PRESSEMITTEILUNG; Ergebnisse für das 4. Quartal und Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2012/13; Höherer EBIT bei stabilem Umsatz – Vorschlag einer Dividendenerhöhung von 25 CHF auf 30 CHF pro Aktie Mittwoch, 05. Juni 2013 - 07:00
PRESSEMITTEILUNG
Ergebnisse für das 4. Quartal und Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2012/13
Höherer EBIT bei stabilem Umsatz – Vorschlag einer Dividendenerhöhung von 25 CHF auf 30 CHF pro Aktie
Fribourg, 5. Juni 2013 – LEM (SIX: LEHN), der Marktführer für innovative und hochwertige Lösungen zur Messung elektrischer Parameter, gibt für das 4. Quartal 2012/13 einen Umsatz von 55,8 Mio. CHF, einen operativen EBIT von 6,6 Mio. CHF und einen Reingewinn von 3,9 Mio. CHF bekannt. Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2012/13 entsprechen den Erwartungen: Während der Umsatz 235,0 Mio. CHF betrug, belief sich der operative EBIT auf 41,0 Mio. CHF. Der Reingewinn lag bei 32,6 Mio. CHF.
Das 4. Quartal 2012/13 im Vergleich zum 3. Quartal 2012/13:
- Der Auftragseingang belief sich auf 58,7 Mio. CHF, was einem Anstieg um 14,3% (51,4 Mio. CHF) entspricht.
- Der Umsatz betrug 55,8 Mio. CHF, was einem Anstieg um 1,4% (55,0 Mio. CHF) entspricht.
- Der Book-to-bill-ratio lag bei 1,05 (0,93).
- Die Bruttomarge betrug 37,6% (44,3%).
- Der operative EBIT lag bei 6,6 Mio. CHF, was einem Rückgang um 37,9% (10,6 Mio. CHF) entspricht. Die operative EBIT-Marge betrug 11,8% (19,3%).
- Im 4. Quartal 2012/13 fielen aufgrund der angekündigten Verlagerung von Produktionslinien nach Bulgarien Restrukturierungskosten in Höhe von 1,9 Mio. CHF an.
- Der Reingewinn ging im Berichtszeitraum um 51,6% auf 3,9 Mio. CHF zurück (8,1 Mio. CHF).
Auf Jahresbasis:
- Der Auftragseingang belief sich auf 230,6 Mio. CHF, was gegenüber dem Vorjahr (182,9 Mio. CHF) einem Anstieg um 26,1% entspricht.
- Der Umsatz betrug 235,0 Mio. CHF, was einem Rückgang um 0,6% (236,3 Mio. CHF) entspricht. Wechselkursbereinigt ging der Umsatz um 3,7% zurück.
- Der operative EBIT lag mit 41,0 Mio. CHF 20,1% höher als im Vorjahr (34,2 Mio. CHF).
- Gegenüber dem Vorjahr stieg der Reingewinn um 14,5% auf 32,6 Mio. CHF (28,5 Mio. CHF).
„Das Geschäftsjahr 2012/13 war das zweitbeste Jahr in der Geschichte unseres Unternehmens. Unsere Bemühungen zur Steigerung unserer Effizienz und Flexibilität brachten das erwartete Ergebnis. Es ist uns gelungen, die Margen bei stabilem Umsatz zu erhöhen. Die abkühlende Konjunktur in Europa hat im Industriesegment zu einer gedämpften Umsatzentwicklung geführt. Das Automobilsegment hat hingegen dank neuer Produkte und Projekte einen Rekordumsatz erzielt. Durch Fortschritte bei der Implementierung unserer zentralen strategischen Initiativen haben wir das Unternehmen gestärkt und den Weg für zukünftige Erfolge geebnet“, so François Gabella, CEO von LEM.
Im Geschäftsjahr 2012/13 betrug der Umsatz 235,0 Mio. CHF, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 0,6% bzw. 1,4 Mio. CHF entspricht. Wechselkursschwankungen haben sich positiv ausgewirkt. Wechselkursbereinigt ging der Umsatz um 3,7% zurück.
Der Auftragseingang stieg im Geschäftsjahr 2012/13 um 26,1% auf 230,6 Mio. CHF an. Bezogen auf das gesamte Geschäftsjahr betrug der Book-to-bill-ratio 0,98. Im 4. Quartal 2012/13 verbesserte sich der Book-to-bill-ratio auf 1,05, was die Stabilisierung des Marktes bestätigt.
Im Geschäftsjahr 2012/13 ist es LEM gelungen, die Bruttomarge von 39,1% auf 42,0% zu verbessern. Diese Verbesserung war das Ergebnis fortwährender Kosteneinsparungen durch verbesserte Produktionsprozesse, eine effektivere Steuerung der Kapazitäten sowie Rationalisierungseffekte nach der Produktionsverlagerung von Dänemark in die Schweiz. LEM konnte den anhaltenden Preisverfall auf seinen Märkten mehr als ausgleichen.
