Publiziert in: Marktpuls, Unternehmen
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Die Migros Bank steigert den Gewinn im ersten Halbjahr um 8,9% Dienstag, 16. Juli 2019 - 08:34

Die Migros Bank hat im ersten Semester 2019 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Weiterhin entwickelte sich das Anlagegeschäft besonders erfreulich. Zudem zeigten sich im Firmenkundengeschäft erste Erfolge aus der 2017 erfolgten Neuausrichtung. Über alle Sparten hinweg resultierte ein Halbjahresgewinn von CHF 132 Mio. – das entsprach einem Plus von 8,9% gegenüber der Vorjahresperiode.

Eine deutliche Zunahme wiesen einmal mehr die Vermögensverwaltungsmandate auf: Ihre Zahl erhöhte sich im ersten Halbjahr 2019 um 12,9%. Ihr Volumen legte gar um 21,2% zu und überschritt mit CHF 1,1 Mrd. erstmals die Milliardengrenze. Erfreulich entwickelte sich ebenfalls die 2018 eingeführte Persönliche Anlageberatung – bereits über 1000 Kunden haben sich für ein Beratungsmandat entschieden. Das Total der gesamten Kundendepotwerte stieg um 11,3% auf CHF 12,5 Mrd.

Die bilanziellen Kundeneinlagen wuchsen auf CHF 35,5 Mrd. (+2,6%). Die Hypothekarforderungen ihrerseits erhöhten sich auf CHF 37,8 Mrd., was seit Jahresbeginn einem Zuwachs von 2,0% entsprach. Noch kräftiger legten die übrigen Kundenforderungen mit einem Plus von 4,1% auf CHF 2,1 Mrd. zu. Hier brachte die im 2017 eingeleitete Neuausrichtung des Firmenkundengeschäfts erste Erfolge hervor – im Fokus stehen die Immobiliendienstleistungen der Bank und ihrer neuen Partnerin CSL Immobilien AG, die Gesundheitsbranche, das Investitionsgüterleasing sowie die Kooperation mit Eigenbetrieben und Zulieferern der Migros-Gruppe. Sowohl im Firmen- als auch im Privatkundengeschäft hielt die Migros Bank unverändert an ihrer vorsichtigen Risikopolitik fest.

Ertragssteigerung im Zinsen- und Handelsgeschäft

Stärker als die Kundenausleihungen nahm der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft zu, nämlich um 5,9% auf CHF 246 Mio. Der Erfolg aus dem Kommissionsgeschäft sank dagegen um 3,1% auf CHF 50 Mio. Der Rückgang war zu einem guten Teil auf das schwache Wertschriftengeschäft Anfang Jahr zurückzuführen, als der massive Börseneinbruch vom Dezember 2018 für eine anhaltende Verunsicherung der Anlegerinnen und Anleger sorgte. Parallel zur seither eingetretenen Aktienmarkterholung ist auch der Kommissionsertrag aus dem Wertschriftengeschäft wieder angestiegen und lag in den Schlussmonaten des ersten Semesters 2019 deutlich über dem Monatsdurchschnitt von 2018.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft erhöhte sich im ersten Semester 2019 um 11,8% auf CHF 19 Mio. Der übrige ordentliche Erfolg, der 2018 durch eine Sonderdividende aus dem Verkauf des Acquiring- und Terminalgeschäfts der Zahlungsdienstleisterin Aduno Holding AG positiv beeinflusst worden war, sank erwartungsgemäss um 46,7%. Im ersten Semester 2019 schüttete die Aduno Holding AG, an der die Migros Bank eine siebenprozentige Beteiligung hält, wieder eine normale, tiefere Dividende aus. Über alle Bereiche hinweg verzeichnete die Migros Bank eine Zunahme des Geschäftsertrags um 2,4% auf CHF 321 Mio.

Starkes Engagement für die Gesellschaft und die Umwelt

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um 3,1% auf CHF 150 Mio. Der Personalaufwand stieg dabei um 3,1%, der Sachaufwand um 3,2%. Ein Teil des höheren Sachaufwands war auf den grösseren Beitrag der Migros Bank an den Förderfonds Engagement Migros zurückzuführen, der Pionierprojekte im gesellschaftlichen Wandel unterstützt. Diese Zuwendung erhöhte sich im ersten Semester 2019 um 21,1% auf rund CHF 5 Mio. Themenschwerpunkte waren u.a. Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung, Kultur und Mobilität.

Dank einem fortgesetzten und bewussten Kostenmanagement konnte die Cost-Income-Ratio weiterhin auf erfreulich tiefem Niveau gehalten werden. Das Verhältnis zwischen Geschäfts-aufwand und -ertrag lag bei 46,4%, kaum verändert gegenüber 46,2% im Vorjahr.

Erfreuliches Gewinnplus gegenüber dem Vorjahr

Nach Abschreibungen, Rückstellungen und Verlusten resultierte ein Geschäftserfolg von CHF 157 Mio. (+ 3,3%). Unter Berücksichtigung des ausserordentlichen Erfolgs und nach Steuern konnte ein Halbjahresgewinn in der Höhe von CHF 132 Mio. verzeichnet werden. Das entsprach einer Steigerung um 8,9% und lag damit deutlich über der Zunahme des Geschäftserfolgs. Der Grund für das überproportionale Gewinnplus war der Verkauf von eigenen Liegenschaften, der zu einem Buchgewinn von knapp CHF 9 Mio. führte.

(in CHF Mio.) 30.06.2019 31.12.2018 Veränderung in %
Bilanzsumme 45’822 44’679 2,6%
Hypothekarforderungen 37’751 36‘997 2,0%
Übrige Kundenforderungen 2’103 2’020 4,1%
Verpflichtungen aus Kundeneinlagen 34’825 33’913 2,7%
Kassenobligationen 631 652 -3,3%
Kundendepotwerte 12’483 11’218 11,3%
Fondsvolumen 2’692 2’448 10,0%
Kunden 800’500 801’500 -0,1%
Personalbestand (100%-Äquivalent) 1’343 1’344 -0,1%
Niederlassungen 67 67  
(in CHF Mio.) 30.06.2019 30.06.2018 Veränderung in %
Netto-Erfolg Zinsengeschäft 245,6 232,0 5,9%
Erfolg Kommissionsgeschäft 49,5 51,1 -3,1%
Erfolg Handelsgeschäft 18,8 16,8 11,8%
Übriger ordentlicher Erfolg 7,5 14,2 -46,7%
Geschäftsertrag 321,5 314,1 2,4%
Personalaufwand 92,1 89,3 3,1%
Sachaufwand 57,6 55,8 3,2%
Geschäftsaufwand 149,6 145,1 3,1%
Abschreibungen 14,6 15,5 -6,1%
Rückstellungen/Verluste 0,5 1,7 -69,9%
Geschäftserfolg 156,8 151,7 3,3%
Halbjahresgewinn 131,8 121,0 8,9%
Cost-Income-Ratio 46,4% 46,2%  

Weitere Auskünfte

Urs Aeberli, Public Relations, Migros Bank
Tel: 044 839 88 01, E-Mail: medien@migrosbank.ch


Per 1. Februar 2019 senkt die Migros Bank die Verzinsung des Vorsorgekontos Säule 3a auf 0,250%. Der Schritt erfolgt aufgrund des anhaltend tiefen Zinsniveaus an den Geld- und Kapitalmärkten.

  neu ab 01.02.19 bisher
Vorsorgekonto 0,25% 0,30%