885 14 49
Telefax: +41 62 885 15 95
E-Mail: marianne.wildi@hbl.ch
