Solides Halbjahresergebnis: VP Bank Gruppe erzielt höhere Erträge und senkt Kosten Dienstag, 27. August 2013 - 06:55
Solides Halbjahresergebnis: VP Bank Gruppe erzielt höhere Erträge und senkt Kosten
Vaduz, 27. August 2013 - Die VP Bank Gruppe weist für das erste Halbjahr 2013 einen Konzerngewinn von CHF 28.3 Mio. aus. Im Vergleich zur Vorjahresperiode konnten die operativen Erträge erhöht und der Geschäftsaufwand dank strikter Kostendisziplin erneut gesenkt werden. Die starke Eigenkapitalbasis bietet ideale Voraussetzungen, um gezielt Wachstumschancen zu nutzen.
Die VP Bank Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2013 einen Konzerngewinn von CHF 28.3 Mio. In der Vorjahresperiode wurde ein nach IAS 19 revised (IAS 19R) angepasster Gewinn von CHF 34.3 Mio. erzielt, der aufwandseitig eine Einmalentlastung von CHF 22.8 Mio. – im Wesentlichen bedingt durch die Umstellung vom Leistungs- auf das Beitragsprimat der Treuhand-Personalstiftung – beinhaltete. Bereinigt um diesen Einmaleffekt erwirtschaftete die VP Bank Gruppe im ersten Halbjahr 2012 einen Konzerngewinn von CHF 11.4 Mio.
Höherer Bruttoerfolg
Im Vergleich zur Vorjahresperiode nahm der Bruttoerfolg um 1.7 Prozent von CHF 125.7 Mio. auf CHF 127.9 Mio. zu. Besonders erfreulich entwickelten sich das Zinsgeschäft mit einem Anstieg von 9.6 Prozent sowie das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit einer Zunahme um 6.1 Prozent. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft ging von CHF 11.2 Mio. auf CHF 9.0 Mio. zurück und der Erfolg aus Finanzanlagen reduzierte sich von CHF 11.9 Mio. auf CHF 8.1 Mio.
Sinkender Geschäftsaufwand durch Kostendisziplin
Im ersten Semester 2013 sank der Personalaufwand, bereinigt um die Einmaleffekte von CHF 22.8 Mio. aus dem Vorjahr, um CHF 3.8 Mio. Der Sachaufwand konnte um 5.4 Prozent auf CHF 22.4 Mio. reduziert werden. Dank strikter Kostendisziplin wurden in praktisch allen Bereichen Einsparungen erzielt. Die Abschreibungen lagen 7.3 Prozent unter der Vorjahresperiode und betrugen CHF 13.4 Mio. Der Aufwand für Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste konnte wesentlich reduziert werden und belief sich für das erste Semester 2013 auf CHF 1.2 Mio. Der Bildung von Kreditrückstellungen in der Höhe von CHF 2.9 Mio. standen Auflösungen nicht mehr benötigter Kreditrückstellungen in der Höhe von CHF 2.2 Mio. gegenüber. Dies widerspiegelt die konservative Ausleihungspolitik der gesamten VP Bank Gruppe und ist ein Beleg für die hohe Qualität der Kreditportfolios.
Zunahme der betreuten Kundenvermögen
Die betreuten Kundenvermögen der VP Bank Gruppe erhöhten sich gegenüber Ende 2012 um 1.1 Prozent von CHF 28.5 Mrd. auf CHF 28.8 Mrd. Die Marktbearbeitung in den Zielmärkten wurde weiter intensiviert und brachte merkliche Erfolge. Aufgrund der regulatorischen Veränderungen sowie eines grösseren Abflusses aus einem Drittfonds konnten diese Zuflüsse jedoch nicht vollständig die Abflüsse von betreuten Kundenvermögen kompensieren. Im ersten Halbjahr 2013 resultierte ein Netto-Abfluss von Kundengeldern in der Höhe von CHF 439 Mio. Die performancebedingte Vermögenszunahme betrug CHF 0.8 Mrd. (im Vorjahresvergleich: CHF 0.3 Mrd.). Die Custody-Vermögen reduzierten sich um 4.6 Prozent auf CHF 8.4 Mrd. Die Kundenvermögen einschliesslich der Custody-Vermögen betrugen per 30. Juni 2013 CHF 37.2 Mrd.
Veräusserung der eigenen Treuhandgesellschaften
Der Verwaltungsrat der VP Bank Gruppe hat im Sommer 2012 entschieden, sich strategisch auf das mittlere Private-Banking-Segment sowie auf das Intermediärgeschäft zu fokussieren. Die Marktbearbeitung, der gesamte Vertrieb und sämtliche unterstützenden Einheiten werden auf die Zielkunden in den definierten Märkten in Europa und Asien ausgerichtet. Das primäre Ziel ist es, als Gruppe profitabel zu wachsen. Märkte, Kundensegmente sowie Produkte und Leistungen der VP Bank Gruppe werden dabei laufend einer genauen Analyse unterzogen.
