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LafargeHolcim verwertet 10 Millionen Tonnen Abfall in 2017 (+13%); Eröffnung neuer Abfallbehandlungsanlagen Dienstag, 27. März 2018 - 11:45

Medienmitteilung

LafargeHolcim verwertet 10 Millionen Tonnen Abfall in 2017 (+13%); Eröffnung neuer Abfallbehandlungsanlagen

LafargeHolcims Abfallverwertungsbereich Geocycle hat im vergangenen Jahr 10 Millionen Tonnen Abfall verarbeitet, ein Plus von 13 Prozent. 10 Millionen Tonnen entsprechen der nahezu doppelten Menge an Haushaltsabfällen, die pro Jahr in der Schweiz entstehen oder 2 Millionen Abfallfahrzeugen.

Mittels Co-Processing verwertete LafargeHolcim in den Drehrohröfen seiner Zementwerke eine Vielzahl unterschiedlicher Abfälle. Dazu gehörten unter anderem aufbereitete Restabfälle aus Industrie und Gemeinden, verbrauchte Lösungsmittel, Altreifen, Altöle, kontaminierte Böden, Industrie- und Klärschlamm sowie Bauschutt.

Jan Jenisch, Group CEO: „LafargeHolcim ist ein weltweit führender Baustoffhersteller. Nachhaltiges Bauen und Leben wird zukünftig immer wichtiger. Vor dem Hintergrund des wachsenden Bedarfs an nachhaltigen Baulösungen und Infrastrukturen wollen wir einen wichtigen Beitrag leisten. LafargeHolcim bietet Lösungen an, bei denen Abfälle gleichzeitig recycelt und wiederverwertet werden können. Wir verfolgen ambitionierte Pläne, weltweit zu investieren, um dazu beizutragen, das globale Abfallproblem zu lösen und unseren Kunden die besten Lösungen zu bieten.“

In Europa und Nordamerika wuchs für LafargeHolcim insbesondere der Bereich Industrieabfall, während in Afrika verstärkt Biomasseabfälle wie Reis- oder Kaffeeschalen verwertet wurden. Bei festen Siedlungsabfällen verzeichnete Geocycle in Asien und Lateinamerika ein besonders starkes Wachstum. Dort befinden sich die Abfallinfrastrukturen noch im Aufbau und Gemeinden sind auf der Suche nach nachhaltigen Lösungen zur Verwertung der wachsenden Haushaltsabfälle.

2017 hat Geocycle drei neue Abfallbehandlungsanlagen errichtet. Diese befinden sich in Kujawy (Polen), El Sokhna (Ägypten) sowie Oum Azza (Marokko). Oum Azza ist die erste Abfallbehandlungsanlage für festen Siedlungsabfall in der Region Naher Osten, Afrika und wurde von Geocycle mit einer eigenen patentierten Technologie errichtet. Alle Anlagen tragen dazu bei, dass weniger Abfälle unkontrolliert entsorgt und verbrannt werden oder auf Deponien landen und so die Verschmutzung von Land und Ozeanen reduziert wird.

Zu den wichtigsten Vorteilen des Co-Processing gehört, dass keine Rückstände entstehen, da die mineralischen Bestandteile des Abfalls vollständig in den Klinker als Zwischenprodukt in der Zementherstellung integriert werden. Gleichzeitig werden CO2-Emissionen und Energiekosten durch die Substitution fossiler Brennstoffe und natürlicher Rohmaterialien reduziert. Hohe Temperaturen und eine lange Verweildauer sorgen für eine vollständige und saubere Verbrennung. Die Vermeidung von Deponierungen und unkontrollierter Entsorgung verringern die Umweltverschmutzung und den Flächenverbrauch. Co-Processing spielt so bei der Abfallverwertung eine entscheidende Rolle und leistet einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

Entladung eines Geocycle-Lastwagens mit industriellen Restabfällen am Standort Cartago, Costa Rica

Abfallverwertungsplattform von Geocycle Ägypten in Suez