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Bundesamt für Gesundheit: Neues Coronavirus - Bei einer Person aus dem Kanton Tessin wurde das neue Coronavirus nachgewiesen. Informieren Sie sich hier über die aktuelle Situation – in der Schweiz und international, über Empfehlungen für Reisende und Antworten auf häufig gestellte Fragen. Mittwoch, 26. Februar 2020 - 16:19

Neues Coronavirus

Stand 26.2.2020

Bei einer Person aus dem Kanton Tessin wurde das neue Coronavirus nachgewiesen. Informieren Sie sich hier über die aktuelle Situation – in der Schweiz und international, über Empfehlungen für Reisende und Antworten auf häufig gestellte Fragen. 

Infoline Coronavirus

+41 58 463 00 00
Täglich von 8 bis 18 Uhr

Informationen für Reisende

www.safetravel.ch

Aktuelle Situation Schweiz

In der Schweiz wurde bei einer Person das neue Coronavirus nachgewiesen. Die betroffene Person hat sich in Italien aufgehalten. Die Gesundheitsbehörden verständigen enge Kontaktpersonen. Es ist möglich, dass weitere Erkrankungsfälle auftreten. Das Risiko für die Bevölkerung ist moderat.

Bisher wurden bei mehr als 300 Personen mit Verdacht auf das neue Coronavirus abgeklärt. Dabei wurden Abstriche aus Nase und Hals in Diagnose-Labors untersucht. Mehrere Personen sind in ihrem Wohnkanton in Quarantäne. Sie müssen in ihrer Wohnung bleiben und den Kontakt zu anderen vermeiden.

Bund, Kantone und die Gesundheitsversorgung sind vorbereitet. 
  • Im Tessin werden bei grippeähnlichen Symptomen die Tests auf das neue Coronavirus intensiviert.
  • Die Infoline ist verstärkt in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch verfügbar.
  • Einreisende und Pendler aus Italien werden an den Grenzen informiert, was sie tun sollen, wenn sie Symptome haben (Atembeschwerden, Husten oder Fieber).
  • Auch Einreisende an den Flughäfen werden informiert.

Bei allen Massnahmen arbeitet der Bund eng mit den kantonalen Gesundheitsbehörden zusammen.

Keine Einreisebeschränkung in die Schweiz

Für die Einreise in die Schweiz gibt es keine Einschränkungen. Informationen an Einreisende von Italien sind in Vorbereitung.

Gut zu wissen
  • Waschen Sie sich regelmässig die Hände mit Wasser und Seife oder nutzen Sie ein Hand-Desinfektionsmittel.
  • Niesen und husten Sie in ein Taschentuch; oder wenn sie keines haben, in Ihre Armbeuge.
Aktuelle Situation International

In Italien gibt es 326 bestätigte Coronavirus-Fälle (Stand: 26. Februar 2020, 7 Uhr), davon sind 11 Menschen verstorben. Wie für alle vom Coronavirus betroffenen Länder und Regionen gilt auch für Italien: Reisende sollen sich über die lokale Situation informieren.

Ausserhalb von Italien und der Schweiz liegen in Europa Meldungen vor aus Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Grossbritannien, Kroatien, Österreich, Russland, Schweden und Spanien.

In China und mehr als 30 weiteren Ländern oder Regionen wurden Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus bestätigt.

In Südkorea steigen die Fallzahlen rasant an. Es gibt auch eine Ausbreitung der Fälle im Iran. Dort sind mehrere Menschen am neuen Coronavirus verstorben.  

Weltweit sind mehr als 81 000 Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus gemeldet. Davon sind 2764 Menschen verstorben; 49 Personen starben ausserhalb des chinesischen Festlands.

 
Empfehlungen für Reisende

Die WHO hat bis jetzt keine Reisebeschränkungen ausgesprochen.

Flughäfen in Singapur, Hongkong, Thailand, Taiwan und anderen Ländern bzw. Regionen im asiatischen Raum haben für Passagiere aus China systematische Überwachungsmassnahmen eingeführt. Auch an anderen internationalen Flughäfen (in Europa, Nordamerika und Australien) müssen Reisende mit verstärkten Überwachungsmassnahmen rechnen.

Erkundigen Sie sich vor einer Reise bei der Botschaft oder dem Konsulat des Ziellandes über die aktuell gültigen Massnahmen (Webseite EDA > Ausländische Vertretungen in der Schweiz).

Haben Sie Symptome (Atembeschwerden, Husten oder Fieber), wollen in die Schweiz einreisen und haben medizinische Fragen? Dann rufen Sie die Infoline für Einreisende an: +41 (0)58 464 44 88.

Informationen zu medizinischen Fragen für Ihre Reise finden Sie auf www.safetravel.ch.

Von Reisen in die Provinz Hubei raten wir ab.

Die Stadt Wuhan in der Provinz Hubei sowie weitere Grossstädte sind grossräumig abgeriegelt. Strassen-, Zug- und Flugverbindungen sind unterbrochen. Im öffentlichen Raum ist das Tragen von Masken Pflicht. Reisen aus bzw. in diese Regionen sind zurzeit – wenn überhaupt – nur mit einer Sondergenehmigung möglich. Es ist unklar, wie lange diese Einschränkungen und Vorschriften gelten.

