Publiziert in: Marktpuls, Unternehmen
Frei
Tamedia-Abstimmungsumfrage: SVP-Initiative hat einen schweren Stand Freitag, 12. Oktober 2018 - 06:07
http://e1.marco.ch/publish/tamedia/33_6302/Tamedia_Logo_Neu_V4.jpg
Tamedia-Abstimmungsumfrage: SVP-Initiative hat einen schweren Stand
Eine Mehrheit von 53 Prozent lehnt die Selbstbestimmungsinitiative der SVP ab.
Nur Wähler der Schweizer Volkspartei unterstützen die Vorlage mehrheitlich.
Zur Hornkuh-Initiative sagen 53 Prozent der Stimmbürger Ja, wie die
Tamedia-Umfrage zeigt. Eine komfortable Mehrheit von 67 Prozent spricht sich
für das Gesetz zur Überwachung von Versicherten aus.
Zürich, 12. Oktober 2018 - Die Schweizer Mediengruppe Tamedia hat auf ihren
Newsportalen die erste Welle der titelübergreifenden Umfrage im Vorfeld der
eidgenössischen Abstimmung vom 25. November 2018 durchgeführt. 14'513
Personen aus der ganzen Schweiz haben zwischen dem 8. und 9. Oktober online an
der Befragung teilgenommen. Der Fehlerbereich liegt bei 1,4 Prozentpunkten.
Selbstbestimmungsinitiative im Gegenwind
Rund eineinhalb Monate vor der Abstimmung sagen 45 Prozent der
Stimmberechtigten, dass sie die Selbstbestimmungsinitiative der SVP annehmen
wollen. Eine Mehrheit von 53 Prozent ist dagegen, dass die Bundesverfassung
gegenüber dem Völkerrecht - unter Ausnahme des zwingenden Völkerrechts -
Vorrang haben soll. Zwei Prozent sind noch unentschlossen.
Wenig überraschend stehen Wählende der SVP fast geschlossen hinter der
Selbstbestimmungsinitiative: 92 Prozent dieser Gruppe sagen Ja. Damit ist die
Partei jedoch isoliert: Bei allen anderen Parteien finden sich keine Mehrheiten
für die Vorlage. Am grössten ist die Zustimmung noch bei FDP-Wählern (37
Prozent Ja). Die grösste Ablehnung kommt von SP-Wählenden, die die Vorlage mit
89 Prozent verwerfen.
Die Gegner der SVP-Initiative überzeugt am häufigsten das Argument, dass die
Schweiz schon heute selber bestimme, welche internationalen Verträge sie
abschliesst und mit der Annahme der Initiative allenfalls Verträge gekündigt
werden müssten. Danach folgen Bedenken, dass sie den Schutz der Menschenrechte
schwäche. Für die Ja-Stimmenden ist das zentrale Argument, dass die Umsetzung
von Volksentscheiden zentral für das Funktionieren der Demokratie sei.
Komfortabler Vorsprung für Sozialdetektiv-Befürworter
Die gesetzliche Grundlage für die Überwachung von Versicherten, die bei
Verdacht Observationen von Sozialversicherten zulassen will, ist bei den
Stimmberechtigten unbestritten: 67 Prozent sprechen sich dafür aus, 30 Prozent
sind dagegen. Keine Angabe zu ihren Stimmabsichten machten drei Prozent der
Befragten.
Breite Unterstützung erhält das Gesetz von Anhängern aus allen Parteien -
ausser der SP (61 Prozent Nein) und den Grünen (59 Prozent Nein). Die grösste
Zustimmung zur Überwachung von Versicherten gibt es aus der SVP-Wählerschaft
mit 87 Prozent Ja-Anteil. Danach folgen FDP-Wählende (81 Prozent Ja) und
CVP-Anhänger (73 Prozent Ja).
Wie die Umfrage weiter zeigt, nennen die Befürworter als wichtigstes Argument
für das Gesetz, dass eine effektive Missbrauchsbekämpfung im Sinne der
ehrlichen Versicherten sei. Das häufigste Argument bei den Gegnern ist indes,
dass das Gesetz die Privatsphäre von allen Bürgern verletze und eine Gefahr
für den Rechtsstaat sei.
