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NATIONALRAT THOMAS MATTER SVP: In den Sümpfen von Bern - Episode 52 Mittwoch, 16. Januar 2019 - 10:14

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Schweizer Finanzplatz – wohin?

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Liebe Leserinnen und Leser

Am letzten Freitag hat es auch der «Blick» realisiert: In knapp sechs Jahren seien 12'000 Schweizer Arbeitsplätze bei den Banken abgebaut worden. Der Bankenanteil an der Wertschöpfung (BIP) sei seit dem Jahr 2000 um fast die Hälfte auf 4,8 Prozent geschrumpft. Von den über 400 Banken, die es 1996 in unserem Land noch gegeben hat, sind über 150 verschwunden. Ich zitiere den «Blick»: «Die Schweiz ist kein Bankenland mehr.» Und Oswald Grübel sagt: «Es ist unglaublich, wie schnell das Ausland das Bankgeheimnis pulverisiert hat.»

Gemäss Nationalbank sind die ausländischen Privatvermögen in den Depots von Banken in der Schweiz von 2007 bis 2016 um 55 Prozent gesunken. Trotzdem behaupten bei uns Politiker, der Finanzplatz Schweiz verwalte – trotz der Weissgeldstrategie – wieder gleich viel ausländisches Vermögen wie vor zehn Jahren. Das ist natürlich falsch.

Richtig ist, dass die Schweizer Banken bei den ausländischen Vermögen zwar wieder zugelegt haben, aber im Ausland und nicht auf unserem Finanzplatz, der nun einmal an der Grenze aufhört. Die UBS oder die CS zum Beispiel können heute das Geld von Ausländern genauso gut in München, Rio de Janeiro, Singapur oder Schanghai verwalten. Damit sind natürlich auch Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Steuersubstrat im Ausland. Der Schweizer Finanzplatz ist durch die Weissgeldstrategie beziehungsweise durch die Schwächung der Privatsphäre und der Rechtssicherheit für Ausländer nicht mehr interessant.

Es geht bei dieser internationalen Weissgeldstrategie nicht wirklich um die Bekämpfung von Steuersündern und schon gar nicht um die Bekämpfung von Terrorismus oder Geldwäscherei, wie uns immer wieder vorgegaukelt wird. Es geht um eine möglichst lückenlose staatliche Kontrolle der Finanzen der Bürgerinnen und Bürger. Das Fazit lautet: Eveline Widmer-Schlumpf und Konsorten – die den Niedergang eingeläutet haben – haben keine Weissgeldstrategie, sondern eine DDR-Stasi-Strategie implementiert. Spätestens dann, wenn die EU und/oder die OECD das Bargeld abschaffen wollen, werden es alle merken.

Mit freundlichen Grüssen aus den Sümpfen von Bern
Thomas Matter

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