Wenn Sie in ein betroffenes Gebiet reisen

«Betroffenes Gebiet» bedeutet: ein Land oder eine Region, in der eine fortgesetzte Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch stattfindet oder wo dies angenommen wird.

Zurzeit gehören China, der Iran, Südkorea, Singapur, sowie in Italien die Lombardei, das Piemont und Venetien zu den betroffenen Gebieten.  

  • Waschen Sie sich regelmässig die Hände mit Wasser und Seife oder nutzen Sie ein Hand-Desinfektionsmittel.
  • Niesen oder husten Sie in ein Papiertaschentuch und entsorgen Sie es danach; oder wenn sie keines haben, in Ihre Armbeuge.
  • Vermeiden Sie den Kontakt mit Personen, die Atembeschwerden oder Husten haben.
  • Meiden Sie grössere Menschenansammlungen wie beispielsweise Sportveranstaltungen oder öffentliche Verkehrsmittel.
  • Beachten Sie die lokalen Weisungen und Empfehlungen.
  • Gehen Sie bei Symptomen (Atembeschwerden, Husten oder Fieber) nicht mehr in die Öffentlichkeit und kontaktieren Sie umgehend – zuerst telefonisch – eine Ärztin, einen Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung (zum Beispiel ein Spital).
Wenn Sie sich kürzlich in einem betroffenen Gebiet aufgehalten habenWährend 14 Tagen nach Ihrer Abreise
  • Waschen Sie sich regelmässig die Hände mit Wasser und Seife oder mit einem Hand-Desinfektionsmittel.
  • Meiden Sie grössere Menschenansammlungen, wie beispielsweise Sportveranstaltungen oder öffentliche Verkehrsmittel.
  • Wenn Sie Atembeschwerden, Husten oder Fieber haben: Bleiben Sie zu Hause oder im Hotel. Gehen Sie nicht mehr in die Öffentlichkeit. Kontaktieren Sie umgehend – zuerst telefonisch – eine Ärztin, einen Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung (zum Beispiel ein Spital). Sagen Sie, dass Sie kürzlich in einem vom neuen Coronavirus betroffenen Gebiet waren und Beschwerden haben.

Haben Sie keine Symptome, dann macht ein Test keinen Sinn. Denn es gibt keinen Test, mit dem sich eine Ansteckung sicher feststellen lässt, wenn keine Symptome vorhanden sind. 

Informationen für Gesundheitsfachpersonen

Rufen Sie innert zwei Stunden die zuständige Kantonsärztin oder den zuständigen Kantonsarzt an, wenn ein Fall die Verdachts- und Meldekriterien erfüllt. 

COVID-19

Die WHO hat die Krankheit «COVID-19» benannt (Abkürzung für «coronavirus disease 2019» oder auf Deutsch Coronavirus-Krankheit 2019). 

Ursprung des neuen Coronavirus

Der örtliche Ursprung der Coronavirus-Epidemie in China ist wahrscheinlich ein Markt der zentralchinesischen Stadt Wuhan. Dort wurden nebst Fisch auch Fledermäuse, Schlangen und weitere Wildtiere gehandelt. Das Virus wurde von Tieren auf den Menschen übertragen. Seither wird das Virus von Mensch zu Mensch übertragen. Die chinesischen Behörden haben den Markt geschlossen.

Häufig gestellte Fragen
 1. Was ist das neue Coronavirus und woher kommt es? 2. Wie wird das Virus übertragen? 3. Kann man sich in der Schweiz mit dem neuen Coronavirus anstecken? 4. Welche Symptome verursacht das neue Coronavirus? 5. In welchen Gebieten kommen bisher Erkrankungen mit dem neuen Coronavirus vor? 6. Gibt es Reisebeschränkungen? 7. Wenn Sie in ein «betroffenes Gebiet» reisen oder von einem solchen in die Schweiz zurückreisen 8. Wenn Sie in den «übrigen Regionen Chinas» (ausserhalb von Hubei) reisen 9. Wenn Sie sich kürzlich in China aufgehalten haben 10. Welche Schutzmassnahmen gibt es im Tourismus? 11. Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen? Und nützen Masken? 12. Existiert ein Impfstoff gegen das neue Coronavirus? 13. Wie wird eine Infektion mit dem neuen Coronavirus festgestellt? 14. Weshalb werden in China so drastische Massnahmen getroffen? 15. Wie wird eine Erkrankung mit dem neuen Coronavirus behandelt? 16. Müssen Verdachtsfälle isoliert werden? 17. Wie kann der Erreger des neuen Coronavirus inaktiviert werden? 18. Pakete/Warenimport aus China 19. Wie soll man sich in der Schweiz gegenüber Reisenden oder Geschäftspartnern aus Asien verhalten? 20. Schulen, Kitas, Heime und ähnliche Institutionen
Medienkonferenz vom 25. Februar 2020, 17 Uhr

Letzte Änderung 26.02.2020