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Abstimmungsumfrage: Zwei Drittel für das Diskriminierungsverbot Mittwoch, 15. Januar 2020 - 06:12

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Abstimmungsumfrage: Zwei Drittel für das Diskriminierungsverbot


Weiterhin unterstützt eine klare Mehrheit von 60 Prozent die Volksinitiative
"Mehr bezahlbare Wohnungen". Doch die Gegner der Vorlage holen auf. Ein Ja
zeichnet sich beim Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen
Orientierung ab. 66 Prozent wollen ein Ja in die Urne legen, wie die 2. Welle
der 20-Minuten-/Tamedia-Abstimmungsumfrage zeigt.

Zürich, 15. Januar 2020 - 20 Minuten und Tamedia haben auf ihren
Newsportalen die zweite Welle der titelübergreifenden Umfrage im Vorfeld der
eidgenössischen Abstimmung vom 9. Februar 2020 durchgeführt. 12'096 Personen
aus der ganzen Schweiz haben vom 9. bis am 11. Januar 2020 online an der Umfrage
teilgenommen. Der Fehlerbereich liegt bei 1,5 Prozentpunkten.

Mieterverbandsinitiative: Vorsprung schmilzt
Die Befürworter der Initiative "Mehr bezahlbare Wohnungen" des
Mieterverbandes liegen einen Monat vor dem Urnengang nach wie vor in Front: 60
Prozent der Stimmberechtigten wollen derzeit Ja sagen, 37 Prozent Nein. 3
Prozent machten keine Angaben zu ihren Stimmabsichten.

Damit ist die Unterstützung für die Vorlage, die den Anteil des
gemeinnützigen Wohnungsbaus erhöhen will, leicht rückläufig: Gegenüber der
letzten Befragung ist der Ja-Anteil um 3 Prozentpunkte zurückgegangen, während
der Nein-Anteil um 5 Prozentpunkte gestiegen ist.

Starke Unterstützung im linken Lager

Im Einklang mit den Parolen der Parteien wächst die Skepsis insbesondere bei
den Wählerinnen und Wählern von SVP und FDP: 56 beziehungsweise 61 Prozent
ihrer Anhänger lehnen die Vorlage inzwischen ab. Bei den Wählerinnen und
Wählern von SP und Grünen ist die Unterstützung weiterhin gross: Rund 90
Prozent wollen derzeit Ja stimmen.


In der Frage ist ein deutlicher Stadt-Land-Graben zu erwarten. In der Umfrage
sprechen sich 69 Prozent der Stadtbewohner für die Initiative aus. Auf dem Land
sind es hingegen nur 54 Prozent der Stimmberechtigten.

Stabile Mehrheit für Diskriminierungsverbot

Kaum verändert haben sich die Stimmabsichten beim Verbot der Diskriminierung
aufgrund der sexuellen Orientierung, das ebenfalls am 9. Februar zur Abstimmung
kommt. 66 Prozent der Stimmberechtigten sprechen sich dafür aus, 30 Prozent
dagegen. 4 Prozent machten keine Angaben zu ihren Stimmabsichten. Männer (60
Prozent Ja) unterstützen die Vorlage deutlich weniger stark als Frauen (74
Prozent Ja). Auch nimmt die Zustimmung mit steigendem Alter ab.


Betrachtet man die grösseren Parteien, stehen der Vorlage die SVP-Wählenden
mehrheitlich ablehnend gegenüber. Deren Jungpartei hatte zusammen mit der EDU
das Referendum ergriffen. So lehnen 54 Prozent der SVP-Wählenden die Vorlage
ab, 42 Prozent stimmen ihr zu. Die Anhänger der übrigen Parteien befürworten
die Ausdehnung der Anti-Rassismusstrafnorm auf die sexuelle Orientierung
mehrheitlich.

Umfassende Abstimmungsumfragen

Die 20-Minuten-/Tamedia-Abstimmungsumfragen werden in Zusammenarbeit mit LeeWas
durchgeführt. Sie modellieren die Umfragedaten nach demografischen,
geografischen und politischen Variablen. Die Resultate werden jeweils umgehend
ausgewertet, damit die Tageszeitungen und Newsplattformen von 20 Minuten und
Tamedia schweizweit rasch und fundiert darüber berichten können. Weitere
Informationen und der detaillierte Bericht zur Umfrage sind unter
tamedia.ch/umfragen (http://www.tamedia.ch/umfragen) abrufbar.

Beteiligte Medien

Deutschschweiz: 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger, Basler
Zeitung SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen;

Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin
Dimanche;

Tessin: 20 minuti

Kontakt
Andres C. Nitsch, Kommunikationsverantwortlicher Tamedia

+41 44 248 42 43, mailto:andres.nitsch@tamedia.ch

* Medienmitteilung (PDF): http://e1.marco.ch/publish/tamedia/33_10702/20200115_MM_Tamedia_Abstimmungsumfrage_2.Welle_DE.pdf

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