Amundi: ETF-Mittelzuflüsse - globaler und europäischer ETF-Gesamtmarkt - per Ende Oktober 2018 Montag, 19. November 2018 - 06:06
Nachfrage nach ETFs hat sich stark verlangsamt
Nach starken Zuflüssen im September (+42.9 Milliarden Euro) ist die globale Nachfrage nach ETFs im Oktober auf 7.5 Milliarden Euro deutlich gefallen. Aktien-ETFs (+6.3 Milliarden Euro) standen dabei im Vergleich zu Obligationen-ETFs (+2.1 Milliarden Euro) erneut relativ stärker im Fokus. Auch auf dem traditionell starken US-Markt hat sich die Nachfrage deutlich verlangsamt (+4.9 Milliarden Euro). Im Gegensatz dazu hat sich der asiatische ETF-Markt (+2.1 Milliarden Euro) gut entwickelt. Seit Jahresbeginn summierten sich die Nettomittelzuflüsse per Ende Oktober auf mehr als 315.7 Milliarden Euro. 221.9 Milliarden Euro davon entfielen auf Aktien- und 91.4 Milliarden Euro auf Obligationen- ETFs.
US- und Eurozonen-Aktien-ETFs im Fokus
Im Oktober haben europäische Anleger Aktien-ETFs im Volumen von 451 Millionen Euro abgegeben. Am stärksten betroffen waren globale Aktien-ETFs (-3.1 Milliarden Euro) und in geringerem Ausmass Sektor- und Smart-Beta-ETFs (-386 Millionen Euro). Zu beobachten war im Oktober, dass Anleger Anlagemittel umschichteten. Davon profitierten ETFs auf Aktien aus der Eurozone (+1.2 Milliarden Euro), Nordamerika (+1.1 Milliarden Euro), Europa (+537 Millionen Euro) und Schwellenländern (+210 Millionen Euro). Bei Smart-Beta-ETFs standen die Strategien Value, High Dividend und Minimum Volatility im Fokus des Anlegerinteresses. Ebenfalls gefragt waren nachhaltige bzw. SRI-ETFs (+621 Milliarden Euro), wobei hier ETFs auf globale Aktien die höchsten Zuflüsse verbuchen konnten.
Anleger schichten zu Obligationen-ETFs um
An den Obligationenmärkten liessen Anleger im Oktober Vorsicht walten. Gefragt waren in erster Linie Staatspapiere (+1.1 Milliarden Euro) und hier vor allem kurz laufenden Anleihen. Abflüsse mussten hingegen Unternehmenspapiere (-827 Millionen Euro) - vor allem Unternehmensanleihen aus der Eurozone (-929 Millionen Euro) - verzeichnen. Darüber hinaus schichteten Anleger Mittel in ETFs auf globale Bonds sowie auf US- und Eurozonen High-Yield-Märkte um.
