Stromversorgung auf dem Land- und Seeweg; CKW investiert 15 Mio. CHF in ihr Stromnetz am Sempachersee Dienstag, 03. September 2013 - 07:00
Luzern, 3. September 2013
Stromversorgung auf dem Land- und Seeweg
CKW investiert 15 Mio. CHF in ihr Stromnetz am Sempachersee
Die Bewohnerinnen und Bewohner des Gebiets westlich des Sempachersees werden in Zukunft über den Land- und Seeweg mit Strom versorgt. Die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) startet heute ein Bauprojekt der besonderen Art: In Oberkirch baut sie eine neue Unterstation und verbindet diese via Sempachersee mit der Unterstation Sempach. Die Infrastrukturarbeiten stärken die zuverlässige Stromversorgung in der Region. CKW investiert über 15 Millionen Franken.
Zum Grossprojekt gehören der Neubau der Unterstation Oberkirch, die 7,5 Kilometer lange Hochspannungsleitung zur Unterstation Sempach sowie sieben weitere, neue Mittelspannungsleitungen. Alle Netzkomponenten sollen im Herbst 2014 in Betrieb gehen.
Neue Unterstation Oberkirch
Die Unterstation Oberkirch transformiert die Spannung von 110 Kilovolt aus dem überregionalen Hochspannungsnetz auf die Spannung von 20 Kilovolt für das regionale Verteilnetz. Die mit der neusten und effizientesten Technik ausgestattete Anlage stärkt die zuverlässige Stromversorgung westlich des Sempachersees. Ab Herbst 2014 wird CKW die Gemeinden Oberkirch und Nottwil etappenweise an die neue Unterstation anschliessen.
Hochspannungsleitung von Oberkirch nach Sempach
Der steigende Stromverbrauch und die Einbindung der neuen Unterstation in das Stromnetz erfordern eine neue Hochspannungsleitung zur Unterstation Sempach. Die neue 110-Kilovolt-Leitung verläuft auf weiten Strecken parallel zum bestehenden Bahn- und Strassennetz und auf einer Strecke von drei Kilometern auf dem Seeboden des Sempachersees.
Bereits im Sommer 2012 untersuchten Taucher für CKW den Seeuntergrund, um den idealen Leitungsverlauf zu bestimmen. Die Stromkabel werden im See durch Rohre geführt, die zuvor mit Wasser gefüllt und mit Ballastkörpern auf den Seegrund abgesenkt werden. Die Rohre werden voraussichtlich im Februar 2014 verlegt, die Kabel im Juni 2014 in die Rohre eingezogen.
Die Seeverlegung ist die kürzeste und gleichzeitig günstigste Variante. Mit Rücksicht auf den Umweltschutz tangiert der geplante Leitungsverlauf das Ufer nur wenig. Auch diverse Seegemeinden, die sich gegen eine Leitung auf dem Landweg ausgesprochen hatten, unterstützen den Leitungsverlauf durch den See.
Zu einem späteren Zeitpunkt ist eine zweite Seekabelverbindung von der Unterstation Oberkirch zum Unterwerk Sursee geplant.

Übersicht über den Netzausbau rund um den Sempachersee

