Publiziert in: Marktpuls, Unternehmen
Frei

Raiffeisen: Starkes Kundengeschäft, tieferer Gewinn Mittwoch, 21. August 2019 - 06:32

Raiffeisen_2006_4C_SZone_RGB.jpg

Zwischenabschluss der Raiffeisen Gruppe per 30. Juni 2019

Teaserbild.jpg

Starkes Kundengeschäft, tieferer Gewinn 

St.Gallen, 21. August 2019. Der Erfolg aus dem operativen Geschäft der Raiffeisen Gruppe bewegt sich auf dem Vorjahresniveau (ohne Notenstein La Roche). Die Neuausrichtung der Bankengruppe schlägt sich im Halbjahresergebnis nieder. Der Gewinn fällt mit 355 Millionen Franken um 14,7 Prozent tiefer aus.

Wichtigste Ergebnisse (Erträge Vorjahr ohne Notenstein La Roche)

  • Markante Steigerung der Kundeneinlagen gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Milliarden Franken auf 170,3 Milliarden Franken.
  • Nettoneugeldzufluss von 4,9 Milliarden Franken.
  • Zuwachs bei den Hypothekarforderungen um 1,5 Prozent. Hypothekarvolumen von insgesamt 182,2 Milliarden Franken.
  • Hauptertragspfeiler, das Zinsengeschäft, konnte trotz angespannter Margensituation um 13 Millionen Franken zulegen.
  • In einem anspruchsvollen Umfeld solides Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit einem Erfolg von 208 Millionen Franken.
  • Cost-Income-Ratio von 61,5 Prozent nach den Sondereffekten 2018 wieder auf erwartetem Niveau (64,9 % per 31.12.2018).
  • Weiterhin sehr gute Kapitalausstattung, die TLAC-Quote beträgt 17,7 Prozent.

Raiffeisen schliesst das erste Halbjahr 2019 mit einem im Vergleich zum Vorjahr tieferen, aber respektablen Gruppengewinn ab. Das operative Bankgeschäft hat sich weiterhin positiv entwickelt. Besonders erfreulich sind der hohe Nettoneugeldzufluss von 4,9 Milliarden Franken und der hohe Anstieg der Kundeneinlagen um 2,7 Prozent. «Diese Entwicklungen bestätigen das hohe Vertrauen der Kundinnen und Kunden», betont Heinz Huber, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz. «2019 ist für Raiffeisen ein Jahr des Übergangs. Die Raiffeisen Gruppe hat im ersten Halbjahr 2019 mit der Vereinfachung der Gruppenstruktur, der Einführung des neuen Kernbankensystems und der Lancierung des Effizienzprogramms bei Raiffeisen Schweiz wesentliche Meilensteine erreicht. Trotz der notwendigen Neuausrichtung und des anspruchsvollen Umfelds hat Raiffeisen ein gutes operatives Ergebnis erwirtschaftet.»

Stabile Entwicklung der operativen Ertragskraft 
Um die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr zu erleichtern, werden die Ertrags- und Aufwandspositionen der Vorjahresperiode im nächsten Abschnitt ohne die per 2. Juli 2018 verkaufte Notenstein La Roche Privatbank AG dargestellt.

Der Erfolg aus dem Kerngeschäft bewegt sich insgesamt auf dem Vorjahresniveau. Der Nettoerfolg aus dem Zinsgeschäft, der Hauptertragspfeiler von Raiffeisen,  legte – trotz angespannter Margensituation – um 12,6 Millionen auf 1,1 Milliarden Franken (+1,1 Prozent) zu. Der Ertrag aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ist um 0,8 Millionen Franken respektive 0,4 Prozent leicht angestiegen. Der Geschäftsertrag der Raiffeisen Gruppe liegt im ersten Halbjahr bei 1,5 Milliarden Franken (-3 Prozent). Der Rückgang ist insbesondere auf die tieferen Beteiligungserträge und auf den Rückgang der anderen ordentlichen Erträge (Integration der Arizon Sourcing AG in Raiffeisen Schweiz) zurückzuführen. Trotz sinkenden Sachkosten ist der Geschäftsaufwand leicht angestiegen (+0,6 Prozent). Dies ist auf einen höheren Personalaufwand aufgrund Restrukturierungsrückstellungen im Zusammenhang mit dem Effizienzprogramm bei Raiffeisen Schweiz zurückzuführen.

Im ersten Halbjahr 2019 erfolgte erstmals eine ordentliche Abschreibung auf dem neuen Kernbankensystem in der Höhe von 26 Millionen Franken. Ausserdem musste bei den Beteiligungen eine Wertberichtigung  in der Höhe von 38 Millionen Franken gebildet werden. Infolgedessen fällt der Zwischenabschluss 2019 der Raiffeisen Gruppe mit einem Halbjahresgewinn von 355 Millionen Franken tiefer aus als im Vorjahr (-14,7 Prozent). Die Cost-Income-Ratio liegt bei 61,5 Prozent (64,9 Prozent per 31.12.2018).

