Tamedia-Abstimmungsumfrage: 60 Prozent lehnen die No-Billag-Initiative ab Mittwoch, 21. Februar 2018 - 06:36
Zürich, 21. Februar 2018 – Die Schweizer Mediengruppe Tamedia hat auf ihren Newsportalen die dritte titelübergreifende Umfrage im Vorfeld der eidgenössischen Abstimmung vom 4. März 2018 durchgeführt. 17’164 Personen aus der ganzen Schweiz haben am 15. Februar online an der Befragung teilgenommen. Der Fehlerbereich liegt bei 1,1 Prozentpunkten.
Befürworter der Initiative treten vor Ort
Im Kampf um die Abschaffung der Empfangsgebühren scheinen die Meinungen gemacht: Weiterhin lehnt eine klare Mehrheit von 60 Prozent die No-Billag-Initiative ab. 39 Prozent der Stimmbürger wollen der Initiative gemäss der neusten Tamedia-Abstimmungsumfrage zustimmen. 1 Prozent der Befragten machte keine Angaben zu den Stimmabsichten. Damit ist es den Befürwortern nicht gelungen, seit der letzten Umfrage vor zwei Wochen Boden gut zu machen.
Eine Mehrheit findet die Vorlage einzig bei den Wählern der SVP (70 Prozent Ja). Die Anhänger aller übrigen grösseren Parteien lehnen die Initiative ab, am klarsten die SP-Wähler mit 82 Prozent Nein. Doch auch 64 Prozent der FDP-Wähler sind gegen No Billag.
18- bis 34-Jährige lehnen No Billag ebenfalls klar ab
Die Umfrage zeigt ausserdem, dass die Vorlage kein Kampf Jung gegen Alt ist: Alle Altersgruppen lehnen die Abschaffung der Empfangsgebühren ab – auch die 18- bis 34-Jährigen. Von ihnen wollen derzeit 60 Prozent ein Nein in die Urne legen. Noch stärker ist die Ablehnung einzig bei den über 65-Jährigen (68 Prozent Nein).
Unterschiede gibt es zwischen den Geschlechtern: Während nur gut jede dritte Frau für die No-Billag-Initiative ist, sind es bei den Männern 43 Prozent. Laut der Umfrage ist die Zustimmung zudem in der Westschweiz (36 Prozent Ja) tiefer als in der Deutschschweiz (41 Prozent Ja).
Finanzordnung 2021 ungefährdet
Bei der neuen Finanzordnung hat sich der Ja-Trend fortgesetzt. Die Zustimmung ist innert zweier Wochen um mehr als zehn Prozentpunkte auf 71 Prozent gestiegen (2. Welle: 59 Prozent). Das Nein-Lager kommt auf 19 Prozent, 10 Prozent machten keine Angaben zum Stimmverhalten.
Umfassende Tamedia-Abstimmungsumfragen
Die Tamedia-Abstimmungsumfragen werden in Zusammenarbeit mit der LeeWas GmbH der Politikwissenschaftler Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen durchgeführt. Sie gewichten die Umfragedaten nach demografischen, geografischen und politischen Variablen, sodass die Stichprobe der Struktur der Stimmbevölkerung entspricht. Die Resultate werden jeweils umgehend ausgewertet, damit die Tageszeitungen und Newsplattformen von Tamedia schweizweit rasch und fundiert darüber berichten können. Weitere Informationen und der Bericht zur Umfrage sind unter tamedia.ch/umfragen abrufbar.
Beteiligte Tamedia-Medien Deutschschweiz: 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger, SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen; Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin Dimanche; Tessin: 20 minuti
Kontakt
Christoph Zimmer, Leiter Kommunikation & Public Affairs Tamedia +41 44 248 41 35, christoph.zimmer@tamedia.ch
Über Tamedia
Tamedia ist die führende private Schweizer Mediengruppe. Die Digitalplattformen, Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften von Tamedia bieten Überblick, Einordnung und Selektion. Das 1893 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 3‘400 Mitarbeitende in der Schweiz, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Israel, Luxemburg, Österreich und Serbien und ist seit 2000 an der Schweizer Börse kotiert.
Weitere Informationen zu Tamedia für Medienschaffende: www.tamedia.ch/de/gruppe/newsroom Im Newsroom unter Bilddatenbank stehen frei verfügbare aktuelle Bilder rund um Tamedia zum Herunterladen zur Verfügung, unter anderem Aufnahmen der Gebäude mit dem seit Januar 2017 eingesetzten Logo.
