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Kanton Zürich: Von 13'000 Lebensmittelproben des kantonalen Labors entsprachen 2012 89% den gesetzlichen Bestimmungen. Dienstag, 18. Juni 2013 - 10:50

Die Kontrollen des Kantonalen Labors steigern die Lebensmittelhygiene

18.06.2013 - Medienmitteilung

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Pestizidrueckstaende

Insgesamt 20'000 Lebensmittel, Gebrauchsgegenstände und Badewasserproben hat das Kantonale Labor Zürich 2012 chemisch, mikrobiologisch oder physikalisch untersucht. Von den 13'000 Lebensmittelproben entsprachen 89 Prozent den gesetzlichen Bestimmungen. Die häufigsten Mängel, die beanstandet wurden, waren unzureichende hygienische Beschaffenheit und Fehler in der Kennzeichnung.

Rohschinken_Mikrobiologie
Kaum ein Gegenstand des täglichen Bedarfs entzieht sich der Beurteilung durch das Kantonale Labor. Früchte und Gemüse, Fleisch und Käse, Kaffee und Kuchen, aber auch das wichtigste Lebensmittel, das Trinkwasser, werden untersucht. Zudem gehören auch Spielwaren, Kosmetika und Modeschmuck, Geschirr und Lebensmittelverpackungen zu den Kontrollobjekten. Rund 20‘000 Proben prüfte das Kantonale Labor im vergangenen Jahr auf Bakterien, Schimmelpilze, Rückstände, Zusammensetzung und Kennzeichnung. Der grösste Teil waren Lebensmittelproben, nämlich rund 13‘000. Von diesen entsprachen 89 Prozent den gesetzlichen Bestimmungen. Unzureichende hygienische Beschaffenheit und Fehler in der Kennzeichnung waren die am häufigsten festgestellten Mängel.

Mikrobiologische Untersuchungen, insbesondere von vorgekochten Produkten aus dem Gastgewerbe, geben objektiv und unbestechlich Auskunft darüber, wie sauber und sorgfältig in einem Betrieb gearbeitet wird. So geprüft werden vorwiegend Lokale, in denen auch optisch gewisse Mängel feststellbar sind. In 80 Prozent der 2012 getesteten 604 Gastwirtschaftsbetriebe wurden keine gröberen hygienischen Mängel festgestellt. Die mangelhaften 125 Betriebe wurden durch die Lebensmittelkontrolleure weiter kontrolliert und beraten, so dass auch bei 83 Prozent dieser Betriebe innerhalb von acht Monaten eine gute Produktionshygiene gemessen werden konnte.

Pestizidrückstände, Frittieröl und Rohschinken

Frittieroel
Zu sieben Themenbereichen gibt das Kantonale Labor in der Beilage zu dieser Medienmitteilung Hintergrundinformationen zur Arbeit im vergangenen Jahr. So wurden unter anderem regionale Unterschiede bei Pestizidrückständen festgestellt. Konkret untersucht wurden 836 pflanzliche Lebensmittel auf rund 450 verschiedene Pflanzenschutzmittel. Während die Beanstandungsquote bei Produkten aus der Schweiz bei 1,1 Prozent lag, genügten 25 Prozent der Proben aus Asien den gesetzlichen Vorgaben nicht. Im laufenden Jahr werden deshalb die Kontrollen in diesem Bereich verstärkt.

Bei den Inspektionen im Gastgewerbe wurden durch das Kantonale Labor im vergangenen Jahr mehr als 1200 Messungen zur Qualität des Frittieröls vor Ort vorgenommen. Von den 120 anschliessend im Labor noch geprüften Proben genügten 88 (7 Prozent) den gesetzlichen Anforderungen nicht. Die Beanstandungsquote lag damit im Rahmen der letzten Jahre. Es zeigt sich aber langfristig eine deutliche Verbesserung. Keine Beanstandungen waren bei den im vergangenen Jahr gezielt untersuchten Rohschinken zu verzeichnen: Alle 15 Produkte waren mikrobiologisch einwandfrei.

(Medienmitteilung der Gesundheitsdirektion)