Publiziert in: Marktpuls, Unternehmen
Frei
Tamedia veröffentlicht 3. Wahlumfrage Sonntag, 30. September 2018 - 07:45
Gut ein Jahr vor den Nationalratswahlen präsentiert sich die Schweizer
Parteienlandschaft stabil: Keine Partei kann im Vergleich zu den Wahlen 2015
signifikante Gewinne verzeichnen. Leichte Verluste hinnehmen muss laut der 3.
Tamedia-Wahlumfrage die CVP. Steigende Gesundheitskosten sind weiterhin die
grösste Sorge der Wahlberechtigten.
Zürich, 30. September 2018 - Die Mediengruppe Tamedia hat auf ihren
Newsportalen eine dritte Umfrage im Vorfeld der eidgenössischen Wahlen 2019
durchgeführt. 19'412 Personen aus der ganzen Schweiz haben am 24. und 25.
September online an der Umfrage teilgenommen. Der Fehlerbereich liegt bei 1,3
Prozentpunkten.
Die SVP tritt vor Ort
Wären am vergangenen Wochenende Nationalratswahlen gewesen, hätte die CVP an
Wähleranteil eingebüsst. Laut der Tamedia-Wahlumfrage käme sie auf 9,9
Prozent - das sind 1,7 Prozentpunkte weniger als bei den Wahlen 2015. Damit
schneidet die Partei etwa gleich ab wie bei der letzten Befragung vor rund drei
Monaten.
Die Schweizer Parteienlandschaft ist aber gewohnt stabil: Die Verschiebungen
bei der Wählerstärke liegen bei den übrigen Bundesratsparteien innerhalb des
statistischen Unschärfebereichs. Die SVP käme auf 29,7 Prozent, 0.3
Prozentpunkte mehr als 2015. Die FDP käme auf einen Wähleranteil von 17
Prozent (+0,6 Prozentpunkte). Die SP vereinigt laut der Umfrage derzeit 17,9
Prozent der Wählerstimmen auf sich (-0,9 Prozentpunkte).
Gesundheitskosten als grösste Sorge
Das drängendste Probleme sehen die Wahlberechtigten nach wie vor in den
steigenden Gesundheitskosten: 66 Prozent sehen darin ein gewichtiges Problem. Es
bleibt damit wie schon bei der letzten Befragung im Juni das Spitzenthema -
noch vor der Sorge um die Renten (57 Prozent).
Die Gesundheitskosten sind bei den Anhängern sämtlicher grösserer Parteien
mit Ausnahme der SVP und der Grünen das drängendste Problem. Der Wählerschaft
der Grünen bereitet die Umweltzerstörung am meisten Sorgen, jener der SVP die
Zuwanderung. Die Befragten konnten aus insgesamt 19 Problemkreisen frei wählen.
Mehrheit unzufrieden mit Parlament und Bundesrat
Die Zufriedenheit mit dem Parlament und Bundesrat ist im Vergleich zur letzten
Befragung im Juni gesunken. So gaben noch 41 Prozent an, mit der Arbeit von
National- und Ständerat zufrieden zu sein (-4 Prozentpunkte). 57 Prozent sind
tendenziell unzufrieden (+3 Prozentpunkte), zwei Prozent machten keine Angaben.
Mehrheitlich zufrieden sind - anders als die Wähler der Polparteien - die
Anhänger von CVP und FDP.
Mit der Arbeit des Bundesrates als Gesamtgremium sind 39 Prozent zufrieden oder
eher zufrieden (-7 Prozentpunkte) , ganze 61 Prozent sind unzufrieden oder eher
unzufrieden (+8 Prozentpunkte).
Mehrheit gegen Kündigung der Personenfreizügigkeit
In der Europapolitik wächst die Skepsis: Zwar sprechen sich noch immer 52
Prozent gegen die Kündigung des Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU aus.
Immerhin 44 Prozent wären inzwischen aber zu einer Kündigung bereit. Das sind
vier Prozentpunkte mehr als noch im Juni.
Inzwischen ist auch eine relative Mehrheit von 48 Prozent gegen den Abschluss
eines institutionellen Rahmenabkommens mit der EU, um die Rechtsübernahme und
die Beilegung von Streitigkeiten zu regeln. Die Unterstützung liegt noch bei 43
Prozent. Sie hat damit im Vergleich mit der zweiten Wahlumfrage um sechs Prozent
abgenommen.
Gewichtete Online-Umfrage
Die Tamedia-Wahlumfrage wird in Zusammenarbeit mit der LeeWas GmbH der
Politikwissenschaftler Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen durchgeführt. Sie
gewichten die Umfragedaten nach demografischen, geografischen und politischen
Variablen. Bis zu den eidgenössischen Wahlen am 20. Oktober 2019 sind insgesamt
sechs Erhebungen geplant. Weitere Informationen und sämtliche Berichte der
Umfrage sind unter tamedia.ch/umfragen (http://www.tamedia.ch/umfragen)
abrufbar.
Beteiligte Tamedia-Medien
Deutschschweiz: 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger,
SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen;
Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin
Dimanche;
Tessin: 20 minuti
Kontakt
Roman Hess, Medienverantwortlicher Tamedia
+41 44 248 42 45, mailto:roman.hess@tamedia.ch
Über Tamedia
Tamedia ist die führende private Schweizer Mediengruppe. Die
Digitalplattformen, Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften von Tamedia
bieten Überblick, Einordnung und Selektion. Das 1893 gegründete Unternehmen
beschäftigt rund 3'700 Mitarbeitende in der Schweiz, Dänemark, Deutschland,
Frankreich, Israel, Luxemburg, Österreich und Serbien und ist seit 2000 an der
Schweizer Börse kotiert.
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Newsroom unter Bilddatenbank stehen frei verfügbare aktuelle Bilder rund um
Tamedia zum Herunterladen zur Verfügung, unter anderem Aufnahmen der Gebäude
mit dem seit Januar 2017 eingesetzten Logo.
www.tamedia.ch (http://www.tamedia.ch)
* Medienmitteilung (PDF): http://e1.marco.ch/publish/tamedia/33_8828/20180930_MM_Tamedia-Wahlumfrage_III_DE.pdf
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