Im Zuge der strategischen Ausrichtung hat der Verwaltungsrat beschlossen, sich von den eigenen Treuhandgesellschaften zu trennen. Die Tochtergesellschaft IGT Intergestions Trust reg. in Vaduz wird im Rahmen eines Management-Buy-outs aus der VP Bank Gruppe ausgelöst; sämtliche Mitarbeitende werden von der bestehenden Gesellschaft übernommen.
Die VP Bank Gruppe bereinigt ebenfalls die Strukturen ihrer Dachholding VP Bank and Trust Company (BVI) Limited in Tortola auf den British Virgin Islands, welche ein Joint Venture mit dem liechtensteinischen Allgemeinen Treuunternehmen (ATU) ist. Unter Vorbehalt der behördlichen Zustimmung wird die VP Bank Gruppe die VP Bank (BVI) Limited vollständig übernehmen und die übrigen Beteiligungen an das Allgemeine Treuunternehmen (ATU) übergeben.
Wechsel in der Geschäftsleitung der VP Bank (Schweiz) AG
Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die weitere Ausrichtung der Bankentochter in Zürich verlässt Marcel Tschanz nach zweijähriger Tätigkeit die VP Bank (Schweiz) AG. Der Verwaltungsrat und das Group Executive Management danken ihm für sein Engagement und wünschen ihm für seine Zukunft viel Erfolg. Vorbehältlich der Zustimmung der FINMA hat der Verwaltungsrat der VP Bank (Schweiz) AG Joachim Künzi zum neuen Chief Executive Officer (CEO) ernannt. Er wird diese Funktion per 1. Oktober 2013 übernehmen. Der 43-jährige Schweizer ist eine ausgewiesene Führungspersönlichkeit mit langjähriger Erfahrung im Finanzdienstleistungsbereich. Zuletzt war er als CEO der BHF-Bank (Schweiz) AG tätig. Mit seinem umfangreichen Know-how im Schweizer Markt kann er massgeblich zur erfolgreichen Weiterentwicklung der VP Bank (Schweiz) AG beitragen.
Unveränderte mittelfristige Ziele
An den mittelfristigen Zielen hält die VP Bank fest. Angestrebt wird ein Netto-Neugeldzuwachs auf Basis der betreuten Kundenvermögen von durchschnittlich 5 Prozent pro Jahr. Die Cost/Income Ratio soll 65 Prozent betragen und die Kernkapitalquote von 16 Prozent gehalten werden. Per 30. Juni 2013 betrug die Cost/Income Ratio 64.4 Prozent (im Vorjahresvergleich: 51.5 Prozent). Die Zunahme der Kosten resultiert aus der erwähnten Umstellung vom Leistungs- auf das Beitragsprimat der Treuhand-Personalstiftung. Mit einer Verbesserung der Tier 1 Ratio auf 20.7 Prozent, gegenüber 19.2 Prozent per 30. Juni 2012, verfügt die VP Bank Gruppe über ein sehr solides Kernkapital, das auch nach Einführung von Basel III im Branchenvergleich für ein hohes Mass an Stabilität und Sicherheit steht.
Ausblick
Das Kapitalmarktumfeld sowie das sich rasch ändernde regulatorische Umfeld stellen auch im zweiten Halbjahr 2013 grosse Herausforderungen dar. Die VP Bank Gruppe ist überzeugt, dass sie mit der weiteren Fokussierung auf ihre Kernkompetenzen, der verstärkten Ausrichtung auf die Markt- und Kundenbedürfnisse sowie einem konsequenten Kostenmanagement eine nachhaltige Basis für die erfolgreiche Zukunft geschaffen hat. Mit der Übernahme der Private-Banking-Aktivitäten sowie des auf Private Banking bezogenen Fondsgeschäfts von der HSBC Trinkaus & Burkhardt (International) SA in Luxemburg hat die VP Bank Gruppe die Weichen gestellt, um im zweiten Semester eine positive Entwicklung im Neugeld zu verzeichnen. Gleichzeitig bietet die starke Eigenkapitalbasis ideale Voraussetzungen, um auch künftig attraktive Marktopportunitäten zu nutzen.
