Strategische Anpassungen der St.Galler Kantonalbank – Fokus auf Kernmärkte Donnerstag, 27. Juni 2013 - 07:06
Strategische Anpassungen der St.Galler Kantonalbank – Fokus auf Kernmärkte
St. Gallen, 27. Juni 2013
Die St.Galler Kantonalbank (SGKB) fokussiert ihre Strategie und konzentriert sich auf den Heimmarkt Ostschweiz sowie die Märkte übrige Schweiz und Deutschland. Im Zuge dieser Fokussierung trennt sich die SGKB Gruppe von der Hyposwiss Private Bank Genève SA sowie vom Osteuropa- und Lateinamerika-Geschäft der Hyposwiss Privatbank AG Zürich. Die übrigen Geschäftsfelder der Hyposwiss Privatbank AG Zürich – vorwiegend Schweiz und Deutschland – werden per 1. Januar 2014 in die SGKB integriert und als Private Banking Marktregion Deutschschweiz der SGKB am bisherigen Standort Zürich weitergeführt.
Mit diesen strategischen Anpassungen reagiert die SGKB auf die veränderten Rahmenbedingungen im Vermögensverwaltungsgeschäft und legt damit gleichzeitig die Basis für ein nachhaltiges Wachstum in ihren Kernmärkten. Die Tochtergesellschaft St.Galler Kantonalbank Deutschland AG in München wird unverändert beibehalten.
Bewährte Strategie
Die bisherige Strategie der SGKB mit der Konzentration auf die beiden Geschäftsfelder Anlagegeschäft und Zinsengeschäft hat sich bewährt und wird weitergeführt. Die nun eingeleitete Fokussierung erfolgt auf Grund der gegenwärtigen fundamentalen Veränderungen im Vermögensverwaltungsgeschäft. Gedämpfte Wachstumsaussichten, tiefere Margen sowie die steigenden Kosten infolge vermehrter Regulierungen setzen in den einzelnen Offshore-Märkten ein grösseres Volumen voraus, um ein Geschäft ertragsreich zu gestalten. Dies wäre nur mit zusätzlichen Investitionen und Akquisitionen sowie einem entsprechend anspruchsvollen Transformationsprozess erreichbar. Diese Gewichtsverlagerung würde nicht dem Profil der SGKB entsprechen.
Aus diesen Gründen hat sich die SGKB entschieden, sich auf den Heimmarkt Ostschweiz und die Märkte übrige Schweiz und Deutschland zu konzentrieren. Im Zuge dieser Fokussierung verkauft die SGKB Gruppe zum einen ihre Tochtergesellschaft Hyposwiss Private Bank Genève SA an die Vermögensverwaltungsgesellschaft Mirelis InvestTrust SA, Teil der seit 1949 in Genf beheimateten Mirelis Financial Group. Die erworbene Bank wird ihr Geschäft unter dem bisherigen Namen Hyposwiss Private Bank Genève SA weiterführen.
Zum anderen werden von der Hyposwiss Privatbank AG Zürich das Lateinamerika-Geschäft an die Schweizer Privatbank Banque Privée Espirito Santo in Pully sowie das Osteuropa-Geschäft an die Falcon Private Bank Ltd. in Zürich verkauft. Über den Verkaufspreis wurde zwischen den Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart. Die übrigen Geschäftsfelder der Hyposwiss Privatbank AG Zürich - vorwiegend Schweiz und Deutschland - werden per 1. Januar 2014 in die SGKB integriert und als Private Banking Marktregion Deutschschweiz der SGKB am bisherigen Standort Zürich weitergeführt. Ebenso in Zürich verbleibt das Investment Center, welches als Anlage-Kompetenzzentrum für die gesamte SGKB Gruppe fungiert.
Reibungsloser Übergang
Die St.Galler Kantonalbank ist überzeugt, mit den neuen Eigentümern die richtigen Partner für die Kunden und die Mitarbeitenden der Tochtergesellschaften Hyposwiss gefunden zu haben. Im Sinne eines reibungslosen Übergangs begleitet die St.Galler Kantonalbank den Prozess in enger Zusammenarbeit mit den Käufern. Die nun eingeleiteten Massnahmen erfolgen über die nächsten Monate.
Starke Basis gelegt
Mit dieser strategischen Fokussierung passt sich die SGKB gezielt dem veränderten Marktumfeld an, legt die Basis für ein nachhaltiges Wachstum und stärkt letztlich ihre Stabilität und Ertragskraft. Mit dem Standort in Zürich und dem sukzessiven Ausbau der Tochterbank in München wird das vorhandene Entwicklungspotential im Private Banking in den definierten Kernmärkten konsequent genutzt. Die Fokussierung reduziert die unternehmerischen Risiken und führt damit gleichzeitig zu einer Stärkung der Profilkonformität.
Finanzieller Ausblick
Die St.Galler Kantonalbank hat sich in den ersten fünf Monaten des Jahres 2013 operativ erfreulich entwickelt. Bei einem um 3% höheren Betriebsertrag und um 1% gesunkenen Kosten stieg der Bruttogewinn gegenüber dem Vorjahr um 7% an. Unvorhergesehene Vorkommnisse ausgenommen geht die SGKB von einer weiterhin soliden Geschäftsentwicklung aus. Die aus der Strategieanpassung folgenden strukturellen Veränderungen werden das Ergebnis 2013 einmalig mit rund CHF 7.0 Mio. belasten. Die St.Galler Kantonalbank wird das Halbjahresergebnis am 15. August 2013 präsentieren.
