Raiffeisen: Starkes Kundengeschäft, tieferer Gewinn Mittwoch, 21. August 2019 - 06:32
Zwischenabschluss der Raiffeisen Gruppe per 30. Juni 2019 | |
Starkes Kundengeschäft, tieferer Gewinn St.Gallen, 21. August 2019. Der Erfolg aus dem operativen Geschäft der Raiffeisen Gruppe bewegt sich auf dem Vorjahresniveau (ohne Notenstein La Roche). Die Neuausrichtung der Bankengruppe schlägt sich im Halbjahresergebnis nieder. Der Gewinn fällt mit 355 Millionen Franken um 14,7 Prozent tiefer aus. Wichtigste Ergebnisse (Erträge Vorjahr ohne Notenstein La Roche)
Raiffeisen schliesst das erste Halbjahr 2019 mit einem im Vergleich zum Vorjahr tieferen, aber respektablen Gruppengewinn ab. Das operative Bankgeschäft hat sich weiterhin positiv entwickelt. Besonders erfreulich sind der hohe Nettoneugeldzufluss von 4,9 Milliarden Franken und der hohe Anstieg der Kundeneinlagen um 2,7 Prozent. «Diese Entwicklungen bestätigen das hohe Vertrauen der Kundinnen und Kunden», betont Heinz Huber, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz. «2019 ist für Raiffeisen ein Jahr des Übergangs. Die Raiffeisen Gruppe hat im ersten Halbjahr 2019 mit der Vereinfachung der Gruppenstruktur, der Einführung des neuen Kernbankensystems und der Lancierung des Effizienzprogramms bei Raiffeisen Schweiz wesentliche Meilensteine erreicht. Trotz der notwendigen Neuausrichtung und des anspruchsvollen Umfelds hat Raiffeisen ein gutes operatives Ergebnis erwirtschaftet.» Stabile Entwicklung der operativen Ertragskraft Der Erfolg aus dem Kerngeschäft bewegt sich insgesamt auf dem Vorjahresniveau. Der Nettoerfolg aus dem Zinsgeschäft, der Hauptertragspfeiler von Raiffeisen, legte – trotz angespannter Margensituation – um 12,6 Millionen auf 1,1 Milliarden Franken (+1,1 Prozent) zu. Der Ertrag aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ist um 0,8 Millionen Franken respektive 0,4 Prozent leicht angestiegen. Der Geschäftsertrag der Raiffeisen Gruppe liegt im ersten Halbjahr bei 1,5 Milliarden Franken (-3 Prozent). Der Rückgang ist insbesondere auf die tieferen Beteiligungserträge und auf den Rückgang der anderen ordentlichen Erträge (Integration der Arizon Sourcing AG in Raiffeisen Schweiz) zurückzuführen. Trotz sinkenden Sachkosten ist der Geschäftsaufwand leicht angestiegen (+0,6 Prozent). Dies ist auf einen höheren Personalaufwand aufgrund Restrukturierungsrückstellungen im Zusammenhang mit dem Effizienzprogramm bei Raiffeisen Schweiz zurückzuführen. Im ersten Halbjahr 2019 erfolgte erstmals eine ordentliche Abschreibung auf dem neuen Kernbankensystem in der Höhe von 26 Millionen Franken. Ausserdem musste bei den Beteiligungen eine Wertberichtigung in der Höhe von 38 Millionen Franken gebildet werden. Infolgedessen fällt der Zwischenabschluss 2019 der Raiffeisen Gruppe mit einem Halbjahresgewinn von 355 Millionen Franken tiefer aus als im Vorjahr (-14,7 Prozent). Die Cost-Income-Ratio liegt bei 61,5 Prozent (64,9 Prozent per 31.12.2018). Kontinuierliches Wachstum im Bilanzgeschäft und starke Kapitalisierung Seit dem 1. Januar 2019 gelten die neuen Eigenmittelanforderungen für die inlandorientierten systemrelevanten Banken. Die betroffenen Finanzinstitute müssen die neuen Anforderungen bis spätestens 1. Januar 2026 vollständig erfüllen. Mit den verschärften TLAC-Anforderungen (Total Loss-Absorbing Capacity) soll sichergestellt werden, dass systemrelevante Banken ohne die Beanspruchung von Mitteln der öffentlichen Hand abgewickelt werden können. Mit einer risikogewichteten TLAC-Quote von 17,7 Prozent liegt die Raiffeisen Gruppe bereits heute in der Nähe der per 1. Januar 2026 geforderten TLAC-Quote von 17,9 Prozent. Raiffeisen ist überzeugt, dass die ab 1. Januar 2026 geltende Anforderung dank der hohen Gewinnthesaurierung innerhalb der siebenjährigen Übergangsfrist gut zu erreichen ist. Die aktuelle TLAC-Leverage Ratio von 7,6 Prozent übertrifft bereits heute die inskünftig einzuhaltende ungewichtete TLAC-Anforderung von 5,9 Prozent. Ausblick Für die Raiffeisen Gruppe hat die Neuausrichtung auch im zweiten Halbjahr eine hohe Priorität: «Mein Fokus in den nächsten Monaten liegt darauf, Raiffeisen Schweiz noch leistungsfähiger und effizienter zu machen», blickt Heinz Huber in die Zukunft. Telefonkonferenz Ab 10 Uhr steht die Präsentation als PDF auf www.raiffeisen.ch/medien zur Verfügung. Auskünfte Raiffeisen: Drittgrösste Bankengruppe in der Schweiz Medienmitteilung abbestellen: Attachments
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