Weitere Informationen
Solid half-year results: VP Bank Group achieves higher profits and reduces costs
High net operating income
Compared to the prior-year period, total net operating income increased by 1.7 per cent from CHF 125.7 million to CHF 127.9 million. The revenue trends in the interest-differential business (+9.6 per cent) and commission business and services (+6.1 per cent) were especially gratifying. Net income from trading activities decreased from CHF 11.2 million to CHF 9.0 million, and net income from financial instruments also receded from CHF 11.9 million to CHF 8.1 million.Operating expenses on the decline thanks to cost discipline
In the first half of 2013, personnel expenses – adjusted to reflect the one-time effects of CHF 22.8 million from the previous year – fell by CHF 3.8 million, while general and administrative expenses were reduced by 5.4 per cent to CHF 22.4 million. Strict cost discipline led to savings in practically all areas. Depreciation and amortisation stood 7.3 per cent lower than in the prior-year period and amounted to CHF 13.4 million. Charges for valuation allowances, provisions and losses fell significantly and totalled CHF 1.2 million for the first half of 2013. The establishment of doubtful loan provisions in the amount of CHF 2.9 million contrasted with a CHF 2.2 million release of credit provisions. This reflects the conservative lending policy of the entire VP Bank Group and attests to the high quality of its credit portfolio.Increase in client assets under management
Client assets under management at VP Bank Group rose versus the end of 2012 by 1.1 per cent from CHF 28.5 billion to CHF 28.8 billion. The Group’s marketing efforts in its target markets were intensified and resulted in notable successes. However, due to regulatory changes and considerable outflows from a third-party investment fund, those new inflows were not able to compensate fully for the egress of client assets under management. Thus in the first half of 2013, this resulted in a net outflow of client assets in the amount of CHF 439 million. Nonetheless, the performance-related increase in client asset holdings totalled CHF 0.8 billion (prior-year period: CHF 0.3 billion). Assets held in custody declined by 4.6 per cent to CHF 8.4 billion. Thus total client assets including those held in custody, amounted to CHF 37.2 billion as at 30 June 2013.Divestiture of VP Bank Group holdings in fiduciary companies
The Board of Directors of VP Bank Group resolved in the summer of 2012 to focus strategically on the mid-level private banking segment and the financial intermediaries business. All of the company’s market cultivation, marketing and support units are dedicating their efforts to acquiring and servicing target clients in the defined markets of Europe and Asia. The primary goal is to grow profitably as a globally positioned financial institution. As a part of this, the specific markets, client segments, product offerings and services of VP Bank are continuously subjected to an in-depth analysis.
In keeping with this strategic orientation, the Board of Directors has opted to spin off the Group’s fiduciary businesses. The IGT Intergestions Trust reg. subsidiary in Vaduz will be divested by means of a management buyout; all of the current employees will be retained by the existing company.
VP Bank Group also intends to streamline the structures of its local umbrella holding company, VP Bank and Trust Company (BVI) Limited (Tortola, British Virgin Islands), which has been operated as a joint venture with Liechtenstein-based Allgemeines Treuunternehmen (ATU). Subject to official approval, VP Bank Group will completely take over VP Bank (BVI) Limited and cede the remainder of the related financial interests to Allgemeines Treuunternehmen.
Management change at VP Bank (Schweiz) AG
Owing to differences of opinion on the further orientation of VP Bank Group’s banking subsidiary in Zurich, Marcel Tschanz will be leaving VP Bank (Schweiz) AG after two years of activity. The Board of Directors and Group Executive Management thank him for his commitment and wish him great success in his future endeavours. Subject to FINMA approval, the Board of Directors of VP Bank (Schweiz) AG has named Joachim Künzi as the subsidiary’s new Chief Executive Officer (CEO). He will take up his duties as of 1 October 2013. A 43-year-old Swiss citizen, Joachim Künzi is a proven business leader with years of experience in the financial services industry. Most recently he was CEO of BHF-Bank (Schweiz) AG. With his extensive knowledge of the Swiss market, he is in a position to make a significant contribution to the successful further development of VP Bank (Schweiz) AG.Medium-term goals remain the same
VP Bank Group will continue to pursue its medium-term goals. The aims are to realise an average annual growth rate of 5 per cent in net new money on the basis of client assets under management, strive for a cost/income ratio of at most 65 per cent and maintain a core capital ratio of at least 16 per cent. As at 30 June 2013, the cost/income ratio stood at 64.4 per cent (prior-year comparison: 51.5 per cent). The increase in costs resulted from the aforementioned conversion of the employee pension fund from a defined-benefit to a defined-contribution scheme. With its even higher tier 1 ratio of 20.7 per cent compared to the 19.2 per cent reading as at 30 June 2012, VP Bank Group has a very solid core capital base which – even after the introduction of Basel III – far exceeds that of its peers. This attests to a high degree of stability and security.Outlook
The capital market environment and the rapidly changing regulatory circumstances will continue to represent tremendous challenges also in the second half of 2013. VP Bank Group is convinced that, with its ongoing focus on the Bank’s core competencies and reinforced orientation towards market and client needs, as well as resolute cost management efforts, a sustainable foundation has been laid for a successful future. With the takeover of the private banking activities and private-banking-related fund business of HSBC Trinkaus & Burkhardt (International) SA in Luxembourg, VP Bank Group has put the pieces in place to achieve a favourable trend in net new money during the second half of 2013. At the same time, VP Bank’s rock-solid equity capital base makes it possible to exploit attractive market opportunities as they may arise.
