Publiziert in: Marktpuls, Unternehmen
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Erstes Halbjahr 2013: Gutes Ergebnis – starkes Privat- und Firmenkundengeschäft Freitag, 23. August 2013 - 07:15

Medieninformation

Erstes Halbjahr 2013: Gutes Ergebnis – starkes Privat- und Firmenkundengeschäft

Die BEKB hat sich im ersten Semester 2013 erfolgreich entwickelt: Das Privat- und Firmenkundengeschäft wurde weiter ausgebaut. Die Hypothekar­forde­run­gen erhöhten sich um 284 Millionen Franken und die Kundengelder stiegen um 171 Millionen Franken. Die Refinanzierung ist vollständig durch Kundengelder sichergestellt. Die Bilanzsumme wuchs auf 26,5 Milliarden Franken. Inklusive Wertberichtigungen und Rückstellungen erreicht die risikotragende Substanz über 10 Prozent der Bilanzsumme. Der Halbjahresgewinn vor Steuern stieg um 1,5 Prozent auf 83,4 Millionen Franken (Vorjahr 82,2 Millionen Franken).

Im Privat- und Firmenkundengeschäft ist die BEKB weiter gewachsen: Die Hypothekar­forde­rungen nahmen um 284 Millionen oder 1,6 Prozent auf 18,1 Milliarden Franken zu. Insgesamt stiegen die Kundenausleihungen um 489 Millionen oder 2,4 Prozent auf 20,7 Milliarden Franken. Die Kundengelder im engeren Sinne (Spareinlagen, Kassenobligationen und übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden) erhöhten sich um 0,8 Prozent auf 21,8 Milliarden Franken. Die betreuten Vermögenswerte (Depotwerte) betrugen 19,5 Milliarden Franken.

Solide Refinanzierung und starke Eigenmittelbasis

Die Refinanzierung und Liquidität der Bank bleiben überdurchschnittlich solide. Die Kun­den­aus­lei­­h­ungen sind weiterhin vollständig mit Kundengeldern im engeren Sinne gedeckt.

Mit einem Eigenmitteldeckungsgrad von über 220 Prozent wird das gesetzliche Eigenmittelerfordernis deutlich übertroffen. Die Basel III-Kernkapitalquote liegt bei 17,6 Prozent. Inklusive Wertberichtigungen und Rückstellungen macht die risikotragende Substanz mehr als 10 Prozent der Bi­lanzsumme aus. Die Einführung des antizyklischen Puffers per September 2013 kann die BEKB daher ohne Weiteres auffangen – sie übertrifft die Vorgaben bereits heute deutlich. Die Rating-Agentur Moody's hat der BEKB Anfang Jahr mit der Bewertung A1 für die langfristige Kreditwürdigkeit ein gutes Zeugnis ausgestellt. Damit zählt die BEKB zu den durch Moody's am besten bewerteten Schweizer Banken.

Gutes Semesterergebnis

Im schwierigen Marktumfeld erreichte der Erfolg aus dem Zinsengeschäft 160,3 Millionen Franken. Er lag damit um 2,7 Prozent unter dem Vorjahr. Der Kommissionsertrag aus der Vermögensberatung konnte dank höheren Courtageerträgen im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Millionen auf 37,0 Millionen Franken gesteigert werden. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft lag mit 10,9 Millionen Franken auf dem Vorjahresniveau. Der Betriebsertrag netto, vor Erfolg aus Veräusserungen von Finanzanlagen, erhöhte sich um 1,2 Millionen oder 0,5 Prozent auf 227,3 Millionen Franken.

Der Geschäftsaufwand wurde durch einen Sonderfaktor beeinflusst: Für eine ausserordentliche Zuweisung an die Pensionskasse wurde eine Abgrenzung von 16 Millionen Franken gebildet. Dieser Betrag wurde dem Personalaufwand belastet, der ohne diese Zuweisung um 0,9 Millionen Franken oder 1,1 Prozent gesunken wäre. Wie andere Vorsorgeeinrichtungen ist die Pensionskasse der BEKB mit zwei Herausforderungen konfrontiert: Einerseits bewirkt die steigende Lebenserwartung eine verlängerte Rentenbezugsdauer, das individuelle Sparkapital muss für eine längere Zeit reichen. Anderseits muss sie aufgrund der anhaltenden Tiefzinsphase an den Finanzmärkten weiterhin mit Renditen rechnen, die zu tief sind für die Sicherung der zukünftigen Renten. Mit der ausserordentlichen Zuweisung soll deshalb die langfristige Solidität der Vorsorgeeinrichtung erhalten bleiben. Die Pensionskasse befindet sich im finanziellen Gleichgewicht. Der Deckungsgrad beträgt 113 Prozent. Die Entwicklung der Sachkosten verlief erfreulich. Sie reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr von 58,2 auf 56,6 Millionen Franken. Ohne Berücksichtigung der ausserordentlichen Zuweisung an die Pensionskasse konnte der Geschäftsaufwand um 2,4 Millionen Franken oder 1,8 Prozent reduziert werden.

