PostFinance hat im ersten Halbjahr 2018 ein Unternehmensergebnis (EBT) von 125 Millionen Franken erwirtschaftet. Das sind 247 Millionen Franken weniger als im ersten Semester des Vorjahres. Hauptgründe für den Rückgang sind markant tiefere Erträge aus dem Zinsdifferenzgeschäft sowie ein einmaliger Sondereffekt im Vorjahr. Die negative Entwicklung entspricht aufgrund der anhaltenden Tiefzinsphase an den Geld- und Kapitalmärkten den Erwartungen und wird sich fortsetzen.
Das Halbjahresergebnis EBT nach Konzernrichtlinie IFRS von 125 Millionen Franken ist im Vergleich zum Vorjahressemester um 247 Millionen Franken oder 66 Prozent tiefer ausgefallen. Der Rückgang wird massgeblich durch einen um 82 Millionen Franken tieferen Zinserfolg verursacht. Zusätzlich sind im ersten Halbjahr 2018 Wertberichtigungen auf Finanzanlagen im Umfang von 6 Millionen Franken angefallen, nachdem in der Vorjahresperiode noch Wertaufholungen von 14 Millionen Franken resultiert hatten. Ebenfalls war das Ergebnis des Vorjahressemesters durch einmalige Gewinne aus dem Verkauf zweier Aktienportfolios in der Höhe von insgesamt 109 Millionen Franken beeinflusst.
Als Folge der tiefen, weitgehend sogar negativen Zinsen an den nationalen und internationalen Finanzmärkten und dadurch reduzierter rentabler Anlagemöglichkeiten sind die Erträge aus dem Zinsdifferenzgeschäft seit Jahren rückläufig. Gleichzeitig kann der Zinsaufwand nur noch in beschränktem Mass reduziert werden. Dadurch bricht der Zinserfolg weg – ein Trend, der sich in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Um dem Ergebnisrückgang entgegenzuwirken, hat PostFinance in diversen Geschäftsbereichen Massnahmen zur Erschliessung neuer Ertragsmöglichkeiten, Effizienzsteigerung und Kostensenkung eingeleitet.
Bei den zinsunabhängigen Geschäftsfeldern resultierten Ergebnisverbesserungen im Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft um insgesamt 15 Millionen Franken, während der Erfolg im Handelsgeschäft um 18 Millionen Franken zurückging. Der Personalaufwand sank um 7 Millionen Franken.
