Phase-III-Studienergebnisse mit Safinamide anlässlich der MDS-Tagung 2013 vorgestellt Mittwoch, 19. Juni 2013 - 07:00
Phase-III-Studienergebnisse mit Safinamide anlässlich
der MDS-Tagung 2013 vorgestellt
Safinamide verbessert die Responderraten bei fluktuierenden
Parkinson (PD) - Patienten als Zusatz zu Levodopa signifikant
Safinamide bewirkt klinisch relevante Verbesserung der motorischen
Symptome bei fluktuierenden PD-Patienten als Zusatz zu Levodopa
Mailand, Italien, 19. Juni 2013 – Newron Pharmaceuticals S.p.A. („Newron”), ein Forschungs- und Entwicklungsunternehmen mit Schwerpunkt innovative Therapien für Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) und Schmerzen, und ihr Partner Zambon S.p.A., ein Pharmaunternehmen mit Schwerpunkten in Erkrankungen der Atemwege, der Primärversorgung sowie ZNS, stellten die Ergebnisse der Phase-III-Studie SETTLE mit Safinamide anlässlich des vom 16. bis 20. Juni 2013 im Sydney Convention and Exhibition Centre (Sydney, Australien) stattfindenden 17th International Congress of Parkinson’s disease and Movement Disorders vor.
Die präsentierten Ergebnisse der SETTLE-Studie zeigten, dass Safinamide die „Super-Responder“-Raten bei fluktuierenden Parkinson-Patienten als Zusatz zu Levodopa und anderen dopaminergen Therapien signifikant verbesserte. Safinamide war ausserdem mit einer klinisch relevanten Verbesserung der motorischen Symptome bei fluktuierenden PD-Patienten als Zusatz zu Levodopa und anderen dopaminergen Therapien assoziiert.
Ravi Anand, CMO von Newron, kommentierte: „Die vorgestellten Ergebnisse weisen auf einen grossen, klinisch relevanten Nutzen von Safinamide hin, d. h. Verbesserungen von mehr als einer Stunde der vom Patienten und der Pflegekraft eingestuften ON- und OFF-Zeit sowie eine mindestens 30%-ige Verbesserung der motorischen Symptome (UPDRS Teil III, von einem Neurologen eingestuft) bei einem signifikant (p=0,018) grösseren Anteil an Patienten im Vergleich zur Standardbehandlung. Diese Ergebnisse zeigen, dass Safinamide sogar bei schwer erkrankten Patienten, die mit zahlreichen Medikamenten behandelt werden, eine klinisch relevante Verbesserung bewirkt. Patienten, bei denen eine so starke Verbesserung der genannten Parameter eintritt, werden als „Super-Responder“ bezeichnet, und wurden bislang mit anderen Behandlungen nicht beobachtet. Darüber hinaus setzt die Wirkung von Safinamide sehr schnell ein: Signifikante Verbesserungen der ON- (p=0.0003) und OFF-Zeit (p<.0001) werden ab Woche 2 beobachtet. Diese Ergebnisse sind Teil des Zulassungsantrags, der in Europa und den USA im 4. Quartal 2013 eingereicht werden soll.“
„Die Auswertung der Responderraten mittels multipler und kombinierter Kriterien liefert überzeugende Beweise, dass ein erheblicher Anteil der Parkinson-Patienten auch im fortgeschrittenen Stadium und mit mehreren Begleittherapien signifikante klinische Vorteile in allen wichtigen motorischen Symptomen zeigt. Daraus resultiert eine signifikante Verbesserung ihrer Lebensqualität“, sagte Marco Sardina, CSO von Zambon.
Die SETTLE-Studie war eine auf sechs Monate (24 Wochen) angelegte, internationale, randomisierte, placebokontrollierte Phase-III-Doppelblindstudie. 549 Patienten mit idiopathischer Parkinson-Erkrankung (mehr als drei Jahre Krankheitsdauer) im mittleren bis fortgeschrittenen Stadium wurden rekrutiert, die über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen mit optimierten, festen Dosen Levodopa und einer Standardbehandlung (Dopaminagonist, COMT-Inhibitor, Anticholinergikum und/oder Amantadin) behandelt wurden. Patienten, die mindestens 1,5 Stunden OFF-Zeiten während des Tages aufwiesen, wurden zu gleichen Teilen randomisiert und erhielten einmal täglich Safinamide (50 bis 100 mg) oder Placebo (Standardbehandlung einschliesslich Levodopa) als Begleittherapie. Im Einklang mit Ergebnissen von Diskussionen mit Regulierungsbehörden war der primäre Endpunkt dieser Studie die Veränderung der täglichen ON-Zeit, die mittels der vom Patienten ausgefüllten Tagebuchkarten erfasst wurde (18 Stunden/Tag).
Safinamide wurde sehr gut vertragen. 484 Patienten schlossen die Studie ab. Die Abbruchrate in den beiden Behandlungsgruppen war vergleichbar (ca. 12 %). Die am häufigsten berichteten unerwünschten Ereignisse waren Übelkeit, Harnwegsinfektionen, Stürze, Rückenschmerzen und Dyskinesien. Unter Safinamide kam es häufiger zu einer vorübergehenden Dyskinesie, die jedoch grösstenteils leicht verlief und nicht mit einem Therapieabbruch assoziiert war. Die Inzidenz der behandlungsbezogenen Abweichungen hinsichtlich Laborwerte, Augenuntersuchungen, Vitalzeichen und EKG war ebenfalls in allen Gruppen vergleichbar.
In der ITT-Population durchgeführte Analysen (während der Therapie, ANCOVA-LOCF) zeigten, dass die Behandlung mit 50 bis 100 mg Safinamide am Tag im Vergleich zu Placebo zu einer signifikanten Verlängerung der ON-Zeit ohne schwere Dyskinesien um 0,96 ± 0,21 Stunden (p<0,01) führte. Der signifikante Nutzen von 50 bis 100 mg Safinamide am Tag wurde auch berichtet in Bezug auf die OFF-Zeit, die motorischen Symptome (UPDRS III), die Ergebnisse der Fragebögen PDQ39 und EQ-5D, die Ergebnisse auf der Skala Clinical Global Impression of Change and Severity (Klinischer Gesamteindruck zu Veränderung und Schweregrad) und die OFF-Zeit nach der Morgendosis Levodopa.
Das auf dem MDS vorgestellte Abstract kann heruntergeladen werden via:
http://www.newron.com/ENG/Default.aspx?SEZ=5&PAG=122 und http://www.zambonpharma.com