Frauen wollen eher Kühe mit Hörnern
Als dritte Vorlage kommt am 25. November die Hornkuh-Initiative vors Volk. 53
Prozent der Stimmberechtigten stimmen der Initiative zur Zeit zu, 39 Prozent
sind dagegen. Acht Prozent sind noch unentschlossen, ob sie für oder gegen
finanzielle Beiträge für Bauern sind, die ihren Kühen oder Ziegen die Hörner
nicht entfernen. Das zeigt, dass die Präferenzen zu einem so frühen Zeitpunkt
bei dieser Frage noch nicht gefestigt sind.
Bei der Hornkuh-Initiative gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern: 56
Prozent der Frauen sind dafür, bei den Männern sind es 49 Prozent. Das
wichtigste Argument für die Befürworter der Initiative ist, dass das Enthornen
von Kälbern und Ziegen Tierquälerei sei. Die Gegner finden das überzeugendste
Argument, dass Subventionen für diesen Zweck unnötig seien.
Umfassende Tamedia-Abstimmungsumfragen
Die Tamedia-Abstimmungsumfragen werden in Zusammenarbeit mit der LeeWas GmbH
der Politikwissenschaftler Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen durchgeführt.
Sie gewichten die Umfragedaten nach demografischen, geografischen und
politischen Variablen, sodass die Stichprobe der Struktur der Stimmbevölkerung
entspricht. Die Resultate werden jeweils umgehend ausgewertet, damit die
Tageszeitungen und Newsplattformen von Tamedia schweizweit rasch und fundiert
darüber berichten können. Weitere Informationen und der Bericht zur Umfrage
sind unter tamedia.ch/umfragen (http://www.tamedia.ch/umfragen) abrufbar.
Beteiligte Tamedia-Medien Deutschschweiz:
20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger, SonntagsZeitung und
ZRZ Zürcher Regionalzeitungen;
Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin
Dimanche;
Tessin: 20 minuti
Kontakt
Roman Hess, Medienverantwortlicher Tamedia
+41 44 248 42 45, mailto:roman.hess@tamedia.ch
Über Tamedia
Tamedia ist die führende private Schweizer Mediengruppe. Die
Digitalplattformen, Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften von Tamedia
bieten Überblick, Einordnung und Selektion. Das 1893 gegründete Unternehmen
beschäftigt rund 3'700 Mitarbeitende in der Schweiz, Dänemark, Deutschland,
Frankreich, Israel, Luxemburg, Österreich und Serbien und ist seit 2000 an der
Schweizer Börse kotiert.
Weitere Informationen zu Tamedia für Medienschaffende:
www.tamedia.ch/de/gruppe/newsroom (http://www.tamedia.ch/de/gruppe/newsroom) Im
Newsroom unter Bilddatenbank stehen frei verfügbare aktuelle Bilder rund um
Tamedia zum Herunterladen zur Verfügung, unter anderem Aufnahmen der Gebäude
mit dem seit Januar 2017 eingesetzten Logo.
www.tamedia.ch (http://www.tamedia.ch)
* Medienmitteilung (PDF): http://e1.marco.ch/publish/tamedia/33_8864/20181012_MM_Tamedia_Abstimmungsumfrage_1.Welle_DE.pdf
________________________________________________________________________________
This message has been created and distributed using the Software Suite
marCo(R) - Market Communication Office(R). marCo(R) is essential to handle
business critical information.
Contact the team behind marCo(R) - Market Communication Office(R):
A. EQS Group AG, Schochenmühlestrasse 4, 6340 Baar, Switzerland
T. +41 41 763 00 50 (around-the-clock)
E. cs.switzerland@eqs.com
Visit https://switzerland.eqs.com and get your marCo(R) today.
--------------------------------------------------------------------------------
By using this message (read, copy, etc.) you are bound to the disclaimer:
https://switzerland.eqs.com/en/legal