Der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (SG&A) konnte um 4,1% auf 43,1 Mio. CHF gesenkt werden. Bezogen auf den Umsatz gingen die SG&A von 19,0% im Geschäftsjahr 2011/12 auf 18,3% im Geschäftsjahr 2012/13 zurück.
Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand (F&E) stieg um 9,4% auf 14,7 Mio. CHF. Bezogen auf den Umsatz entspricht dies einem Anstieg von F&E auf 6,2% im Geschäftsjahr 2012/13 gegenüber 5,7% im Vorjahr.
Selbst unter Einbezug von Restrukturierungskosten in Höhe von 1,9 Mio. CHF im Zusammenhang mit der Verlagerung der Produktion nach Bulgarien, die im
4. Quartal 2012/13 ausgewiesen wurden, erhöhte sich der operative EBIT auf 41,0 Mio. CHF gegenüber 34,2 Mio. CHF im Geschäftsjahr 2011/12. Die operative EBIT-Marge von LEM lag mit 17,5% im angestrebten Zielbereich zwischen 15 und 20% und fiel damit 3,0 Prozentpunkte höher aus als im Vorjahr.
Die Steuerquote der Gruppe stieg im Vergleich zum Vorjahr von 12,4% auf 17,5% an, da die vorjährige Rückstellungsauflösung sich im Geschäftsjahr 2012/13 nicht wiederholte. Der Jahresreingewinn betrug 32,6 Mio. CHF (+14,5%).
Die Bilanz des Unternehmens zeigt sich weiterhin solide. Zum 31. März 2013 war die Bilanzsumme auf 139,9 Mio. angestiegen, was vor allem auf die hohen Cashbestände zurückzuführen ist. Das Eigenkapital stieg auf 87,3 Mio. CHF an, was einer Eigenkapitalquote von 62,4% entspricht (gegenüber 60,0% zum 31. März 2012).
Industriesegment: schwache europäische Märkte
Im Geschäftsjahr 2012/13 konnten im Industriesegment trotz eines volatilen Wirtschaftsumfelds gute Ergebnisse erzielt werden. Es wurde ein Umsatz von 200,0 Mio. CHF erzielt, was gegenüber dem Geschäftsjahr 2011/12 einem Rückgang um 4,0% entspricht. Dieser Rückgang ist auf das schwierige wirtschaftliche Klima in Europa mit einem Umsatzrückgang von 11% zurückzuführen. In Asien und Nordamerika wurden bei Wachstumsraten von 6% bzw. 3% gute Ergebnisse erzielt. Europa war jedoch mit einem Umsatzanteil von 48% nach wie vor die wichtigste Region des Segments, gefolgt von Asien mit 36% und Nordamerika mit 14%. China war der grösste Einzelmarkt für LEM. Wechselkursbereinigt ging der Umsatz um 6,6% zurück. Trotz des ständigen Preisdrucks stieg die operative EBIT-Marge von LEM von 14,4% im Geschäftsjahr 2011/12 auf 18,3%. Diese Verbesserung ist das Ergebnis eines strikten Kostenmanagements, der Verlagerung von Produktionslinien nach China, der Verbesserungen in der Lieferkette und der Konzentration der Hochpräzisionsfertigung in Genf.
- Der Umsatz im Antriebs- und Schweissgeschäft ging im Vorjahresvergleich um 12% zurück. Auf allen grossen Märkten mit Ausnahme von China wurde eine schwächere Nachfrage verzeichnet, wobei Europa von dieser Entwicklung am stärksten betroffen war. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2012/13 beobachtete LEM eine Stabilisierung in Europa und Nordamerika.
- Im Geschäft erneuerbare Energien und Stromversorgungen machte sich die Konsolidierung des Solar- und Windmarkts bemerkbar. Im Vorjahresvergleich stieg der Umsatz um 7%. Das stärkste Wachstum wurde in Japan, China und in den USA verzeichnet, während der Umsatz in Europa zurückging. Im Solargeschäft wurde eine steigende Nachfrage nach Grosskraftanlagen beobachtet. Das Windgeschäft war durch ungelöste Netzanbindungsprobleme beeinträchtigt.
- Das Traktionsgeschäft blieb im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011/12 stabil. Die Nachfrage in Europa und Japan war aufgrund der begrenzten staatlichen Investitionen in die Infrastruktur nach wie vor schwach.
- Der Umsatz im Hochpräzisionsgeschäft nahm im Vorjahresvergleich aufgrund der schwachen Nachfrage in Europa und Asien um 4% ab. Trotzdem konnte LEM seinen Markanteil ausbauen, nachdem das Unternehmen neue Kunden und Projekte gewonnen hatte.
