Publiziert in: Marktpuls, Unternehmen
Frei

Roche-Gruppe mit starkem Ergebnis im ersten Halbjahr Donnerstag, 25. Juli 2013 - 07:03

Basel, 25. Juli 2013

Roche-Gruppe mit starkem Ergebnis im ersten Halbjahr

  • Konzernverkäufe steigen um 5%1 auf 23,3 Milliarden Franken
  • Kerngewinn je Titel steigt um 12% auf 7,58 Franken; Konzerngewinn beläuft sich auf 6 Milliarden Franken
  • Verkäufe der Division Pharma wachsen um 6%, Hauptwachstumsträger sind die Krebsmedikamente und Actemra
  • Verkäufe der Division Diagnostics steigen um 3%; Professional Diagnostics wichtigster Wachstumsbereich; rückläufige Verkäufe bei Diabetes Care
  • HER2-Produktportfolio legt nach erfolgreichen Markteinführungen von Perjeta und Kadcyla um 11% auf 3,3 Milliarden Franken zu
  • Verkäufe von Avastin erhöhen sich um 12% auf 3,1 Milliarden Franken aufgrund starker Nachfrage in den Indikationen Eierstockkrebs sowie Dickdarm- und Enddarmkrebs
  • Vielversprechende Daten zu GA101 und Bcl-2-Hemmer stärken Hämatologiegeschäft
  • Aleglitazar-Entwicklungsprogramm nach planmässiger Verträglichkeitsprüfung eingestellt
  • Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt
Kennzahlen Januar bis Juni
In Millionen CHF Veränderung in %
2013 2012 CER* CHF USD
Verkäufe 23'295 22'423 5 4 3
Division Pharma 18'162 17'409 6 4 3
Division Diagnostics 5'133 5'014 3 2 2
Kernbetriebsgewinn 9'488 8'641 10 10
Freier Geldfluss aus operativer Tätigkeit 7'445 7'244 4 3
Konzerngewinn (IFRS)2 6'047 4'312 41 40
Kerngewinn je Titel (in CHF) - verwässert 7,58 6,88 12 10

* CER (constant exchange rates): Zu konstanten Wechselkursen (Durchschnittskurse 2012)

Severin Schwan, CEO von Roche: „Der Konzern legte im ersten Halbjahr 2013 ein starkes operatives Ergebnis vor, getragen von unserem bestehenden Portfolio, den vor kurzem am Markt eingeführten Krebsmedikamenten Perjeta und Kadcyla sowie dem anhaltenden Wachstum unseres Geschäfts mit klinischen Labors. Auch künftig wird Innovation bei uns im Fokus stehen. Unsere Entwicklungspipeline umfasst 68 neuartige pharmazeutische Wirkstoffe sowie 55 wichtige Plattformen und Tests für die Diagnostik.“

Starkes operatives Ergebnis

Aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach wichtigen Krebsmedikamenten und diagnostischen Produkten für klinische Labors erhöhten sich die Konzernverkäufe im ersten Halbjahr 2013 um 5% auf 23,3 Milliarden Franken. Dieses starke Verkaufsergebnis trug wesentlich zum Anstieg des Kernbetriebsgewinns des Konzerns und des Kerngewinns je Titel (EPS) sowie der Verbesserung der Profitabilität bei.

Anhaltendes Verkaufswachstum

Die Verkäufe der Division Pharma stiegen um 6% auf 18,2 Milliarden Franken, diejenigen der Division Diagnostics um 3% auf 5,1 Milliarden Franken.

Die hohe Nachfrage nach den drei wichtigsten Krebsmedikamenten von Roche – MabThera/Rituxan, Avastin und Herceptin – hielt im ersten Halbjahr 2013 unverändert an. Die Verkäufe von Avastin entwickelten sich besonders gut und stiegen um 12%, vor allem aufgrund des erhöhten Einsatzes des Medikaments gegen Eierstockkrebs in Europa sowie gegen Dickdarm- und Enddarmkrebs in Europa und den USA. Das Portfolio zur Behandlung von HER2-positivem Krebs verzeichnete nach den kürzlich erfolgten Markteinführungen von Perjeta und Kadcyla gute Verkaufszuwächse um 11%.

Der Geschäftsbereich Professional Diagnostics erzielte, basierend auf seinem umfangreichen Portfolio an Tests, Software und Dienstleistungen erneut deutliche Verkaufszuwächse mit 6%. Dies wurde teilweise kompensiert durch einen Umsatzrückgang von 5% beim Geschäftsbereich Diabetes Care, geprägt von einem weiterhin schwierigen Marktumfeld und anhaltenden Preisrückgängen.