Der Bruttogewinn vor Erfolg aus Veräusserungen von Finanzanlagen und vor der ausserordentlichen Zuweisung an die Pensionskasse stieg um 3,7 Millionen Franken oder 4 Prozent. Insgesamt resultierte ein Halb­jah­resgewinn vor Steuern von 83,4 Millionen Franken (plus 1,5 Prozent). Nach Steuern beläuft sich der Halbjahresgewinn auf 59,2 Mil­lionen Franken (plus 1,4 Prozent).

Aktivitäten im ausserbörslichen Aktienhandel verstärkt – neuer Internetauftritt

Mit dem Relaunch der Website otc-x.ch wurde die Transparenz im ausserbörslichen Aktienhandel mit Schweizer Nebenwerten weiter erhöht: Auf der neu gestalteten Webplattform finden Anleger nicht nur die aktuellen Kursnotierungen, sondern auch aktuelle Nachrichten, Marktkommentare, Unternehmensanalysen und relevante Kennzahlen der 315 auf otc-x.ch gelisteten Unternehmen. Zudem wurde ein Premiumsegment eingeführt. Damit kann die BEKB noch besser auf die zunehmenden Bedürfnisse des Marktes reagieren und ihre führende Position im ausserbörslichen Handel unterstreichen.

Die BEKB hat im ersten Halbjahr 2013 ihre Internet-Plattformen bekb.ch und money-net.ch inhaltlich, technisch und visuell überarbeitet und einen moderneren und benutzerfreundlicheren Auftritt realisiert.

Vermögensberatung zum fünften Mal in Folge ausgezeichnet

Im Private-Banking-Test des Wirtschaftsma­gazins «Bilanz» konnte erneut ein Spitzenplatz erreicht werden. Mit dem ersten Rang in der Kategorie «Universalbanken regional» hat die BEKB zum fünften Mal in Folge unter Beweis gestellt, dass sie in der Vermögensberatung zu den am besten bewerteten Schweizer Banken zählt.

Starke regionale Verankerung

Die BEKB versteht sich als regionale Bank, die ihre Geschäftstätigkeit hauptsächlich auf die Kantone Bern und Solothurn ausrichtet. Ausländische Kunden gehören nicht zum Kerngeschäft. Die meisten von ihnen sind Doppelbürger oder Auslandschweizer mit Bezug zum hiesigen Wirtschaftsraum. Vom Steuerstreit USA – Schweiz ist die BEKB nur am Rande betroffen, da sie nur wenige Kunden mit Domizil USA hat. Deren Vermögenswerte machen deutlich weniger als 0,2 Prozent der Kundenvermögen aus.

Langfristige finanzielle Zielsetzung und nachhaltige Ausschüttungspolitik

Zwischen 2003 und 2012 hat die BEKB einen Free-Cash-Flow (FCF) von 1,26 Milliarden Franken erwirtschaftet und damit ihr Zehnjahresziel übertroffen. Aufgrund dieses nachhaltigen Erfolges hat die Generalversammlung am 21. Mai 2013 zusätzlich zur ordentlichen Dividende von 5.30 Franken pro Aktie eine Sonderausschüttung im gleichen Betrag beschlossen. Mit über 65 000 Aktionärin­nen und Aktionären zählt die BEKB – gemessen an der Streuung ihres Aktionariats – zu den zehn grössten Schweizer Publikumsgesellschaften. Der Kanton Bern hält 51,5 Prozent des Aktienkapitals. Die BEKB verfolgt ihre nachhaltige Ausrichtung weiter und hat sich für die Periode 2013 bis 2022 mit einem FCF von 900 Millionen bis 1,1 Milliarden Franken ein neues Zehnjahresziel gesetzt.