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Amundi-CPR: Bekämpfung sozialer Ungleichheit als Anlageziel / Social Impact Fonds startet in der Schweiz Donnerstag, 20. August 2020 - 12:00


Medieninformation                   

Bekämpfung sozialer Ungleichheit als Anlageziel
CPR Invest – Social Impact Fonds startet in der Schweiz

*    Erster globaler Aktienfonds mit dem Ziel, soziale Ungleichheit
abzubauen
*    Private und institutionelle Anleger können mit dem Fonds einen
Beitrag zum Abbau von Ungleichheiten leisten und soziale Risiken gezielt
berücksichtigen
*    Neue Methode zur Berechnung der sozialen Ungleichheit basiert auf
den fünf Säulen: Arbeit & Einkommen, Gesundheit & Bildung, Diversität,
Besteuerung sowie Menschenrechte & Grundbedürfnisse

Zürich, 20. August – Die Amundi-Themenfondstochter CPR Asset Management
lanciert in der Schweiz den CPR Invest – Social Impact. Es handelt sich um
den ersten global anlegenden Aktienfonds, der mit seiner Anlagestrategie die
Bekämpfung von Ungleichheit verfolgt.

 Die wachsende wirtschaftliche Ungleichheit ist eine der dramatischsten
Folgen der Globalisierung. Zwischen 1980 und 2018 stieg das Einkommen des
reichsten Prozents der Bevölkerung global doppelt so stark wie das der
ärmsten 50 Prozent. Die wirtschaftlichen Verwerfungen infolge der
Corona-Pandemie haben die sozialen Ungleichheiten verstärkt und noch
offensichtlicher gemacht.
 
Diverse Studien zeigen, dass die globale Ungleichheit das Wachstum bremst.
Sie ist zudem die Wurzel für Populismus und soziale Unruhen, die die
Wirtschaft und die Kapitalmärkte stark beeinträchtigt. Anleger werden sich
dieser Risiken zwar immer stärker bewusst, bisher fehlten jedoch geeignete
Investitionslösungen, um diesen Risiken zu begegnen.

Der CPR Invest - Social Impact verfolgt das Ziel, Ungleichheiten zu
verringern und eine positive soziale Wirkung sowie gleichzeitig potenziell
höhere finanzielle Erträge zu erzielen. Es gibt viele Gründe, dass
sozialbewusste Unternehmen besser aufgestellt sind. Für sie ist es leichter,
das Verbrauchervertrauen zu gewinnen, Mitarbeiter zu finden, Kapital
aufzunehmen und die Zustimmung von Aufsichtsbehörden zu erhalten. Hingegen
sind Unternehmen, die nicht zum Abbau von Ungleichheiten beitragen,
grösseren regulatorischen, politischen und Reputationsrisiken ausgesetzt.

Der CPR Invest – Social Impact ist ein aktiv gemanagter globaler
Aktienfonds, der in rund 70 Aktien investiert. Die Titelauswahl stützt sich
auf eine eigens entwickelte Scoring-Methode, wobei die Unternehmen und die
Länder, in denen sie ihren Sitz haben, anhand von 40 Kriterien bewertet
werden. Anlageziel ist, die globalen Aktienmärkte über einen
Investmenthorizont von mindestens fünf Jahren zu übertreffen. Dazu
investieren die beiden Fondsmanager Yasmine De Bray and Eric Labbé gezielt
in die Unternehmen, die zur Senkung von Ungleichheit in ihren Sitzländern
beitragen.

Ungleichheit ganzheitlich betrachtet

Soziale Ungleichheit ist ein breit gefächertes Phänomen, das nicht auf
Einkommensunterschiede oder Geschlechterdisparitäten beschränkt werden darf.
CPR AM legt daher eine ganzheitliche Definition von Ungleichheit vor, die
sich auf folgende fünf Themenfelder stützt:

1.    Arbeit und Einkommen
2.    Gesundheit und Bildung
3.    Diversität
4.    Besteuerung
5.    Menschenrechte und Grundbedürfnisse