Beide Divisionen steigern Kernbetriebsgewinn

Dank des starken Verkaufsergebnisses legte der Kernbetriebsgewinn des Konzerns um 10% auf 9,5 Milliarden Franken zu.

Die Marketing- und Vertriebskosten des Konzerns stiegen um 2%, bedingt durch Massnahmen zur Förderung des Verkaufswachstums in Schwellenmärkten, Patientenzugangsprogramme sowie die Einführungen neuer Produkte. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung wuchsen um 4%, vor allem aufgrund von Studien in den Therapiebereichen Onkologie und Neurowissenschaften. Dies schliesst Studien für neue Indikationen für kürzlich eingeführte Produkte, zu neuartigen Therapien wie dem Krebsmedikament Anti-PDL1 und zur Fortführung von Programmen zu Schizophrenie, multipler Sklerose und Alzheimer ein.

Der freie Geldfluss aus operativer Tätigkeit stieg um 4% auf 7,4 Milliarden Franken, dies reflektiert den zugrunde liegenden Geldfluss beider Divisionen.

Kontinuierlicher Anstieg des Kerngewinns je Titel

Der Kerngewinn je Titel – in dem kernergebnisfremde Positionen wie Restrukturierungsaufwendungen oder Abschreibungen und Wertminderungen auf immateriellem Anlagevermögen nicht enthalten sind – erhöhte sich im ersten Halbjahr um 12% auf 7,58 Franken. Der Konzerngewinn nach IFRS wuchs um 41% auf 6 Milliarden Franken. Der starke Anstieg ist auf die einmaligen Schliessungskosten des Standorts in Nutley, USA, im Vergleichszeitraum zurückzuführen, die sich im laufenden Jahr nicht wiederholten.

Forschungs- und Entwicklungspipeline

Das Portfolio zur Behandlung von Blutkrebs wurde mit positiven Daten zu Obinutuzumab (GA101) und dem Bcl-2-Hemmer RG76013, den Roche gemeinsam mit AbbVie entwickelt, weiter gestärkt. Im Juni wurden die Studienresultate an der 49. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) und an der 18. Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) vorgestellt.

GA101 und RG7601 gehören zu den Arzneimitteln der nächsten Generation von Roche, die gezielt gegen bestimmte Arten von Blutkrebs wie Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) und chronische lymphatische Leukämie (CLL) wirken. Gestützt auf positive Phase-III-Ergebnisse mit GA101 bei CLL hat die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA dem Prüfmedikament den Status einer Durchbruchtherapie („Breakthrough Therapy Designation“) zuerkannt sowie ein beschleunigtes Zulassungsverfahren zugesichert. Die Entscheidung der FDA wird bis Ende Dezember erwartet. Auch in Europa wurde ein Zulassungsgesuch für GA101 eingereicht. Roche beabsichtigt, RG7601 in die späte klinische Entwicklung zu überführen, nachdem Phase-I-Daten bei Patienten mit wiederkehrendem oder bislang therapieresistentem CLL eine Gesamtansprechrate von 84% gezeigt hatten. Bei Patienten mit wiederkehrender oder bislang therapieresistenter NHL lag die Gesamtansprechrate bei 53%. RG7601 soll den natürlichen Prozess des Zellsterbens (Apoptose) fördern.

Der Anti-PDL1-Antikörper von Roche RG74464, zur Behandlung von nichtkleinzelligem Lungenkrebs befindet sich in der mittleren Entwicklungsphase, nachdem an der ASCO-Tagung vielversprechende Phase-I-Daten vorgestellt wurden. Zum klinischen Entwicklungsprogramm wird auch die Einbeziehung eines Begleitdiagnostikums gehören. Roche prüft RG7446 auch in weiteren Studien bei verschiedenen Krebsarten, sowohl als Monotherapie als auch in Kombination mit anderen Arzneimitteln wie Avastin und Zelboraf. RG7446 ist ein neuartiges Medikament zur Behandlung von Krebs. Es zielt darauf ab, die körpereigene Immunabwehr wiederherzustellen, damit der Körper die Krebszellen bekämpfen kann, und wirkt durch Interaktion mit dem Protein PD-L1.

Auch die Studie TH3RESA erreichte vor kurzem ihren Ko-primären Endpunkt (progressionsfreies Überleben). Sie stellte Kadcyla einer vom Arzt gewählten Behandlung bei Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs gegenüber, die bereits mit einer gezielten HER2-Therapie behandelt worden waren. Ausführliche Ergebnisse sollen bei einem der nächsten wissenschaftlichen Kongresse vorgestellt werden. Der andere Endpunkt ist ‚Gesamtüberleben‘, aber diese Daten sind noch nicht verfügbar.

