Publiziert in: Marktpuls, Unternehmen
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Tamedia-Nachbefragung: Junge stimmten eher für die Fair-Food-Initiative Dienstag, 25. September 2018 - 06:02
Das Stimmvolk hat die Fair-Food-Initiative am Sonntag mit 61 Prozent Nein
abgelehnt. Die Tamedia-Nachbefragung zeigt deutliche Unterschiede im
Stimmverhalten zwischen den Generationen und Geschlechtern: Senioren und Männer
sagten häufiger Nein als Junge und Frauen. Beim Bundesbeschluss Velo rechnet
eine Mehrheit damit, dass dieser zu einer besseren Infrastruktur für Velofahrer
führen wird.
Zürich, 25. September 2018 - Die Schweizer Mediengruppe Tamedia hat auf
ihren Newsportalen eine titelübergreifende Nachbefragung zur eidgenössischen
Abstimmung vom 23. September durchgeführt. 8'499 Personen aus der ganzen
Schweiz haben zwischen dem 21. und 23. September online an der Umfrage
teilgenommen. Der Fehlerbereich liegt bei 2,7 Prozentpunkten.
Kaum Unterstützung von bürgerlichen Wählern
Die Tamedia-Nachbefragung veranschaulicht, wie das Nein zu den beiden
Agrarinitiativen zustande gekommen ist. Bei der Fair-Food-Initiative stimmten
von den Anhängern der grösseren Parteien einzig jene von SP und Grünen
mehrheitlich für die Vorlage (60 beziehungsweise 89 Prozent Ja). Während die
GLP-Wähler gespalten waren, lehnte die Basis der bürgerlichen Parteien das
Begehren grossmehrheitlich ab.
Die Initiative für Ernährungssouveränität, die mit 68 Prozent Nein
verworfen wurde, kam nur bei den Grünen auf eine Mehrheit. Die Wähler der
übrigen grösseren Parteien lehnten sie ab. Auch die SP-Sympathisanten legten
- trotz Ja-Parole der Delegierten - zu 55 Prozent ein Nein in die Urne.
18- bis 34-Jährige stimmten eher zu
Signifikante Unterschiede im Stimmverhalten gab es zwischen den Altersgruppen:
Immerhin 45 Prozent der 18- bis 34-Jährigen sprachen sich für "Fair Food"
aus. Hingegen waren es nur 28 Prozent der über 65-Jährigen. Der Vorlage "Für
Ernährungssouveränität" stimmten 34 Prozent der Jüngeren, aber nur 25
Prozent der Senioren zu.
Weiter zeigt die Umfrage einen ausgeprägten "Geschlechtergraben", besonders
bei der Fair-Food-Initiative: So sagten 45 Prozent der Stimmbürgerinnen Ja zum
Volksbegehren, aber nur 31 Prozent der Stimmbürger.
Höhere Preise wichtigstes Argument gegen "Fair Food"
Haushalte mit höheren und tieferen Einkommen lehnten die Fair-Food-Initiative
laut der Umfrage gleichermassen deutlich ab. Dennoch war das klar stärkste
Argument für eine Ablehnung, dass die Vorlage zu steigenden Lebensmittelpreisen
und zu mehr Einkaufstourismus führe. 76 Prozent der Stimmbürger rechneten im
Falle einer Annahme mit höheren Preisen für Lebensmittel.
Gegen die Initiative "Für Ernährungssouveränität" sprach aus Sicht der
Stimmbürger neben dem Preisargument auch, dass diese die Landwirtschaft vom
Markt abschotten wolle.
Hohe Erwartungen an die Velo-Vorlage
Der Bundesbeschluss Velo fand bei den Wählern sämtlicher grösserer Parteien
eine Mehrheit - bei den SVP-Anhängern allerdings nur knapp (51 Prozent Ja).
Das wichtigste Argument für ein Ja war gemäss der Befragung, dass ein gutes
Velonetz die Zahl der Unfälle verringere.
Die Stimmbürger haben hohe Erwartungen an die Wirksamkeit der
Verfassungsänderung: 56 Prozent gehen davon aus, dass sich die Infrastruktur
für Velofahrer tatsächlich verbessern wird. 32 Prozent sind der Ansicht, der
Bundesbeschluss sei toter Buchstabe. 12 Prozent der Stimmberechtigten taten
keine Meinung kund.
Umfassende Tamedia-Abstimmungsumfragen
Die Tamedia-Abstimmungsumfragen werden in Zusammenarbeit mit der LeeWas GmbH
der Politikwissenschaftler Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen durchgeführt.
Sie gewichten die Umfragedaten nach demografischen, geografischen und
politischen Variablen, sodass die Stichprobe der Struktur der Stimmbevölkerung
entspricht. Die Resultate werden jeweils umgehend ausgewertet, damit die
Tageszeitungen und Newsplattformen von Tamedia schweizweit rasch und fundiert
darüber berichten können. Weitere Informationen und der detaillierte Bericht
zur Umfrage sind unter tamedia.ch/umfragen (http://www.tamedia.ch/umfragen)
abrufbar.
Beteiligte Tamedia-Medien
Deutschschweiz: 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger,
SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen;
Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin
Dimanche;
Tessin: 20 minuti
Kontakt
Roman Hess, Medienverantwortlicher Tamedia
+41 44 248 42 45, mailto:roman.hess@tamedia.ch
Über Tamedia
Tamedia ist die führende private Schweizer Mediengruppe. Die
Digitalplattformen, Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften von Tamedia
bieten Überblick, Einordnung und Selektion. Das 1893 gegründete Unternehmen
beschäftigt rund 3'700 Mitarbeitende in der Schweiz, Dänemark, Deutschland,
Frankreich, Israel, Luxemburg, Österreich und Serbien und ist seit 2000 an der
Schweizer Börse kotiert.
Weitere Informationen zu Tamedia für Medienschaffende:
www.tamedia.ch/de/gruppe/newsroom (http://www.tamedia.ch/de/gruppe/newsroom) Im
Newsroom unter Bilddatenbank stehen frei verfügbare aktuelle Bilder rund um
Tamedia zum Herunterladen zur Verfügung, unter anderem Aufnahmen der Gebäude
mit dem seit Januar 2017 eingesetzten Logo.
www.tamedia.ch (http://www.tamedia.ch)
* Medienmitteilung (PDF): http://e1.marco.ch/publish/tamedia/33_8823/20180925_MM_Tamedia_NB_DE.pdf
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