Ungleichheit ist zudem ein länderspezifisches Phänomen. Daher hat das
Management-Team zunächst Kriterien für Länder formuliert. Dazu zählen unter
anderem ein gesetzlicher Mindestlohn, der Anteil der Gesamtausgaben für
Bildung und Gesundheit am Bruttoinlandsprodukt, Gesetze zur Bekämpfung von
Diskriminierung, Arbeitnehmerrechte und ein progressives Steuersystem.
Danach errechnen sie einen Ungleichheits-Score für 3‘000 Unternehmen
aufgrund von Faktoren, wie Lohnspannen, Arbeitsbedingungen,
Diversity-Politik, Steueroptimierung und Mitarbeiterschulungen. Das heisst,
es wird untersucht, welche Erfolge Unternehmen bei der Verminderung von
Ungleichheit in ihren Sitzstaaten haben.

CPR-Ungleichheits-Score kombiniert mit ESG-Rating von Amundi

Die Methode zur Bewertung von Ungleichheit ist das Ergebnis eines
zweijährigen Research-Prozesses. Die Scores reichen von A bis E und basieren
auf 17 Kriterien für Unternehmen und 22 Kriterien für Länder. Zudem stützt
sich das Fondsmanagement auf folgende drei Prinzipien:

Selektion: Das Anlageuniversum umfasst grundsätzlich nur die 1‘500 der
insgesamt rund 3‘000 Titel des MSCI All Country Index, deren
Ungleichheits-Rating in der oberen Hälfte rangiert.

Wesentlichkeit: Trotz eines guten Gesamt-Ratings bedeutet bereits ein
Fehlverhalten in einem der fünf Themenfelder den Ausschluss aus dem
Anlageuniversum. Konkret werden die 10% der schlechtesten Unternehmen pro
Themenfeld ausgeschlossen.

Verbesserung: Die Sozialpolitik des Unternehmens muss die Best Practice
seines Landes widerspiegeln oder die Standards des jeweiligen Landes
verbessern. Daher müssen die ausgewählten Unternehmen den gleichen oder
einen besseren Gesamt-Score aufweisen als sein Sitzland.

Zusätzlich kommt die ESG-Methodik bei der Definition des Anlageuniversums
von CPR AM zum Tragen. So werden Unternehmen ausgeschlossen, die bedeutenden
ESG-Kontroversen ausgesetzt sind. Nicht ins Portfolio kommen zudem
Unternehmen mit schlechten aggregierten ESG- und Sozial-Ratings.

„Zunehmende Spannungen in unseren Gesellschaften unterstreichen, wie
dringend der Übergang zu einem gerechteren Wirtschaftsmodell nötig ist“,
sagt Valérie Baudson, CEO von CPR Asset Management. „Als Vermögensverwalter
wollen wir unserer treuhänderischen Verpflichtung gerecht werden und nach
konkreten und relevanten Lösungen für soziale Probleme suchen. Wir erwarten,
dass eine gute Sozialbilanz ein langfristiger Performance-Treiber für
börsengelistete Unternehmen ist.  Der CPR Invest – Social Impact ist der
erste Aktienfonds, der mit Ungleichheit verbundene finanzielle Risiken
berücksichtigt. Mit diesem können Anleger einen Beitrag zur Verringerung
sozialer Ungleichheit leisten.“

„Ähnlich wie der Klimawandel ist die wachsende soziale Ungleichheit das
entscheidende Thema für das 21. Jahrhundert“, ergänzt Christian Trixl, CEO
von Amundi Schweiz. „Investoren sollten diese Dimension in ihre
Entscheidungen einbeziehen. Niemand kann staatliches Handeln ersetzen, aber
Unternehmen und Investoren haben hier Verantwortung zu übernehmen. Obwohl
das Thema komplex ist, bieten wir Investoren eine transparente Strategie an,
mit der sie Unternehmen nach ihrem Engagement zur Beseitigung sozialer
Ungleichheit auswählen können. Wir hoffen, dass dieser innovative Ansatz die
gesamte Investorengemeinschaft dazu anregen wird, ihre bestehenden
Strategien zu hinterfragen und sie zu schnellem Handeln anzuspornen".

ENDE