Wie bereits berichtet, ergab eine planmässige Verträglichkeitsprüfung von Aleglitazar bei Typ-2-Diabetes im Rahmen der Phase-III-Studie AleCardio Sicherheitsbedenken und fehlende Wirksamkeit. Roche hat daher beschlossen, alle Studien mit Aleglitazar zu beenden.

Ausblick für Gesamtjahr bestätigt

Basierend auf dem starken operativen Ergebnis im ersten Halbjahr bestätigt Roche den Ausblick für das Gesamtjahr 2013. Für das laufende Jahr rechnet die Roche-Gruppe mit einem Verkaufszuwachs im Rahmen des Vorjahres, zu konstanten Wechselkursen. Zudem wird ein Wachstum des Kerngewinns je Titel angestrebt, das über dem Verkaufswachstum liegt. Roche geht davon aus, die Dividende auch für das Jahr 2013 zu erhöhen.

Vollständige Medienmitteilung lesen

Über Roche

Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ein führendes, forschungsorientiertes Unternehmen, ist spezialisiert auf die beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics. Als weltweit grösstes Biotech-Unternehmen entwickelt Roche klinisch differenzierte Medikamente für die Onkologie, Infektionskrankheiten, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten sowie neurologische Erkrankungen. Roche ist führend im Diabetesmanagement und auch der weltweit bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostik und gewebebasierten Krebstests. Medikamente und Diagnostika, welche die Gesundheit, die Lebensqualität und die Überlebenschancen von Patienten entscheidend verbessern, sind das strategische Ziel der personalisierten Medizin von Roche. 2012 beschäftigte Roche weltweit über 82 000 Mitarbeitende und investierte mehr als 8 Milliarden Franken in die Forschung und Entwicklung. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 45,5 Milliarden Franken. Genentech in den USA gehört vollständig zur Roche-Gruppe. Roche ist Mehrheitsaktionär von Chugai Pharmaceutical, Japan. Weitere Informationen finden Sie unter www.roche.com.

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

1) Soweit nicht anders angegeben, sind alle Wachstumsraten zu konstanten Wechselkursen berechnet. 2) IFRS – International Financial Reporting Standards 3) RG7601 wird bei clinicaltrials.gov unter der Bezeichnung GDC-0199/ABT-199 geführt 4) RG7446 wird bei clinicaltrials.gov unter der Bezeichnung MPDL3280A geführt

Disclaimer: Hinweis betreffend zukunftsgerichteter Aussagen Dieses Dokument enthält gewisse zukunftsgerichtete Aussagen. Diese können unter anderem erkennbar sein an Ausdrücken wie „sollen", „annehmen", „erwarten“, „rechnen mit", „beabsichtigen", „anstreben", „zukünftig", „Ausblick“ oder ähnlichen Ausdrücken sowie der Diskussion von Strategien, Zielen, Plänen oder Absichten usw. Die künftigen tatsächlichen Resultate können wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Dokument abweichen, dies aufgrund verschiedener Faktoren wie zum Beispiel: (1) Preisstrategien und andere Produkteinitiativen von Konkurrenten; (2) legislative und regulatorische Entwicklungen sowie Veränderungen des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds; (3) Verzögerung oder Nichteinführung neuer Produkte infolge Nichterteilung behördlicher Zulassungen oder anderer Gründe; (4) Währungsschwankungen und allgemeine Entwicklung der Finanzmärkte; (5) Risiken in der Forschung, Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte oder neuer Anwendungen bestehender Produkte, einschliesslich (nicht abschliessend) negativer Resultate von klinischen Studien oder Forschungsprojekten, unerwarteter Nebenwirkungen von vermarkteten oder Pipeline-Produkten; (6) erhöhter behördlicher Preisdruck; (7) Produktionsunterbrechungen; (8) Verlust oder Nichtgewährung von Schutz durch Immaterialgüterrechte; (9) rechtliche Auseinandersetzungen und behördliche Verfahren; (10) Abgang wichtiger Manager oder anderer Mitarbeitender sowie (11) negative Publizität und Medienberichte. Die Aussage betreffend das Wachstum des Gewinns pro Titel ist keine Gewinnprognose und darf nicht dahingehend interpretiert werden, dass der Gewinn von Roche oder der Gewinn pro Titel für eine gegenwärtige oder spätere Periode die in der Vergangenheit veröffentlichten Zahlen für den Gewinn oder den Gewinn pro Titel erreichen oder übertreffen wird.