Kontinuierliches Wachstum im Bilanzgeschäft und starke Kapitalisierung
Das kontinuierliche Wachstum des Geschäftsvolumens setzte sich auch im ersten Halbjahr 2019 fort. Das Hypothekarwachstum hat sich zwar gegenüber den Vorjahren leicht abgeschwächt, legt aber im ersten Halbjahr 2019 um 1,5 Prozent auf 182,2 Milliarden Franken (+2,6 Milliarden Franken) zu. Besonders erfreulich ist der hohe Nettoneugeldzufluss bei den verwalteten Vermögen von 4,9 Milliarden Franken und die markante Zunahme der Kundeneinlagen um insgesamt 4,6 Milliarden Franken (+2,7 Prozent).

Seit dem 1. Januar 2019 gelten die neuen Eigenmittelanforderungen für die inlandorientierten systemrelevanten Banken. Die betroffenen Finanzinstitute müssen die neuen Anforderungen bis spätestens 1. Januar 2026 vollständig erfüllen. Mit den verschärften TLAC-Anforderungen (Total Loss-Absorbing Capacity) soll sichergestellt werden, dass systemrelevante Banken ohne die Beanspruchung von Mitteln der öffentlichen Hand abgewickelt werden können.

Mit einer risikogewichteten TLAC-Quote von 17,7 Prozent liegt die Raiffeisen Gruppe bereits heute in der Nähe der per 1. Januar 2026 geforderten TLAC-Quote von 17,9 Prozent. Raiffeisen ist überzeugt, dass die ab 1. Januar 2026 geltende Anforderung dank der hohen Gewinnthesaurierung innerhalb der siebenjährigen Übergangsfrist gut zu erreichen ist. Die aktuelle TLAC-Leverage Ratio von 7,6 Prozent übertrifft bereits heute die inskünftig einzuhaltende ungewichtete TLAC-Anforderung von 5,9 Prozent.

Ausblick
Neben den weiterhin bestehenden geopolitischen Unsicherheiten rechnet Raiffeisen für das zweite Halbjahr 2019 mit einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums, vor allem aufgrund einer weiter an Fahrt verlierenden globalen Konjunktur. Raiffeisen geht davon aus, dass die Schweizerische Nationalbank in den nächsten zwölf Monaten keine Änderungen bei den Leitzinsen vornehmen wird. Das Umfeld negativer Zinsen dürfte in der Schweiz auch in den nächsten Quartalen bestehen bleiben. Der Druck auf die Zinsmargen hält somit weiter an.

Für die Raiffeisen Gruppe hat die Neuausrichtung auch im zweiten Halbjahr eine hohe Priorität: «Mein Fokus in den nächsten Monaten liegt darauf, Raiffeisen Schweiz noch leistungsfähiger und effizienter zu machen», blickt Heinz Huber in die Zukunft.

Telefonkonferenz
Heinz Huber, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz, kommentiert um 10 Uhr im Rahmen einer Telefonkonferenz das Halbjahresergebnis und steht Medienschaffenden für Fragen zur Verfügung. Die Telefonkonferenz findet auf Hochdeutsch statt. Bitte melden Sie sich per E-Mail über medien@raiffeisen.ch an. 

Ab 10 Uhr steht die Präsentation als PDF auf www.raiffeisen.ch/medien zur Verfügung.

Auskünfte
Medienstelle Raiffeisen Schweiz
071 225 84 84, medien@raiffeisen.ch

Raiffeisen: Drittgrösste Bankengruppe in der Schweiz 
Die Raiffeisen Gruppe ist die führende Schweizer Retailbank. Die dritte Kraft im Schweizer Bankenmarkt zählt rund 1,9 Millionen Genossenschafterinnen und Genossenschafter sowie 3,5 Millionen Kundinnen und Kunden. Die Raiffeisen Gruppe ist an 861 Standorten in der ganzen Schweiz präsent. Die 229 rechtlich autonomen und genossenschaftlich organisierten Raiffeisenbanken sind in der Raiffeisen Schweiz Genossenschaft zusammengeschlossen. Diese hat die strategische Führungsfunktion der gesamten Raiffeisen Gruppe inne. Mit Gruppengesellschaften, Kooperationen und Beteiligungen bietet Raiffeisen Privatpersonen und Unternehmen ein umfassendes Produkt- und Dienstleistungsangebot an. Die Raiffeisen Gruppe verwaltete per 30.06.2019 Kundenvermögen in der Höhe von 204 Milliarden Franken und Kundenausleihungen von rund 191 Milliarden Franken. Der Marktanteil im Hypothekargeschäft beträgt 17,6 Prozent (per 31.12.2018). Die Bilanzsumme beläuft sich auf 235 Milliarden Franken.

Medienmitteilung abbestellen: 
Bitte schreiben Sie an medien@raiffeisen.ch, wenn Sie unsere Mitteilungen nicht mehr erhalten möchten.

Attachments
filetype_pdf.png
Medienmitteilung mit Schlüsselzahlen
Download PDF