Automobilsegment: zweistelliges Wachstum
Im Automobilsegment wurde im Geschäftsjahr 2012/13, dem dritten Jahr in Folge mit einem Wachstum im hohen zweistelligen Bereich, ein Umsatz von 35,0 Mio. CHF erreicht, was einem Wachstum von 24,8% entspricht. Wechselkursbereinigt lag das Umsatzwachstum bei 18,0%. Das Geschäft konventionelle Automobile war der Wachstumstreiber dieses neuen Rekordergebnisses. Nordamerika blieb in diesem Segment mit einem Umsatzanteil von 51% der wichtigste Markt, wobei Asien und insbesondere China mit einem Umsatzanteil von 17% (nur China) bzw. 40% (Asien einschliesslich China) immer wichtiger werden. Die Wachstumsraten waren in China (+54%), den USA (+29%) und Japan (+21%) am stärksten. Mit einem Umsatzanteil von 8% blieb Europa weiterhin ein relativ kleiner Markt. Es wurde ein operativer EBIT von 4,4 Mio. CHF erzielt, was gegenüber dem Geschäftsjahr 2011/12 einer Steigerung um 5,8% entspricht. Die operative EBIT-Marge betrug 12,7% gegenüber 15,0% im Vorjahr. Die niedrigere operative EBIT-Marge ist auf den höheren Wettbewerbsdruck und höhere Investitionen in F&E und Marketing zurückzuführen.
- Im Geschäft konventionelle Automobile wurde ein wachsendes Interesse an der Start-Stopp-Applikation des Unternehmens beobachtet. LEM verzeichnete ein starkes Wachstum bei seiner Batteriemanagement-Anwendung. Insgesamt wuchs der Markt schneller als erwartet, und der Umsatz stieg um 33%.
- Der Markt der umweltfreundlichen Automobile war durch hohe Fahrzeugpreise belastet. Hybridfahrzeuge konnten gewisse Erfolge verzeichnen, aber der Absatz elektrischer Automobile blieb nach wie vor tief. Viele Projekte im Bereich umweltfreundliche Automobile wurden im Laufe des letzten Jahres aufgeschoben oder gar gestrichen. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde im Geschäft umweltfreundliche Automobile im Vorjahresvergleich ein Rückgang um 4% verzeichnet.
Ordentliche Generalversammlung der Aktionäre am 27. Juni 2013
Dividendenvorschlag
Der Vorschlag einer erhöhten Dividende von 30 CHF, den der Verwaltungsrat bei der Generalversammlung 2013 unterbreiten wird, ist ein Zeichen des Vertrauens in die Fähigkeit des Unternehmens, auch künftig starke Cashflows zu generieren. Dieser Vorschlag steht in Einklang mit der Dividendenpolitik von LEM, deutlich mehr als 50% des konsolidierten Reingewinns an ihre Aktionäre auszuschütten, und entspricht einer Ausschüttungsquote von 105%.
Veränderungen im Verwaltungsrat
Felix Bagdasarjanz, Verwaltungsratsmitglied seit 2002 und Verwaltungsratspräsident der LEM Holding SA seit 2004, hat seinen Rückzug aus dem Verwaltungsrat an der Generalversammlung der Aktionäre am 27. Juni 2013 angekündigt. Der Verwaltungsrat hat entschieden, Andreas Hürlimann, unter Voraussetzung der Wiederwahl in den Verwaltungsrat an der kommenden Generalversammlung, zum neuen Verwaltungsratspräsidenten zu ernennen. Anton Lauber, Mitglied des Verwaltungsrats seit 2004, tritt zurück und steht nicht zur Wiederwahl zur Verfügung.
Der Verwaltungsrat schlägt zudem Dr. Norbert Hess (Dr. Ing. TU Berlin) zur Wahl als neues Verwaltungsratsmitglied vor. Norbert Hess, deutscher Staatsbürger, ist Mitglied des Managements und Chief Operations Officer bei EPCOS AG. Aufgrund seiner über 25-jährigen Karriere im Ingenieurswesen und Management bei Siemens AG und EPCOS AG wird Norbert Hess dem Unternehmen und dem Verwaltungsrat eine breite Berufserfahrung in den Bereichen Material & Technology, Betriebs- und Unternehmensführung im Sektor der elektrischen Komponenten bieten. Er hatte ausserdem Einblick in Kundensegmente wie das Automobil-, Industrie-, Energie- und Telekomsegment.
Ausblick
Das wirtschaftliche Klima ist weiterhin durch Volatilität geprägt und das Wettbewerbsumfeld bleibt angespannt. Das Management erwartet im Industriesegment eine schrittweise Erholung der Umsatzsituation in Nordamerika und Asien, während es in Europa von einer weiterhin gedämpften Nachfrage ausgeht. Im Automobilsegment wird ein stetiges Wachstum erwartet. Dank der strategischen Initiativen von LEM erwartet das Management, dass die operativen Margen innerhalb des angestrebten Zielbereichs zwischen 15 und 20% bleiben.
Detaillierte Informationen zum Finanzergebnis und Geschäftsbericht 2012/13
Der vollständige Geschäftsbericht steht ab heute, dem 5. Juni 2013, unter www.lem.com> Investor Relations> Geschäftsbericht zur Verfügung.

